Meinung: Zwei Jahre PS5 – Noch nicht richtig angekommen!?

25 Millionen Konsolen seit dem Start im November 2020 können nicht lügen … oder doch? Wieso die vergangenen 24 Monate für die PlayStation-Fans ein Wechselbad der Gefühle waren.

Meinung: Zwei Jahre PS5 – Noch nicht richtig angekommen!?

Am 19. November 2020 erschien die PlayStation 5. Also zumindest theoretisch. Denn die Covid-Pandemie und das weltpolitische Geschehen machten interessierten Next-Generation-Fans das Leben schwer: Lieferengpässe sorgten dafür, dass die Konsole seit Release zu keinem Zeitpunkt dauerhaft verfügbar war.

Vorbei die Zeiten, in denen man einfach online eine neue Konsole shoppte oder in einen Elektromarkt spazierte und diese einfach aus dem Regal nahm. Dennoch verkaufte sich die Konsole bis November 2022 weltweit 25 Millionen Mal und ist damit für Sony ein Riesenerfolg. Trotzdem: So wirklich angekommen scheint PlayStation 5 auch nach zwei Jahren noch nicht.

Kaum da, schon wieder weg!

Nie fühlte man sich so sehr als „Jäger und Sammler“ wie in den vergangenen Jahren: Das Warten auf neue Lieferungen, der Ärger über Scalper und die Wut über krude Vorverkaufsvorgänge. Nein, die ganz große Freude über das Erscheinen einer neuen PlayStation-Generation wollte nicht aufkommen.

Auch zwei Jahre später ist Sonys weiße Schönheit nicht dauerhaft verfügbar und bis heute versuchen sich Reseller damit eine goldene Nase zu verdienen. Und selbst wenn der Volksmund behauptet, dass Vorfreude bekanntermaßen die schönste Freude sei, so trübten die Umstände die Euphorie doch deutlich.

Immerhin: Die Situation besserte sich über die Monate und immer mehr Konsolen stehen für Interessierte bereit. Regelmäßige Chargen kommen. Und wer ein wenig die Augen und Ohren offenhält, hat inzwischen gute Chancen, eine Konsole zu ergattern.

In diese Rechnung spielt natürlich auch die im August 2022 angekündigte Preiserhöhung mit hinein. Aufgrund des „globalen Wirtschaftsumfelds“ stieg der Preis für die Standard-Edition mit Laufwerk von 499,99 auf 549,99 Euro und für die ungeliebte Digital-Edition von 399,99 auf 449,99 Euro. Das bedeutete einen Zuschlag von satten zehn bzw. 12,5 Prozent für alle Neukunden – die ja bekanntermaßen ohnehin schon mit der Inflation sowie steigenden Lebenshaltungs- und Energiepreisen zu kämpfen haben.

An der Stelle müsste man eigentlich den PS5-Slogan „Play has no limits“ umdichten in „Play has no limits – aber dein Dispo schon“. Und wisst ihr noch als Sony die PlayStation 4 mit „This is for the Players“ bewarb. Der Spruch ist denkbar schlecht gealtert.

Andere Baustellen

Wo wir gerade beim Thema Geld sind: Die am 22. Februar 2023 erscheinende PlayStation VR 2 wird wohl das teuerste Gaming-Spielzeug des kommenden Jahres. Das Basispaket ist mit 599 Euro teurer als die ganze Konsole. Natürlich steckt in der neuen VR-Brille jede Menge Technik drin. Aber Virtual-Reality war schon in der Vergangenheit eine Nische und wird mit einem derartigen „Kampfpreis“ auch Nische für wenige Privilegierte bleiben.

Nichtsdestotrotz wird es natürlich spannend sein zu sehen, wie sich VR auf der PlayStation 5 entwickelt und vor allem auch, ob es endlich die sagenumwobene Killer-App geben wird, die (ähnlich wie etwa „Half-Life: Alyx“) zumindest für einen kleinen Run auf das VR-Gadget sorgen kann.

Auch der Umbau des Online-Dienstes PlayStation Plus brachte nicht den erhofften Erfolg. Die Aufteilung in Pakete und der damit verbundene Zugriff auf Software-Kataloge sollten eigentlich für mehr Abonnenten sorgen. Aber stattdessen sah Sony einen deutlichen Rückgang in den Nutzerzahlen. Nach dem Neustart sprangen zwei Millionen Abonnenten ab. Man verdient zwar durch die neue Preisstruktur mehr Geld pro Abonnent, aber der Trend ist durchaus alarmierend. Auch hier scheint Sony ein wenig den Draht zum Nutzer zu verlieren.

Immerhin gibt es genug starke Spiele

Aber ich möchte auch gar nicht nur auf den schlechten Seiten und Problemen der PlayStation 5 in den vergangenen 24 Monaten herumreiten. Um ehrlich zu sein, lief bei mir keine Konsole derart konstant und bereitete mir so viel Freude. Der Grund dafür ist simpel: Die vielen guten Spiele. Gerade die Exklusivtitel überzeugten auf ganzer Linie.

Zuletzt erschien mit „God of War: Ragnarök“ ein heißer Kandidat auf das Spiel des Jahres, aber auch sonst in den zwei Jahren zuvor konnte Sony immer wieder mit großen Produktionen punkten: „Spider-Man: Miles Morales“, „Demon’s Souls“, „Returnal“, „Ratchet & Clank: Rift Apart“ und natürlich „Horizon: Forbidden West“ sind nur einige der Hochkaräter, die PS5-Besitzern die vergangenen zwei Jahre versüßten.

Und mit Titeln wie „Marvel’s Spider-Man 2“, „Final Fantasy 7 Rebirth“ oder „Forspoken“ stehen auch bereits für das kommende Jahr einige große Titel parat – mehr werden sicherlich noch folgen. Ich beklage mich also nicht über zu wenig Spielspaß oder gar problematische Hardware.


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Die PlayStation 5 ist nach zwei Jahren mehr als etabliert, aber im Vergleich zu früheren Generationen war der Start und auch die weitere Entwicklung schwierig: Kaum hatte die Industrie die Covid-Pandemie halbwegs hinter sich gelassen, katapultierte der Ukraine-Krieg die Weltwirtschaft in einen Strudel aus Inflation, Knappheit und Unsicherheit.

Bemessen an den Umständen ist die Entwicklung der PlayStation 5 ein kleines Wunder und objektiv als großer Erfolg für Sony zu werten. Nichtsdestotrotz trüben immer wieder Probleme den ungetrübten Spielspaß des zweifellos sehr starken Software-Lineups.

Und deshalb mein Geburtstagsgruß: Liebe PlayStation 5, es ist schön, dass du da bist. Auf noch viele weitere Jahre – vielleicht in einem etwas ruhigeren Fahrwasser und mit noch mehr Rückenwind.

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Zockerfreak

Zockerfreak

21. November 2022 um 19:34 Uhr