Dying Light 2 in der Vorschau: So spielt sich Techlands Zombie-Abenteuer!

Erstmals ausführlich angespielt: Die Redaktion erklärt, wie sich „Dying Light 2“ spielt und was die Missionen auszeichnet.

Dying Light 2 in der Vorschau: So spielt sich Techlands Zombie-Abenteuer!

Techland kündigte „Dying Light 2“ bereits 2018 an und eigentlich hätte das Open-World-Abenteuer bereits seit 2020 auf dem Markt sein sollen. Doch die Corona-Pandemie und Entwicklungsprobleme sorgten gleich mehrfach für Verschiebungen.

Nun befindet sich Techland mit „Dying Light 2“ auf den letzten Metern bis zum Release am 04. Februar 2022. Beim Preview-Event in Warschau, Polen machten wir uns selbst ein Bild vom aktuellen Stand des Spiels und konnten „Dying Light 2“ ausführlich ausprobieren.

In den kommenden Tagen erwartet euch daher eine Artikelreihe, in der wir uns u.a. mit der Spielwelt und dem Entscheidungssystem befassen. In diesem Bericht aber möchten wir euch einige Missionen vorstellen und unsere Eindrücke aus der fünfstündigen Anspielrunde schildern.

Wer? Wie? Was?

„Dying Light 2“ spielt rund 15 Jahre nach den Geschehnissen des Vorgängers. Die Anspielrunde führte uns in die Region Old Villedar mit einer zum Bazar umfunktionierten Kirche im Zentrum. Die Fraktion der Peacekeeper hat hier die Kontrolle und Hauptcharakter Aiden Campbell sucht u.a. die taffe Sophie auf, um Informationen über den Aufenthaltsort seiner Schwester Mia zu erhalten. Sophie hat aber ihre eigenen Probleme mit der Führung des Bazars und vor allem auch mit ihrem Bruder Barney, der sich nicht an Regeln halten will und auch sonst ein unkontrollierbarer Kotzbrocken ist.

Bauteile für den Elektrozaun

Der Bazar ist ein Umschlagplatz für Informationen und Waren. Hier trifft Aiden u.a. auf den Crafting-Meister, bei dem ihr neue Waffen fertigen und mit Trophäen upgraden könnt. Allerdings machen wir hier auch Bekanntschaft mit Carlos. Der Gute ist ein Erfinder und benötigt Bauteile für einen Elektrozaun.

Die damit verbundene Mission splittet sich: Im ersten Teil der Aufgabe müssen wir einen liegen gebliebenen Militärkonvoi finden und plündern. Blöderweise schleichen etliche Zombies um die Beute und sind auf ungebetene Gäste gar nicht gut zu sprechen. Außerdem ist das Gebiet chemisch verseucht: Gelbe Pfützen und giftiger Nebel herrschen hier vor. Wir verwenden einen Molotow-Cocktail, um die Herde auszuräuchern und kümmern uns anschließend um den Rest der Bande. Praktisch: Items wie Medi-Packs, Pfeile oder eben Molotow-Cocktails bauen wir unterwegs mit gesammelten Ressourcen.

Die Kiste müssen wir schließlich mit einem Dietrich im „Skyrim“-Stil knacken. Aber Fehlanzeige! Die Bauteile sind nicht hier und stattdessen führt uns der Weg zu einem weiteren Konvoi, der diesmal von Banditen bewacht wird. An diese schleichen wir uns an und schalten sie lautlos aus. Sonderlich clever agieren die Burschen nicht – ein Problem, das sich durch die gesamte Hands-On zieht.

Endlich finden wir auch einen Teil der notwendigen Ressourcen. Die übrigen aber verbergen sich in einem der Sperrgebiete. An dieser Stelle kommen die Unterschiede zwischen Tag und Nacht zum Tragen: Tagsüber ziehen sich viele Zombies und Mutanten in Gebäude zurück und verfallen in einen Dämmerzustand. Das Problem: Wollt ihr diese Bereiche looten und weckt die Burschen auf, seid ihr in höchster Gefahr. Bei Nacht kommen die Monster hinaus, sodass ihr auf Beutetour gehen könnt. Allerdings treiben sich dann auch Banditen in den Arealen herum. „Dying Light 2“ bietet spezielle „Nacht-Missionen“ an und variiert so das Gameplay und vor allem dessen Tempo immer wieder. In gesicherten Gebieten wie dem Bazar können wir rasten und so die Zeit vorspulen.

Diese Mission endet für uns mit der panischen Flucht aus dem Gebäude. Grundsätzlich gilt: „Dying Light 2“ besitzt eine komplexe Steuerung und das Parkour-Gameplay erfordert gute Hand-Augen-Koordination. Springen wir etwa aus großer Höhe ab, müssen wir bei der Landung erneut eine Taste zum Abrollen betätigen. Bei Sprüngen müssen wir Entfernungen richtig einschätzen und für Aktionen wie Hangeln oder Wall-Runs braucht es Timing. Die Lernkurve ist allerdings steil. Scheitern wir in den ersten 30 Minuten bei den leichtesten Übungen, kommen wir später in den Flow und entsprechend baut sich beim Parkour ein toller Spielfluss auf.

Die Eroberung des Elektrizitätswerks

Wie in bekannten Ubisoft-Spielen müsst ihr in „Dying Light 2“ wichtige Gebäude einnehmen und weist sie anschließend Peacekeepern oder Überlebenden zu. Als Belohnung schaltet ihr Hilfsmittel in der Umgebung frei und aktiviert Nebenmissionen und andere Inhalte. Auf das System gehen wir in einem späteren Artikel noch einmal genauer ein.

Das Erobern wichtiger Gebäude bereitet „Dying Light 2“ allerdings mit Hilfe verschiedener Gameplay-Konzepte auf. Beim Elektrizitätswerk etwa stellen wir Kabelverbindungen wieder her. Zu diesem Zweck suchen wir die passenden Generatoren und schließen dort die roten Verbindungskabel an. Techland setzt hier auf kleinere Physik-Puzzles.

Bei der Mühle suchen wir uns dagegen den Weg an die Spitze und springen dafür an sich bewegende Plattformen. Aidens Ausdauer ist begrenzt – sowohl für Sprints als auch für das Hangeln. In diesen Umgebungsrätseln müssen wir uns also den Weg zuvor überlegen, damit wir nicht in die Tiefe stürzen.

Im Wasserwerk sammeln wir versteckte Bomben ein und bahnen uns dafür unseren Weg über Plattformen, Stangen und anderen Objekten entlang. Hier erinnert „Dying Light 2“ stark an „Mirror’s Edge“ oder gar „Prince of Persia“.

Basis-Eroberung für Anfänger

Und wie in „Far Cry“ müssen wir auch in „Dying Light 2“ Banditenlager infiltrieren, den Anführer ausschalten und verhindern, dass Alarm geschlagen wird. Das Gameplay ist in diesem Fall altbekannt: Wir entscheiden selbst, ob wir aggressiv oder leise vorgehen. Zu Beginn spähen wir das Gebiet aus und suchen nach Wachen sowie Eingängen in das Lager.

Geduckt macht Aiden beim Gehen weniger Lärm. Wir schleichen uns geduckt an Feinde an und schalten sie mit einem Takedown aus. Auf Distanz greifen wir zum noch viel zu starken Bogen. Die Gegner-KI spielt „Dying Light 2“ einen erneuten Streich: Die Wachen reagieren zu spät auf unsere Attacken und so ist das Stealth-Gameplay derzeit noch eine große Baustelle. Hier muss mehr passieren, damit es wirklich eine sinnvolle Ergänzung sein soll.

Die Suche nach Barney

Techlands Open-World-Actionspiel verbindet Kampf, Parkour und andere Spielelemente miteinander. Auf der Suche nach Barney brechen wir tagsüber in einer der angesprochenen Zombie-Unterschlupfe ein. Unser Spielcharakter verfügt – ähnlich wie Geralt in „The Witcher 3: Wild Hunt“ – über eine Fokus-Ansicht. Mit ihr erkennen wir Feinde wie Zombies durch Wände, aber auch Fuß- und Blutspuren werden hervorgehoben. In der Hands-On gehen wir so gleich mehrfach auf die Suche nach Vermissten.

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Im Falle von Barney entdecken wir zunächst einen toten Kameraden, ehe wir Sophies Bruder in einem der höheren Stockwerke entdecken. Dafür ist ein wenig Detektivarbeit notwendig. Blöderweise schreckt das aber die schlummernden Untoten auf. In „Dying Light 2“ geht ihr vor allem im Nahkampf vor und schwingt improvisierte Äxte, Messer und andere Schlagwaffen. Im eigenen Talentbaum für Kämpfe rüstet ihr zudem erweiterte Fähigkeiten wie Luftattacken, Dropkicks und andere Moves aus (mehr dazu in einem späteren Artikel). Schaden entkommt ihr durch Blocks oder flinke Ausweichmanöver.

Einschätzung: gut

In Sachen Missionsvielfalt spielt Techland in „Dying Light 2“ auf jeden Fall mit nahezu allen Open-World-Grundzutaten und wertet diese mit eigenen Gameplay-Ideen wie dem Parkour-Handling auf. Langeweile kam während der Anspielsession definitiv nicht auf.

Die Abwechslung und der Mix aus Parkour-Rätseln, Kampf und den Erkunden der Spielwelt funktioniert sehr gut. Wir sind gespannt, inwiefern gerade die Spurensuche noch stärker in die Geschichte eingebunden wird und welche Spurensuchen sich daraus noch ergeben.

Einzig das Stealth-Gameplay bereitet uns aktuell noch sorgen. Hier waren KI- und auch Balancing-Probleme noch sehr dominant. Techland wird bis zum Launch des Spiels am 04. Februar 2022 noch mächtig Feinschliff betreiben müssen, damit hier alles glatt läuft. Insgesamt aber überzeugten das Missionsdesign und die Action gleichermaßen.

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