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PS Eye unter ubuntu installieren

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So Leute, vor einigen Tagen habe ich mal das PS Eye an meinen Linuxrechner mit ubuntu angeschlossen. Wie zu erwarten war, funktioniert die Kamera nicht out of the box. Da muss man also nachhelfen. Hier ein kleines Tutorial, womit Euch das eigentlich schnell ermöglicht werden kann. Getestet habe ich sie unter VLC und Skype. Bei beiden war das Bild und die Frequenzrate absolut gut und stabil:

 

1) VorbereitendeMaßnahmen:

  • Die Kamera könnt Ihr erst einmal ausgestöpselt lassen.
  • Erst einmal sollten wir die essentials laden. Die sollte jeder von Euch jedoch schon haben, da sie ein wichtiger Bestandteil für die Terminalsteuerung ist. Dennoch gebe Euch noch einmal den Terminal-Befehl dafür:
    sudo apt-get install build-essential


2. Treiber herunterladen und installieren:

 

  • Nun braucht Ihr einen modifizierten Treiber. Den bekommt Ihr hier. (klickt auf der Seite auf "MT gspca modiefied driver V0.5)
  • Entpackt den Treiber und merkt Euch den Ort, wo Ihr den Treiber gespeichert habt und gebt folgenden Befehl ins Terminal ein:
    lsmod | grep gspca

    Sobald hier ein Werte wie folgt ausgegeben werden:

    lsmod | grep gspca
    gspca_pac207               14848   0
    gspca_main                  29312   1 gspca_pac207
    videodev                      41344   1 gspca_main

    solltet Ihr den Treiber mit der 0 "entladen". Denn dieser Treiber kann zu Problemen mit dem neuen Treiber verursachen.

  • Zum Entladen des gspca_pac207 benutzt Ihr folgenden Terminalbefehl:
    sudo modprobe -r gspca_pac207


  • Danach sollte er nicht mehr geladen sein, was Ihr aber noch einmal prüfen solltet:
    lsmod | grep gspca

    Nun solltet Ihr gar keine weitere Anzeige haben, sondern lediglich das Terminal, was auf erneute Eingaben wartet.

  • Jetzt können wir den Treiber kompilieren (installieren):
    cd ~/src/gspca-ps3eyeMT
    make
    sudo make install

    Es werden einige Warnungen angezeigt, aber solange die Installation nicht mit Fehlern abbricht. Ist alles richtig verlaufen.

  • Das PS-Eye hat folgende Modis zur Auswahl, von dem wir uns für einen Modus entscheiden:
     
     
    00: 640x480@15
    01: 640x480@30
    02: 640x480@40
    03: 640x480@50
    04: 640x480@60
    10: 320x240@30
    11: 320x240@40
    12: 320x240@50
    13: 320x240@60
    14: 320x240@75
    15: 320x240@100
    16: 320x240@125
     
  • Der beste Wert stellt wohl Videomode 04 dar. Hohe Auflösung und hohe Framerate.
    Wir müssen dem Treiber jetzt also sagen, mit welchem Modus er die Kamera ansteuern soll, für den Videomodus 04 verwenden wir folgendes Kommando:
     sudo modprobe gspca_ov534 videomode=04

    selbstverständlich könnt Ihr durch den Austausch der letzten beiden Ziffern einen anderen Modus laden.

3) Betreiben und testen des PS Eye unter ubuntu:

  • Sobald die Kamera angestöpselt ist, könnt Ihr prüfen, welches Videomodul von dem PS Eye genutzt wird. In den meisten Fällen sollte es "video0". Der Befehl zum prüfen lautet:
    ls /dev/video*


  • Wenn Ihr kein Skype installiert habt, dann solltet Ihr jetzt an dieser Stelle die Kamera mit dem VLC-Player testen. Habt Ihr ihn noch nicht installiert, holt dies mit folgendem Befehl nach:
    sudo apt-get install vlc

    Der VLC-Player wird kurz aus dem Internet herunter geladen und installiert. Das kann je nach Verbindung etwas dauern.

  • So, nun ist es Zeit mit dem PS Eye auf Sendung zu gehen. Nutzt dazu Skype oder den zuvor installierten VLC-Player:
    vlc v4l2:///dev/video0


Nun solltet Ihr Eure Live-Sendung mit dem PS Eye auf Linux sehen können. Skype funktioniert damit wunderbar. Es kann aber Anwendungen geben, die vielleicht einen anderen Videomode verlangen, weil 640 x 480 bei 60 Hz etwas zu viel ist. Dann muss man das wieder im Treibermodul ändern.

 

4) Kleine Linux- respektive Terminalkunde:

  • Viele werden diesen Weg kompliziert finden. Es sei gesagt, dass Linuxsysteme nicht ausschließlich so arbeiten. Eine große Hardwareanzahl funktioniert schon out of the box, dass heißt mit nativen Plug&Play und damit meine ich nicht dieses geschummelte Windows-Plug&Play, wo man ja immer noch Treiber braucht. ubuntu ist hier aber auch schon ein König unter den Linuxdistributionen und schickt sich an so einfach wie Windows zu werden, aber mit dem professionellen Anspruch immer Herr der Lage zu sein.
  • Das was Ihr hier erklärt bekommen habt, passiert unter Windows wenn Ihr eine exe-Datei doppelklickt. Im Hintergrund wird Windows ähnliche Befehle ausführen. Im Gegensatz zu Windows, sehen wir hier nicht nur genau, was wir machen, sondern können an jeder Stelle auch wieder abbrechen, wenn wir meinen, das möchten wir so auf keinen Fall machen. Bei exe-Dateien heißt es vertrauen, unter Linux heißt es immer zu wissen was passiert oder was man macht.
  • Die kryptischen Befehle lassen sich anhand eines Beispiels schnell auflösen. Nehmen wir mal folgenden Befehl:
    ls /dev/video*


    • ls = steht für List, dass heißt das Terminal (Eingabeaufforderung unter Windows, soll eine Liste erstellen
    • /dev/video = das ist das Quellverzeichnis, mit dem die Liste erstellt werden soll
      • dev = device = Geräte
        hier werden die Geräte unter ubuntu geführt
      • video
        das Unterverzeichnis grenzt die aufzulistenden Geräte ein. Hier wollen wir nur Videogeräte aufgelistet bekommen.

       

      [*]* = das Sternchen am Schluss ist ein Platzhalter, weil wir nicht wissen, wie viele Video-Geräte in unserem System laufen. Ok, für gewöhnlich sollte man das schon wissen, aber es ist gut mit dem * einfach mal eine Komplettauflistung zu starten

     

Wie Ihr seht ist das alles halb so wild. Es ist nur etwas anders als bei Windows. Wenn man mit der Zeit aber die Struktur von seinem Linux-Derivat kennt, kann man wirklich wunderbar mit dem System arbeiten, Veränderungen vornehmen ohne von den nervigen Windowsrestriktiven ausgebremst zu werden, man kann aber natürlich auch alles wieder kaputt machen. :)

 

5) Credits:

  • Das ist natürlich nicht alles auf meinem Mist hier gewachsen. Im Prinzip entspringt meine Anleitung von diesem blog. Die Anleitung bezieht sich zwar noch auf ubuntu 8.10 aber ich habe es unter 10.04 LTS ebenso zum Laufen gebracht, wie mein anhängender Videoshot zeigt.

So, das soll es von mir gewesen sein. Viel Spaß bei Eurer Videotelefonie unter ubuntu mit dem PS Eye.

EDIT:

Solltet Ihr Fehler finden, schickt mir einfach eine PN.


picture.php?albumid=1207&pictureid=32829

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Vorteil:

 

  • Wenn Du keine andere hast, brauchst Du Dir keine neue kaufen

Nachteil:

 

  • Hat kein HD, wie manch andere Kameras heute.

Verstehe nicht wie man bei einer USB-Kamera von Vor- und Nachteilen sprechen kann. Das PS-Eye ist halt eine Webcam wie alle anderen auch, nur läuft sie nicht nativ unter Windows und Linux.


picture.php?albumid=1207&pictureid=32829

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Ach das PS Eye ist von der Technik her doch völlig alt. Die neuen HD-Cams von Logitech zum Beispiel kosten um die 30 EUR. Wer hier wirklich etwas gutes haben will, muss sich schon nach solchen Geräten umsehen und diese auch käuflich erwerben.


picture.php?albumid=1207&pictureid=32829

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Hmm Komisch habe erst vor kurzem meine Cam der PS3 an meinen Ubuntu Rechner

angeslossen um Skypen zu können.

Habe dazu keinen Treiber oder Packete laden müssen.

Nutze ein Ubuntu 10.4


  • PS3 (60GB) 200 GB die erste, Ps2 Slim Line
  • Headset: Sony BT Headset
  • MediaServer: Q-NAP TS 209 II
  • Spiele: zu viele
  • Fernseher: Sony KDL-40V3000
  • Sound System: Logitech Z-5500

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