Cyberpunk 2077: Rückerstattung wird (nicht mehr) verweigert – Update 3

Kommentare (115)

Nachdem CD Projekt unzufriedenen "Cyberpunk 2077"-Käufern den Rat gab, sich den Kaufpreis erstatten zu lassen, deuten erste Reaktionen von Sony und Microsoft darauf hin, dass sich dieser Rat nur schwer umsetzen lässt.

Cyberpunk 2077: Rückerstattung wird (nicht mehr) verweigert – Update 3
"Cyberpunk 2077" kam in einem problematischen Zustand auf den Markt, was zumindest für Gameplay-Sessions auf der PS4 und Xbox One gilt.

Update 3: Im PlayStation Store wurde inzwischen der Verkauf von „Cyberpunk 2077“ gestoppt. Käufer können recht unkompliziert eine Rückerstattung des Kaufpreises beantragen.

Update 2: Inzwischen trudeln die Antworten auf die bei CD Projekt eingegangenen Supportanfragen ein. Allerdings ging das Unternehmen dazu über, sie automatisiert zu verschicken. Im Fall der PS4-Version von „Cyberpunk 2077“ wird nicht mehr auf den Support von Sony verwiesen. Die betroffenen Kunden sollen auf eine weitere Rückmeldung von CD Projekt warten.

Im Wortlaut heißt es:

„Dies ist eine Bestätigung, dass wir deine Support-Anfrage für die Rückerstattung einer Konsolenkopie von Cyberpunk 2077 erhalten haben. Da diese E-Mail automatisch versendet wurde, bitten wir dich, nicht zu antworten. Wir werden uns so schnell wie möglich, spätestens bis Ende 2020, bei dir melden und dich über die nächsten Schritte informieren.

Wenn du eine digitale Kopie des Spiels auf Xbox besitzt, rufe diesen Xbox-Support-Artikel auf, um Details zur Rückerstattung zu erfahren. Wenn du eine digitale Kopie auf PlayStation besitzt, warte bitte auf eine Rückmeldung von uns. Wenn du Hilfe bei anderen Fragen zu Cyberpunk 2077 benötigst, besuche bitte unsere Website für technischen Support.“

Update: CD Projekt widmete sich in einem Gespräch mit Investoren nochmals den zuvor empfohlenen Rückerstattungen und räumte ein, dass diese Möglichkeit nicht allgemein gültig ist. Es gebe keine Vereinbarungen mit Sony oder Microsoft, auf die sich unzufriedene Spieler berufen können.

„Man muss verstehen: Microsoft und Sony haben Rückerstattungsrichtlinien für jedes Produkt, das digital in ihren Stores veröffentlicht wird. Trotz einiger Artikel, die ich gesehen habe, in denen es hieß, dass die Dinge nur für uns eingerichtet werden, ist das nicht wahr – diese Richtlinien sind vorhanden und waren schon immer vorhanden. Für uns gibt es keine speziellen Angebote“, so das Unternehmen.

Im weiteren Verlauf verwies CD Projekt auf die Bedingungen, die bei einer Rückgabe greifen: „Jeder, der einen Titel im PlayStation Network oder im Microsoft Store gekauft hat, kann um eine Rückerstattung bitten. Und wenn es innerhalb bestimmter Grenzen geschieht, normalerweise in Bezug auf Zeit, Nutzung und so weiter, kann er um diese Rückerstattung bitten. Unsere Vorgehensweise hier mit Microsoft und Sony ist nicht anders als bei jedem anderen Titel, der in einem dieser Stores veröffentlicht wurde.“

Meldung vom 15. Dezember 2020: Nachdem „Cyberpunk 2077“ in der vergangenen Woche für PS4 und Xbox One auf den Markt kam und auf diesen Konsolen mit einem Metascore von momentan 50 einen wenig überzeugenden Eindruck machte, verwies der verantwortliche Entwickler CD Projekt auf die Möglichkeit, eine Rückerstattung des Kaufpreises anzufordern. Theoretisch möglich ist das unter anderem in den Online-Stores der beiden großen Konsolenhersteller Sony und Microsoft.

Es scheint allerdings, dass die Empfehlung von CD Projekt etwas voreilig war. Denn es häufen sich die Berichte von betroffenen Kunden, die von einer Ablehnung der Rückerstattung berichten. Sony verweist auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen des PlayStation Stores, in denen es heißt. „Digitale Inhalte, bei denen du bereits den Download oder das Streamen gestartet hast, sowie Ingame-Consumables, die bereits geliefert wurden, können nur erstattet werden, wenn sie fehlerhaft sind.“

Der Kaufpreis wird also nur erstattet, wenn das Spiel fehlerhaft ist. Doch wie wird dieser Zustand definiert? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn Fehler haben nahezu alle Spiele. Das verdeutlichen die regelmäßigen Updates und Patches, die für fast alle Titel veröffentlicht werden.

„Cyberpunk 2077“ macht auf den Last-Gen-Konsolen zwar eine recht fragwürdige Figur. Doch grundsätzlich spielbar ist der Rollenspiel-Shooter auch auf der Launch-Hardware. Und mehrere Updates folgen, wie CD Projekt gestern zu verstehen gab.

Verweis auf Nachbesserung

Auf die Updates setzt auch der Sony-Support. In einem auf Twitter veröffentlichten Chat-Auszug heißt es: „Wie von CD Projekt Red bekanntgegeben wurde, werden im Januar und Februar zwei große Game-Patches veröffentlicht, die viele der Probleme, die du momentan im Spiel erlebst, beheben sollten. Wir bitten dich darum, zu warten und ein Auge auf diese angekündigten Updates zu werfen.“

Sony beruft sich demnach auf das Recht zur Nachbesserung, was wiederum den Aussagen von CD Projekt widerspricht. Der Entwickler schrieb gestern: „Wenn ihr mit dem Spiel auf eurer Konsole nicht zufrieden seid und nicht auf Updates warten möchtet, könnt ihr euch dafür entscheiden, eure Kopie zurückzugeben“, so das Unternehmen im Wortlaut.

CD Projekt ging noch einen Schritt weiter und riet allen Disk-Kunden, eine Rückerstattung in dem Geschäft zu beantragen, in dem das Spiel gekauft wurde. „Sollte dies nicht möglich sein, kontaktiert uns bitte unter helpmerefund@cdprojektred.com und wir werden unser Bestes tun, um euch zu helfen“, so die weiteren Worte. Es ist davon auszugehen, dass diese Kontaktmöglichkeit bereits rege genutzt wird.

Zum Thema

Übrigens haben nicht nur Käufer der PS4-Version von „Cyberpunk 2077“ Probleme mit der Rückerstattung. Berichten zufolge soll diese Problematik auch die Xbox One-Fraktion betreffen. Im Microsoft Store verweist der Kundendienst offenbar auf die geltenden Richtlinien für Rückerstattungen.

Es gibt aber auch andere Erfahrungen. Schon vor dem Statement von CD Projekt landeten erste Berichte im Netz, in denen von einer erfolgreichen Rückerstattung des Kaufpreises die Rede ist. Am Ende bleibt es wohl eine Fall-zu-Fall-Entscheidung.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr bereits versucht, eine Rückerstattung des Kaufpreises von „Cyberpunk 2077“ anzufordern? Welche Antwort habt ihr erhalten?

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Kommentare

  1. IkkeDerBen sagt:

    Cyberpunk ist geil. Punkt.

    Nur weil es paar Bugs hat wird das Spiel dadurch nicht schlecht. Hatte auf der Ur-One einen Absturz und auf der Series S läuft es tadellos. Stört mich nicht wenn ich mal ne Schalplatte oder so nicht aufheben kann. Gameplay, Setting und Story einfach der Wahnsinn. Kann es jedem nur empfehlen der zumindest ne Pro oder ne One X Zuhause.


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  2. Saowart sagt:

    @ ANUBlS

    Na toll, noch so ein PC Spieler der keine Ahnung hat. -.-

    Und dabei dachte ich mit JokO und 16bit wären das alle. v.v


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  3. Prophet4All sagt:

    Die hätten sich Zeit lassen sollen für das Spiel.Da lobe ich mir die Worte von John Carmack " its done when its done " .


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  4. AlgeraZF sagt:

    @Prophet4All

    Naja wenn 8 Jahre nicht reichen gibt es da ganz andere Probleme. Die haben sich komplett übernommen, so ein Mega Projekt mit 500 Mann stemmen zu wollen. Auch wenn sich das erstmal nach viel anhört. So würde Rockstar auch kein Spiel fertig bekommen.


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  5. Ric84 sagt:

    Die hätten es nie für die Dulli Konsolen raus bringen sollen. Was erhofft man denn sich mit einem System, was vor 8 Jahren und länger geplant wurde? SSD und nvme waren noch Zukunftsmusik und die CPU wird heute gefühlt von jedem Smartphone überholt. Hab hier zwar auch ne Ps4 stehen, mit der ich Spass habe, aber bei Cyberpunk wusste ich vorher schon, dass ich es mir nur auf dem PC gönnen werde.


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  6. Zischrot sagt:

    Die alten Konsolen einfach auszuklammern ist wirtschaftlich einfach nicht möglich gewesen, sowas sollte doch jedem klar sein. Es geht hier im 150 Millionen potentieller Kunden, die NextGen ist dahingehend doch quasi noch kaum existent. Ganz davon abgesehen, dass es die NextGen zum originalen Releasedatum noch gar nicht gegeben hätte (und auch keine RTX3000 oder RX6000-Serie). Ich halte das auch gar nicht für nötig die alte Gen einfach auszulassen, entscheidend ist die Optimierung für die Konsolen, welche mMn einfach viel zu wenig Zeit und Liebe erhalten hat. Da muss CDPR zukünftig einfach ansetzen, auch wenn Sie vermutlich gerne, wie zu Witcher 1 Zeiten, nur für PC entwickeln würden. Wenn sie die Kohle der Konsoleros haben und ein Big Player werden wollen, dann sollen sie auch was dafür tun und mehr Zeit in die Optimierung der Konsolen stecken. Notfalls halt wie Rockstar veröffentlichen, erst für die eine Welt und dann ein paar Monate oder Jahre später für die andere Welt. Wo ein Wille ist, etc pp.


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  7. ANUBlS sagt:

    Ich hab die perfekte Lösung für CDProjekt. Alle Gamer die eine Erstattung möchten erstattet man einfach das Geld. Und die, die es behalten bekommen eine "Entschädigung" in Form eines kostenloses DLC. Die Gamer die dann aber denken ich hol mir das nach der Erstattung zum Ramschspreis müssen für den oben genannten DLC zahlen. Tadaaa und alle sind glücklich.


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  8. Saowart sagt:

    @ANUBlS

    Das würde den Shitstorm eher noch mehr anfeuern. xD


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  9. ANUBlS sagt:

    @Saowart

    Wieso ist doch fair haha


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  10. Saowart sagt:

    @ANUBlS

    Also die Leute die unter dem schlecht optimierten Spiel bei der PS4/Xbox one leiden sollte man also noch bestrafen in dem sie die DLCS bezahlen müssen und das nur damit sie ZURECHT ihr Geld zurück bekommen wären dessen die Leute auf dem PC, wo das Spiel viel besser läuft und grafisch auch besser aussieht, sie kostenlos bekommen sollen? ^^;

    Neeeeeee lass mal xD


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  11. ANUBlS sagt:

    @Saowart

    Genau, nur das es auch die ps4 und die xbox one Besitzer eine Entschädigung bekommen, also quasi alle die bis zu den Updates warten. Und warum sollte man die Heulsusen bestrafen, die haben doch ihr Geld wieder und auf nimmer wiedersehen


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  12. ANUBlS sagt:

    Diese 70€ können die dann in Watchdogs oder Fortnite investieren oder ein anderes Standart Mist Spiel was wenigstens keine Bugs hat


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  13. Saowart sagt:

    @ANUBlS

    *Facepalm -.-


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  14. Dunderklumpen sagt:

    @ Anubis
    Du möchtest also, dass CDPR auf mehr als 60% seiner Einnahmen verzichtet, damit es ihnen in Zukunft besser geht.....verblüffende Logik =D

    "...Laut CD Projekt verkaufte sich „The Witcher 3: Wild Hunt“ lediglich im Jahr 2015 besser als im vergangenen Jahr. Weltweit bringt es das gefeierte Abenteuer von Geralt mittlerweile auf mehr als 28,3 Millionen Verkäufe. 12,4 Millionen Einheiten entfielen dabei auf die PC-Version, während die PlayStation 4 für 10,8 Millionen Einheiten sorgte. Auf der Xbox One hingegen verkaufte sich „The Witcher 3: Wild Hunt“ knapp 4,3 Millionen Mal. Den Schlusspunkt setzt die Switch-Fassung mit etwa 700.000 abgesetzten Spielen...."


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  15. Darklauber sagt:

    playstation.com/de-de/cyberpunk-2077-refunds/

    Sony hat nun eine Webseite erstellt und das Spiel aus dem Playstation Store genommen.


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