Lootboxen: Auch Schweden untersucht Einstufung als Glücksspiel

Kommentare (18)

Die Lootbox-Kontroverse zieht immer weitere Kreise. Inzwischen möchte man offenbar auch in Schweden den Glücksspiel-Charakter der Gameplay-Mechanik untersuchen lassen.

Lootboxen: Auch Schweden untersucht Einstufung als Glücksspiel

Nachdem wir vor wenigen bereits davon berichtet haben, dass die Jugendschutzkommission der Landesmedienanstalten in Deutschland die Möglichkeit des Verbots von Lootboxen prüfen, wurde nun bekannt, dass womöglich auch Schweden die umstrittene Spielmechanik reglementieren möchte. Der schwedische Minister für die öffentliche Verwaltung,  Ardalan Shekarabi, hat angestoßen, dass die Behörden einen genaueren Blick auf die Lootboxen werfen

Insbesondere dürfte die Lootboxen in Hinsicht auf die Glücksspiel-Thematik genauer untersucht werden. Dazu heißt es: „Wir arbeiten daran, die Kontrolle über den Glücksspielmarkt so schnell wie möglich wiederlangen zu können, und möchten sicherstellen, dass die schwedischen Verbraucherschutzvorschriften für alle am Glücksspiel beteiligten Akteure gelten“, teilt Ardalan Shekarabi mit. „Ich möchte unsere Behörden und Sachverständigen bitten, sich damit zu befassen.“

Der Einschätzung von Ardalan Shekarabi zufolge können Lootboxen in Videospielen durchaus als eine Art Glücksspiel angesehen werden, bei dem die Spieler Geld verlieren. Deshalb sollte untersucht werden, ob Lootboxen tatsächlich als Glücksspiel eingestuft werden können. „Offensichtlich gibt es viele Leute, die in einem Spielmissbrauch feststecken und bei dieser Art des Glücksspiels enden und Geld dabei verlieren.“  Im Januar 2019 könnte ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt werden.

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Kommentare

  1. UschiMcGregor sagt:

    erster erster erstaaaaaaaa erster 😀 !!!! 😀

    Nun ja, also ganz ehrlich? Wird dieses Thema hier nicht langsam mal zu viel und muss jetzt wirklich über jedes einzelne Land in und außerhalb der EU Zone ein Bericht kommen wo ist nun Glücksspiel ist und wo nicht? Gehen einem wirklich so sehr die Themen aus dass man über nichts anderes berichten kann? Und wenn überhaupt, dann interessiert uns doch wohl nur Deutschland, Österreich und Schweiz aber Schweden?

  2. grayfox sagt:

    Ich bin der meinung, dass online glückspiel (online casinos und EA spiele) generell verboten gehört.
    Bei diesen ganzen online casinos/buchmachern mit firmensitzen auf malta und den cayman islands kann man innerhalb weniger Stunden seine ganze existenz verspielen.

  3. triererassi sagt:

    Desto mehr drueber geredet wird desto besser. Bringt mehr Aufmerksamkeit und hoffentlich endlich ein Verbot!

  4. Frauenarzt sagt:

    Was sind Lootboxen?
    Scheint ein ganz neues Thema zu sein, interessant. 😉

    Am besten find ich den ersten Satz in der News:

    "Nachdem wir vor wenigen bereits davon berichtet haben,..."

    Vor wenigen was?
    Sekunden?^^

  5. UschiMcGregor sagt:

    frauenarzt: vor wenigen....Sachen 😀

  6. Frauenarzt sagt:

    Also vor wenigen Tagen und auch vor wenigen Monaten. 🙂

  7. TheSchlonz sagt:

    Oder vor wenigen ... Lootboxen.
    Aber da die ja nicht mehr so gerne gesehen sind wurden die von Autokorrektur automatisch entfernt.

  8. Zack07 sagt:

    Ehrlich gesagt verstehe ich diese ganze Aufregung nicht.
    Nur in den wenigsten Spielen bekommt man durch Lootboxen Vorteile und wenn man solchen Mist baut bekommt der Publisher schon sein Fett weg wie man an EA sieht.

    Und wegen dem ganzen man weiß nicht was man bekommt Zeug, verbieten sie dann auch Sammelkartenspiele wie Yu-Gi-Oh und Stickeralben?
    Da kommen Kinder auch rann und zwischen Stickerpackungen, Booster Packs und Lootboxen sehe ich keinen wirklichen Unterschied.

  9. Shaft sagt:

    @Zack07
    "Ehrlich gesagt verstehe ich diese ganze Aufregung nicht.
    Nur in den wenigsten Spielen bekommt man durch Lootboxen Vorteile und wenn man solchen Mist baut bekommt der Publisher schon sein Fett weg wie man an EA sieht."

    es geht nicht um die vorteile, es geht darum, daß mit allerlei einflußnahme wie effekten, geräuschen und gesteuerten gewinnen spieler in ein suchtverhalten getrieben werden sollen, um so möglichst viel geld zu verdienen. bestes beispiel für so ein verhalten sind hütchenspieler, bei denen man im ersten durchgang immer gewinnt, damit man um so mehr investiert. und da minderjährige zu dieser form des glückspiels in videospielen zugang haben, müssen sie ebenfalls geschützt werden.

    "Und wegen dem ganzen man weiß nicht was man bekommt Zeug, verbieten sie dann auch Sammelkartenspiele wie Yu-Gi-Oh und Stickeralben?
    Da kommen Kinder auch rann und zwischen Stickerpackungen, Booster Packs und Lootboxen sehe ich keinen wirklichen Unterschied."

    das ist heutzutage nichts ungewöhnliches, leute versimplifizieren tatbestände, weil sie sie so besser begreifen können.

    tatsächlich gibt es himmelweite unterschiede. zum einen mußt du für sammelkarten jeglicher art erstmal in den laden laufen und da kannst du höchstens den ladenbestand aufkaufen. zum zweiten haben die publisher mit einem lootboxsystem im spiel quasi eine verkausfbox für sammelkarten mit unbeschränktem nachschub in deinem wohnzimmer stehen und zum dritten werden die spiele dann auch noch so designed, daß dir die lootboxinhalte anderer spieler unter die nase gerieben werden, um den kaufdrang zu verstärken. all das passiert bei sammelkarten nicht und bei stickerbildchen schon gar nicht.

  10. grayfox sagt:

    zu der suchtgefahr, die definitv besteht, kommt noch dazu, dass skrupellose firmen (EA) den preis für die dinge, die die spieler haben wollen, quasi völlig undurchsichtig und geheim festlegen können.
    Ein Beispiel:
    man möchte waffe xy aus einer lootbox ziehen. die gewinnwahrscheinlichkeit ist 10%(die kennt aber nur EA). Um die waffe nun mit 90%iger wahrscheinlichkeit zu ziehen, braucht es durchschnittliche 22 Versuche 0,9=1-(9/10)^n. Wenn eine Lootbox 1€ kostet, gibt man 22€ aus, um die waffe mit 90%iger wahrscheinlichkeit zu bekommen. Das weiß aber nur EA, weil der Kunde die gewinnwahrscheinlichkeit nicht kennt. Außerdem kann keiner sagen, ob das RNG fair ist oder ob EA das spiel türkt

  11. Ambush sagt:

    Ich kenne Play3 schon Jahre aber ich kann euch nicht mehr ernst nehmen. Ich mag euer design aber die texte werden nicht einmal überflogen in jedem thema sind fehler, grammatikalisch unkorrekt oder fehlen ganz wie hier der erste satz. Ich gucke mal woanders

  12. UschiMcGregor sagt:

    @ambush: tschüssi.

    Zum Thema: bei BO3 fand ich zum Beispiel diese Kisten tatsächlich wie eine Art Glücksspiel, man sitzt regelrecht wie vor einem Automaten und alles blinkt und dann knallt es wenn man was episches bekommen hat, und das ganze Bild vibriert regelrecht und im Hintergrund sagt noch einer das man was tolles bekommen hat, verführt alles schwache Menschen schon sehr zum zocken.

    Ist man eine gestandene Person, selbstbewusst und selbstsicher passiert sowas natürlich nicht

  13. edel sagt:

    Gier -> Manipulation/Gehirnwäsche -> Lootboxen -> Sucht/Abhängigkeit -> Angst/Ego -> Physische und Geistige Krankheiten -> Auswirkungen aufs Umfeld, Moral usw. ... = NEGATIV

  14. Euer_Liebling sagt:

    @ambush
    Deine Probleme möchte ich mal haben.

  15. edel sagt:

    Das gefährliche Prinzip der manipulierten Suchtförderung besteht darin, das die Konsumenten/Menschen in Ihren eigenem Gehirn -> Unterbewusstsein -> künstlich erzeugte Endorphinausschüttung -> Glücksgefühl gehirngewaschen werden und ehe diese es selbst bemerken/erkennen, ist es oft schon zu spät -> Wiederholung/Teufelskreislauf ... (fast das gleiches Prinzip wie auch z.B. bei Pornografie, Facebook und anderen suchtfördernden "Themen") ...

    Dieses Prinzip kennen Kinder und Jugendliche NICHT! = Sind sich dessen / vor den Gefahren NICHT BEWUSST!

    Diese Themen waren aber schon vor Einführung (Lootboxen in Videospiele) bekannt, sind nichts neues.

    Auch das (hohe) Alter schützt nicht vor Unwissenheit und Unbewusstheit (Torheit).

  16. edel sagt:

    hier noch einmal zum Vergleich das Prinzip bei Pornografie (in den Kommentaren zu lesen + selbstrecherche/informieren empfohlen!)

    http://www.play3.de/2018/01/10/playstation-bringt-weiterhin-meisten-konsolen-traffic-auf-pornhub/

  17. JigsawAUT sagt:

    @Shaft

    Sammelkarten kann man mit Freunden tauschen... Lootboxen im Spiel nicht. Da bekommt man wenn man etwas bekommt was man schon hat im Normalfall einen geringen Gegenwert als Ingamewährung retour!
    Mir fallen zwei Spiele auf Anhieb ein die beschreiben wie man es richtig macht und wie nicht!

    Beispiel 1 wie es nicht sein sollte zeigt Call of Duty mit den möglichen Echtgeldkauf der Waffenkisten durch die Credits die man per Echtgeld bekommt und
    Muster-Vorzeigebeispiel wie man mit Lootboxen umgehen sollte ist Rainbow Six Siege mit den Alpha-Packs wo man diese nur per Ansehenpunkte und nicht mit Echtgeld kaufen kann! Ausnahme von den Outbreak-Packs die in März zeitlich beschränkt ins Spiel kommen!

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