Star Wars: Eingestelltes Spiel wäre Game of the Year-Kandidat gewesen

Kommentare (15)

Viele "Star Wars"-Fans warteten gespannt auf das neueste Projekt der "Dead Space"-Schöpfer von Visceral Games, das jedoch nie veröffentlicht werden sollte. Jahre nach der Schließung des Studios sprach nun ein Mitglied des Teams über das eingestellte Spiel.

Star Wars: Eingestelltes Spiel wäre Game of the Year-Kandidat gewesen
Das "Star Wars"-Spiel der "Dead Space"-Macher sollte nie erscheinen.

Bei besagtem Mitglied handelt es sich um Zach Mumbach, der als Producer am nie veröffentlichten „Star Wars“-Spiel von Visceral Games beteiligt war. Wie unter anderem Eurogamer berichtet, äußerte sich der einstige Produzent des Titels kürzlich in einem Interview mit dem YouTube-Channel MiniMaxShow zu dem seiner Meinung nach äußerst vielversprechenden Game und ging dabei auf verschiedene Aspekte des Spiels ein.

Visceral Games wollte „Star Wars“ und „Uncharted“ miteinander verschmelzen

Bekanntlich zeichnete die einstige „Uncharted“-Autorin Amy Henning für die Story des eingestampften „Star Wars“-Spiels verantwortlich und wie Mumbach während des Interviews nochmals betont, sei Naughty Dogs Action-Adventure-Reihe eine große Inspiration gewesen: „[Es war] dieser verrückte AT-ST-Moment, der wirklich cool war. Du warst zu Fuß auf der Flucht vor ihm und er versuchte, dich zu jagen, aber du warst agiler, bist durch diese Gassen geschlüpft, bist durchgerannt und abgestürzt und hast die ganze Zerstörung der Frostbite[-Engine] genutzt… Du wärst wie ‚oh das ist wie ‚Star Wars Uncharted‘ gewesen.“

Bekanntlich sollten sich die Dinge jedoch anders entwickeln, denn obwohl Visceral Games mit ihrer auf Singeplayer ausgerichteten „Dead Space“-Reihe sowohl bei Kritikern als auch Spielern viel Anklang fand, habe Electronic Arts das Team zunächst mit den Arbeiten an „Battlefield Hardline“ beauftragt, ehe das Studio sich der „Star Wars“-Lizenz widmen durfte. Während der frühen Phase des „Star Wars“-Titels sei ein neues Führungsteam aus Vancouver zu Visceral Games gekommen, die sagten, „Wir müssen das Ding verkaufen, los, schneidet dies, schneidet jenes, schneidet das“, erinnert sich Mumbach.

Besonders geärgert habe ihn diese Entwicklung für Amy Henning, für die der einstige Producer des Titels während des Interviews immer wieder lobende Worte findet. Sie habe gute Entscheidungen bezüglich der Geschichte und Charaktere des Spiels getroffen, doch habe sich schnell abgezeichnet, Visceral und EA seien bezüglich des Projekts nicht auf derselben Wellenlänge gewesen. Wie Mumbach weiter ausführt, sei es für Henning, „verdammt hart gewesen, wir haben die Chance, das großartigste ‚Star Wars‘-Spiel aller Zeiten und einen möglichen Anwärter auf das Spiel des Jahres zu machen. Dies ist kein ‚Army of Two‘-Spiel.“

Letztendlich glaubte Mumbach zwar an den potentiellen Erfolg des Titels, von dem er nach wie vor überzeugt sei, das Team hätte „das beste ‚Star Wars‘-Spiel aller Zeiten gemacht. Die Story und der Aufbau und die Charaktere… [waren] auf Erfolg programmiert“, doch Publisher Electronic Arts sei schlicht anderer Ansicht gewesen. Das Unternehmen gab damals bekannt, es würde kein Potential mehr in reinen Singleplayer-Erfahrungen sehen, weshalb das Projekt eingestellt und Visceral Games im Jahre 2017 geschlossen wurde.

Hättet ihr gerne mehr von Visceral Games‘ „Star Wars“-Spiel gesehen?

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Kommentare

  1. Waltero_PES sagt:

    Kein Potenzial mehr in Single-Player Erfahrungen, weil die Knete dann im Online-Modus gemacht wird? Insofern kann man nur hoffen, dass Sony uns auch weiterhin mit AAA-Singleplayer Spielen von der Qualität eines LoU2 oder God if War beglückt! Der Mainstream scheint in eine andere Richtung zu gehen.

  2. Lordran85 sagt:

    Jaja...EA. Der Singleplayer ist tot, jedes Spiel braucht einen Multiplayer etc blabla.
    Währenddessen feiern Spider-Man, God of War, The Last of Us Part 2 und Ghost of Tsushima einen Rekord nach dem anderen.

  3. Stoxxs1911 sagt:

    Firmen wie Acitivision, Ubisoft und EA haben aus Spielen ein reines Businesskonzept gemacht, bei dem es nicht mehr um den Spaß geht sondern ein Spielkonzept, das den Leuten möglichst viel Geld aus der Tasche zieht. Diesen Krebs der Industrie muss man langsam echt loswerden.

  4. Sinthoras_96 sagt:

    Absolut sinnlos. Vor allem dann direkt danach Respawn ein Singleplayer Star Wars Spiel entwickeln lassen.

    Naja schade um visceral. Der Zach ist auf jeden Fall ein korrekter Typ. Der hat zu Battlefield Hardline Zeiten immer getwittert, wenn er multiplayer gezockt hat, sodass man mit oder gegen ihn spielen konnte.

  5. Zentrakonn sagt:

    und EA ihre online Titel kacken regelmäßig ab .
    Battlefield Anthem StarWars

    zum Glück haben sie ihre Sportspiele sonst wären die schon lange im Arsch

  6. Hendl sagt:

    visceral war ein top Team ! dead space war mega !!!

  7. Buzz1991 sagt:

    Karma. Das Lehrgeld hat EA mit Battlefront II und Battlefield V bezahlt.

    A Way Out und Star Wars: Jedi Fallen Order haben EA wieder etwas geradegerückt.

    SP-Titel wären tot... lol

  8. galadhrim05 sagt:

    Echt ne schande , ich weiss nicht wie man uncharted inspirierten gameplay im sw universum unglücklich sein kann seitens ea, und visceral war ein super talentiertes studio(deadspace, dantes inferno)

  9. branch sagt:

    Das die Visceral echt dicht machten.. das war so ne Entscheidung auf Trump Niveau

  10. 3DG sagt:

    Wieso hängt ihr euch auf dem Satz von EA so auf? Das haben die vor 3 bis 4 Jahren gesagt und seitdem mit star wars auch wieder Single player raus gebracht.

  11. ResidentDiebels sagt:

    @ Stoxx1911

    Wahre worte!

    Aber solange die Lemminge weiterhin immer fleißig Fifa, Battlefield etc. kaufen, solange wird dieses Konzept leben.

    Früher ging es wirklich noch um kreativität und damit meine ich nicht die 90er. Selbst noch zur PS3 zeit gab es genug Games wo sich die Publisher was getraut haben.

    Heute sind es keine Games mehr von EA, Ubisoft etc. sondern einfach perfektionierte Verkaufsshows die als Game verpackt wurden. Das Unterirdische Battlefield V ist das beste beispiel. Früher legte man battlefield und konnte easy über den sever browser sofort loslegen. Heute muss man sich immer wenn man in den menüs ist durch die ganzen Kauf angebote durchwühlen, weil BFV immer mehr wie ein F2Play spiel aussieht.

    Je mehr SJW Politik diese Studios in ihre spiele bringen, desto mehr werden sie boykottiert. Man hat es geschafft mit diesem nonsens diverse Sportarten wie Football und Basketball kaputt zu machen.

  12. Moonwalker1980 sagt:

    EA ist und bleibt der größte Saftladen in der ganzen Gamingindustrie. Eine absolute Frechheit was EA an diesem eingestampften Spiel und den Fans verbrochen hat! Amy Hennig hat damals eh durchblicken lassen was sie davon hielt und wie enttäuscht sie war. Was man von EA halten kann zeigt ja auch die Art und Weise wie sie mit Koryphäen wie A. Hennig umgegangen sind, da arbeiten Leute jahrelang mit Herzblut an einem Projekt, mutmaßlich vielleicht sogar an einem Meisterwerk, aber weil sich halt aus einem vor allem für die Spieler und Fans entwickelten, reinem Story basierten Singleplayer Game nicht soviel Cash herauspressen lässt wie es die typischen EA Rotztitel sonst so tun, UND weil es auch nicht EA's eigenes Baby war, wird es kurzer Hand zerstört, koste es was es wolle und zum absoluten Nachteil der ehemaligen Visceral Mitarbeiter und natürlich der Fans. Normalerweise wünsche ich sowas niemandem, aber EA kann von mir aus mal so richtig Pleite machen. Leider würde das auch nur auf Kosten der normalen Mitarbeiter gehen, die unmoralischen, gierigen Entscheidungsträger werden sich auch da wieder herauswinden wie die Würmer und kaum negative Auswirkungen spüren.

    Stoxxs1911: ach Unsinn! Ubisoft hat nichtmal ansatzweise derart viel Dreck am Stecken wie EA, Ubisoft kauft keine Studios auf um sie auszuschlachten, sich deren Assets und deren Know-how unter den Nagel zu reißen, um dann sogleich diese Studios zu schließen und einen Gutteil der Mitarbeiter auf die Straßen zu setzen. Das ist das typisch amerikanische Heuschrecken-Business-System für das zum Teil auch zb Microsoft steht, oder ein noch besseres Beispiel: für das Trump stellvertretend als Galleonsfigur steht. Man kann Ubisoft viel vorwerfen, wie zB ihr bewährtes und erfolgreiches Asset-Baukastensystem bei zB AC Spielen, was vielleicht für weniger Abwechslung und mehr Wiederholung sorgt, aber trotzdem nach wie vor beliebt und erfolgreich ist, wenn man den Zuspruch und die Verkaufszahlen hernimmt. Solche asozialen Business Praktiken wie aggressive Übernahmen usw, haben sie einfach nicht. Ubisoft hat in ihren Spielen auch keine Paytowin Systeme am Laufen, alles ist auf freiwilliger Basis und meist kosmetischer Natur oder Zeitersparnis Mods. Ausserdem reagiert Ubisoft immerhin immer wieder auf Fan Kritik.

  13. Kalim1st sagt:

    @Moonwalker1980
    Was versucht er?
    Halbes Herr der Ringe schreibt er hier nieder.
    gg liest eh keiner so ein Text 😀

  14. svenny81 sagt:

    Das ist falsch, ich hab den Text gelesen und stimme ihn in vielen Fällen zu.
    PS. Hab auch Herr der Ringe gelesen. 🙂

  15. VisionarY sagt:

    @3DG weil EA diesen Satz ernst gemeint hat und dabei nicht nur ein Spiel sondern gleich ein ganzes Studio mit Ihrer Fehleinschätzung in Leidenschaft gezogen haben.
    Ich wette mit der der CEO oder Manager der diesen Satz von der leine gelassen hat ist inzwischen mit seinem 10 Mille Bonus vom Hof gegangen. Währen Visceral Mitarbeiter sich nen neuen Job suchen durften... hach schöne heile welt...

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