Battlefield 1: Unser finaler Eindruck von der Alpha-Version!

Kommentare (21)

Explosionen, Giftgas und Schaufel-Attacken: „Battlefield 1“ ist knallhart, aber auch enorm unterhaltsam. Wir fassen unsere Eindrücke aus der geschlossenen Alpha zusammen!

Seit der Ankündigung von „Battlefield 1“ im Mai ist viel passiert: Spieler schimpften über den mangelnden Realismus. Kritiker fragten, ob der Erste Weltkrieg das richtige Szenario für einen actionreichen Mehrspieler-Shooter ist. Doch all den Zweiflern zum Trotz bringen DICE und Electronic Arts ihr neues „Battlefield“ auf Kurs.

Die erste geschlossene Alpha endete kürzlich: Sie war ein voller Erfolg und zeigte die Stärken des Shooters auf. Zwar fehlen aus den Vorgängern bekannte Optionen wie der Commander-Modus, doch die hitzigen 64-Spieler-Gefechte in den Ruinen der Karte „Die Narben von St. Quentin“ gehören zu den spannendsten und intensivsten Shooter-Matches, die die Redaktion seit langer Zeit gespielt hat.

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Ganz schön finster hier!

Natürlich ist eine Alpha stets nur eine Probierversion. Der Spielbetrieb war auf eine Karte beschränkt. Außerdem standen lediglich zwei Modi zur Verfügung: In „Conquest“ streiten wir mit 64 Teilnehmern um Flaggenpunkte, in „Domination“ lediglich mit 24 auf einem zusammen gestauchten Gebiet. Die Prämisse dahinter bleibt aber grundsätzlich gleich.

Was zuerst auffällt: „Battlefield 1“ wirkt düsterer und dreckiger als seine Vorgänger. Ein dunkler Filter über dem Bild erzeugt eine in sich beklemmendere Atmosphäre, die durch dynamisch wechselnde Wettereffekte unterstrichen wird. Als wir uns dem Dorf „St. Quentin“ nähern, dröhnt uns bereits der Schlachtenlärm entgegen. Wir hören Kanonenschläge, Schreie und Schüsse.

Der Puls geht hoch. Die Angst steigt. Dann schon die erste Salve. Wir liegen am Boden. Das ging schnell. Nun haben die Wahl, ob wir nach einer kurzen Wartepause respawnen oder lieber auf einen Medic warten. Doch da unser Fünfer-Squad in alle Winde verstreut ist, steigen wir direkt wieder ein.

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Gemeinsam sind wir stark

Allerdings stellen wir schnell fest, dass Teamwork in „Battlefield 1“ wieder an Bedeutung dazu gewinnt. Wie gewohnt können wir zwischendurch die Klasse wechseln und so beispielsweise auf die Fertigkeiten des Medics, des Assaults oder des Supports zurückgreifen. So verarzten wir immer wieder unsere Kollegen oder stellen als Unterstützer gar ein Maschinengewehr aus. Dies eignet sich hervorragend, um Flaggenpunkt zu halten oder Kameraden Deckung zu geben.

Die Alpha überzeugt. Hoffentlich auch der Rest des Spiels.

Viel wichtiger ist diesmal aber das Markieren von Widersachern. Denn durch die dynamischen Veränderungen auf dem Schlachtfeld sollte man sich nicht mehr allein auf seine guten Reflex verlassen. Als Scout beispielsweise haben wir mit unserem Scharfschützengewehr bei klarer Sicht leichtes Spiel. Wir verbarrikadieren uns in einem der viele begehbaren Wohnhäuser und nehmen anrückende Feinde aufs Korn.

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Doch Panzerbeschuss und wechselnde Wetterbedingungen verkomplizieren die Sache zunehmend. Bei Regen schrumpft die Sichtweite auf ein Minimum zusammen. Gasgranaten legen dicken, grün-gelben Nebel über die Gebiete und sorgen dafür, dass man entweder Umwege in Kauf nehmen oder die Gasmaske aufsetzen muss. Das Problem: Durch die Sichtfenster der Gasmaske sieht man ebenfalls kaum noch etwas und tappt förmlich im Dunkeln. Inmitten dieses Chaos‘ kommt es dann immer wieder zu hektischen Nahkämpfen, in denen wir wahlweise die Schaufel oder gar das Bajonett zum Einsatz bringen. „Battlefield 1“ ist somit intensiver und härter als seine Vorgänger, trotzdem wahrt es sich aber seine taktische Komponente und bleibt ein Team-Spiel.

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Verrückte Fahrzeugemomente

So richtig Pfeffer bringen aber erneut die Fahrzeuge in die Matches. Natürlich fahren die Ketten-Panzer viel zu schnell. Aber mal ehrlich: Das spielt eigentlich keine Rolle. Nur Panzerfahrer können diese Kolosse kontrollieren, während „Passagiere“ durch Schießscharten feuern und somit für Rundum-Schutz sorgen. Was sich wie ein ungleicher Kampf anhört, wirkt bereits in der Alpha gut ausbalanciert. Ein Panzer allein bedeutet somit noch nicht den Sieg. Denn gegen die Gewehrgranaten des Assault hat der Stahlriese keine Chance. Dennoch sind die Giganten ungeheuer eindrucksvoll und sorgen mit ihren Geschützen für mächtig Wirbel.

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DICE baut die Zerstörungsfunktionen aus. Einschläge reißen nun tiefe Löcher in den Boden oder pulverisieren gar Häuserwände. Natürlich gibt es auch diesmal noch Ausnahmen von der Regel. Mancher Zaun erwies sich als unglaublich widerstandsfähig. Doch wer einmal durch ein einstürzendes Haus geschleudert oder unter den Trümmern der Mühle begraben wurde, wird diesen Moment nicht mehr so schnell vergessen.

Auch in der Luft legt „Battlefield 1“ mächtig zu. Als Pilot kontrollieren wir Propellermaschinen, während ein Kompagnon das Heck-MG benutzt – „Indiana Jones“ lässt grüßen. Für die beeindruckendsten „Abstürze“ sorgt zweifellos der Behemoth-Zeppelin. Dieser taucht immer dann auf, wenn ein Team klar zurück liegt. Es dient also als Unterstützung, um die Partie wieder ein wenig ausgeglichener zu gestalten. Das Luftschiff fährt dabei nicht auf vorgefertigten Bahnen, sondern muss aktiv gesteuert werden. Es eignet sich somit ausgezeichnet zu Rückeroberung von Stützpunkten. Allerdings ist es auch ein riesiges Ziel und selbst wenn die Kanonen alle bemannt sind, fällt es schwer, aus luftiger Höhe Ziele ins Visier zu nehmen. Daher kommt es in diesem Fall auf das Zusammenspiel von Boden- und Lufteinheiten an. Die einen müssen Gegner markieren und die anderen die Drecksarbeit erledigen.

Einschätzung: sehr gut

Auch wenn sich über „Battlefield 1“ vortrefflich streiten lässt, so ist die Rechnung für DICE dennoch aufgegangen. Die Veränderungen in Gameplay und Setting sorgen für ein vollkommen verändertes und zugleich frisches Spielgefühl. Die Mehrspielergefechte mögen zwar nicht realistisch sein, überzeugen aber mit ihrem Tempo und vor allem der Intensität. Die hektischen Grabenschlachten zwischen zusammen fallenden Häuser besitzen ein Härte, die wir lange in einem „Battlefield“ vermisst haben. Dennoch kommt die taktische Komponente nicht zu kurz. Schließlich muss man Gegner erneut spotten und arbeitet im Idealfall weiterhin im Squad zusammen. Wir sind daher sehr optimistisch, was die Qualitäten des Multiplayer anbelangt. Allerdings muss man abwarten, wie sich die Kampagne entwickelt. Gleich mehrere Protagonisten in eine Story zu packen, könnte angesichts des schnellen Gameplays fast schon zu viel sein.

Kommentare

  1. LDK-Boy sagt:

    Is eh Gekauft...BF in das beste online game

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  2. Shaft sagt:

    das gameplay mag ja gut sein, aber die settingfehler und die gravierenden geschichtsfälschungen gehen gar nicht. und da dice jetzt seit mehreren bf-versionen nicht in der lage war den webcode richtig hinzubekommen und man laggende amis und asiaten immer noch händisch vom eigenen server bannen muß, wird das auch wieder so eine unfaire und nervige sache wie in bf4. und wenn ich mir dann noch die verbindungsbalkenverarsche in der punkteübersicht anschaue, kommts mir sowieso hoch.

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  3. Ich_mag_Alfons sagt:

    De Maiziere hält nichts vom Spiel...der tendiert zu CoD

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  4. vangus sagt:

    Für den Fall, dass sich jemand noch nicht so gut mit dem ersten Weltkrieg auskennt, der sollte vorher noch Valient Hearts spielen, das ist sehr lehrreich, dort erfährt man viele interessante Details über den ersten Weltkrieg, teilweise fast wie eine interaktive Doku, und es ist gleichzeitig eine emotionale Story.
    Dazu könntet ihr Filme gucken, am besten natürlich "Im Westen Nichts Neues" oder Kubricks "Wege zum Ruhm", oder "Die große Illusion".

    Wäre jedenfalls ein Vorgeschmack auf Battlefield 1, aber naja, vielleicht vergeht einen danach auch die Lust sowas zu spielen. ^^

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  5. Sharkz sagt:

    Was denn für Geschichtsfälschungen? Die Waffen die gezeigt wurden gab es im 1WK , auch wenn nur vereinzelnt. Außerdem sollte man kein autentisches Spiel erwarten, wenn man ein komplett realistisches 1 WK Spiel entwickeln würde, würde man Stunden im Graben hängen , ein Bolt Action Gewehr und 2 Magazine und eine Schaufel haben. Dann würde auch jeder rumheulen weil es langweilig ist.

    Das Gameplay ist aus eigener Erfahrung schon sehr spaßig , das Setting überzeugt und actionreich ist es auch dazu kommt noch ein guter Netcode und ein feiner Serverbrowser.

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  6. Snowman19 sagt:

    Dice hat ja schon gesagt dass sie sich diverse Freiheiten nehmen. Und das is auch gut so. Also die Gameplay videos die ich gesehen hab waren schon echt gut bis geil. Dem wäre nicht so wenn man sich zu 100% an die Realität halten würde.

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  7. Nnoo1987 sagt:

    Die Beta hat mich nur noch gelangweilt
    zuviel Battlefront und zuwenig Battlefield

    wird wohl kein Flop aber ein grosse Enttäuschung.
    natürlich gibts keine Pferde im Multiplayer.
    wäre viel zu viel Arbeit und das Spiel kämme dann nicht im November
    EA - faul und geldgeil 1982 - 2016

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  8. ee tam sagt:

    Vangus, kann ich so unterschreiben. Tolles Spiel. B1 wird aber auch super.

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  9. Spieletreff sagt:

    @Sharkz - du meinst Stunden, wenn du Pech hast Tage und danach wirst eingeliefert.

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  10. Saleena sagt:

    Lasst euch mal wieder schön melken!

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  11. blubblub sagt:

    nach dem miesen bf4 hoffe ich wieder auf ein gutes Bf. Allerdings hoffe ich auch das Domination diesmal mehr gespielt wird, habe 24 Spieler Matches damals in Bf BC einfach geliebt

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  12. FufyFufy sagt:

    Jou machen wir

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  13. Shaft sagt:

    @sharkz

    "Was denn für Geschichtsfälschungen?"
    keine russen, keine franzosen, panzer viel zu schnell, flugzeuge ohne leistungsverlust, tragbare gasgranaten. und daß man nach einem senfgas angriff noch kämpfen kann.
    und wenn du so rumgerannt wärst, wie in bf, hätten sie dich wegen desertieren erschossen. der erste weltkrieg war ein grabenkampf und ein artilleriekampf. beides eignet sich nicht für shooter.

    "wenn man ein komplett realistisches 1 WK Spiel entwickeln würde, würde man Stunden im Graben hängen ,"

    aber genau das war der erste weltkrieg nun mal. die logische konsequenz lautet: keinen 1wk shooter zu entwickeln.

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  14. Snowman19 sagt:

    @shaft

    Spiel ist Spiel. Zu den fehlenden/falschen Inhalten kann ich nur sagen: who cares? Solange das Gesamtpaket stimmt und Spaß macht... . Auch WW2 und moderne Shooter sind weit fernab der Realität. Ich denke das will auch niemand. Wenn damals Leute schon bei Soldat James Ryan heulend und schreiend aus dem Kino gerannt sind...

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  15. Pusher82 sagt:

    @Nnoo 1987

    Pferde sind dabei aber auf anderen Maps hat DICE auch schon bestätigt aber Hauptsache wieder sinnlos rum trollen

    @Shaft
    Wenn das deine einzige sorge ist...lol, das hat DICE aber auch bestätigt mit den Veränderung im was mich persönlich nicht stört weil ich mich einfach darauf freue. Wenn ich deine Einstellung hätte dürfte ich fast keine Action Filme anschauen mit dem ganzen "Realismus " 😉

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  16. nonConform sagt:

    Laaaaangweiliiiig

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  17. Starfish_Prime sagt:

    @Saleena

    Wenn de ne olle bist, kannst du ja den Job übernehmen!

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  18. Saleena sagt:

    "Geschichtsfälschungen"

    Grausam was es für dummer Leute gibt. Das ist ein Spiel ein keine WW1 Simulation du Horst. Die heutige Jugend besteht glaube ich nur noch aus heulenden Weicheiern!

    Und ja, ich bin eine Frau, aber ich melke nur mein Schatz und mich selbst.

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  19. Shaft sagt:

    Snowman19
    25. Juli 2016 um 11:04

    @snowman19

    "Spiel ist Spiel. Zu den fehlenden/falschen Inhalten kann ich nur sagen: who cares?"

    ich.

    "Solange das Gesamtpaket stimmt und Spaß macht... . Auch WW2 und moderne Shooter sind weit fernab der Realität."

    sicher, aber zumindest der grundgedanke stimmt. und der stimmt bei one nicht.

    "Wenn damals Leute schon bei Soldat James Ryan heulend und schreiend aus dem Kino gerannt sind... "

    wieso, ich hab gelacht.

    @pusher82
    "Wenn ich deine Einstellung hätte dürfte ich fast keine Action Filme anschauen mit dem ganzen "Realismus " "

    das ist quatsch. ich sehe das ganze nicht schwarz weiß, ja-nein. es gibt abstufungen. nur wenn ein spiel einen panzer zeigen will, der schneller als 10 kmh fährt, dann kann dieses spiel eben nicht im 1wk stattfinden. und nebenbei, ich hätte mich gefreut, wenn es echte physikbasierte luftkämpfe gegeben hätte und nicht diesen x-wing casualmist. wenn du mit der fokker dr1 zwar aufgrund der höheren steigleistung nach oben abhauen kannst, der camel aber geschwindigkeitsmäßig unterlegen bist, dann heißt fliegen ein bischen mehr als gas zurück, damit enge kurven geflogen werden können. und zu steile bodenangriffe bedeuten nicht easykills, sondern die kiste nicht mehr aus dem sturzflug abfangen können.

    es ist einfach so, daß dice sich früher noch ein wenig an der realität orientiert hat und bei one ein phantasiekonstrukt aus einem paralleluniversum abliefert.

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  20. ALOIS sagt:

    Trotz allem sind die panzer noch zu stark, hoffe auf Balance.. Gekauft wirds nicht.

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  21. Smoff sagt:

    Im Multiplayer gibts Pferde. Jackfrags streamt gerade und hat jemand aufm gaul gekillt und sein Pferd gestohlen du Hannes Nnoo oder so

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