Overwatch: Der Held McCree wird umbenannt

Kommentare (13)

Nach den aktuellen Sexismusvorwürfen wird Blizzard Entertainment den "Overwatch"-Helden McCree umbenennen. Der reale Namenspate steht nämlich im Mittelpunkt der Vorwürfe und hat bereits das Unternehmen verlassen.

Overwatch: Der Held McCree wird umbenannt

Bei Activision Blizzard muss man sich aktuell immensen Anschuldigungen stellen. Nachdem Berichte über sexuelle Belästigung und Diskriminierung ans Tageslicht kamen, die zu dem Suizid einer Mitarbeiterin führten, haben bereits mehrere leitende Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Unter anderem nahm Blizzard-Oberhaupt J. Allen Brack seinen Hut. Mit Luis Barriga, Jonathan LeCraft und Jesse McCree haben auch einige der Köpfe hinter dem kommenden „Diablo 4“ und weiteren Blizzard-Projekten das Unternehmen verlassen.

Ein neuer Name für einen alten Helden

Vor allem Jesse McCree sollte „Overwatch“-Spielern ein Begriff sein. Der ehemalige Lead Level Designer stand nämlich Namenspate für den Helden McCree, der von Beginn an in dem Helden-Shooter spielbar war. Nun hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass man McCree umbenennen wird. In einem offiziellen Statement heißt es:

„Wir haben das Overwatch-Universum um die Idee herum aufgebaut, dass Inklusivität, Gleichheit und Hoffnung die Bausteine für eine bessere Zukunft sind. Sie sind zentral für das Spiel und das Overwatch-Team. Während wir weiterhin diskutieren, wie wir am besten unseren Werten gerecht werden und um unsere Hingabe zu demonstrieren eine Spielwelt zu erschaffen. die sie widerspiegelt, glauben wir, dass es notwendig ist den Namen des Helden, der aktuell als McCree bekannt ist, zu etwas zu ändern, das besser darstellt, wofür Overwatch steht.“

Man wird etwas Zeit benötigen, um die Änderung fehlerfrei auszuliefern. Sobald man weitere Informationen mitzuteilen hat, wird man die Spieler auf den neuesten Stand bringen. Ursprünglich sollte im September auch eine neue Geschichte rund um McCree veröffentlicht werden. Aufgrund der aktuellen Situation hat man die Erzählung auf Ende des Jahres verschoben. Stattdessen werden die Spieler im kommenden Monat eine neue FFA-Karte erhalten.

Mehr zum Thema: Activision Blizzard – CEO Kotick möchte gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung vorgehen

Darüber hinaus hat das Unternehmen mitgeteilt, dass man zukünftig keinerlei Charaktere mehr nach realen Mitarbeitern benennen wird. Auch die Einbindung von etwaigen Referenzen wird in zukünftigen „Overwatch“-Inhalten genauer unter die Lupe genommen.

Activision Blizzard wird aktuell vom US-amerikanischen Bundesstaat Kaliforniern aufgrund der sexuellen Belästigung und Diskriminierung von Frauen verklagt. Zudem wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass es Beweise zu dem Fall absichtlich vernichtet habe. Auch die eigenen Investoren streben eine Sammelklage an, während Activision Blizzard-Geschäftsführer Bobby Kotick Besserung gelobt und versucht das Unternehmen zu rehabilitieren.

Sollten Sie Suizidgedanken haben, wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

  • Telefonhotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:
    • (0800) 111 0 111 (ev.)
    • (0800) 111 0 222 (rk.)
    • (0800) 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
    • E-Mail unter www.telefonseelsorge.de

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Kommentare

  1. ras sagt:

    An Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

    Als nächstes wird dann Reinhard Name geändert weil Ron Perlman in Blade 2 so so hieß und der Charakter was gegen dunkelhäutige hatte.

  2. 76er sagt:

    Das findest du lächerlich?
    Oh je, was für eine Gesellschaft.

  3. ras sagt:

    Natürlich ist das lächerlich.
    Mcree ist ein Name. Wie Müller,John oder Bob.

    Sollen jetzt alle die Trump oder Cosby heissen ihren Namen ändern?

  4. StoneyWoney sagt:

    Uff, ganz schön albern. Aber gut, diese peinliche "es jedem recht machen und keinem auf den Schlips treten" Mentalität wird unsere Gesellschaft eh früher oder später gegen die Wand fahren. Der Countdown läuft.

  5. RoyceRoyal sagt:

    Das ist nicht nur lächerlich, sondern ein Rückschritt für Rechte von nicht organischen Wesen.
    Ich meine diese digitale Figur hat einen Namen...und weil jemand der ähnlich hieß was angestellt hat darf die Figur ihren Namen nicht mehr nutzen? Häää?

    Also mein Name ist Flo. Wäre es vernünftig mich heute Nachmittag vorsorglich selbst anzuzeigen. Ich bin fast sicher dass schonmal jemand der diesen Namen trug was ganz schlimmes gemacht hat. Ich denke nicht dass ich mit diesem Wissen nun einfach so weiterleben kann.

  6. Fr3eZi sagt:

    Schön wie engstirnig ihr seid und gar nicht versucht diesen Schritt zu verstehen. Aber Hauptsache immer anti. Ja übertriebend PC nervt hart. Hier macht das ganze aber Sinn.
    Der Charakter heißt nicht nur wie der ehemalige Mitarbeiter von Blizzard, er wurde explizit nach ihm benannt. Das ist gleichzusetzen mit einer Widmung. Und dieser Mitarbeiter fühlte sich seinerzeit sicherlich geehrt das sein Name jetzt in einem Videospiel verewigt ist. Mit diesem Schritt nimmt man ihm aber diese "Ehre" und setzt ein Zeichen. Aber hey, man kann es ja auch einfach schlechtreden. Ich persönlich liebe overwatch und spiele es mega gerne. Für mich wird es also eine umgewöhnung. Insgesamt begrüße ich das aber

  7. RoyceRoyal sagt:

    Das mag schon sein Fr3ezi. Aber allgemein betrachtet...früher war es noch üblich das Kind nach dem Groß- oder Urgroßvater zu benennen.

    Nicht das die Welt gerade friedlich ist, aber früher war doch auch schon jeder in einem Konflikt...und das hat man beschämenderweise mit Frauen noch ganz andere Sachen gemacht außer belästigen.

    Und diese Namensweitergebung war ja auch zu Ehre des Großvaters.

    Also ja, ich verstehe es schon warum man sowas mal machen kann. Aber ich verstehe nicht wo man damit mal aufhören kann wenn man einmal damit begonnen hat.

    Habe gestern im bayrischen TV Satire gesehen. Da geht's in München in einem Zaun wo Sophie Scholl eine Tasche hingehängt hat, davon gibt's ein Bild. Dieser Zaun steht auf Grundstücken wo Immobilien drauf sollen. Der ganze Irrsinn wurde ganz nett dargestellt. So muss vor Jahren schon eine SPD Politikerin mal geäußert haben, dass es auch irgendwann mal unsinnig sei jeden Meter heilig zu sprechen wo Sophie Scholl gelaufen ist.

    Es ist schon grad alles recht strange.

  8. RoyceRoyal sagt:

    Sry...das Handy wirbelt manchmal echt komische Wörter mit in den Text. Hoffe die Sinnhaftigkeit ist halbwegs gegeben.

  9. big ed@w sagt:

    @Freezi
    Schön dass du so weitstirnig bist und auch so intellektuell überlegen um das alles zu verstehen,mein intellektueller Herrenrassenlord.

    Schön auch,dass das hier kein Volksverdummung für arme Hirnis ist die sonst kein Leben haben und denen einer abgeht wenn sie Schlagwörter wie Inklusivität,Diversität nachnölen dürfen u denen kein Unsinn zu blöd ist um sich nicht damit zu profilieren.

    Bin sicher dass deine Familie 2 Wochen gefeiert hat,als der Sprecher
    von Simpsons Apu seine Rolle niedergelegt hat
    "aufgefallen" ist,dass die Rolle angeblich diskriminierend sein soll - nach 30 Jahren.

  10. RegM1 sagt:

    Es gibt sicherlich schwachsinnige und gute Entscheidungen bezüglich diverser Thematiken, allerdings sind diese nicht wirklich gut vergleichbar, daher lasst es lieber sein.
    Vor allem wenn hier Vergleiche zu historischen Gedenkorten gezogen werden, wird mir leicht übel.

    Will jetzt auch keine umfassende Abhandlung verfassen was in der Welt alles schiefläuft, jedenfalls empfinde ich eine Namensänderung eines Helden in einem Videospiel als keine große Sache in Relation zu den Vorwürfen, welche im Raum stehen.
    Wie weit der Mensch McCree in die Thematik verwickelt ist, kann man als Außenstehender kaum einschätzen, zumindest arbeitet er nicht mehr für das Unternehmen.

  11. KerasLucar sagt:

    Und nur mal das diese Info nicht untergeht. Das ist nicht ein ähnlicher Name sondern der gleiche Name und man hat ihm dieser Figur gegeben auch quasi als Anerkennung für seine Mitarbeit.

    Auch sollte man hier eventuell etwas mehr Emphatie zeigen gegenüber den Menschen die damit negative Erfahrungen. Oder vereinfacht gefragt: Wollt ihr den Namen eures Peinigers jeden Tag zu lesen kriegen ? Wahrscheinlich eher nicht.

    Das sind keine leichten Themen bei denen man sich hier aufregen sollte als wären es andere Social Media Kanäle. Bei Blizzard gibt es nun mal nachweislich Probleme, denn solche Klagen kommen bei solch großen Unternehmen nicht so einfach durch. Bevor es zu solchen Maßnahmen kommen kann müssen die Beweise schon handfest sein.

    Deswegen behandelt so etwas nicht leichtsinnig und verhaltet euch so gut es geht sachlich und respektvoll.

    In diesem Sinne euch einen schönen Tag noch und nicht wundern wenn ich darauf nicht weiter antworten werde.

  12. Ifosil sagt:

    Ist das nicht bissi übertrieben? Ich meine, sind die Täter denn gerichtlich überhaupt schon verurteilt? Meines Wissens nach liegt so ein Urteil nicht vor.

  13. RoyceRoyal sagt:

    Kerasar hat natürlich schon recht.

    Aber
    @Ifosil
    Das ist natürlich heute ein Problem, die Vorverurteilung.
    Man muss ja heute fast schon ein wenig Angst haben, dass wenn man z.B. einem Mädchen einen Korb gibt, die einem was anhängt.