PS5: Interne SSD vs SATA, NVMe und HDD im Ladezeitentest

Kommentare (51)

Der Speicher der PS5 ist knapp bemessen. Doch hat es Nachteile, PS4-Spiele auf einem externen Laufwerk zu speichern und von dort aus zu starten? Dieser Frage nahmen sich die Technikexperten von Digital Foundry an.

PS5: Interne SSD vs SATA, NVMe und HDD im Ladezeitentest
Eine interne Erweiterung des Speichers soll ab Sommer ermöglicht werden.

Während die Datenvolumen von Spielen immer größer werden, bietet die PS5 mit einem nutzbaren Speicher von 667 GB eine sehr beschränkte Kapazität. Viele Spiele lassen sich darauf nicht gleichzeitig ablegen, was beim Übergang in den digitalen Vertrieb ein großes Hindernis ist.

Irgendwann im Sommer dieses Jahres möchte Sony den M2 SSD-Slot freischalten und euch die Möglichkeit geben, unterstützte SSD-Modelle in die PS5 zu integrieren. Der interne Speicher kann mit diesem Feature abhängig vom Geldbeutel erheblich erweitert werden. Momentan wird der Slot nicht unterstützt. Mit einer eingesteckten SSD lässt sich die Konsole Berichten zufolge nicht starten.

Übertragung von Spielen getestet

Es gibt allerdings eine Zwischenlösung. So unterstützt die PS5 externe Datenspeicher, die sich in zweierlei Hinsicht befüllen lassen. Auf der einen Seite könnt ihr auf dem externen Datenspeicher PS4-Spiele ablegen und auch starten. Mit dem neusten PS5-Update (Changelog) kam außerdem die Möglichkeit hinzu, PS5-Spiele auf einem externen Speichermedium zu parken. Der Unterschied: Um sie spielen zu können, müssen sie im Gegensatz zu den PS4-Games zunächst wieder auf die interne SSD transferiert werden.

Externe Speichermedien bieten sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten, was die Technikexperten von Digital Foundry zum Anlass nahmen, um diese miteinander zu vergleichen. Unter anderem wurde der Datentransfer von und zur SSD der PS5 unter die Lupe genommen. Und auch die Ladezeiten von Spielen waren ein Bestandteil des Tests. Zum Einsatz kamen bei der Analyse die interne SSD der PS5, eine Samsung 870 QVO SATA, eine Samsung 980 Pro NVMe und eine Seagate 5 TB Ext HDD.

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Die Ergebnisse decken sich in etwa mit dem, was ihr erwarten würdet. Aber es gab auch Überraschungen. Anhand von „Cyberpunk 2077“ (102 GB) wurde zunächst getestet, wie lange der Transfer der Daten von der SSD der PS5 auf eine der genannten externen Datenspeicher dauert. Die externe HDD bildete mit 16 Minuten und 24 Sekunden das Schlusslicht, während die Samsung 980 Pro NVMe mit 4 Minuten und 46 Sekunden punkten konnte. In der Mitte befand sich die Samsung 870 QVO SATA mit 6 Minuten und 15 Sekunden.

Interessanterweise sind die Unterschiede in umgekehrter Richtung gar nicht so gravierend. Werte zwischen 13:37 und 16:26 Minuten wurden beim Transfer vom externen Speicher auf die interne SSD der PS5 gemessen.

Ladegeschwindigkeiten von PS4-Spielen

Lese- / Schreibübertragungsgeschwindigkeiten sind eine Sache. Interessanter sind die Ladezeiten. Und auch hier waren die Unterschiede mitunter gewaltig, aber nicht immer. Digital Foundry kam auch zu der Erkenntnis, dass es eine Obergrenze für die Lesegeschwindigkeit zu geben scheint. Der NVMe-Speicher bot im Test keine erkennbare Geschwindigkeitssteigerung gegenüber der SATA.

Merkwürdig fand es Digital Foundry auch, dass im Fall von „Fallout 4“ und „Cyberpunk 2077“ festgestellt werden konnte, dass externe SSD-Lösungen bei PS4-Spielen deutlich schneller als das interne Laufwerk sein können. Durch mehrere Überprüfungen wurde diese Erkenntnis verifiziert.

Nachfolgend die Zeiten anhand zweier Beispiele. Auf der Seite von Digital Foundry findet ihr neben der kompletten Analyse weitere Ladezeiten aufgelistet.

Battlefield 5: Nordlys

  • PS5 SSD: 29,85 Sekunden
  • Samsung 870 QVO SATA: 29,40 Sekunden
  • Samsung 980 Pro NVMe: 29,75 Sekunden
  • Seagate 5TB Ext HDD: 46,85 Sekunden

Fallout 4: Commonwealth

  • PS5 SSD: 18,07 Sekunden
  • Samsung 870 QVO SATA: 16,92 Sekunden
  • Samsung 980 Pro NVMe: 16,53 Sekunden
  • Seagate 5TB Ext HDD: 41,08 Sekunden

Digital Foundry im Fazit: „Es gibt keinen erkennbaren Vorteil bei der Ladezeit, wenn man das interne Solid-State-Laufwerk der PlayStation 5 für PS4-Spiele verwendet. Außerdem macht es keinen Sinn, ein hochmodernes NVMe-Laufwerk in einem USB-Gehäuse (oder zumindest in diesem USB-Gehäuse) zu verwenden – beides bietet keinen greifbaren Vorteil gegenüber einem anständigen SATA-Laufwerk, das mit einem Hochgeschwindigkeits-USB-zu-SATA-Adapter angeschlossen ist.“

Weitere Meldungen zur PS5: 

Alle Solid-State-Lösungen lieferten große Verbesserungen gegenüber der Verwendung einer mechanischen Festplatte, aber dennoch gibt es einige Ladezeittests, bei denen die HDD keinen deutlich schlechteren Eindruck machte, beispielsweise bei „The Witcher 3“.

Auf der oben verlinkten Seite von Digital Foundry findet ihr zudem eine Testreihe, in der die auf einer PS4 Pro gemessenen Ergebnisse mit einflossen. Falls ihr nicht gerne lest: Nachfolgend seht ihr ein dazugehöriges Video.

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Kommentare

  1. martgore sagt:

    Also verglichen mit den Souls spielen auf der ps4, empfand ich Demons Souls auf der PS5 als wohlfühloase. Selten hat es mir so wenig ausgemacht zu sterben. Auf der ps4 konnte man nach dem Tod erst mal ein kühles Getränk aus der Küche holen, dann ging es weiter..

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