Review

IL-2 Sturmovik: Birds of Prey

von DG | 01.09.2009 - 00:00 Uhr
8.0

Flugsimulationen gehören zu einem aussterbenden Genre – erst recht auf Konsolen. Umso erfreulicher, dass mit „IL-2 Sturmovik: Birds of Prey“ ein ordentlicher Vertreter umgesetzt wurde. Wie schon beim Konkurrenten „Heroes over Europe“ dreht sich hier alles um die Luftgefechte während des Zweiten Weltkriegs.

„Sturmovik“ wartet nicht mit dem ironischen Augenzwinkern seines direkten Konkurrenten auf. Die sechs Kampagnen und ihre Schwarzweiß-Filmchen erinnern daher eher an eine militant angehauchte Geschichtsstunde. Der bierernste Erzählstil wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein.

Vor acht Jahren durgestartet
Der erste Teil von „IL-2 Sturmovik“ erschien im Jahr 2001 für den PC. Das Spiel simulierte den Konflikt des Dritten Reichs und der Alliierten. Anders als beim aktuellen Ableger stieg man damals auch in deutsche Flugzeuge. Insgesamt wurde rund ein Dutzend Flieger integriert.

„IL-2 Sturmovik“ fand allerdings nicht nur Freunde: Die Einzelspielermissionen waren vielen zu zusammenhanglos und es mangelte an Atmosphäre. Trotzdem ist „IL-2 Sturmovik“ bis heute noch ein beliebter Mehrspielertitel und unter Moddern äußerst populär. Eine große Community liefert immer wieder neue Flugzeuge und Szenarien nach.

Feuer über Europa
„IL-2 Sturmovik: Birds of Prey“ versteht sich zwar als Flugsimulation, lässt Neueinsteiger aber nicht im Regen stehen. Im Arcade-Modus steuern sich die über 40 originalgetreuen Flugzeuge ähnlich locker wie bei „Heroes over Europe“. Bei allzu groben Flugfehlern oder Schäden geraten sie dennoch gerne mal ins Trudeln – gut so.

Experten werden sich über den Simulationsmodus freuen. Hier darf man die Kisten ausschließlich aus der Cockpit-Perspektive steuern, muss ein Auge auf den Benzinverbrauch und auf den Zustand seiner Propellermaschine haben. Denn bereits kleinste Schrammen an den Flügeln sorgen bei den Flugzeugen für arge Probleme. Kurzum: „IL-2 Sturmovik – Birds of Prey“ glänzt mit einem tollen Schadensmodell und gelungener Flugphysik.

Missions-Monotonie
Deutlich weniger Akribie haben die Entwickler allerdings in die Einsätze gesteckt. Diese wirken trotz aller Realitätsbezogenheit wie vom Fließband produziert und lassen kreative Ideen oftmals vermissen. Runde um Runde mussten wir Bomber und gegnerische Flieger vom Himmel holen, das mühsame Bombardieren von Schiffen oder Bodenstationen war da eine seltene Abwechslung.

Die Luftgefechte selbst spielen sich durchaus anspruchsvoll. Gegnerische Jäger drehen Schrauben und Loopings, um euch zu entkommen. Schützen auf Bombern nehmen euch gekonnt ins Visier.

Im Arcade-Modus hilft euch ein Zielmodus. Bei gehaltener linker Schultertaste zoomt man so an seinen Widersacher ran und kann nun präzise zuschlagen. Simulationsfreunde müssen auf diese Unterstützung natürlich verzichten.

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Leichte Sprachprobleme
Technisch ist „IL-2 Sturmovik“ auf der Höhe der Zeit: Die Maschinen sind hübsch anzuschauen, die Sichtweite enorm groß und erst aus der Nähe fallen einige schwammige Bodentexturen wirklich ins Gewicht. Zudem erzeugen Rauchwolken und vorbei ziehende Nebelschwaden eine sehr ordentliche Schlachtatmosphäre.

Dies wird allerdings jäh durch die unprofessionelle Synchronisation gebrochen. Denn anstatt etwa die russischen Funksprüche komplett zu übersetzen oder sie einfach in Untertiteln zu verpacken, sprechen die Männer mit einem stilisierten russischen Akzent. Dies führt nicht nur zu Verständigungsschwierigkeiten, sondern wirkt geradezu albern. Eigentlich schade, denn der der Soundtrack und die authentischen Motorengeräuschen haben uns sehr gut gefallen.

System: PS3
Genre: Flug-Action
USK: ab 12 Jahren
Entwickler: 1c, Gaijin Entertainment
Vertrieb: 505 Games
Release: ab 30. September 2009
offizielle Website: www.il2game.com/

8.0

Wertung und Fazit

IL-2 Sturmovik: Birds of Prey

Solide Flugsimulation mit toller Technik, aber auch kleinen Macken. Wer vorher „Birds of Prey“ unverbindlich antesten möchte, lädt sich die Demo im PSN-Store herunter.

Reviews

Kommentare

  1. Pionier sagt:

    die demo macht schon laune

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  2. chris sagt:

    die demo hat mir ja mal so gut wie gar nicht gefallen...

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  3. Affenkopp sagt:

    Längst für 34 Euro inkl. Versand bestellt... 🙂

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  4. Satsuma sagt:

    @play3.de

    Realse 5 September 2009!

    ;D

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  5. D Double M sagt:

    Kenn nur nen Klingonen Bird of prey!

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  6. SCHRABWOOD sagt:

    @D Double M
    ich auch^^

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  7. Schade das die Luftwaffe nicht spielbar ist...

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  8. epic fail sagt:

    also die Demo ist solide.das spiel sieht echt gut aus und macht auch spass.auch ist es cool das man umschalten kann zwischen arcade und simulation.so ist es für jeden was.allerdings gefällt mir auch die sprache dort nicht.dauernd hört man:Ich bin getroffen.und das wirklich fast im sekunden takt.das nervt tierisch und lässt das spiel etwas trashig daher kommen.Auch haben sich gegnerische flugzeuge praktisch nicht für mich interessiert.ich habe in 2 missionen nicht einmal einen treffer abbekommen.
    allerdings finde ich die landschaft sehr gut gemacht.

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  9. Crizz sagt:

    Son spiel macht ohne Nen Steuerknüppel kein Fun und die Demo war öde und die Steuerung echt doof mitm ControllerPad.

    Würd gerne mein Saitek x52 benützen können 🙂

    Geht dat?

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  10. MS sagt:

    @Satsuma

    Am Samstag? 😀

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  11. Mike sagt:

    die Screens sehen schon mal geil aus, werd mir mal die Demo saugen

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  12. Steamkiller sagt:

    8.0 nciht euer ernst xD
    OMG!!!

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  13. PS3 ist Genial sagt:

    wat keine deutschen cockpits!na herzlichen dank entwickler das spiel könnt ihr euch am kopp tackern.was für idioten ne ne.

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  14. Ahnungsloser sagt:

    Weiß jemand, ob die in England gekaufte Version auch auf Deutsch spielbar ist?

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  15. Impact_73 sagt:

    Hatte mich im Vorwege auch auf den Titel gefreut. So viele Flusimulationen mit alten Flugzeugen gibts für die PS3 ja auch nicht. Von der Demo war ich dann jedoch eher enttäuscht - für mich ist das Game ne 7-7,5/10 - mehr aber nicht.

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  16. XQX sagt:

    Ich hatte die Demo auf dem schwirigkeisstuffe "Simulation" gespielt und nur schon wenn man ein wenig zu stark nach rechts zieht kommt das ding ins Schleudern und man kann fast nichts dagegen machen. Das is für meinen Geschmack schon etwas zu heftig^^

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