Kojima Productions: Sony soll das neue Spiel abgelehnt haben

Kommentare (109)

Kojima Productions arbeitet ohne Zweifel an einem neuen Projekt. Offen ist noch, für welche Plattformen der Titel erscheinen wird. Gerüchte über eine Kooperation mit Microsoft bekamen am Wochenende einen weiteren Schub.

Kojima Productions: Sony soll das neue Spiel abgelehnt haben
Erscheint das nächste Spiel von Hideo Kojima für Xbox?

Seit einigen Tagen kursiert das Gerücht durch das Internet, dass sich Microsoft und Kojima Productions in Gesprächen rund um die exklusive Veröffentlichung eines neuen Spiels befinden. Sollten sich diese Aussagen bestätigen, stellt sich die Frage, warum die Redmonder bevorzugt werden.

Der namensgebende Studio-Gründer Hideo Kojima ist seit vielen, vielen Jahren mit der Marke PlayStation verbunden. Auch nachdem er sich von Konami trennte und Kojima Productions als unabhängiges Studio neu gründete, unterschrieb er bei Sony einen Vertrag für „Death Stranding“, das als PlayStation-Konsolenexklusivspiel uns später für den PC auf den Markt kam.

Microsoft nicht die erste Wahl?

Die Abkehr von Sony und die Vertragsunterzeichnung bei Microsoft wären eine überraschende Wendung. In der letzten Episode des Xbox Era-Podcasts ging der Insider Shpeshal_Ed auf die möglichen Gründe ein. So behauptet er, dass Microsoft im Fall des neuen Projektes von Kojima Productions gar nicht die erste Wahl war.

Laut seiner Aussage ging das „Death Stranding“-Studio mit dem Vorschlag für das neue Spiel zuerst zu Sony. Der PS5-Hersteller soll mit dem kommerziellen Erfolg von „Death Stranding“ jedoch nicht zufrieden sein und lehnte das Angebot, erneut mit Kojima zu arbeiten, angeblich ab.

Auch deutete Shpeshal_Ed an, dass Kojima eine Zeit lang in Gesprächen mit Google und Stadia war, aufgrund der Annahme, dass das neue Spiel wohl viel Gebrauch von der Cloud-Technologie macht. Die Gespräche mit Microsoft sollen jedoch weiter fortgeschritten sein. Der Microsoft-Kojima-Deal stehe kurz vor dem Abschluss, sodass wir, falls er tatsächlich zustande kommt, vielleicht schon bald davon hören werden.

Weitere Meldungen zu Kojima Productions: 

Laut Kojima profitabel

Zu beachten ist wie gewohnt: Bestätigt ist bislang nichts. Weder Sony noch Kojima Productions wollten die zunehmenden Gerüchte bestätigen oder dementieren, sodass völlig offen ist, welche Pläne und Verträge tatsächlich existieren. Vor allem der Punkt mit dem angeblich ausbleibenden kommerziellen Erfolg widerspricht einer Aussage von Kojima, der schon im Mai 2020 betonte: „Keine Sorge, wir haben genug Gewinn gemacht, um für den nächsten Titel bereit zu sein.“

Dass Microsoft etwas mit Kojima im Sinn hat, deutete jedoch die sichtbare Ludens-Figur in einem Stream des Xbox-Oberhaupts Phil Spencer an. Vermutet wird, dass sie dort nicht zufällig stand.

Weitere Meldungen zu .
(*) Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.
1 2 3

Kommentare

  1. Pfälzer sagt:

    Ich konnte zwar bisher noch mit keinem Kojima Spiel was anfangen aber das wäre (wenn es stimmt) wieder ein Negativpunkt für Sony.

  2. Waltero_PES sagt:

    KoA:
    Ryan ist seit fast genau zwei Jahren CEO (seit 1. April 2019; und nein, das sollte wohl kein Aprilscherz sein) und hat John Kodera abgelöst, der nun stellvertretender Präsident ist. Ich frage mich nun ernsthaft, was er in den zwei Jahren geleistet haben soll; zumal man die Leistung eines CEO sicherlich nach zwei Jahren kaum bewerten kann.

  3. Squall Leonhart sagt:

    Wieso ist nicht John Kodera CEO geblieben?
    Er ist wenigstens Japaner (väterlicherseits) und hätte bestimmt bessere Entscheidungen gefällt rund um Japan Themen.

  4. KoA sagt:

    Waltero_PES:

    „Ich frage mich nun ernsthaft, was er in den zwei Jahren geleistet haben soll; zumal man die Leistung eines CEO sicherlich nach zwei Jahren kaum bewerten kann.“

    Nun, allein die Fertigstellung und Veröffentlichung der PS5 im letzten Jahr ist schon mal durchaus eine Leistung, die wohl in der aktuellen Lage einiges an speziellen Entscheidungen abverlangt hat und ihm somit durchaus entsprechend anzurechnen ist. Zuvor hatte er das Europa-Geschäft geleitet und hat sich als einer der hohen Entscheidungsträger bei Sony auch dort bereits gut bewährt und u.a. zum Erfolg der PS4 maßgeblich beigetragen.

    Möchte man bei Ryan allerdings ernsthaft die relativ kurze Amtszeit, in der er Chef der Gaming-Sparte von Sony ist, wirklich als Argument und Maßstab anführen, um seine Leistungen mehr oder weniger infrage zu stellen, dann sollte man diese Argumentationsweise gerechterweise nicht minder bei Kodera anwenden. Denn der war ja wohl auch erst seit 2017 in betreffender Position und verfügte somit über eine gleichfalls kurze Amtszeit, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. 😉

  5. MCRN sagt:

    Soll viel Gebrauch von der Cloud machen? Gut zu wissen, können sie behalten, ihren always online Mist....

  6. Waltero_PES sagt:

    Ob nun Vizepräsident oder Präsident - der Prozess der Globalisierung und die Entscheidungen zu Lasten des japanischen Marktes fallen in Ryans Entscheidungssphäre. Nach der Schließung der Japan Studios gibt es nur noch ein japanisches Sony Studio. Zu den Studios, die eng assoziiert waren und eigentlich ausschließlich für PlayStation entwickelt haben, gehörte bisher auch Kojima Productions. Es wäre ein weiterer Schlag, wenn deren Spiele nicht mehr auf PlayStation kommen (Konjunktiv!). Das wäre ggf. alles verschmerzbar, wenn aus dem Prozess der Zerstörung etwas Neues entsteht. Genau das scheint aber nicht zu passieren. Jedenfalls kann man es nicht erkennen. Ich kreide Ryan auch an, dass er weiterhin darauf besteht, dass Japan immer noch wichtig für die PlayStation ist. Die Unternehmensstrategie und Entwicklung der Sony Studios zeichnen ein anderes Bild. Die geringen Verkaufszahlen der PS5 in Japan (auch wenn sie ansteigen) und der Exodus japanischer Führungskräfte sprechen Bände. Das ist nicht wegzudiskutieren.

  7. KoA sagt:

    @ Waltero_PES:

    „Ob nun Vizepräsident oder Präsident - der Prozess der Globalisierung und die Entscheidungen zu Lasten des japanischen Marktes fallen in Ryans Entscheidungssphäre.“

    Wenn Ryan derartige Entscheidungen trifft und entsprechend strukturelle Anpassungen vornimmt, dann sicher nicht grundlos. Und ihm nicht zu vertrauen, obwohl er bereits seit 25 Jahren wichtige Posten bei Sony und deren Spiele-Sparte begleitet hat, ist für mich momentan kaum nachvollziehbar.

    Ich sehe zwar Sorge und Hysterie bei einigen Usern, aberkeine wirklich negativen Tendenzen bei Sonys strategischer Ausrichtung in Sachen PlayStation insgesamt.

    „Zu den Studios, die eng assoziiert waren und eigentlich ausschließlich für PlayStation entwickelt haben, gehörte bisher auch Kojima Productions. Es wäre ein weiterer Schlag, wenn deren Spiele nicht mehr auf PlayStation kommen (Konjunktiv!). Das wäre ggf. alles verschmerzbar, wenn aus dem Prozess der Zerstörung etwas Neues entsteht. Genau das scheint aber nicht zu passieren.“

    Wieso sollten jetzt gleich gar keine Kojima-Spiele mehr auf PlayStation kommen?

    Und mal ganz ehrlich… Woran glaubst Du wirklich festmachen zu können, dass bei Sony nichts Neues, im Ausgleich für die Auflösung alter unrentabler Strukturen kommt? An den paar wenigen Infos, oder den Gerüchten, die hier fast täglich durchs Dorf getrieben werden?

    „Die geringen Verkaufszahlen der PS5 in Japan (auch wenn sie ansteigen) […] sprechen Bände.“

    Auch hier: Woran soll diesbezüglich vermeintliches Desinteresse und damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Japaner in Sachen PS5 wirklich festzumachen sein? Die Konsole ist schließlich ständig ausverkauft und der Nachschub, wegen weltweit mangelnder Verfügbarkeit elektronischer Komponenten, nur äußerst schwer zu gewährleisten.

  8. Waltero_PES sagt:

    Ich sehe einen Exodus von Führungskräften in Japan. Ich sehe die Schließung des ältesten Studios in Japan. Ich sehe unterirdische Verkaufszahlen in Japan, gerade im Vergleich zur Switch. Dein Vertrauen in Ryan in allen Ehren. Es wäre zumindest die Aufgabe des CEO, diesen Prozess zu moderieren. Seine Historie im Konzern interessiert mich eher wenig - er ist zwei Jahre CEO und ich bewerte das, was ich heute sehe und lese. Für Hysterie ist es allerdings wirklich zu früh. Aber seine Sorge sollte man bei diesen Entwicklungen schon mal kundtun dürfen.

  9. Fantastico sagt:

    für mich gehört ryan und auch andere so schnell wie möglich weg. ms is agresiv und kauft gott und die welt ein. ms hat nun 24 studios und da wird eine flut von guten titeln kommen. und was macht ryan? nichts, rein gar nichts. nicht ein einziges wort. es bleiben einfach nur die negativen schlagzeilen stehen. auch wenn vieles gerüchte sind sind doch auch viele negative sachen passiert. der typ und auch andere müssen weg sonst wird man von ms überollt.

1 2 3