Special: Diese Spiele kamen kaputt raus – und wurden dann richtig gut!

Kommentare (20)

Erst hoffnungslos verbuggt und inzwischen erstklassig spielbar: Diese fünf Spiele zeigen, dass auch ein Katastrophenstart nicht das Ende sein muss.

Special: Diese Spiele kamen kaputt raus – und wurden dann richtig gut!
Gelingt auch CD Projekt der Wandel.

Nicht jede Videospielproduktion verläuft problemlos und längst nicht jedes Spiel kommt fehlerfrei auf den Markt. Ganz im Gegenteil, regelmäßige Patches und Updates gehören zum guten Ton und können ein bereits gescheitertes Projekt wieder retten.

Die Konsolenversion von „Cyberpunk 2077“ scheiterte zuletzt an den hoch gesteckten Ambitionen, den überdimensionierten Erwartungen der Community und an Fehlentscheidungen der Unternehmensspitze.

Aber CD Projekt RED ist längst nicht der erste Entwickler, der ein großes Spiel unfertig auf den Markt brachte. In den vergangenen Jahrzehnten sorgten immer wieder Titel für derartige Schlagzeilen, konnten aber zumeist durch rigorose Patch-Politik glatt gebügelt werden. Mit viel Einsatz, Energie und Fingerspitzengefühl können so aus einem zu Start gefloppten Projekt doch noch ein richtig gutes Spiel werden.

Startschwierigkeiten: „GTA Online“

Große Namen schützen bekanntermaßen vor Problemen nicht. „Grand Theft Auto Online“ ging knapp zwei Wochen nach „GTA V“ an den Start und sollte eine eigene Spielerfahrung bieten. Wer jedoch zum 01. Oktober 2013 mit an Bord sein wollte, benötigte viel Geduld. Denn zum Start ärgerte sich Entwickler Rockstar mit allerlei Kinderkrankheiten herum.

Beispielsweise klagten Nutzer über Verbindungsprobleme mit dem Server. Teilweise vermischten sich sogar On- und Offline-Inhalte und neben der grundsätzlich eher instabilen Online-Struktur beschwerten sich Spieler über Mikrotransaktionen und plötzlich verschwundene Charakterprofile. Rockstar schraubte über Wochen an Patches und schenkte am Ende Betroffenen 500.000 Ingame-Credits als Wiedergutmachung. „GTA Online“ ist zwar bis heute sicherlich nicht frei von Fehlern, erfreut sich aber großer Beliebtheit und gönnt Online-Spielern extrem viele Freiheiten.

Durch Paris gestolpert: „Assassin’s Creed Unity“

„Assassin’s Creed Unity“ war ein Kuriosum. Denn bei vielen Testern traten die später legendären Fehler einfach nicht auf. Doch vor allem die PC-Version litt unter massiven Problemen wie längeren Ladezeiten, aufpoppenden Texturen oder plötzlich erscheinenden und wieder verschwindenden NPCs. Der gesichtslose Arno Victor Dorian wurde zum Sinnbild für verbuggte Spiele und raubte nicht wenigen Nutzern den Schlaf.

Für Ubisoft hatte der sensationelle Fehlstart harte Konsequenzen: Der Aktienkurs sank um bis zu zehn Prozent ab und „Assassin’s Creed“ legte nach dem bereits in der Entwicklung befindlichen „Syndicate“ erstmal eine kleine Pause ein. Aus heutiger Sicht ist „Unity“ zwar weiterhin nicht fehlerfrei, aber trotzdem sehr gut spielbar. Dem Ruf der Marke „Assassin’s Creed“ hat dieser Fehltritt trotzdem sehr geschadet.

Endzeit-Debakel: „Fallout 76“

Bereits im Vorfeld des Releases von „Fallout 76“ waren Fans und Kritiker skeptisch: Würde das Online-Rollenspiel zünden? Doch zum Start von „Fallout 76“ im November 2018 war nicht das eigenwillige Spielkonzept das größte Problem, die Technik machte dem Endzeit-Abenteuer einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Objekte und allen voran der eigene Unterschlupf schwebten in der Luft, Gegner versanken im Boden oder schlitterten gar durch die Gebiete. Häufige Abstürze waren in der Anfangsphase des Spiels ebenfalls an der Tagesordnung.

Drei Jahre später laufen die Server von „Fallout 76“ immer noch und Bethesda schraubt weiterhin am Projekt. Mit dem „Wastelanders“-Update erweiterte man das Action-Rollenspiel zuletzt etwa um klassische Quests mitsamt NPCs zurück. Zusätzliche Erweiterungen wie „Steel Dawn“ brachten noch mehr Neuerungen. „Fallout 76“ lebt und zweieinhalb Jahre nach dem Launch sieht das Ödland-Abenteuer definitiv einladender aus als zuvor.

Nochmal von vorne: „Final Fantasy 14“

Einen ganz ähnlichen, allerdings noch krasseren Weg ging Square Enix mit dem Online-Rollenspiel „Final Fantasy 14“. Nach einer schwierigen Entwicklung startete der Titel im September 2010 und wurde von Kritikern und Community in der Luft zerrissen. So bemängelte man u.a. die verkopften Menüstrukturen und die komplizierte Steuerung. Square Enix zog nach dieser Misere personelle Konsequenzen und betraute Nokia Yoshida, der zuvor an „Dragon Quest X“ arbeitete, mit der Aufgabe.

Noch während ein Teil des Teams versuchte, „Final Fantasy 14“ glatt zu bügeln, arbeitete der andere bereits an der nächste Evolutionsstufe des Spiels. Die alten Server schlossen Ende 2012, „A Realm Reborn“ öffnete seine Pforten im Spätherbst 2013. Und seitdem ist nicht mehr wegzudenken. Als nächstes steht hier die groß Erweiterung „Endwalker“ in den Startlöchern.

Zuerst zu viel versprochen: „No Man’s Sky“

Das Paradebeispiel für die Erweiterung eines scheinbar gefloppten Projekts stellt aber „No Man’s Sky“ dar. 2016 mit gewaltigen Versprechungen und noch mehr Vorschusslorbeeren auf den Markt gekommen, überschätze Entwickler Hello Games den Hype, der um das Projekt entstand. Noch schlimmer: Versprechungen wie etwa zum integrierten Multiplayer wurden nicht eingehalten. Das sorgte für reichlich Unmut und durchwachsene Testwertungen.

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Hello Games zog sich infolgedessen stärker zurück und arbeitete kräftig an dem Projekt. Fünf Jahre später plagen das Spiel zwar kleinere Bugs und Problemchen, jedoch hat sich „No Man’s Sky“ zu einem wahren Inhaltsmonster entwickelt – und das nicht nur dank des NEXT-Updates. Zuletzt baute man etwa Reittiere und andere „Companions“ ein und auch der zum Start verpatzt Multiplayer ist inzwischen integriert.

Aber egal, ob „No Man’s Sky“ oder „Final Fantasy 14“ – nur weil ein Projekt anfangs floppt, heißt es noch lange nicht, dass es auch dauerhaft scheitern wird. In modernen Videospielzeiten bieten Updates und Patches mehr als genügend Möglichkeiten, Fehler auszubügeln.

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Kommentare

  1. NyanCat sagt:

    Seit wann ist GTA Online gut? Es hat zwar mehr Cotent als Red Dead Online, aber es ist so übel auf MTX ausgelegt, dass selbst der Cotent langweilig wird.

    Beim Rest kann man zustimmen

  2. Mozo1971 sagt:

    DAYS GONE fehlt in der Liste

  3. God-Slayer89 sagt:

    Ac unity ist leider immer noch unspielbar habs vor 2 monaren nochmal versucht aber da geht gar nichts ich falle ständig durch die map. Also gut ist was anderes. Beim rest kann ich nur zustimmen.

  4. ResidentDiebels sagt:

    GTA Online wäre vielleicht sogar spaßig, wenn nur nicht die Steuerung so unterirrdisch wäre! Die meisten 3rd Person PS1 games hatten eine bessere Steuerung. Vom aiming, geballer etc ganz zu schweigen.

  5. Blackmill_x3 sagt:

    No Man's Sky ist echt hammer geworden. Habs vor ein paar Wochen wieder angefangen und zocke es zwischendurch immer mal wieder. Schon echt mega cool was es da mittlerweile alles gibt. Hat aber erstmal gedauert bis ich mich wieder zurecht gefunden habe. Ist ja dann doch ziemlich komplex mittlerweile.

  6. RVD sagt:

    no man´s sky the best game und mega idee das parsiert eben wenn man entwickler kein raum lässt und publicher nur druck machen statt die vision aus zu leben enwickler sind künstler und gute kunst braucht zeit.

  7. AnthemMassEffect sagt:

    Ich wünschte mir so sehr, * Anthem * hätte auch eine 2. Chance bekommen, DAS zu werden, was es im Kern auch jetzt schon ist :
    Ein atemberaubend schönes HammerGame, dem nur ein wenig Feinschliff gefehlt hätte, um zum besten Lootshooter aller Zeiten zu werden...
    Hab heute mit 'nem 2.Plot die Story nochmal angefangen und war geflasht ohne Ende... * Anthem * ist Kult und lebt immer noch! 🙂

  8. Barlow sagt:

    Ich hätte lieber die ersten Ideen von Anthem gehabt, die haben sich besser angehört, auch wenn ich Anthem 2.0 gerne genommen hätte.

    War aber abzusehen, dass vorallem NMS dabei ist.
    Ansonsten FFXIV und Warframe haben einen guten Wandel hingelegt.
    Unity bleibt für mich dennoch das beste AC

  9. Natchios sagt:

    @nyancat
    ja, am anfang lief gta online nicht rund und nach nem monat glaube ich waren die größten probleme behoben.
    das spiel war dann bis auf sachen wie ladezeiten und ständige lobbyfehler soweit echt gut.
    mittlerweile ist es aber wie du schon sagst mit microtransaktionen verseucht, bzw. diesen cash cards.
    die fahrzeuge werden immer abgedrehter und passen kaum noch in die spielwelt, bzw sind so extrem unbalanciert das es das gameplay zerstört.
    vor allem für normale spieler ist es nur noch eine grind hölle.
    man hat das gefühl das die ganzen updates nur für die cheater, glitcher und cashcard käufer sind.

    @topic
    warum hier fallout 76 aufgelistet ist muss man nicht verstehen.

  10. Dark Empire sagt:

    Dead Island war in den ersten 6 Monaten nahezu unspielbar. Defekte Speicherstände, Waffen verschwunden etc.
    Games von Bethesda sind nach Release ebenfalls immer mit Vorsicht zu genießen. Skyrim....grrrrrrrr...... Arrrrrrrr...... 🙁

  11. xjohndoex86 sagt:

    GTA Online ist doch mittlerweile eher ein Saints Row mit albernen Carrera Bahnen in der Luft. Absolut peinlich, dass man so wenig daraus gemacht hat, was auf dem Papier einst so gut aussah. Vom billigsten Missionsdesign abseits der Raubüberfälle möchte ich gar nicht erst anfangen. Wird R* nicht gerecht. Da hat mir Red Dead Online bei weitem besser gefallen und bietet auch Solo Spielern genug. Und das sollte auch sein, wenn man schon keine vernünftigen SP Add-ons mehr gesch*ssen kriegt.

    NMS hat mir dagegen von Anfang geboten, was ich haben wollte: Ein nahtloses Universum. Dass Sean Murray seine komplette Vision - die er, anders als behauptet, nie zum Release versprochen hat - bis heute mehr und mehr verwirklichen konnte, freut mich sehr.

    Fallout 76 - da braucht man kaum mehr Worte zu verlieren. Eine Spielwelt die mit jedem Meter desolater wird. Sowas habe ich bis dato noch nie gesehen. Und ich habe schon über ein Jahr später zugegriffen. Dagegen sind die Problemchen bei CP77 Pillepalle.

  12. Konsolenheini sagt:

    Mass Effect Andromeda wird für viele wahrscheinlich so ein Beispiel sein, der hier in der Liste fehlt..

    ich persönlich konnte sogar schon mit der ursprungsversion Leben, obwohl da die gesichtsanimation doch teilweise sehr hölzernen waren. Aber dennoch sagen sie besser aus als bei der playstation 3 Version von Mass Effect 1 bis 3..

    Dann schob bioware nach und nach zehn weitere Updates nach und mit der Version 1.10 ist das Spiel bis auf ganz paar wenige fehlerchen richtig gut... und die Gesichts Animationen wissen auch zu gefallen.

  13. VerrückterZocker sagt:

    F76 hat sich krass verbessert, macht mir immer noch Spaß.

    EA hat sich bezüglich Anthem richtig entschieden, komisches Gunplay, langweilige Gegner, das Fliegen ist ganz nett aber zu eingeschränkt in den Möglichkeiten. Kann nicht verstehen wie Mittelmäßigkeit so gefeiert werden kann, das Spiel ist nen typischer Krabbeltisch Kandidat.

  14. Squarestation sagt:

    @AnthemMassEffect
    Dein Enthusiasmus in allen Ehren aber ich bin heil froh, dass es nicht so viele Gamer wie dich gibt, ansonsten würden wir nur noch Durchschnittsware serviert bekommen. Und nein, objektiv, ich wiederhole OBEJEKTIV gesehen fehlte bei Anthem vieeeeel mehr als "ein wenig Feinschliff" um überhaupt ein gutes Spiel zu werden. Vom "Besten Lootershooter" aller Zeiten war Anthem so weit entfernt wie wir von der Sonne. Aber hey, du hast Spaß damit dann ist doch schön.

    One mans trash is another mans treasure.

  15. southpark1993 sagt:

    Haha fallout 76?
    Das ding ist immer noch kaputt, ja es gibt immer noch glitches/bugs ohne ende.

  16. AnthemMassEffect sagt:

    @Konsolenheini
    * Mass Effect Andromeda * ist auch ein EdelGame! 🙂
    @VerrückterZocker
    * Anthem * ist durch viele kleine Verbesserungen heute ein ziemlich rund laufendes Game und nicht mehr so fehlerhaft, wie zum Release! Für mich zählt * Anthem * zu den spektakulärsten Games, selbst ohne weiteren Content!
    * Mass Effect & Anthem * 4ever 🙂

  17. daywalker2609 sagt:

    Anthem ein Hammergame :D:D:D:D POST OF THE DAY

  18. AnthemMassEffect sagt:

    In * Anthem & Mass Effect Andromeda * steckt mehr Herzblut & Liebe zum Detail, als Viele denken....

  19. RoyceRoyal sagt:

    Fallout 76 hat mir 150h bis zur Platin sehr viel Freude bereitet. Bin ein halbes Jahr nach Release eingestiegen und hatte nie groß Bugs...außer was halt zu Bethesda-RPGs dazuzählt 🙂

    Cyberpunk ist aber halt ein Offlineabenteuer. Der große Abschluss für die alte Generation. Kenne einige die sich unter diesem Blickwinkel darauf gefreut haben. Mal sehen ob es noch Interessant ist wenn die echte Current-Gen Variante kommt.
    Nicht das auf einmal Star Citizen erscheint und alle nur noch das spielen xD

  20. Noir64Bit sagt:

    GTA Online ist ein Paradebeispiel dafür wie man ein Online Game nach release erst rettet und dann zum lieblings Spiel für PKler werden lässt!
    Vor allem dank der teils völlig overpowerten Waffen und Fahrzeuge!
    Mit GTA hat das lange nichts mehr zu tun! Da helfen auch die Fahrzeug Parallelen zu Fast&Furious nichts mehr!