Call of Duty Black Ops Cold War: Die historischen Hintergründe erklärt

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Der Release von "Call of Duty: Black Ops Cold War" ist nur noch wenige Tage entfernt. Passend dazu werfen wir heute einen Blick auf die historischen Hintergründe des realen Kalten Krieges.

Call of Duty Black Ops Cold War: Die historischen Hintergründe erklärt
"Call of Duty: Black Ops Cold War" erscheint unter anderem für PlayStation 4 und PlayStation 5.

In wenigen Tagen entführt uns „Call of Duty: Black Ops Cold War“ erneut auf eine Zeitreise und wirft uns hinein in die Wirren des Kalten Krieges. Genauer schlüpfen wir im Jahre 1981 einmal mehr in die Haut des CIA-Agenten Alex Mason, um einer Verschwörung auf die Spur zu kommen. Nachdem wir zuletzt auf die bisherigen Ereignisse der „Black Ops“-Reihe zurückblickten, schauen wir nun auf die historischen Hintergründe des Kalten Krieges.

Kalter Krieg: Propaganda, Spionage und Wettrüsten

Der Kalte Krieg bezeichnet die von Spannungen geprägte Phase zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs von 1945 bis 1990. Während dieser Zeit standen sich die Westmächte unter Führung der USA und der Ostblock unter der Führung der damaligen Sowjetunion gegenüber. Es war unter anderem auch ein Streit der beiden dominierenden Systeme, also des Kapitalismus (USA) und des Kommunismus (SU). Im Laufe der Jahre versuchten beide Seiten, ihren weltweiten Einfluss kontinuierlich auszubauen.

Diese Phase wird übrigens deshalb als „Kalter“ Krieg bezeichnet, da es nie zu einer direkten Konfrontation beider Parteien gab und sich der Konflikt deshalb nicht zu einem „Heißen“ Krieg entwickelte. Stattdessen kam es immer wieder zu sogenannten Stellvertreterkriegen, etwa dem Vietnamkrieg, den die USA führten, und der auch im ersten „Black Ops“ eine Rolle spielte. Doch auch die Sowjetunion blieb nicht untätig und marschierte beispielsweise 1979 in Afghanistan ein.

Für das kommende „Cold War“, dessen Story im Jahr 1981 angesiedelt ist, wollen wir uns nun noch zwei Zeiträume ansehen. Im Januar besagten Jahres, genauer am 20. Januar 1981, wurde Ronald Reagan als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Reagan ging während seiner Amtszeit auf Konfrontationskurs mit der Sowjetunion: Die Rüstungsausgaben des Landes wurden drastisch erhöht und weltweit unterstützten die USA antikommunistische Aktivitäten.

Im Mai 1981 kam es schließlich zur sogenannten „Operation RYAN“, die in Akten erwähnt wird, die in einem „Black Ops Cold War“-Trailer zu sehen sind. Dies bezeichnet die bis dato größte sowjetische Spionage-Operation, die KGB-Oberhaupt Andropow anordnete. Das Ziel dieses Vorhabens war das Sammeln von Informationen, da die SU einen bevorstehenden atomaren Erstschlag der USA befürchteten. Die Angst vor einem Atomkrieg war eine der beständigsten Emotionen während des Kalten Krieges – für beide Seiten. Für die sich gegenüberstehenden Fronten spielte deshalb die Spionage eine wichtige Rolle, was „Black Ops“ und „Black Ops II“ gut widerspiegelten.

Reagans größte Krise kam 1986 an Licht

Etwas, das für „Black Ops Cold War“ eventuell ebenfalls wichtig werden könnte, ist die sogenannte „Iran-Contra-Affäre“, die im Herbst 1986 aufgedeckt wurde; es war der größte Skandal unter US-Präsident Ronald Reagan. Eine im Menü des Spiels zu sehende Akte verweist genau hierauf, weshalb wir in „Cold War“ mehr darüber erfahren könnten. Wie sich herausstellte, hatten die USA damals Waffen an den Iran verkauft und die daraus erzielten Erlöse anschließend genutzt, um damit die Contra-Rebellen in Nicaragua zu unterstützen. Wie der damalige CIA-Direktor Casey ausführte, habe es sich dabei um die „ultimative verdeckte Operation“ gehandelt (via DW)

Die Vereinigten Staaten hätten auf diese Weise versucht, Geiseln im Libanon freizukaufen. Darüber hinaus habe die Initiative zum Ziel gehabt, mit verdeckten Operationen gegen das kommunistische Land Nicaragua vorzugehen. Obwohl die USA stets betonten, sie würden nie gegen ihre Prinzipien verstoßen, etwa indem sie mit Terroristen über die Geiselfreilassungen verhandelten, sei genau das eingetreten. Bis heute ist allerdings unklar, ob Präsident Reagan tatsächlich von diesem Vorgehen wusste.

Etwas, das definitiv eine wichtige Rolle in „Call of Duty: Black Ops Cold War“ spielen wird, sind verdeckte Operationen und natürlich auch Spionage. Im Zusammenhang mit letzterem fiel bereits in den ersten offiziellen Informationen zum Spiel immer wieder der Name „Perseus“. In der offiziellen Pressemitteilung zum kommenden Ego-Shooter heißt es beispielsweise: „In der Rolle von Elite-Agenten müssen die Spieler eine über Jahrzehnte geplante Verschwörung verhindern und folgen der Spur einer geisterhaften Figur namens Perseus, die das globale Machtgefüge umstürzen will, um den Verlauf der Geschichte zu ändern.“

Bei Perseus handelte es sich womöglich um eine reale historische Figur, die auch während des Kalten Krieges aktiv gewesen sein soll. Zumindest legen dies mehrere in den 1990ern zugänglich gemachte offizielle KGB-Akten nahe, in denen der Codename Perseus, auch „PERS“, erwähnt wird. Des Weiteren kommt diese Bezeichnung ebenfalls in älteren US-Akten zur Spionageabwehr während des Zweiten Weltkriegs vor. Hierbei bezieht sich Perseus auf den Decknamen eines sowjetischen Spions, der an einem Einsatz in Los Alamos teilgenommen haben soll, dem Standort des Manhattan-Projekts.

Was wissen wir über den geheimnisvollen Perseus?

Besagte Spionagemission habe während der 1940er stattgefunden. Insgesamt soll die Sowjetunion vier Spione ins Manhattan-Projekt eingeschleust haben, von denen drei gefasst worden seien – außer „Perseus“. Angeblich habe er es für Jahrzehnte erfolgreich geschafft, sich der Gefangennahme zu entziehen oder sei gar so tief in das Projekt involviert gewesen, dass es niemand wagte, ihn auffliegen zu lassen. Im Laufe der Jahre hätten viele hochrangige Agenten des sowjetischen Geheimdienstes den Namen „Perseus“ verwendet, allerdings ist bis heute unklar, wer sich tatsächlich hinter diesem Pseudonym verbarg – perfekte Zutaten für eine spannende Verschwörungsgeschichte.

Zum Thema

Noch immer ranken sich diverse Theorien darum, wer Perseus gewesen sein könnte und ob es den legendären Spion wirklich gab. Einmal wäre es beispielsweise möglich, dass gezielt Falschinformationen gestreut worden seien, um es ausländischen Geheimdiensten zu erschweren, die Methoden der Sowjetunion-Spionage herauszufinden. Alternativ wäre es ebenfalls denkbar, dass es niemals einen Spion mit dem Decknamen „Perseus“ gab, es sich also um Falschinformationen handelte, um womöglich von anderen Operationen abzulenken.

Doch was bedeutet das nun für unseren Einsatz in „Black Ops Cold War“? Zum einen sind all diese historischen Ungenauigkeiten natürlich ein perfekter Nährboden für eine unterhaltsame wie spannende Geschichte voller Überraschungen und Twists. Dass im Spiel jedoch Bezug auf Perseus genommen wird, lässt den Schluss zu, dass sich die Story des Titels zu einem großen Teil um das Manhattan-Projekt drehen könnte.

Wie dies letztendlich gehandhabt wird, etwa Serien-typisch in spielbaren Flashbacks oder nur in Zwischensequenzen, lässt sich nicht einschätzen. Möglich wäre auch, dass die Geschichte mehrere Jahre umfassen könnte und wir Perseus entsprechend über einen längeren Zeitraum verfolgen.

All diesen Fragen können wir ab dem 13. November 2020 selbst auf den Grund gehen, wenn „Call of Duty: Black Ops Cold War“ für PlayStation 4, Xbox One, Xbox Series X und S sowie den PC erscheint. Am 19. November 2020 folgt zudem eine Version für die PlayStation 5.

Was glaubt ihr, welche Rolle der mysteriöse Perseus in „Call of Duty: Black Ops Cold War“ spielen könnte?

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Kommentare

  1. Gaia81 sagt:

    Noch 3 Tage dann geht's endlich los