Resident Evil Village angespielt: Dorf-Abschnitt weckt RE4-Erinnerungen

Kommentare (27)

Letztes Wochenende war der erste Teil der zweiten "Resident Evil Village"-Demo verfügbar und wir haben uns ins düstere, namensgebende Dorf gewagt. Unsere Meinung zur Anspielfassung erfahrt ihr hier.

Resident Evil Village angespielt: Dorf-Abschnitt weckt RE4-Erinnerungen
Die Gameplay-Demo zu "Resident Evil Village" war nur für acht Stunden spielbar.

Im Rahmen des letzten „Resident Evil Showcase“-Events kündigte Capcom den Termin der Gameplay-Demo für sein kommendes Survival-Horrorspiel „Resident Evil Village“ an. PlayStation-Spieler konnten bereits in den ersten Abschnitt der Anspielversion, das namensgebende Dorf, hineinschnuppern. Wir haben uns auf der PS5 ebenfalls ins schaurige Örtchen hineingewagt und verraten euch, wie uns dieser kurze Ausflug gefiel.

Ein Ausflug in ein gar nicht so beschauliches Dorf

Die zuvor exklusiv für PlayStation 5 veröffentlichte Maiden-Demo erzählt eine in sich geschlossene Kurzgeschichte, die wir so nicht im fertigen Spiel erleben werden. Der Fokus hier lag klar auf der Atmosphäre, die die Demo trotz ihres geringen Umfangs gut vermitteln konnte. Nebenbei gelang es dieser Anspielfassung ebenfalls, einen Eindruck der Grafik der New-Gen-Version des Titels zu demonstrieren. Mit seiner Gameplay-Demo geht Capcom nun einen anderen Weg, denn dieser lässt uns einen Abschnitt des finalen Games erleben.

Von Sonntag auf Montag wagten wir uns für circa 30 Minuten ins verschlafene europäische Dorf, in dem offensichtlich einiges nicht mit rechten Dingen zugehen zu scheint. Alles wirkt trostlos und verlassen, abgesehen von einer älteren Frau, die unserer Spielfigur Ethan Winters lediglich eine Warnung mit auf den Weg gibt, denn etwas sei unterwegs. Nach dieser reichlich seltsamen Begegnung sehen wir uns in den verlassenen Häusern um und stoßen, „Resident Evil“-typisch, immer wieder über nützliche Gegenstände sowie Dokumente.

Unser Weg führt uns letztendlich zu einer etwas abseits gelegenen kleinen Hütte hinter einem Feld. Eine bedrohlich anmutenden Vogelscheuche heißt uns hier willkommen, während unheilvolle Geräusche an unsere Ohren dringen. Im Augenwinkel bemerken wir eine hastige Bewegung und erkennen eine menschenähnliche Gestalt, die im Feld verschwindet. Mit unserer neu gefundenen Schrotflinte im Anschlag wagen wir uns langsam vor zur Hütte. Dort angekommen treffen wir im Inneren auf eine junge Frau und ihren verwundeten Vater.

Natürlich wollen wir ihnen helfen und bringen sie in Sicherheit. Zumindest, nachdem wir uns um eine Horde Lykaner gekümmert haben. Werwolf-artige muskulöse Bestien, die auf Ethan mit ihren primitiven Waffen einschlagen oder ihm ihre Zähne ins Fleisch rammen. Mit letzter Kraft, sowie dem Einsatz unserer spärlichen Munition für die Pistole und Schrotflinte, können wir uns und unsere Begleiter retten, doch kurz darauf bricht einmal mehr die Hölle los und Ethan fragt sich nur entsetzt, wieso ihm sowas erneut passiert.

Nicht nur Atmosphäre, sondern endlich auch echtes Gameplay

Wie bereits die Maiden-Demo kann auch die neueste Anspielversion von „Resident Evil Village“ vor allem mit einer dichten Atmosphäre punkten. Dies liegt insbesondere an der sehr schicken Optik des Spiels, die einmal mehr von Capcoms hauseigener RE Engine befeuert wird, die in den vergangenen Jahren bereits in „Devil May Cry 5“ sowie „Resident Evil 2“ ihre Muskeln spielen lassen konnte. Im achten Hauptteil der Survival-Horrorreihe sorgt sie für detaillierte Umgebungen, toll gestaltete Charaktermodelle sowie eine stimmungsvolle Beleuchtung. Einzig einige niedrig aufgelöste Texturen schmälern das ansonsten stimmige optische Gesamtbild.

All dies sorgt in Kombination mit einem sehr guten Sounddesign dafür, dass das Setting glaubhaft zum Leben erweckt wird und unser kurzer erster Ausflug im Dorf immer wieder Erinnerungen an den Auftakt des Kultspiels „Resident Evil 4“ weckt. Doch nicht nur atmosphärisch macht die neue Anspielfassung bereits einen wirklich guten Eindruck, auch das Gameplay weiß schon zu gefallen. Der Titel bietet klassische „Resi“-Kost, wie sie Fans seit jeher von der Serie schätzen und lieben. Ein kleines Rätsel, für dessen Lösung wir zwei Steintafeln finden müssen, musste ebenso gelöst wie Gegner ins virtuelle Jenseits befördert werden.

Auffällig hierbei ist, dass Ethan mittlerweile über bedeutend mehr Kampferfahrung verfügt als noch während seines Besuchs bei Familie Baker in „Resident Evil 7“. Zugegeben, er ist kein Chris Redfield oder Leon S. Kennedy, doch unser Protagonist hat dazugelernt. „Resi“-typisch steuern sich die Kämpfe etwas träge, was im Falle unseres Protagonisten jedoch recht gut passt, schließlich ist Ethan kein ausgebildeter Kämpfer. Außerdem hat sich auch das Inventar unseres Spielcharakters erweitert, denn dieser kann nun beispielsweise auch Minen einsetzen. Diese lassen sich wahlweise an bestimmten Punkten platzieren oder alternativ Gegnern direkt vor die Füße werfen. Eine schöne kleine Erweiterung von Ethans Ausrüstung.

Apropos Ausrüstung: Das Inventar, in dem wir unsere Ressourcen verwalten, erinnert ebenfalls an jenes aus „Resident Evil 4“. Noch war es allerdings nicht notwendig, unsere Ausrüstung zu managen, denn innerhalb der guten halben Stunde, die wir im Dorf verbracht hatten, fiel unsere Ausbeute – sowohl Items als auch Ressourcen – noch recht überschaubar aus. Auch der Duke, der an den Händler aus „RE4“ erinnert, lief uns noch nicht über den Weg. Dafür trafen wir jedoch, wie zuvor bereits erwähnt, auf einige andere Charaktere, woran ein überarbeiteter Aspekt des Titels besonders ersichtlich wird: Ethan Winters.

Ethan ist nicht mehr nur die stumme Hülle des Spielers

Im Vorgänger „Resident Evil 7“ war Ethan noch ziemlich wortkarg und sprach, selbst angesichts all der Schrecken, die ihm begegneten, nur recht selten. Mit dem neuen Ableger der Survival-Horrorreihe will Capcom diesbezüglich jedoch nachbessern und Ethan zu einem richtigen Charakter ausbauen, der nicht mehr nur als zumeist stumme Hülle des Spielers dient. Ein Vorhaben, das, ausgehend von der Demo, gelingen könnte.

Allein im Laufe der knapp 30 Minuten, die wir mit der Gameplay Demo verbringen konnten, trifft Ethan auf mehrere Leute im Dorf, etwa die eingangs bereits erwähnte alte Frau sowie einige Bewohner des kleinen Örtchens. Er spricht mit ihnen und kommentiert des Weiteren seltsame Ereignisse in seiner Umgebung. Allein durch diese kleinen Sätze fühlt sich Ethan bereits jetzt mehr wie ein richtiger Charakter an und nicht nur wie eine Puppe.

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Insgesamt hinterließ der Dorf-Abschnitt der „Resident Evil Village“-Demo bei uns einen guten Eindruck. Die Atmosphäre ist, insbesondere wegen der schicken Grafik und des sehr guten Sounds, dicht und spielerisch scheint uns erneut der bewährte Mix der Reihe zu erwarten, der im Gegensatz zum Vorgänger um einige neue (alte) Elemente verfeinert wurde. Darüber hinaus macht auch die Story neugierig, speziell der Auftritt einer mysteriösen Figur im zuvor erwähnten Feld. Survival-Horror- und „Resident Evil“-Fans dürfen sich wohl berechtigte Hoffnungen auf ein Highlight im Videospieljahr 2021 machen.

Was ist eure Meinung zur zweiten „Resident Evil Village“-Demo?

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Kommentare

  1. Dennis_ sagt:

    Das Spiel sieht auf der Standard ps4 super aus und läuft super. da brauche ich noch keine ps5. ( Zum Glück) 🙂

  2. Saowart-Chan sagt:

    Habe heute auch die Schloss Demo beendet (Bzw bis der Timer abgelaufen ist! xD) und es sieht alles schon echt gut aus! :3 Freue mich schon sehr auf das Endprodukt! (^-^)/

  3. MR.B sagt:

    Hab's vorhin auf der Standard-PS4 kurz gespielt. Sah super aus.

  4. Grinder1979 sagt:

    Ethan war wohl in RE 7 deshalb stumm, weil man in VR, bzw Ego Ansicht, selbst zu Etahn Winters wurde und mit „Heilige Sch...“ rufen, die Dialoge selbst übernahm. War wohl ne Designentscheidung damals.

  5. Mr.x1987 sagt:

    Finde das Schloß sehr atmosphärisch..gerade die Kerker sind schon stimmig.Fand diese Kaputzenviecher damals auf den Bildern eher komisch als gruselig.Aber in Kombination mit dem Sound sind die doch sehr beklemmend!Freu mich aufs Spiel!

  6. Saowart-Chan sagt:

    @Grinder1979

    Wat? xD

  7. questmaster sagt:

    Langweilig die 2Demo nur brech geht nicht langweiliger, gut das ich nicht Vorbestellt habe, wollte es Day One kaufen nee nee nee warte noch ist m. M. einfach bis jetzt nur öde.

  8. Juan sagt:

    Ich war nach 22 min. am Ende der Demo und finde sie grandios! Aber erstmal Returnal^^

  9. Juan sagt:

    Vielleicht schaffe ich Returnal ohne sterben in 7 Tagen xD, dann sofort REV!

  10. giu_1992 sagt:

    Die Ego Perspektive nervt mich leider wirklich sehr, das hat mich schon bei RE7 extrem gestört. Naja werde es zocken, aber erwarte kein Übergame, hatte sehr auf ein RE4 Remake gehofft aber stattdessen kommt ja das VR Ding da... naaaaja, uncool

  11. RikuValentine sagt:

    Das richtige RE4 Remake kommt 100% auch noch. Aber warum jetzt ankündigen vor dem nächsten Hauptteil? Macht 0 Sinn.

    Und keine Ahnung was Questmaster erwartet. CoD geballer in nem Horror Game und das auch noch früh im Spiel? :p

  12. GeaR sagt:

    @Grinder1979

    Wie meinst du das? Der redet doch.

    Ich spiele dann mal endlich RE7 auf Irrenhaus aber diesmal ohne vr.
    Auf Normal mit VR hat mir gereicht. Ohne vr ist es halb so gruselig und schade, dass RE8 kein VR hat. Bestes AAA VR Game.

  13. Peter_Parker sagt:

    @RikuValentine
    Spiel mal lieber dein eintöniges Nier 3x durch bevor mit der Frage ankommst was Sinn macht 😉
    Wäre weder super toll, noch sinnlos wenn sie jetzt das Remake ankündigen würden (fertig wäre es dieses Jahr eh nicht)

  14. manker88 sagt:

    Zocke grade das Resident Evil 3 Remake, und grade beim Carlos Abschnitt am Anfang im Polizei Revier, da denke ich mir so, wieso haben die Resident Evil so krass verändert, Ein next gen game im Stile von Teil 1-2 würde ich mir so viel lieber wünschen als diese Gliber, Lycan Viecher von jetzt. Man hätte das ganzen Umbrella und so drumherum weglassen sollen und es als neue IP raus bringen sollen. Spiele sind ja trotzdem gut, aber naja der Name verkaufst sich halt besser.

  15. fahmiyogi sagt:

    Habe gerade 30min die demo gespielt. Bin leider nicht weit gekommen. Zu viele Rätsel. Sieht auf der ps4 aber schon ordentlich aus und macht Lust auf mehr. Bin am überlegen ob ich es mir day one hole.

  16. Hideo Kojima sagt:

    Auf der PS5 mit Raytracing ist es der input lag der Hölle. Ich bin froh wenn mein Rechner wieder fit ist und ich switchen kann...

  17. hhamlet90 sagt:

    puh, ps5 mit 3d audio kopfhörer plus die dualsense 3d vibration und der relativ schönen grafik (ja ist halt RE Engine ne, aber dafür nicht schlecht). krasses spielgefühl. dabei hat mich die dorf demo garnicht geflasht

  18. RikuValentine sagt:

    @Parker

    Klar wäre es sinnlos. Weils den Hype um Teil 8 schaden würde. Und wie du sagst würde es eh nicht dieses Jahr kommen. Deswegen gleich doppelt sinnlos.

    Und Nier ist sicher nicht eintönig :p

  19. PixelNerd sagt:

    @Manker
    Aber Teil 7 war doch schon quasi ein Reboot der sich wieder auf alte Stärken besinnt, genau so wie Village jetzt. Egal was man von der Ego-Perspektive hält, beide Spiele bieten genau das was ich als Fan der ersten Stunde erwarte. Die kurze Demo war gestern grandios. Der Einfluss von Resi4 und alten Stärken unverkennbar . Ich liebe es,bin sowas von gehypt.

    @Hideo
    Ne tolle Geschichte Bro. Keine Ahnung auf welcher Konsole du gespielt hast, aber bestimmt nicht auf der PS5.

  20. Diddi89 sagt:

    Ich finde Ego sowie 3rd Person haben hier ihre Daseinsberechtigung. Ich fand gerade den Wechsel auf Ego nach dem doch sehr bescheidenen Teil 6 eine willkommene Erleichterung.
    Zumindest gehen sie wieder Den Weg in Richtung Atmosphäre und nicht auf stumpfsinniges Geballer. Und dieser Wechsel zu einem neuen Spielstil, hat ja auch den remakes von Teil zwei und drei gut getan. Genau wie bei Assassin’s Creed bin ich der Meinung, dass Abwechslung durchaus mal förderlich ist, damit man dem Genre nicht völlig überdrüssig ist. Finde hier sogar, dass sie es überraschend gut machen Ego und 3rd Person Zu wechseln. Und wem es nicht passt, da muss es sich ja nicht kaufen. Erfahrungsgemäß sind es aber meistens die Leute die am lautesten schreien, die es nachher trotzdem im Regal stehen haben.

  21. RoyceRoyal sagt:

    Zum ersten Mal traurig dass ich noch keine PS5 habe. Sry Capcom, leider erst im Sale. Sonst natürlich Danone.

  22. Dave1981 sagt:

    @Hideo Kojima
    "Auf der PS5 mit Raytracing ist es der input lag der Hölle. Ich bin froh wenn mein Rechner wieder fit ist und ich switchen kann..."
    also ich habe es gestern Abend auch auf der PS5 gespielt und es gab überhaupt kein input lag^^

  23. Nelphi sagt:

    Die Dorf Demo habe ich verpasst aber, die Villa ist mega geil. Hab da gestern Abend auf der PS5 gestaunt und die Dual-Trigger Konten richtig überzeugen. Doo ist, dass der 3D Sound noch zum Kopfhörer zwingt. Geil wäre, wenn man das parallel noch über TV bzw Anlage ausgeben könnte, so ist man für den vollen Genuss gezwungen das niemand anderes am Spiel teilhaben kann.
    Wäre echt ne Überlegung wert, ähnlich wie wenn man VR Spielt sowohl koofhörer als auch tv Ausgabe zu haben.

  24. manker88 sagt:

    @PixelNerd
    Mir geht's ja auch nicht um die Ansicht, ich mag die Ego Sicht sehr, wie gesagt RE 7 ist ja auch ein gutes Spiel zumindest die erste Hälfte, danach mit diesen Gliber Viechern, das hat
    einfach nicht so funktioniert bei mir. Ich will halt klassische schlürfende Zombies und ein paar kreative Bio Mutanten ala Licker und so, ausser Vampir Ladys und diese Lycaner weiss ich jetzt nicht was da noch kommt. Aber naja wenn ich mir denn Namen weg denke, wir es bestimmt trotzdem ein gutes Spiel sein. Als Fan der alten Teile, haben mir die neuen nicht das gegeben was ich erhofft habe, was glaube wirklich nur an denn Gegnern liegt, die haben mich einfach nicht geschockt, gutes Action Spiel, für Survival Horror hat es bei mir einfach nicht gereicht.

  25. RikuValentine sagt:

    @Nelphi

    Am 2 Mai kann man nochmals beide Abschnitte spielen.

  26. AgentJamie sagt:

    @Peter_Parker
    Klingt so als hättest du noch nie Nier gespielt oder wie kommst du sonst zu diesem Totschlagargument?

  27. ConanShinishi sagt:

    Warum in der Ego Perspektive? Kann man das nicht selbst entscheiden? Ob First oder third? Wird erst gekauft wenn es für 12,99 in der Wühlkiste liegt