Ubisoft: Publisher untersucht Vorwürfe wegen sexueller Belästigung

Kommentare (7)

Ubisoft hat mitgeteilt, dass die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und Übergriffen gegen verschiedene Mitarbeiter des Unternehmens untersucht werden. Zuvor häuften sich die Anschuldigungen.

Ubisoft: Publisher untersucht Vorwürfe wegen sexueller Belästigung
Ubisoft lässt die jüngsten Anschuldigungen untersuchen.

Ubisoft musste sich in den vergangenen Tagen mit Vorwürfen gegenüber Mitarbeitern auseinandersetzen, denen recht ähnliches Fehlverhalten vorgeworfen wurde – darunter sexuell motivierte Übergriffe, Belästigungen, Körperverletzungen und Vergewaltigung.

Als Reaktion auf diese Anschuldigungen gab der Publisher auf der offiziellen Unternehmensseite ein Statement heraus, in dem sich das Unternehmen zunächst entschuldigt und im weiteren Verlauf auf geplante Verbesserungen eingeht.

Das Statement von Ubisoft im Wortlaut

„Bezüglich der jüngsten Anschuldigungen, die gegen bestimmte Mitglieder des Ubisoft-Teams erhoben wurden: Wir möchten damit beginnen, uns bei allen Betroffenen zu entschuldigen – es tut uns wirklich leid. Wir sind bestrebt, ein integratives und sicheres Umfeld für unsere Teams, Spieler und Communities zu schaffen. Es ist klar, dass wir in der Vergangenheit daran gescheitert sind. Wir müssen es besser machen.

Wir haben damit begonnen, die Vorwürfe mit der Unterstützung spezialisierter externer Berater zu untersuchen. Auf der Grundlage der Ergebnisse sind wir fest entschlossen, alle geeigneten Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen. Da diese Untersuchungen noch andauern, können wir keine weiteren Kommentare dazu abgeben.

Wir überprüfen auch unsere bestehenden Richtlinien, Prozesse und Systeme, um zu verstehen, wo diese versagt haben, und um sicherzustellen, dass wir unangemessenes Verhalten besser verhindern, aufdecken und ahnden können.“

Schon in Kürze möchte das Unternehmen damit beginnen, die entsprechende Maßnahmen zu kommunizieren: „Wir werden unseren Teams in den kommenden Tagen zusätzliche Maßnahmen mitteilen, die wir in die Wege leiten. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu fördern, auf das unsere Mitarbeiter, Partner und Communities stolz sein können – ein Umfeld, das unsere Werte widerspiegelt und das für alle sicher ist.“


„Assassin’s Creed Valhalla“ muss zunächst ohne Ashraf Ismail auskommen.

Beschuldigungen gegen mehrere Personen

Involviert ist unter anderem Ashraf Ismail, der Creative Director von „Assassins Creed Valhalla“, der sich beurlauben ließ, um sich mit den Folgen einer vorgeworfenen Untreue auseinanderzusetzen. Seitensprünge und Machtmissbrauch werden ihm zur Last gelegt.

Es gibt jedoch noch viel schwerwiegendere Anschuldigungen. Der Brand Marketing Manager Andriend Gbinigie wurde der Vergewaltigung beschuldigt, ein Vorwurf, der von mehreren Frauen untermauert wurde. Einzelheiten zu den vorgeworfenen Taten findet ihr auf Gamasutra. Berichten zufolge wurden Hinweise vom Ubisoft-Management zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter verfolgt.

Zum Thema

Auch gegen Associate Public Realtions Director Stone Chin keimten Vorwürfe auf, die rund ein Jahrzehnt zurückreichen. Letztendlich dreht sich alles um Anschuldigungen, die sich auf Einzelpersonen, oft in Machtpositionen, und auf toxische Verhältnisse in den Studios beziehen. Es scheint, dass Ubisoft die Situation inzwischen ernst nimmt.

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Kommentare

  1. ps3hero sagt:

    Die Hexerjagd geht weiter.

  2. Das_Krokodil sagt:

    @PS3hero:
    Hexenjagd? Es gibt Vorwürfe und die werden untersucht. Das ist absolut richtig so.

  3. DangerZone sagt:

    Eine ausführliche Entschuldigung, vorauseilend schonmal die Androhung von Entlassungen (die so oder so folgen werden) obwohl bis jetzt nur Anschuldigungen im Raum stehen.

    Innocent until proven guilty....vor langer Zeit galt das noch, die Erinnerung verblasst aber zunehmend.

  4. Moonwalker1980 sagt:

    Absolut richtig, DasKrokodil: aber anscheinend hätten Leute wie PS3Hero, Wolf Outdoor usw lieber keinen funktionierenden Rechtsstaat, sondern dysfunktionale Demokraturen oder Diktaturen, wo Selbstjustiz und Lynchmobbe zum Alltag gehören. Haben alle kein Gespür dafür wie gut es ihnen in westlichen Rechtsstaaten eigentlich geht.

  5. Moonwalker1980 sagt:

    DangerZone: Warum sollte das nicht mehr gelten? Das Problem heute ist eher, dass alles sofort und in sekundenschnelle via SocialMedia verbreitet und aufgebauscht wird, die Reaktionen darauf multiplizieren sich. Aber einem Richter/einem Gericht ist das doch völlig egal was in Twitter oder so passiert.

  6. DangerZone sagt:

    "Das Problem heute ist eher, dass alles sofort und in sekundenschnelle via SocialMedia verbreitet und aufgebauscht wird, die Reaktionen darauf multiplizieren sich."

    Und genau das meinte ich, sorry kam so nicht rüber.

    Bis ein Richter mal nen Urteil fällt, ist das Leben des Beschuldigten, ob schuldig oder unschuldig schon lange im Eimer. Sei es beruflich oder privat.

  7. flikflak sagt:

    Kevin Spacey ist das beste Beispiel.

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