Ubisoft: Yves Guillemot entschuldigt sich öffentlich für die internen Probleme

Kommentare (15)

Am gestrigen Abend veröffentlichte Ubisoft-Geschäftsführer Yves Guillemot ein offizielles Statement zu den Anschuldigungen der sexuellen Belästigung und Nötigung und weiteren internen Problemen. Er entschuldigte sich für das Fehlverhalten innerhalb des Unternehmens.

Ubisoft: Yves Guillemot entschuldigt sich öffentlich für die internen Probleme

In den vergangenen Monaten machten ernsthafte Anschuldigungen bezüglich mehrerer leitender Mitarbeiter des französischen Publishers Ubisoft die Runde. Darunter finden sich sexuelle Belästigungen sowie Übergriffe, eine Ausnutzung der Machtpositionen und Vorwürfe des Rassismus. Des Weiteren wurden Ubisoft auch Mafia-ähnliche Strukturen vorgeworfen.

Guillemot gelobt erneut Besserung

Daraufhin wurden die beschuldigten Mitarbeiter entweder entlassen oder entsprechend sanktioniert, wobei Ubisoft auch die internen Strukturen verändert, um den Opfern eine Anlaufstelle sowie einen sichereren Arbeitsplatz zu bieten. Im Vorfeld der gestrigen Ubisoft Forward veröffentlichte der Ubisoft-Geschäftsführer Yves Guillemot ein aktuelles Statement zu den internen Problemen.

„In diesem Sommer erfuhren wir, dass bestimmte Mitarbeiter nicht die Werte des Unternehmens schützten und dass unsere Systeme, die die Opfer ihres Verhaltens beschützen sollen, versagt haben“, sagte Guillemot. „Mir tut es wirklich für alle leid, die verletzt wurden. Wir haben wichtige Schritte unternommen, um all diejenigen, die gegen unsere Werte und unseren Verhaltenskodex verstoßen haben, zu entfernen oder zu sanktionieren und wir arbeiten daran unsere Systeme und Prozesse zu verbessern.“

Mehr zum Thema: Ubisoft – CEO Yves Guillemot äußert sich zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung

Des Weiteren wird Ubisoft einen Millionen-Dollar-Fonds für das Hochschulprogramm einrichten, der den unterrepräsentierten Gruppen mehr Möglichkeiten eröffnen soll. Dabei sprach Guillemot konkret Frauen und farbige Personen an. Zudem wird man eine nicht näher konkretisierte Spende an den NAACP Legal Defense Fund tätigen.

In Zukunft möchte Ubisoft wieder einen diversen Arbeitsplatz schaffen, an dem niemand aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, der Sexualität, der Hautfarbe oder anderen Merkmalen unterdrückt wird. Somit kann man nur hoffen, dass Ubisofts Pläne fruchten und tatsächlich eine Verbesserung für die Mitarbeiter nach sich zieht. Zudem sollte man nicht vergessen, dass nicht alle Ubisoft-Studios von den Anschuldigungen betroffen waren.

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Kommentare

  1. Angelo_Merte sagt:

    ja gut, sowas passiert eben und solange man sich entschuldigt und sich die Fehler eingesteht, ist doch alles o. k.

  2. King Azrael sagt:

    Angenommen

  3. L.A. Noire sagt:

    Solche Dinge passieren eben aber wenn man sich entschuldigt, dann ist es auch gut...

  4. cosanos sagt:

    Für Entschuldigungen ist es zu spät... Manche sind danach psychisch am A.... Man kann sich entschuldigen, aber das sind nur Worte, was davor gemacht haben ist unwürdig.. Da können die sich ihre Beileids Nummer in den Hintern schieben.. Als ob es denen leid tun würde, wenn sie sich entschuldigen.. Das sind Arschl.....

  5. nico2409 sagt:

    Ein weiterer Grund wieso ich von dem Verein nichts kaufe!

  6. Kugel_im_Gesicht sagt:

    Nico

    Und warum? Hat doch mit dir persönlich nichts zu tun. Oder fühlst du dich beim spielen von Watch Dogs, als Beispiel, negativ beeinflusst weil ein paar Manager bei Ubi Soft frauenverachtende oder rassistische Versager sind/waren?

    Find ich völlig übertrieben deshalb ein Game oder eine Firma zu boykottieren. Ubi Soft ist es aufgefallen und sie gehen offen und kommunizierend damit um. In der Öffentlichkeit.

    Also nehmen Sie die Sache ernst und das ist gut so. Deshalb einen auf Boykottrambo zu machen ist absolut sinnlos

  7. Kugel_im_Gesicht sagt:

    Nico

    Und warum? Hat doch mit dir persönlich nichts zu tun. Oder fühlst du dich beim spielen von Watch Dogs, als Beispiel, negativ beeinflusst weil ein paar Manager bei Ubi Soft frauen.verach.tende oder rass.istische Versa.ger sind/waren?

    Find ich völlig übertrieben deshalb ein Game oder eine Firma zu boykottieren. Ubi Soft ist es aufgefallen und sie gehen offen und kommunizierend damit um. In der Öffentlichkeit.

    Also nehmen Sie die Sache ernst und das ist gut so. Deshalb einen auf Boykottrambo zu machen ist absolut sinnlos.

  8. TemerischerWolf sagt:

    Bin alles andere als ein Ubisoft Fan...obwohl ich wirklich viel von ihnen gekauft habe^^...aber Yves fand ich irgendwie schon immer sympathisch.

  9. Maiki183 sagt:

    er sollte sich lieber für die schrottigen spiele entschuldigen.

  10. Sunwolf sagt:

    @nico2409

    Wenn du wüsstest wieviel Firmen Dreck am stecken haben. Wie sie scheisse zu ihren Mitarbeitern sind oder Kunden verarschen.

    Dann müsstest auf so einige Produkte in deinem Leben verzichten.

  11. TemerischerWolf sagt:

    @Sunwolf Colt war übrigens schon immer der coolste der SR! 😉

  12. 3DG sagt:

    Warum sollte man jetzt auf ubisoft einprügeln, es gibt viel schlimmere Firmen die auch noch angebetet werden. Nur weil es da schneller bei den Medien unterbunden wird. Oder die Leute es ignorieren weil es für sie bequemer ist und sie nicht selbst betrifft.

  13. Moonwalker1980 sagt:

    Cosanos: gerade eine öffentliche Entschuldigung und Schuldeingeständnisse (in deinen Worten "nur Wörter die nichts bringen") bringen den Opfern von Mobbing und/oder anderen s.exuellen, wie psychischen oder physischen Belästigungen/Gewalt in Wahrheit enorm viel! Warum? Weil solche Fehlverhalten immer noch sehr oft entweder unter den Tisch gekehrt, ignoriert oder gar offen geleugnet werden, sowie wird auch oft von vielen Tätern und/oder Vorgesetzten eine bewusste Täter-Opfer Umkehr betrieben, in der Art wie "die ist doch selbst Schuld, hätte sie keinen aufreizenden Mini und High Heels getragen", oder "selbst Schuld, sie war so nett zu mir" usw, um das eigene Fehlverhalten zu rechtfertigen und kleinzureden. Auf jeden Fall hilft eine Entschuldigung und ein Schuldeingeständnis dem Opfer enorm viel, da endlich offiziell anerkannt wird, dass das Opfer von Mobbing und Gewalt eben ein Opfer ist und kein Täter, und, dass dem Opfer keine Schuld trifft, das Opfer wird auch eine enorme Erleichterung und Genugtuung verspüren, dass es endlich zu ihrem Recht kommt, und, dass es noch Gerechtigkeit gibt. Natürlich unter der Voraussetzung, dass das auch alles der Wahrheit entspricht, aber nehmen wir an, dass das in diesem Fall so ist. Eine Entschuldigung und eine Bestätigung gegenüber dem Opfer ist der erste und wichtigste Schritt, damit die Heilung einsetzen kann, und, auch eine Bestrafung des Täters. Aber ich denke sogar, dass die Anerkennung und eine Entschuldigung dem Opfer sogar mehr bedeutet und hilft als die darauf folgende Bestrafung/Konsequenzen des Täters, ob von Gericht oder von Seiten des Arbeitgebers.

    Nico2409: super, du 1A Intelligenzbestie! *Facepalm*

  14. Moonwalker1980 sagt:

    Topic: die einzig richtige Entscheidung von Guillotine, ähem, Guillemont.

  15. RegM1 sagt:

    @Moonwalker1980
    Du sprichst da halt einen Punkt an, nämlich die Zahl der Falschbeschuldigungen, grade bei solchen Themen ist die reine Beschuldigung oft schon der einzige Beweis der vorliegt und nötig ist, wenn es überzeugend vorgetragen wird sitzt man schneller in U-Haft als man denkt und das die Seite welche zu Unrecht beschuldigt hat von alleine einlenkt und die Wahrheit sagt kommt eher selten vor, siehe der Fall Kachelmann oder Amy Cooper im Central Park.

    Damit will ich nichts verharmlosen, es gibt sicherlich echte Beweise in diesen Fällen, sonst würde sich Yves Guillemot sicherlich nicht öffentlich entschuldigen.

    Ich finde es auch schrecklich, dass so ein Verhalten an vielen Arbeitsplätzen immernoch ganz normal ist, habe es selbst miterlebt und zur Sicherheit aller Beteiligten fände ich eine breitere Überwachung von Arbeitsplätzen inkl. Kameraaufzeichnungen sogar begrüßenswert.

    Übrigens stellen sich viele Leute unter den oben genannten Vorwürfen oft etwas Falsches vor, für Belästigung ist kein physischer Kontakt nötig, ein Blick in den Ausschnitt kann bereits ausreichen.