Analysten: Das kostenlose PSN wird auf ein Minimum beschränkt

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Während sich Sony auf den größten Verlust der Unternehmensgeschichte vorbereitet, werkelt der Elektronikgigant an einer internen Umstrukturierung. Die Gaming-Sparte und vor allem das PlayStation Network sollen künftig stärker in den Mittelpunkt rücken und im Geschäftsjahr 2014 zusammen mit den Bereichen Fotografie und Mobile für 85 Prozent der Erlöse sorgen.

Analysten zufolge könnte dies bedeuten, dass die kostenlosen Angebote des PlayStation Networks schrumpfen und die Bezahldienste weiter ausgebaut werden. Schon während der Vorstellung der Unternehmensstrategie erklärte Sonys neues Oberhaupt Kaz Hirai: „Das Unternehmen zielt darauf ab, den Umsatz mit einer Erweiterung des PSN-Angebotes an downloadbaren Spielen und Abo-Diensten zu erhöhen.“

Während es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass Sony künftig in den Fußstapfen von Xbox Live wandeln und Gebühren für die Nutzung der Multiplayer-Modi erheben wird, ist davon auszugehen, dass die kostenlose Nutzung des PlayStation Networks auf ein Minimum beschränkt wird. Gleichzeitig wird Sony alles daran setzen, den Verbrauchern die kostenpflichtige Version des PSNs schmackhaft zu machen.

Wedbush Securities‘ Michael Pachter: „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sie die Entrichtung einer Gebühr voraussetzen, aber ich bin der Meinung, dass sie das Angebot auf den Multiplayer-Part beschränken werden. Darüber hinaus wird es nicht viele Angebote geben, damit die Leute ermutigt werden, eine Gebühr zu entrichten.“

Billy Pidgeon von M2 Research sieht es ähnlich: „Die Bereitstellung vernetzter Dienste für das Online-Gaming ist keine billige Angelegenheit und die Erhebung [von Gebühren] für diese Dienste würde dazu beitragen, dass Sony die Kosten decken kann. Ich denke, Sony würde am meisten davon profitieren, wenn sie das derzeit eingesetzte Freemium-Modell weiter ausbauen.“

Laut Pidgeon könnten in das PlayStation-Plus-Prgramm verschiedene Gameplay-Verbesserungen einfließen, darunter benutzerdefinierte Inhalte sowie spezielle Angebote für Einzelspieler, Gilden und andere Gruppen. Darüber hinaus sei es wichtig, dass Sony Partnerschaften eingeht: „SCE sollte Partnerschaften mit weiteren weltweiten Medien-Anbietern prüfen, insbesondere Medien wie das Kabelfernsehen, das wohl zu einer Zielgruppe für Konkurrenten wie Microsoft, Apple und Google wird.“

michael-pachter

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