Sony: Überlegt eine Chipfabrik in Japan aufzubauen

Kommentare (20)

Der globale Chipmangel könnte Sony zu einem ungewöhnlichen Schritt bewegen. Laut aktuellen Berichten überlegt der japanische Elektronikkonzern eine eigene Chipfabrik in Japan zu eröffnen.

Sony: Überlegt eine Chipfabrik in Japan aufzubauen

Seit Mitte des vergangenen Jahres haben zahlreiche Industrien mit einem Mangel an Computerchips zu kämpfen, die für ihre Produkte von entscheidender Bedeutung sind. All dies ist auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen, die etwaige Chipfabriken in China, Taiwan und anderen Ländern zwischenzeitlich für Monate zum Erliegen brachte.

Eine milliardenschwere Investition für Sony, TSMC und die japanische Regierung

Nun haben die Wirtschaftsexperten von Reuters auf Grundlage eines Nikkei-Artikels berichtet, dass Sony in Kooperation mit dem taiwanesischen Unternehmen TSMC überlegt eine Chipfabrik in Japan aufzubauen. TSMC ist der größte Chiphersteller der Welt und ist scheinbar besorgt über die Konzentration der Chipherstellung in Taiwan im Schatten Chinas.

Die japanische Regierung soll ebenfalls einen Teil der Investition bezahlen. Schließlich würde der Aufbau der Fabrik rund 800 Milliarden Yen (~6,129 Mrd. Euro) kosten. Des Weiteren wird berichtet, dass die Fabrik Halbleiter für Automobile, Kamerabildsensoren und andere Produkte herstellen soll, die von dem globalen Mangel betroffen sind. Die Fabrik könnte laut Nikkei 2024 in Betrieb genommen werden.

Selbstverständlich sind auch Videospielkonsolen von dem Chipmangel betroffen, weshalb sowohl Sony, Microsoft als auch Nintendo Schwierigkeiten haben, ihre Produkte auszuliefern und die etwaige Nachfrage zu erfüllen. Unter anderem sagte Xbox-Chef Phil Spencer, dass man mindestens bis ins kommende Jahr mit Engpässen rechnen müsste. Die Toshiba-Verantwortlichen gingen sogar noch weiter und betonten, dass die Chipmenge bis September 2022 „sehr knapp“ bleiben wird und die Probleme noch bis 2023 andauern könnten.

Auch interessant: PS5 – Jim Ryan möchte die PlayStation-Zielgruppe erweitern

Auch Jim Ryan, der Präsident und Geschäftsführer von Sony Interactive Entertainment, sagte zuletzt, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis man die Nachfrage nach der PlayStation 5 befriedigt haben wird. Der Chipmangel sei eine Herausforderung, mit der alle umgehen müssten. Dementsprechend werden Spieler, die unbedingt eine neue Konsole haben möchten, weiterhin Geduld beweisen müssen. Da kann man nur hoffen, dass die Fabriken in Zukunft wieder zu der alten Produktionsstärke zurückfinden.

Quelle: Eurogamer

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Kommentare

  1. AlgeraZF sagt:

    Irgendetwas müssen sie sich halt einfallen lassen.
    Geht das so weiter wie bisher, dann weiß ich nicht wie Sony 2023/2024 eine PS5 pro auf dem Markt bringen will.

  2. Playzy sagt:

    Das wird sicher passieren. Die Japaner wollen sich nicht mehr von den Chinesen Abhängig machen. Das wurde mehrfach in den Medien genannt, als es während den ersten Lockdowns zu Lieferengpässen in der Tech-Branche kam. Vor allem wenn Sony dann auch noch ihr Konzept Auto auf die Straße bringen will, brauchen sie auch Chips. Und die PS5pro sowie dann ab 2024 die PS6 Planung.

  3. BlackPlayerX sagt:

    Sony macht das 🙂
    Und dann gibt es mehr PS5 und keine Xbox xD

  4. Frosch1968 sagt:

    @BlackPlayerX
    So schnell wird das nicht gehen.
    Zumindest dürfte ein Release der nächsten Generation dann aber besser laufen.
    Das ist auf jeden Fall ne gute Investition für die Zukunft.

  5. Crysis sagt:

    Ja jetzt wo China völlig frei am Rad dreht und viele sehr merkwürdige Entscheidungen trifft, sollte man schnell reagieren. Wer weiß auf was für seltsame Ideen die Chinesische Regierung in Zukunft noch kommen wird. Aufjedenfall eine sehr gute Investition in die Zukunft. Denkemal der Halbleitermangel dürfte sowieso nicht mehr lange anhalten, so die Meinung der meisten Marktforscher, trotzdem darf man sich nicht zu abhängig von China machen.

  6. Sergey Fährlich sagt:

    Frag mich sowieso, warum sowas nicht schon seit Jahren gemacht wird. Ist eh alles zu sehr in China konzentriert.

  7. Buzz1991 sagt:

    Hätte man nicht jahrelang die Rufe nach mehr nationaler Produktion ignoriert, dann hätte man nun die Produktion im eigenen Land. Jetzt kommt man nach und nach auf die Idee auch mal vor der Haustür Chipfabriken aufzubauen. Jetzt rächt sich die Abhängigkeit von China, Taiwan und Co.

  8. Ita54 sagt:

    Wenn China sich so mal eben Taiwan an eignet, dann ist sowieso Ende. Am besten alles boykottieren was aus China kommt und soviel wie möglich selber herstellen im eigenen Land. Auch wenn es Jahre dauern wird von los zu kommen.

  9. President Evil sagt:

    Wird wahrscheinlich nur beschränkt was nutzen, solange die Basismaterialien (Harzverbundsstoffe, Polyamide, Sillikone) knapp sind...

  10. clunkymcgee sagt:

    Abwarten und Tee trinken

  11. Christian Cage sagt:

    Sollte Deutschland sich mal eine Scheibe von abschneiden. Als noch Autoindustrieland

  12. Saleen sagt:

    Intel und TSMC wollen jeweils Fuß in Deutschland setzen was eine Chipfabrik betrifft.
    Wenn Sony jetzt selbst in die Chip Industrie investieren möchte umso besser. Man ist dann jeweils nicht mehr von TSMC abhängig.
    Sowas wünsche ich mir von Nvidia...

    Was soll es. Damit fällt ein Kundenstamm schon mal weg

  13. Squall Leonhart sagt:

    @ Christian
    Siemens oder Bosch möchte, soweit ich letztens in einem Bericht gelesen habe auch eine Chip Fabrik in Deutschland aufbauen. Diese soll dann Chips für die Automobilindustrie und Elektronik Produkte liefern.

  14. Saleen sagt:

    @Squall

    Jup. Die Phase Zeigt einfach, wie abhängig man von TSMC ist. Sowas möchte keiner mehr. Die ganze Auto Industrie steht still

    Tut der Welt eigentlich auch einen Gefallen ^^

  15. Magatama sagt:

    Japan geht wieder mal mit dem richtigen Schritt voran. Wenn wir den chinesischen Einfluss einschränken wollen (denn die wollen mehr oder weniger die systemische Weltherrschaft, klingt nach Verschwörungstheorie, ist aber so), dann müssen wir autarker werden. Europa und die USA müssten ähnliches tun. Und die weitere Einbindung Taiwans ist auch wichtig, sonst okkupiert es China doch irgendwann.

  16. Yaku sagt:

    @Christian Cage
    Bosch hat schon eine Fabrik in Dresden gebaut und ist seit Sommer in Produktion.
    Weiter Fabriken in Deutschland und Europa sind in Planung.
    Also mal etwas an deiner Allgemeinbildung arbeiten (Zeitung lesen oder Nachrichten schauen).

  17. proevoirer sagt:

    Demnächst wachen wir hoffentlich etwas früher auf, aber besser spät als nie.

  18. Puhbaron sagt:

    Sie überlegen, heißt Ende bzw Anfang nächsten Jahres wird gebaut und ist so ca. 6 Jahre später fertig.

  19. Wallow sagt:

    Bis die gebaut ist und 100% Leistungsfähig ist, ist die Krise vorbei

  20. Pro27 sagt:

    Diese Krise ist in 10 Jahren vorbei.
    Die Staatsverschuldung ist explodiert und das überall.
    Von der Corona Krise geht es nahtlos über in eine globale Wirtschaftskrise.
    Dann braucht keiner chips für Konsolen sondern Brot für die Verdauung.