Assassin’s Creed: Schöpfer erklärt, warum die Reihe nicht mehr auf Stealth setzt

Kommentare (27)

In einem Interview sprach vor mehreren Tagen Patrice Désilets, der Schöpfer des ersten "Assassin's Creed", darüber, warum die Reihe, seiner Meinung nach, ihre Stealth-Wurzeln mittlerweile hinter sich gelassen haben könnte.

Assassin’s Creed: Schöpfer erklärt, warum die Reihe nicht mehr auf Stealth setzt
"Assassin's Creed" erschien 2007 unter anderem für die PlayStation 3.

Seit ihrer Premiere im Jahr 2007 mauserte sich die „Assassin’s Creed“-Reihe nicht nur zu einer der erfolgreichsten Ubisoft-Marken, sondern darüber hinaus ebenfalls zu einer der prägendsten Open World-Videospielserien. Seine anfangs noch recht stark ausgeprägten Stealth-Wurzeln ließ das Franchise im Laufe der Jahre jedoch zusehends hinter sich und entwickelte sich mit den jüngsten Ablegern immer mehr zu einem Action-RPG. Wieso es zu dieser Entwicklung gekommen sein könnte, darüber sprach kürzlich Patrice Désilets, der Schöpfer der Reihe.

Assassin’s Creed: Social Stealth zu schwer umsetzbar?

Genauer tat Désilets dies in einem Interview mit den Kollegen von PC Gamer. Diese fragten den Erfinder des ersten „Assassin’s Creed“ danach, warum die Reihe mittlerweile kaum noch auf Social Stealth als Gameplayelement setzen würde. Hierauf entgegnete der einstige Ubisoft-Mitarbeiter, „weil es schwierig ist.“ Es sei für Entwicklerstudios eine Herausforderung, „eine Menschenmenge darzustellen und sicherzustellen, dass die Spieler verstehen, dass sie getarnt sind.“

Insbesondere bei so großen AAA-Produktionen wie „Assassin’s Creed“ würde es vor allem auf Präzision ankommen. Diese sei sowohl bei sämtlichen Charaktermodellen als auch beim Rendering der Menschenmenge notwendig. Laut Désilets wüssten wir alle, wie eine solche soziale Interaktion aussehen müsste, deshalb sei es für die Macher immer schwierig, ebendiese Erfahrung in einem Spiel so präzise nachzubilden, wie die Spieler es erwarten würden.

Anschließend führt Désilets aus, für ihn und sein Team sei die Erfahrung mit dem allerersten „Assassin’s Creed“-Teil damals „einzigartig und anders und nicht einfach umzusetzen“ gewesen. Er glaubt, hierin könnte ein Grund dafür liegen, wieso sich Ubisoft letztendlich dafür entschieden hat, Social Stealth aufzugeben und die Reihe mehr nach den Trends des Mainstreams auszurichten: „Sie sagten AAA, und AAA, das ist Geld, Mann. Es kostet viel in der Herstellung, also muss man sicherstellen, dass eine Menge Leute es zu schätzen wissen.“ Eine Entwicklung, die Désilets als „eine Schande“ empfindet. „Wir hatten etwas“, fügt er hinzu.

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Laut einigen Gerüchten der vergangenen Monate könnte es jedoch sein, dass Ubisoft das Franchise zu seinen Wurzeln zurückführen möchte. Angeblich werde im kommenden Jahr ein neues „Assassin’s Creed“ erscheinen, das spielerisch wieder mehr an die frühen Teile der Reihe erinnern soll. Neben einem größeren Fokus auf Parcours solle darüber hinaus auch Stealth wieder eine wichtigere Rolle zukommen. Offiziell bestätigt wurden diese Details bisher allerdings noch nicht, weshalb sie mit der nötigen Portion Skepsis betrachtet werden sollten.

Würdet ihr euch wieder einen größeren Stealth-Schwerpunkt in „Assassin’s Creed“ wünschen?

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Kommentare

  1. BluEsnAk3 sagt:

    Weil mainstream ja das ist, was man von einem AAA erwartet - nicht.

  2. ras sagt:

    Na ja, Stealth in Games ist sowieso unrealistisch und vereinfacht dargestellt.
    Das wäre sonst will zu extrem.
    Die Wahrnehmung der NPC´s wie im RL?
    Na dann viel Spaß.......

  3. Blaakuss sagt:

    Assassins Creed AAA? Sehr amüsant.

  4. daywalker2609 sagt:

    Ach Desiles soll einfach die Klappe halten. Wirkt immer so als ob er doch darüber traurig ist, dass Ubisoft und er getrennte Wege gegangen sind.

  5. Brok sagt:

    Nichts was ich vermissen. Im Grunde hat man schon in den ersten Teilen mehr gemeuchelt als sich anzuschleichen.

    Stealth gab es hauptsächlich bei Hindernisläufen zum beschatten und für irgendwelche speziellen Quest, die nicht selten so verbuggt waren, das man am besten niemals drüber nach dachte warum das nur mit irgendeiner Ideallinie funktioniert.

  6. Motherlucker sagt:

    Das Stealth in den AC Games war meistens nicht gut. Dabei hat Ubi mit Splinter Cell eine Marke, die zeigt, wie es geht. Aber die haben sie ja nach dem tollen Blacklist begraben.

  7. 7ZERO7 sagt:

    AC war für mich immer das die eine Geschichte wieder erzählen aber halt die sicht vom Hauptcharacter, klar war das game am anfang mehr auf stealth aber für mich war AC nie stealth XD

  8. Argonar sagt:

    Wow was für ein Armutszeugnis. Weil es zu schwer und aufwändig war. Dann lieber nummer sicher und einfach den Mainstream Markt abfarmen.

    Nicht dass man das nicht sowieso gemerkt hätte. Das echte AC ist schon lange tot. Dabei hätte man auch ganz leicht andere Ableger als SpinOff in der gleiche Welt spielen lassen können.

    Pirate's Creed, Viking's Creed, Barbarian's Creed, was auch immer.

  9. Magatama sagt:

    Und genau das hat den ersten Teil zu etwas Besonderem und Innovativen gemacht. Heute ist es halt ein Hack-and-Slay Action-RPG von der Stange.

  10. Banane sagt:

    AC 1-3 war nicht dabei, danach bin ich ausgestiegen.

    Heute gibt es 22 games davon. Einfach krank.

  11. Banane sagt:

    AC 1-3 war ich dabei meinte ich.

  12. Technikeinsiedler sagt:

    Das wichtigste ist die Rückkehr zum alten Kampfsystem. Unity war das letzte gute, richtige Assassins Creed. Leider war es zum Release ziemlich verbuggt, wodurch es viel Kritik bekam. Die neuen Teile könnten genauso gut Witcher Creed heißen

  13. Banane sagt:

    "Die neuen Teile könnten genauso gut Witcher Creed heißen"

    Oder Apollo Creed. 🙂

  14. Ryhn sagt:

    Also nach Syndicate wars das mit der Reihe. Meiner Meinung nach ein schlechteres Kampfsystem, viel zu große Areale und langweilige Settings.

    Das Stealth Feature war schon geil, mal mehr mal weniger. Schade das Ubisoft ihre Spiele "wieder meiner Meinung nach" weiter vermurkst.

  15. Seven Eleven sagt:

    Isso

  16. Freezy sagt:

    Ich hab AC1 und 2 moch damals zu 100% gespielt. Ja AC1 damals noch mit Lösungsbuch und ohne Trophäen als Belohnung.

    Für mich war Brotherhood und Revelations schon zu langweilig, keine echten Neuerung nix. Und AC3 Amerika Setting war mir so zuwider das ich es bis heute nicht angefasst hab.

    Und AC Odyssey ist für mich die absolute Rettung gewesen. Ein ausgereiftes Origins wenn man so sagen will.

    Manchmal braucht es halt eine Kehrtwende denn ich glaube nicht das noch viele weitere den selben Einheitsfraß runtergeschluckt hätten nach gefühlt 10x das selbe.

  17. ras sagt:

    Odyssey hätte aber auch locker ohne den Zusatz "Assassins Creed" super funktioniert.

    Aber "Assassins Creed" ist halt ne Marke, verkauft sich.

  18. sAIk0 sagt:

    AC 1-3 fand ich schon echt geil. Black Flag war im Nachhinein gesehen auch irgendwie cool.
    Allerdings hatte ich damals schon keine Lust auf diese krasse Schlagzahl, so kurz hintereinander immer das selbe.
    Vor paar Monaten hab ich Unity abgeschlossen, hat mir bisher am wenigsten von allen gefallen.
    Syndicate liegt noch im Schrank, hab ich irgendwo mal für nen Zwanni eingepackt.
    Mal schauen wann ich das mal durchzocke. Danach ist vermutlich wieder ne ganze Weile die Luft raus bis ich in der Reihe weiter mache.
    Für so zwischendurch sind die Spiele ganz ok. Aber sicher sind die kein Vollpreis mehr wert. Dazu ist das Zuviel Einheitsbrei und nichts besonderes mehr wie es noch zu Anfang war.
    Auch wenn bei AC2 + Brotherhood und Revelations auch nicht wirklich viel Innovation drinnen steckte im Vergleich zum ersten Teil, war es doch irgendwie noch spannend und interessant erzähl. Tolle Charaktere etc. Das hat alles stark nachgelassen.

  19. Brok sagt:

    @ras
    Jedes gute Spiel funktioniert ohne eine Marke, schadet doch aber nicht wenn es mit anderen Spielen zusammen hängt.

    Assassins Creed hat auch deswegen eine riesige Fangemeinde weil es die Spieler mittlerweile schon einen nicht kleinen Teil ihres Lebens begleitet, da mag nicht jeder Teil herausragend sein, aber an jedem hängen Erinnerungen und die neueren gehören sicherlich zu den besten ihrer Zeit.

  20. Konsolenheini sagt:

    Ac1 fand ich von der Story geil, die Hauptmissionen waren Klasse, Nebenmissionen fad und immer das selbe. Aber der Gegenwarts Strang mit Desmond war voll spannend verquickt mit dem Vorfahren und dem animus...

    Teil 2, Brotherhood und Revelations, nebst AC3 beendeten für mich die Serie...

    Alles andere war dann ohne die animus Story, kein Gegenwarts Setting mehr..

    Hab noch Liberation und Unity gezockt, und dann ganz aufgehört, Sndicate hab ich nicht mehr zu Ende gezockt und Origins hab ich gleich Verkauft

  21. Argonar sagt:

    Brotherhood war nice, weil es sich wie eine fette Expansion zu AC2 angefühlt hat, die ihren Preis wert war.
    Revelations startete als mobiler Ableger und das merkt man leider, aber es war ein sehr schöner Abschluss zu Ezio und Altair.

    AC3 war irgendwas.
    Blag Flag eigentlich richtig cool, hätte aber das erste Spinoff sein sollen. (Pirate's Creed)
    Rogue ein richtig harter cash grab mit 2% Story.

    Unity mit companion app, drölfzig tausend collectibles, unzähligen Bugs und der schlechtesten Schlossmechanik der Welt, da wars für mich aus.

    Syndicate soll besser gewesen sein, hab ich nie gespielt.

    Alles danach hab ich zu großen Teilen bei Freunden gesehen und auch angespielt. Hat 0 Reiz für mich. Alles was die Serie mal ausgemacht und vor allem zu was besonderem gemacht hat lange verschwunden.

  22. _Hellrider_ sagt:

    Dabei waren AC1 und AC2 die besten Teile der Reihe. Dann war es halt "schwierig". Dafür war es gut.
    Umso weiter sie sich von Stealth und "Assassine" entfernt haben, umso beschissener wurden die Teile.

  23. SebbiX sagt:

    Fand Teil 1 ziemlich lahm. Hätte ich vorher nicht schon Teil gespielt, dann hätte er ich mir wohl kein Assassins Creed mehr gekauft.

  24. Sunwolf sagt:

    Teil 1 war doch vom Gameplay her so ein Witz. Klaue den Brief von einem Typen oder belausche von einer Sitzbank aus. Das waren auch noch Hauptmissionen wo man später erfahren hat wo sich das Hauptziel befindet.

  25. ras sagt:

    Das war 2007 kaum ein Gameplay Witz.

  26. VerrückterZocker sagt:

    Hatte damals nur den ersten Teil gespielt und das war derbe langweilig und in meinen Augen ziemlich mies.

  27. Argonar sagt:

    ras hat recht, als es rausgekommen ist war es grandios.

    AC1 war eines der ersten echten next Gen Titel der PS3 Ära.
    Die Grafik war der Oberammer.
    Die Städte in einem noch nie da gewesenem Detailgrad vorhanden.
    Das Parkoursystem war etwas völlig Neues und vor allem es hat funktioniert.
    Das "Turmsystem", was quasi in jedem Open World Spiel vorkommt, hatte auch in AC1 Premiere und kannte man so noch nicht.
    Story und Setting waren mal was völlig Neues.

    Hatte das Spiel Schwächen? Klar. Es gab quasi keine Nebenmissionen außer finde&töte Templer. Die Flaggensammlerei in Hauptmissionen musste auch nicht sein. Die Auswahl der Waffen war etwas dürftig usw.

    Aber dafür gab es ja Teil 2, welches alles aus AC1 nahm und auf ein komplett neues Level gehoben hat. Den Grundstein hat aber AC1 gelegt.