Daedalic Entertainment: Das Hamburger Entwicklerstudio gerät in Schwierigkeiten

Kommentare (8)

Wie sieht die Zukunft von Daedalic Entertainment aus? Der Verlag Bastei Lübbe, der der Hauptanteileigner am Hamburger Entwicklerstudio ist, ist von den Erfolgen nicht überzeugt und sieht mir dem aktuellen Modell keine Zukunft.

Das Hamburger Entwicklerstudio Daedalic Entertainment scheint in Schwierigkeiten zu geraten. Der Mutterkonzern Bastei Lübbe ist mit Daedalic Entertainment unzufrieden.

Daedalic ist nicht zukunftsfähig

Unter anderem sagte der Verlagschef Carel Halff, dass das Geschäftsmodell der 51-prozentigen Finanzbeteiligung nicht zukunftsfähig sei. Aus diesem Grund prüft man gemeinsam mit den anderen Anteilseignern eine „Restrukturierung und Neuausrichtung“ von Daedalic Entertainment. Insgesamt sind Abschreibungen in Höhe von 12 bis 14 Millionen Euro geplant, wobei 5 Millionen Euro auf den Finanzwert von Daedalic Entertainment entfallen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Daedalic Entertainment in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Bereits 2016 musste man Mitarbeiter entlassen und einen Kredit in Millionenhöhe aufnehmen, um international vermarktbare Lizenzrechte zu ergattern und mit deren Hilfe zu wachsen. Dadurch entstand unter anderem ein Adventure auf Basis des Ken Follett-Romans „Die Säulen der Erde“. Ein allzu großer kommerzieller Erfolg scheint das Adventure nicht gewesen zu sein.

Mehr: Der Herr der Ringe Gollum – Auf einen Auftritt von Sauron wird bewusst verzichtet

Zuletzt hatte Daedalic auch die Entwicklung von „A Year of Rain“ eingestellt. Das Strategiespiel verweilt im Early Access und wird nicht mehr fertiggestellt. Zudem befindet sich mit „Der Herr der Ringe: Gollum“ ein weiteres Lizenzspiel in Entwicklung, das mit der Unreal Engine verwirklicht werden soll. Eine Veröffentlichung ist bisher für 2021 geplant.

Somit werden wir die künftigen Monate abwarten müssen, um zu erfahren, wie es mit den knapp 90 Mitarbeitern in Hamburg und München weitergeht. Auf jeden Fall hängt die Zukunft von Daedalic Entertainment ein weiteres Mal in der Schwebe.

Quelle: Golem.de

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Kommentare

  1. Zockerfreak sagt:

    Wäre sehr schade drum,da mir denen ihre Spiele sehr gut gefallen,gerade die Deponia Reihe und State of Mind fand ich sehr gut.

  2. Leitwolf01 sagt:

    Microsoft könnte ja einspringen, um den Gamepass mit Point & Blick Adventures zu erweitern oder Sony, so manch böse Zungen behaupten, dass Sony nur noch auf Third Person Action Adventures setzt.

  3. Hendl sagt:

    die deponia reihe sollte man sich auf gar keinen fall entgehen
    lassen... leute kaufen kaufen kaufen !!!

  4. edel sagt:

    Daedalic Entertainment hat sich vielleicht übernommen? Es wäre tatsächlich sehr schade vor allem für zahlreiche liebevolle, talentierte und sehr kreative Mitarbeiter/-innen. Ich drücke den Mitarbeitern/-innen fest die Daumen für eine angemessene Lösung. Probleme/Hindernisse sind dazu da, um gelöst/überwunden zu werden. Alles Liebe und Gute wünsche ich aufrichtig den Mitarbeitern/-innen und Menschen hinter Daedalic Entertainment für die Zukunft!

    Lg
    edel

  5. Buxtebub sagt:

    Ich habe noch nie was von der Firma gehört.

  6. BigBOSS sagt:

    Ist ja auch lächerlich, das Investoren meinen Sie richtige Millionen
    damit verdienen zu können. Technisch ist das Studio nicht Up to Date,
    und die Assets stellen sie selbst her, anstatt es wie die anderen aus China kaufen.

    Es sind nun mal P-C Adventures dafür ist die Nische zu klein.
    Lieber einen HQ Spiel rausbringen , kleines Team aber dafür auch Motion Capture .

    Der Herr der Ringe - Golum könnte die Rettung sein, falls Motion Capture zum Einsatz kommt.

  7. zero18 sagt:

    Als erstes würde ich das Studio inkl aller Mitarbeiter aus ballungszentren auslagern. Warum muss in München oder Hamburg gearbeitet werden. Allein die Mieten für Geschäftsräume in diesen Gegenden fressen doch einen gewaltigen Teil.

  8. Magatama sagt:

    "Kredit in Millionenhöhe aufnehmen, um ( ... ) mit deren Hilfe zu wachsen."

    Da liegt das Problem. Immer muss gewachsen werden. Warum nicht langsam vorangehen und den eigenen Stärken als kleines Indie-Studio treu bleiben? Am Wachsen sind schon sehr viele Studios eingegangen. Denn je größer die Investitionen, desto größer auch das Risiko.