Cyberpunk 2077: Crunch bis zur Fertigstellung – Alle Mitarbeiter arbeiten sechs Tage die Woche

Kommentare (28)

Knapp eineinhalb Monate vor der geplanten Veröffentlichung von "Cyberpunk 2077" machen einmal mehr Berichte die Runde, die von immensen Crunch-Zeiten bei CD Projekt RED sprechen. Demnach würden alle Mitarbeiter derzeit Sechs-Tage-Wochen arbeiten, um das Spiel rechtzeitig fertigzustellen.

Cyberpunk 2077: Crunch bis zur Fertigstellung – Alle Mitarbeiter arbeiten sechs Tage die Woche

CD Projekt REDs Action-Rollenspiel „Cyberpunk 2077“ ist seit Jahren das meisterwartete Spiel in allen möglichen Umfragen. Und da schmerzte es die Fans umso mehr, dass die Entwickler die Veröffentlichung bereits mehrfach verschieben mussten. Nachdem man einen Mai- sowie einen September-Termin nicht einhalten konnte, soll Night City endlich am 19. November 2020 auf PlayStation 4, Xbox One und PC die Pforten öffnen.

Das ganze Studio wird aktuell übertaktet

Allerdings müssen die Mitarbeiter offenbar bis an ihre Grenzen gehen, um dieses hochgesteckte Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Denn Bloomberg berichtet, dass beim Entwicklerstudio eine Sechs-Tage-Woche eingeführt wurde, damit man die Mammutaufgabe auch bewältigen kann. Laut einem anonymen Mitarbeiter arbeitet ein Teil des Teams bereits seit über einem Jahr sowohl nachts als auch an Wochenenden.

Des Weiteren soll das Studiooberhaupt Adam Badowski eine Rundmail an die Mitarbeiter herausgeschickt haben, in der er betont, dass man diese Arbeitszeiten für den Feinschliff des Spiels benötigt. In der E-Mail soll folgendes geschrieben stehen: „Ab heute befindet sich das komplette Studio im Overdrive.“

Dies bedeutet, dass alle Mitarbeiter eine normale Fünf-Tage-Woche sowie einen zusätzlichen bezahlten Tag am Wochenende leisten müssen, der auch von den polnischen Arbeitsrechten unterstützt wird. In der Vergangenheit hatte CD Projekt RED noch klargestellt, dass man möglichst keine Crunch-Praktiken nutzen möchte, um die Entwicklung von „Cyberpunk 2077“ rechtzeitig abzuschließen.

Dazu habe sich Badowski in der E-Mail ebenfalls geäußert: „Ich nehme die komplette Gegenreaktion für die Entscheidung auf mich. Ich weiß, dass dies im direkten Gegensatz zu dem steht, was wir über Crunch gesagt haben. Es steht auch im direkten Gegensatz zu dem, was ich vor einer Weile noch selbst glaubte ─ dass Crunch niemals die Antwort sein sollte. Aber wir haben alle anderen Möglichkeiten ausgereizt, um diese Situation zu meistern.“

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Nachdem die teils schwierigen Arbeitsbedingungen bei CD Projekt RED bereits vor einigen Jahren in die Kritik geraten waren, hatten sich verschiedene leitende Mitarbeiter wie Firmenchef Marcin Iwiński und John Mamais, Chef von CD Projekt RED in Krakau, dafür ausgesprochen, dass man Crunch bestmöglich einschränkt und geregelte Arbeitszeiten bietet, insofern dies möglich ist. Jedoch hatte man auch da schon durchblicken lassen, dass es Ausnahmesituationen geben könnte, in denen man solche Maßnahmen nicht vermeiden kann. Auch Geschäftsführer Adam Kicinski hatte im vergangenen Januar bestätigt, dass man zu einem gewissen Grad Crunch benötigen würde, um „Cyberpunk 2077“ fertigzustellen. Jedoch wolle man dies vernünftig umsetzen.

Doch warum ist dies solch ein großes Thema? In der Vergangenheit hatten bereits herbe Crunch-Zeiten bei Studios wie Rockstar Games, Naughty Dog und auch BioWare große Wellen geschlagen, da mehrere Mitarbeiter einen Burnout erlitten, den Depressionen verfielen und letztendlich physische sowie mentale Schäden davontrugen. Seitdem wird offen über das Thema gesprochen, wobei die großen Entwickler auch Besserung versprechen.

CD Projekt RED hat sich zu dem neuesten Bericht von Bloomberg noch nicht zu Wort gemeldet. Bereits bei der Entwicklung von „The Witcher 3: Wild Hunt“ wurden dem Studio Crunch-Praktiken vorgeworfen, die man damals nicht dementierte.

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Kommentare

  1. mariomeister sagt:

    Dann sollen sie es nochmal verschieben, wäre mir lieber als dass sich da irgendwelche Menschen komplett überarbeiten

  2. Red Hawk sagt:

    Bei so ziemlich jeder Firma gibt es bei gewissen Projekten Crunchzeit. So lange Sie dafür bezahlt werden, ist es nicht unfair. Es ist nicht für immer.

  3. Christian1_9_7_8 sagt:

    @ mariomeister das liest sich auch schon ein wenig aus der Nachricht heraus, das eine Verschiebung passieren könnte.

  4. JaAaS sagt:

    Meine Güte das wird langsam lächerlich was die da veranstalten.. wie wollten die denn bitte dieses Jahr im April das Spiel rausbringen??? Wenn die das Spiel nochmal verschieben ist das die größte Lachnummer überhaupt... sry für den hate, aber die haben das maul mal viiieeel zu weit aufgerissen!

  5. Boyka sagt:

    Hört doch auf zu flennen.
    Gewisse "Überstunden" oder "Mehrleistungen" bei wichtigen Projekten sind im Arbeitsmarkt Gang und Gäbe...
    Manch einer freut sich für den Nachts-/Wochenendzuschlag..

    Naja wenn man ein Schüler ist, für den ist eh schon um 11/13 Uhr Feierabend.

  6. King Azrael sagt:

    Lieber verschieben als Überlasten, wir haben alle Zeit

  7. Noir64Bit sagt:

    Ok, was ich an der Stelle nicht nachvollziehen kann ist das man zuerst suggeriert es sei alles Fertig, und dann doch wieder so extrem viel feinschliff machen muss?
    Aktuell bin ich absolut gegen eine weitere Verschiebung, aus dem einfachen Grund weil das jetzt schon der dritte Termin ist!
    Irgendwo sollte man sich als Produzent dann auch mal fragen wie oft man die Spieler eigentlich auf den Arm nehmen will?
    Dann soll man lieber in den sauren Apfel beißen und das Spiel so releasen wie es zum Zeitpunkt X halt aussieht, und neben dem sowieso übnlichen day one Patch lieber 2-3 Monate später noch einen nach schieben.
    Ohne dabei die Mitarbeiter zu verheizen!
    Das ist letztlich nur eine Management Frage, und dieses blöde gelaber mann will die Spieler nicht einttäuschen, ist zwar auf der einen Seite ein schöner Gedanke, aber ich bin mir sicher kein Spieler findet es dafür gut das eine ganze Firma quasi keine Freizeit mehr hat und das über 1 Jahr lang!
    Dann sollen sie endlich die Entwicklung bis zum Release einstellen und es so raus schieben wie es jetzt ist, und die Leute dann in Ruhe und Entspannt an den letzten Fehlern arbeiten lassen.
    Ich meine sogar durch diese Crunch Time dauert das letztlich sowieso länger, weil die Leute unter Stress mit sicherheit mehr neue Fehler machen, als sie beheben!
    Patche sind doch Standard, also WTF?

  8. JaAaS sagt:

    lol wieso wird mein Kommentar denn gelöscht? Dann halt sachlicher: Eine erneute Verschiebung wäre eine extreme :D-Nummer! Die haben die Futterluke aber mal viel zu weit im Voraus aufgerissen!

  9. DrSchmerzinator sagt:

    Passt schon. Wenn ich Überstunden machen muss, damit irgendwas fertig wird,interessiert das auch keine Sau. Ist auch nur ein Job der gemacht wird.

  10. lllPaladinlll sagt:

    Ist jetzt nix krasses...
    Habe auch schon mehrere 6 Tage Arbeitswochen am Stück gehabt.
    Die werden es schon verkraften, danach gibts erst mal ne fette Party mit Pjerogi i Bigos! Kurw.. no!

  11. PC Principal sagt:

    microaggression!

  12. Tobias Stückmann sagt:

    @Paladin: Ein Jahr lang? Das wird nämlich behauptet.

  13. Der Coon sagt:

    Ackert schneller! Ich will Cyberpunk in die PS5 stopfen! Einfach Schüsseln unter die Stühle stellen, das spart schon unnötige Klo-Zeiten

  14. Desmo__90 sagt:

    Das Game wird sein Geld wert sein

  15. TemerischerWolf sagt:

    @Christian Klingt tatsächlich so...allerdings in ca. zwei Wochen sollten sie "Gold" gehen und dann die Discs produziert werden...andererseits vielleicht wollten sie auch nur nochmal Aufmerksamkeit auf ihr Produkt lenken.

  16. Link sagt:

    @Tobias: Nein, das wird nicht behauptet.
    Teile des Teams leisten Zusatzstunden seit Jahresbeginn, aber da sicherlich in Rotation mit anderen Mitarbeitern und ggf. entsprechenden Zeit- oder Finanzausgleich.

    Bei uns in der Filiale, zumindest in der Führungsebene, haben wir auch von Mitte April bis Ende Juni sechs Tage die Woche jeweils elf bis zwölf Stunden durchgezogen, der sechste Tag nicht einmal vergütet.
    Weil es einfach von der Geschäftsleitung erwartet wurde, um das Coronaminus auszugleichen. Da kräht kein Hahn mehr danach und es ist auch keiner zugrunde gegangen.
    Die bekommen ihre Crunchtime bezahlt und einige Teile des Teams werden nach Release eh erstmal entlastet.

  17. Kehltusa sagt:

    Sollte man eigentlich nicht unterstützen...

  18. Mr. Monkey sagt:

    Lieber nochmal verschieben als unfertig zu raus bringen. The Witcher 3 war mir damals auch noch nicht fertig genug. Paar Monate später nach einigen Updates ging das dann.

  19. IamYvo sagt:

    Also die paar Wochen Überstunden schieben macht den Braten doch nun auch nicht fett. Muss man nun echt nicht so tun, als wäre das ein branchenexklusives Ding. Und im Vergleich zu anderen Branchen werden die ganzen Überstunden vermutlich auch gut ausgezahlt :p Kann den großen Aufschrei nicht wirklich nachvollziehen.

  20. Sandraklaus sagt:

    Mal sehen ob die auch so viel hate abbekommen wie Naughty Dog, grade vom Grünen Lager kam ja extrem viel gegenüber Naughty Dog. Aber denk mal nicht weil CDPR eine Partnerschaft mit Xbox hat.

  21. Rikibu sagt:

    großflächiger Scheiß... es scheint sich noch nicht rumgesprochen zu haben, wie man Menschen psychisch, physisch faktisch verheizen kann... und das crunchen gehört dazu... und wir mit unserem Konsum sollten da unsere Eigenverantwortung nicht vergessen...

  22. ResidentDiebels sagt:

    6 Tage die Woche arbeiten? Mein Gott da muss man Amnesty International sofort einschalten! Sowas gibts doch sonst nirgendswo auf der Welt.

    Was diese Spielentwickler Clowns "Crunchtime" nennen, nennt sich in der normalen Arbeitswelt einfach "arbeit". Genauso lächerlich und erbärmlich wie DICE als sie sich dafür selbst auf die Schulter geklopft haben, dass sie auch Samstags arbeiten.

  23. ResidentDiebels sagt:

    @ Rikibu

    was für "crunchen"? 70% der Menschen arbeiten 6 tage die Woche, was müsst ihr eigentlich immer für sinnlose begriffe ausdenken für alltäglich normale dinge?

    Es müsste auch bei CDPR niemand samstags arbeiten, wenn sie den Zeitplan breiter gestrickt hätten. Das hat nix mit konsum zu tun sondern mit der tatsache, dass die Firma möglichst wenig entwickeln will um kosten zu sparen. Was ihr hier für einen mist aufbauscht und drama veranstaltet als ob Entwickler Sonderrechte gegenüber der normalen bevölkerung verdient haben.

  24. Natchios sagt:

    nur 6 tage? kein wunder das ich hier solange auf das spiel warten muss...

  25. Der Coon sagt:

    Ach ResidentDiabetes, dein Leben ist wahrlich kein Zuckerschlecken... 😀

  26. Mr.x1987 sagt:

    @Sandraklaus genau das dachte ich mir auch.Was wurden die Arbeitsbedingungen damals bei ND kritisiert...

  27. Chadder88 sagt:

    Die sollen nicht heulen, ich arbeite teilweise 8 Nächte am Stück....

  28. Chadder88 sagt:

    Das mit dem Freischalten geht mir auf die Nerven, habe hier noch nie was obszönes geschrieben!!! Muss ich das verstehen?

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