Sony nicht auf der E3: Die Welt hat sich verändert, die E3 ist gleich geblieben, erklärt Shawn Layden

Kommentare (13)

Geht es nach Sonys Shawn Layden, dann ist die E3 als Messe einfach nicht mehr zeitgemäß, weshalb das Unternehmen sich von dem Event zurückgezogen hat. Die Welt hat sich verändert, bestätigte Layden.

Sony nicht auf der E3: Die Welt hat sich verändert, die E3 ist gleich geblieben, erklärt Shawn Layden

Im vergangen Jahr hat Sony angekündigt, dass PlayStation erstmals seit dem Start der E3 nicht auf der Messe vertreten sein wird. Schnell kamen Spekulationen auf, dass die Japaner in diesem Jahr wohl ein eigenes Event für die Ankündigung der PS5 planen, weshalb die E3 ausgelassen wird.

Zwar hat Sonys Shawn Layden diese Spekulationen weder bestätigt noch dementiert, doch dafür hat er in einem aktuellen Interview mehr über die Hintergründe der Entscheidung verraten. So gab das Oberhaupt von Sonys Worldwide Studios zu verstehen, dass die E3 den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird und sie den ursprünglichen Sinn und Zweck für den Handel und die Medien verloren hat, weshalb man sich zurückzieht.

Die E3 wurde in den 1990er Jahren ins Leben gerufen, um Händlern eine Möglichkeit zu bieten, ihren Einkauf für das Jahr zu planen. Gleichzeitig konnten Journalisten Inhalte für die Titelgeschichten ihrer Magazine finden. Doch heutzutage tickt die Welt anders.

Die Welt hat sich verändert

„Jetzt gibt es im Februar eine Veranstaltung mit dem Namen Destination PlayStation, bei der alle Einzelhändler und Drittpartner die Geschichte des Jahres erfahren. Sie führen Kaufgespräche im Februar. Der Juni ist jetzt zu spät, um mit Einzelhändler Gespräche  für das Weihnachsgeschäft zu führen. Der Einzelhandel ist also wirklich zurückgegangen. Und für Journalisten – mit dem Internet und der Tatsache, dass es jetzt 24/7  Spielnachrichten – hat seinen Einfluss verloren.

Die Handels-Messe wurde also zu einer Messe ohne viel Handelstätigkeit. Die Welt hat sich verändert, aber die E3 hat sich nicht notwendigerweise mit verändert.“

Die E3 ist nicht mehr zeitgemäß

Die Tatsache, dass man bei Sony die Strategie verfolgt, weniger aber dafür größere Titel zu entwickeln, trägt dazu bei, dass der Juni kein guter Zeitpunkt ist, den Plan für das Jahr zu präsentieren. Zudem rufe eine Messeteilnahme bei den Fans immer eine gewisse Erwartungshaltung hervor, dass man etwas zeigen werde. Wenn diese nicht erfüllt wird, ist es kontraproduktiv. Aus diesem Grund hat Sony auch die PlayStation Experience 2018 im vergangen Dezember abgesagt.

Zum Thema: Sony möchte eigenen Weg gehen: Es gibt schon alle Battle-Royale-Spiele, die man braucht

Ob oder wann und wenn ja, in welcher Form Sony die Community über die derzeitigen Pläne  in Kenntnis setzen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Ein eigenes Event wurde noch nicht angekündigt.

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Kommentare

  1. Trinity_Orca sagt:

    Ich finde das eigentlich echt cool so 2 stunden lang entwickler über ihre spiele reden hören. Trailer sehen wenn alles nur so random auf youtube geschaut wird ohne persönlichen bezug zu den entwickler workt alles ehr kalt. Ich hoffe die e3 bleibt trotzdem. Aber ohne sony fehlt etwas

    So bräuchten wir auch keine Wm und andere wettkämpfe schauen. Wir schauen einfsch alle highlights auf youtube an und sehen sofort die ergebnisse. In was für einer traurigen kalten welt leben wir dann.... Ne sony liegt da falsch. Ich hoffe sie haben andere veranstaltungen abseits der e3

  2. Zockerfreak sagt:

    Gute Entscheidung von Sony,man kann auch neue Sachen ankündigen ohne so eine Messe.In Zeiten des Internets verbreitet sich sowieso alles schlagartig.

    Meistens werden ja sowieso nur geschönte Trailer gezeigt.

  3. Buzz1991 sagt:

    Sehe ich auch so, @Trinity_Orca. Sony hat die falschen Schlüsse gezogen. Man hatte immer coole Shows, Trailer, Gameplay, aber auch Business Blabla. 2015 fuhr man Letzteres stark zurück und besonn sich auf Spiele, hat aber trotzdem Show-Einlagen gehabt, so dass man den Entwicklern und Co nah war. 2016 war das ebenfalls noch dabei, zudem noch gestrafft und spannend mit Gameplay und Trailern. 2017 dann der große Rückschritt, weil man praktisch nur noch Trailer über Trailer zeigte. Es fühlte sich an wie eine YouTube Playlist, der Charme war nicht vorhanden. Letztes Jahr war's etwas besser, aber weiterhin nicht so toll gemacht und zwischen TLoU: Part II und Ghost of Tsushima eine lange Wartezeit.

    Mal sehen, was Sony stattdessen plant.
    Ansonsten sind es auch die vorzeitigen Leaks, die eine Messe wie die E3 leider immer weniger aufregend gemacht haben. Ganz selten kam mal eine Ankündigung nicht durch.

  4. Trinity_Orca sagt:

    Vielleicht könnten sie etwas eigenes planen vielleicht wird dann auch die ps5 vorgestellt.

    Ps5, lou2, death stranding und und und. Kann sein das sony denkt auf ner e3 neben vielen anderen stehen sie nicht so sehr im rampenlicht

  5. StevenB82 sagt:

    Was Sony denkt braucht man nicht mehr mutmaßen, das steht im Artikel 🙂

  6. Christian Cage sagt:

    Sony labbert Schwachfug.
    Für mich ist das ein Minuspunkt für Sony...Gerade der Konkurrenzkampf zwischen Sony, Microsoft und Nintendo hat dort immer richtig schön Fahrt aufgenommen.
    Mit Ihren einzelnen Pressekonferenzen wird alles sehr unspannend werden.

  7. xjohndoex86 sagt:

    So schnell verändert sich die Welt nicht. Sachen wie Beständigkeit, Präsenz & Loyalität werden immer zählen. Und wenn Sony meint, dass das nicht mehr wichtig ist, dann werden sie schon sehen was sie davon haben...

    Layden scheint mir zudem immer abgehobener zu werden. Was für einen Stuss der labert.

  8. AD1 sagt:

    Was bringt der Auftritt auf der E3 wenn man nichts neues zeigen kann? Microsoft hat sich in der Vergangenheit deshalb öfters blamiert, Sony will das nicht. Absolut richtig so. Nächstes Jahr sieht es vielleicht schon wieder ganz anders aus.

  9. vangus sagt:

    Spielekulturelle Events wie die E3 sind schon was Feines für Gamer, aber sie sind nicht notwendig.
    Sony braucht nur gute Spiele und gute Hardware veröffentlichen und muss einfach nur ihrer Philosophie nachgehen, siehe den anderen News-Beitrag.

    Ein Spiel wird nicht besser durch die E3, eher behindert es die Entwicklung weil Studios sehr aufwendig über Wochen eine Demo erstellen müssen. Es macht keinen Unterschied, ob wir einen Ankündigungstrailer beim Event sehen oder bei Youtube, die meisten gucken eh erst am Tag nach der E3 die Trailer auf Youtube.

    Das Marketing leidet nicht darunter, eher kann live viel vermasselt werden. Ding ist: Die Presse wird sowieso für einen großen Hype sorgen, denn die Spiele werden für sich sprechen. Irgendwelche Pressekonferenzen ändern nichts, entweder Sony liefert ab oder nicht, der Hype kommt von ganz alleine, und wenn Sony einen GOTY-Contender nach dem anderen raushaut, ohne Eventauftritte, dann werden sie auch weiterhin Respekt genießen und Erfolge feiern...

    NUR die Spiele zählen, vergesst das nicht!

    Und Rockstar brauchten auch keine Events für RDR2...

    Shawn Layden hier absolut nachvollziehbar und logisch in meinen Augen.

  10. Buzz1991 sagt:

    @xjohndoex86:

    Mir war der Kerl noch nie sympathisch. Bestenfalls fand ich ihn in Ordnung. An seinen Vorgänger kommt er aber nicht mal im Ansatz heran.

    Er ist aber zurzeit so ziemlich der Boss von PlayStation. Hoffen wir mal, dass es gut geht.

  11. NoResponse sagt:

    Finde die Entscheidung falsch. Habe die E3 immer gerne verfolgt.

  12. FreundDerSonne sagt:

    Also ich kann Sonys Rückzug voll und ganz verstehen.

    Es ist ja auch eine jährliche Kostenfrage.
    Die Messekosten (Standgebühren, Bau- und Transportkosten etc.) werden von Jahr zu Jahr für ein Unternehmen immer teurer und naja, die E3 und GC verlieren im medialen Zeitalter auch immer mehr an Bedeutung.

    Nintendo macht es mit seinen Direct Shows schon vor und auch ohne Messebeteiligung verkauft sich die Switch wie geschnitten Brot.
    Warum also nicht eine eigene Show im eigenen Hause auf die Beine stellen?

    Das spart eine Menge Geld und man ist flexibler, als bei einem festgesetzten Messetermin in Bezug auf die Konkurrenz.

  13. martgore sagt:

    Nintendo wurde dafür belächelt, aber da haben sie halt früher Geld dafür gespart.
    E3 und vor Allem die deutsche Messe, ist doch inzwischen eine Messe für Influencer und Let`s Player geworden.
    Wenn man nicht gerade neue Hardware seinen Endkunden zeigen kann, ist so ne Messe unnötig. Demo`s, Beta`s usw. geht ja heute selbst auf den Konsolen über das Netz viel schneller und einfacher, dafür braucht man sich echt keine 2-3 Std mehr anstellen.

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