Activision Blizzard: Dutzende Entlassungen im eSports-Bereich – Bobby Kotick lässt sich 200 Millionen US-Dollar auszahlen

Kommentare (24)

Es machen einmal mehr einige Berichte rund um Activision Blizzard die Runde. Einerseits hat das Unternehmen dutzende Mitarbeiter entlassen und andererseits verschafft sich Geschäftsführer Bobby Kotick eine massive Auszahlung.

Activision Blizzard: Dutzende Entlassungen im eSports-Bereich – Bobby Kotick lässt sich 200 Millionen US-Dollar auszahlen

Bei Activision Blizzard haben einmal mehr einige Mitarbeiter ihren Job verloren. Wie die Kollegen von „Variety“ zunächst berichteten, sollen knapp 50 Mitarbeiter aus dem eSports-Bereich entlassen worden sein, die normalerweise mit der Ausrichtung der „Overwatch League“, der „Call of Duty League“ und weiteren Veranstaltungen beschäftigt sind.

Keine physischen Events als Grund angeführt

Da die Covid-19-Pandemie solche Live-Events unmöglich macht, hat sich das Unternehmen für entsprechende Entlassungen entschieden. Ein Firmensprecher gab folgendes Statement ab: „Die Spieler entscheiden sich verstärkt dafür, sich digital mit unseren Spielen zu verbinden und das eSports-Team, ähnlich wie traditionelle Sport-, Unterhaltungs- und Übertragungsindustrien, muss seine Geschäftspraktiken aufgrund des Einflusses der Pandemie auf Live-Events anpassen.“

Allerdings hat Bloomberg-Journalist Jason Schreier einige weitere Informationen zu den Entlassungen erhalten. Demnach sollen mehr als 50 Mitarbeiter von den Entlassungen betroffen sein. Unter zwei Prozent der gesamten Belegschaft, was 190 Mitarbeiter entsprechen würde, wurde entlassen. Dabei soll nicht nur der eSports-Bereich betroffen sein. Sie erhalten eine 90-tägige Abfindung und eine einjährige Gesundheitsvorsorge. Zudem bekommen sie Geschenkkarten im Wert von 200 US-Dollar für das Battle.net.

Die Investorenfirma CtW Investment Group ist im Übrigen nicht allzu begeistert, da weitere Berichte auftauchten, laut denen Geschäftsführer Bobby Kotick eine gewaltige Gewinnauszahlung über 200 Millionen US-Dollar erhält. In seinem Arbeitsvertrag ist nämlich die „Shareholder Value Creation Incentive“ enthalten, die es ihm erlaubt eine komplette Kapitalauszahlung aus früheren Jahren zu verlangen, auch wenn die Meilensteine des Unternehmens nicht erreicht wurden. Nachdem der Aktienwert des Unternehmens seit Dezember 2019 um mehr als 66 Prozent gestiegen ist, erhält Kotick Belohnungen, die bis 2017 zurückdatieren.

„Auch wenn der Anstieg in Activisions Aktienkurs irgendwie lobenswert ist, wie wir es im letzten Jahr betonten und weiterhin behaupten, rechtfertigt dieser Erfolg allein nicht solch eine beträchtliche Auszahlung für den Geschäftsführer. Es gibt viele Faktoren, die zu einem Anstieg im Aktienkurs dieses bestimmten Unternehmen beigetragen haben könnten, die nicht direkt auf Robert Koticks Führung zurückzuführen sind. Die Nutzung von Videospielen als eine der wenigen verfügbaren Unterhaltungsmöglichkeiten in der Covid-19-Pandemie war zum Beispiel ein Segen für viele Unternehmen in der Spieleindustrie, ungeachtet des leitenden Talents oder strategischer Entscheidungen“, betonte Michael Varner, der Director of Executive Compensation Research der CtW Investment Group.

Solch eine Auszahlung kann parallel zu Entlassungsmeldungen durchaus ein schlechtes Licht auf die Führungsriege des Unternehmens werfen.

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Kommentare

  1. Horst sagt:

    Da fehlen einem doch die Worte...

  2. Lookiss sagt:

    Mal gewinnste, mal verlierste

  3. Der Coon sagt:

    Ich weiß von wem sie künftig kein Geld mehr bekommen werden... -.-

  4. Squarestation sagt:

    Wer spiele von denen zockt ist Teil des Problems

  5. Red Hawk sagt:

    Ich geb dir 200 Mio $ damit ist dat Teil dreimal jut bezahlt

  6. Banane sagt:

    Mit 80 Euro ist der Prügel mehr als jut bezahlt.

  7. naughtydog sagt:

    Schräg, dass sich einer, der schon Milliarden hat (7-8 je nach Quelle), nur wegen noch mehr Geld ständig zum Gespött einer ganzen Branche machen muss.

  8. Awaken sagt:

    wenn ich 2 % irgendeinen shice auf meine verzauberung kriege ist das natürlich das nonplusultra, wenn bilbo kotzick 2 % kündigt, dann geht das klar. dass der laden mittlerweile kaputtgespart ist und kreativität nur noch an der lebenserhaltung hängt, rafft der gar nicht, darum gehts auch nicht, er senkt die kosten und maximiert die gewinne, es geht schon seit jahren nicht mehr um games

  9. Doniaeh sagt:

    Kapitalismus Baby!
    Die Gier nach Geld führt zu Gutem auf dieser Welt.

  10. OVERLORD sagt:

    Hat zwar schon bisschen Beigeschmack, aber herzlich willkommen in der Realität und im Kapitalismus.

    Das man derzeit keine Eventplaner braucht ist aber nicht wirklich überraschend.

    Da von sind auch keine Spiele Entwicklungen betroffen oder deren Kreativität eingeschränkt.

    Dem Mann gibt immer wieder der Erfolg recht, egal wie sehr das hier einige stört.

    Er wirtschaftet verdammt gut und die Firma feiert Erfolge am Fließband von VKZ und Einnahmen.

    Wer von euch Aktien hat sollte sich schämen den damit dreibt ihr dies alles an, genauso wie ich. 😉

  11. OVERLORD sagt:

    @naughtydog

    Ich glaube eher schauen deutlich mehr neidisch auf sein Unternehmen und seine Erfolge und erfolgreichen IP's.

  12. ResidentDiebels sagt:

    @ Doniaeh

    Bitte hör auf solch einen Müll zu schreiben wenn du keine Ahnung hast wovon du sprichst. Diese Möchtegern Rebell Sprüche bringen nur Ahnungslose Kommunisten wie man sie auch unter den Fridays for Future zombies zuhauf sieht.

    Kotick war in der Position sich das Geld auszahlen zu lassen und hat es getan wie es jeder andere auch tun würde. Das man in so einer Situation immer mit dem Finger auf einen zeigen muss, zeigt nur wie die leute von Missgunst geplagt sind.
    Natürlich erwähnt man noch gleichzeitig, dass leute ihren Job verloren haben, dann sieht das ganze noch Böser aus.

    Er bzw Acti haben diesen Vertrag ausgehandelt und es ist nur legitim davon gebrauch zu machen, würdet ihr auch tun und daran ist nichts verwerflich. Also packt wieder eure Mistgabeln ein und hört auf mit dem pseudo drama.

  13. Doniaeh sagt:

    Ich lehne deine Bitte ab.

  14. Rakyr sagt:

    Klassischer Bob Kot move. Ja, so kürz ich seinen Namen ab jetzt ab.

  15. Brok sagt:

    Stellt sich allerdings die Frage ob er sich das wirklich "hat auszahlen lassen" oder es Teil eines Bonus Systems seines Vertrags war.

    Da ist man schnell mal mit Schlagzeilen dabei, aber auch ein Geschäftsführer kann sich im Normalfall nicht einfach Geld auszahlen. Wenn es ihm als Boni zustand, ändert daran auch eine Entlassungswelle nichts.

  16. Highman sagt:

    Als Abfindung u.A. eine 200 dollar gift card für den online store des Unternehmens, von dem sie gerade gefeuert wurde. Zu gut.

  17. Martala sagt:

    200.000.000€ dafür stehe ich nichtmal Morgens auf.

    Der Arme Mann.

  18. Rizzard sagt:

    So wie ich Kotzick einschätze, verteilt er die 200 Mille unter den gefeuerten Mitarbeitern wie sich das gehört.

  19. Link sagt:

    @Highman: Ja, fand ich beim Lesen auch klasse. Genau mein Humor.
    „Dein Hund wurde überfahren, aber hier, du darfst noch eine Pfote von ihm behalten.“
    Wer denkt sich so einen Scheiss aus.

    Was die 200 Millionen angeht: Wie bereits in den Kommentaren geschrieben wurde, diese Zahlung wurde in welcher Form auch immer vertraglich geregelt und ist auf bestimmte erbrachte Leistungen des Unternehmens in der Vergangenheit zurückzuführen, egal wie weit er involviert war oder nicht. Da gibt es aus meiner Sicht, Kündigungen hin oder her, nichts zu verurteilen.

  20. Magatama sagt:

    Hätte er mal ne Million abgedrückt, hätte er seinen Mitarbeitern ne ziemlich lange Zeit sowas wie Kurzarbeitergeld zahlen können, statt sie zu feuern. Aber hey, es ist halt Kot ick.

  21. big ed@w sagt:

    Tja- ist schon eine Riesensauerei der Kapitalismus.
    Wenn man bedenkt wie toll der Kommunismus ist,der jedes Mal in der Tyrannei endete u endet und zig Million Menschen getötet und so extrem viel für die Menschheit und deren Fortschritt getan hat(zumind. wenn Armut,Spionage und
    Plagiate als Fortschritt gelten) und die Wissenschaft(Lysenkoismus).
    Ein System,so dermassen effektiv dass in Russland die 3% der Betriebe die nicht verstaatlicht wurden 40% der Nahrung produzierten.

    Auch auf lokaler Ebene war der Kommunismus ein voller Erfolg,
    wie die ganzen gescheiterten Hippiekommunen gezeigt haben,die von jedem
    analphabetischen Farmer im Schnitt um Längen in Sachen Produktivität outperformed wurden-
    zu viele Parasiten lassen sich einfach nicht von 5-10% idealisten u nützlichen Idioten die es ernst meinen durchfüttern.
    Und was wurde eigentlich aus den Hippies als sie erwachsen wurden?
    Yuppies und Dinks.
    Wie Frank Zappa bereits '67 über diese !dioten deren Mitbegründer er war feststellte:
    "We are all in for the money"

    Immerhin war der Kommunismus extrem erfolgreich darin seinen Genozid
    wesentlich besser zu verkaufen als jedes andere Verbrechenssystem.
    Was sind schon Gulags oder Kannibalismus wenn man diese als Erziehungslager u Nazino Affäre verkaufen kann -
    und riesige Erziehungslager sind aktuell auch Mega In in China.
    Nur wo sind die ganzen berufsbetroffenen die wg Unsinn wie Greta Floyd
    (auf staatliche Anordnung) die Strassen bevölkern in diesem Falle???
    Der Ruf nach Boykott,Befreiung,Krieg???
    Kleiner Scherz:der oberflächliche Zombie geht nur auf die Strasse wenn Medien,Pedopartei u Honneckerin den Befehl geben u er die Illusion einer eigenen Meinung hat während er sich auf die eigene Empathiegeladene Schulter klopft.

    Warum sich Kommunismus letztenendes nicht vom Raubtierkapitalismus unterscheidet ist einfach zu erklären.
    Beides sind Stilmittel derselben reichen Leute u es macht theoretisch keinen Unterschied ob man nun Ayn Rand oder der Rosa Parks(Claudette Colvin) des Kommunismus Karl Marx(Moses Hess) folgt
    -allerdings ist der Kommunismus wesentlich gefährlicher,da er im Philantrophiegewand daherkommt u das Feindbild 'outsourced' während im Kapitalismus der 'Feind' als auch die Machtverhältnisse relativ klar erkennbar sind.

    Als die "russische" Revolution 1905 scheiterte,zahlte die New Yorker Kuhn&Loeb Bank
    erhebliche Summen an Japan,damit das Land Krieg gg Russland führt um es für die 2. 'Revolution' zu schwächen.
    Dann schickte man Trotzky(Wohnhaft in einem New Yorker Luxushotel samt Limousine u Chauffeur) von Wall Street New York aus los um die 'Revolution' zu starten.
    Das Verhalten der Kuhn&Loeb Bank war nicht so anders als das Verhalten der Citibank(new york),die das gesamte Kabinett eines ach so sozialistischen US Präsidenten bestimmt hatte Wochen bevor dieser überhaupt zum Präsidenten gewählt wurde(guter Hellseher,der Froman).Und wer das Kabinett bestimmt regiert.
    Folge waren weltweite Kriege en masse unter diese Regierung.
    Welch ein Zufall.

    Tip für Hirnis:
    Wall Street and The bolshewik Revolution(Anthony Sutton)

    (und wer hat die Kommunisten Morde jahrzehntlang gezielt vertuscht u verharmslost ??die höchst kapitalistische New York Times mit Hilfe Walter Durantes)

  22. Martala sagt:

    🙂

  23. Martala sagt:

    Selbst wenn er 150 Millionen aufgeteilt hätte. Wäre er immer noch glücklich finanziell.

    Das ist einfach nur krank.

    Aber die deutschen Produktion sind oft nicht anders.

  24. branch sagt:

    Verträge hin oder her sollte mMn nie die Frage sein. Was es in der Welt schon alles für abscheuliche Verträge gab und Leute sich darauf stützten, dies wäre ja somit legitim, da kann ich nur drein blicken. Ist es richtig oder falsch sollte der entscheidende Kritikpunkt sein. Warum reiche nie den Hals voll bekommen, wer weiß das schon. Ich finds falsch, mehr hab ich dazu nicht zu sagen.