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TEST: Test Drive: Ferrari Racing Legends – Rennspiel mit angezogener Handbremse

von OB | 08.07.2012 - 07:33 Uhr
7.0

Die britischen Slightly Mad Studios sind echte Rennspielexperten. In den vergangenen Jahren haben sie sich nämlich mit den beiden Teilen von „Need for Speed: Shift“ einen großen Namen gemacht und gehören zu den erfolgreichsten Studios im Geschäft. Da kann doch eigentlich in „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ kaum noch etwas schief gehen.

Schließlich ist „Test Drive“ der geistige Vater eines „Need for Speed“ und mit Hilfe der Ferrari-Lizenz sollte doch eine derart erfahrene Crew eine geniale Rennsimulation auf den Asphalt zaubern können. „Need for Speed: Porsche“ lässt grüßen. Warum es für „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ überraschenderweise trotzdem nicht ganz gereicht hat, erfahrt ihr in unserem Test.

httpv://www.youtube.com/watch?v=w4xs2q5emhM

Was wir gut finden

Gutes Fahrgefühl
Sobald ihr auf der Strecke seid, spielt „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ seine Stärken aus. Die Steuerung ist handlich, der Schwierigkeitsgrad fordernd. Das liegt besonders an der gelungenen Fahrphysik der Boliden. Jeder Ferrari – ganz gleich ob F1-Racer oder 125 c – fährt sich anders. Gerade die älteren Modelle erfordern oftmals viel Feingefühl, neigen sie doch in den Kurven zum Ausbrechen.

Auf der anderen Seite bieten verschiedene, optionale Fahrhilfen wie etwa die dynamische Ideallinie oder das gute alte ABS jedem die Möglichkeit , das Spielniveau auf sein Level anzupassen. Bei Regenrennen wird hier mancher Event zur echten Schlitterpartien. Die gegnerischen Fahrer wiederum sind echte Haudegen: Sie folgen nicht stur der Ideallinie, sondern bauen Unfälle und verteidigen ihre Position teils sehr aggressiv.

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Eine Reise durch die Geschichte
Auch wenn der Karrieremodus zu bieder präsentiert wird (siehe weiter unten), so haben Slightly Mad doch einige nette Ideen in das Herzstück von „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ eingebaut. In den insgesamt rund 200 Events reist ihr durch die Epochen der Ferrari-Geschichte und schaltet so Stück für Stück den kompletten Fuhrpark und die Strecken frei. Auch wenn ihr euch im Prinzip nur von einem Rennen zum nächsten hangelt, ist die Abwechslung groß. Und durch das sehr unterschiedliche Fahrverhalten der Boliden gewinnt der Karrieremodus von „Test Drive“ an Tiefe hinzu.

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Der pure Umfang
„Test Drive: Ferrari Racing Legends“ ist kein Rennspiel für zwischendurch. Der Karrieremodus ist angenehm umfangreich, trotz kleinerer Längen. Aber gerade die insgesamt 51 Ferrari-Modelle und die knapp 40 Strecken in verschiedenen Variationen haben es uns angetan. Denn das neue „Test Drive“ lässt euch über die bekanntesten Kurse der Welt wie etwa Silverstone, den Hockenheimring oder Imola rasen. Und habt ihr keine Lust alleine eure Kreise zu ziehen, bietet sich auch noch der Acht-Spieler-Multiplayer an.

Was wir schlecht finden

Nix unter der Haube?
Es scheint fast so, als wüssten die Slightly Mad Studios nicht, was sie mit der Ferrari-Lizenz anfangen sollten. Denn trotz der Vielzahl an Strecken und Autos, fehlt es „Test Drive“ einfach an der notwendigen Liebe zum Detail. Die Mängelliste ist – ähnlich wie beim TÜV – lang und kostet ordentlich Punkte: Das Schadensmodell ist größtenteils optische Fassade. Echte Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben Beulen, Kratzer und Karambolagen kaum. Außerdem verlieren die Fahrzeuge keine Chassi-Teile.

Auf der anderen Seite vermissen wir auch einen Showroom, in dem wir unsere Lieblingsschlitten erkunden und uns an Kleinigkeiten ergötzen können. Eine Tuning-Option gibt es natürlich ebenso wenig. Schade, Slighlty Mad lassen hier gute Chancen liegen und kratzen vielerorts nur an der Oberfläche von dem, was mit so einer Lizenz möglich wäre.

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So viele Textkästen
Unter diesem Hang zum Minimalismus leidet auch die Gesamtpräsentation. Gerade die Karriere schreit förmlich nach alten Filmaufnahmen, Nostalgie und Liebe. Doch stattdessen bekommen wir – wie schon bei der Vorführung der Strecken und Autos selbst – nur eine geballte Ladung an Textkästen geboten. Das ist herzlich wenig und will einfach so gar nicht zu einem Ferrari-Spiel passen.

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Kleine Grafik-Macken
Eins vorweg: „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ ist optisch ein oberes Mittelklasse-Modell. Die Boliden sind hübsch, das Geschwindigkeitsgefühl ordentlich. Hier hat uns gerade die Cockpit-Perspektive gut gefallen. Aber trotzdem fehlt dem Spiel das gewisse Etwas. Denn obwohl die Strecken detailgetreu nachgebaut wurden, wirken sie häufig ein wenig steril. Auch gelegentliches Kantenflimmern und das Aufpoppen von Gebäuden stört den optischen Gesamteindruck.

System: PlayStation 3
Vertrieb: Big Ben Interactive
Entwickler: Slighly Mad Studios
Releasedatum: erhältlich
USK: ohne Altersbeschränkung
Offizielle Homepage: http://atari.com/ferrariracinglegends

7.0

Wertung und Fazit

TEST: Test Drive: Ferrari Racing Legends – Rennspiel mit angezogener Handbremse

„Test Drive: Ferrari Racing Legends“ ist eine solide Rennsimulation, aber leider reicht es nicht für einen Platz auf dem Treppchen. Denn im Gegensatz zu „Need for Speed: Porsche“ zelebriert das Lizenzspiel die Luxus-Karossen kaum. Eigentlich hätten Ferrari-Fans hier mit Details, Filmchen und schönen Einblicken in die Technik der Boliden erschlagen werden müssen. Stattdessen gibt es aber nur Texttäfelchen und eine insgesamt sehr maue Präsentation. Auf der Strecke überzeugt „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ schon eher. Die Steuerung ist dank der verschiedenen Hilfefunktionen für jeden Spieler einstellbar und die älteren Ferrari-Modelle werden selbst Profis ordentlich ins Schwitzen bringen. Schade, dass das Schadensmodell derart oberflächlich daher kommt und Tuning-Optionen schlichtwegs fehlen. Big Ben Interactive verzockt mit „Test Drive: Ferrari Racing Legends“ jede Menge Potenzial und landet daher abgeschlagen hinter Auto-Pornos wie „Gran Turismo“ oder „Need for Speed: Shift“.

Reviews

Kommentare

  1. zUkUu sagt:

    Könnt ihr "coo/weniger cooll" durch "gut/schlecht" ersetzen? Das zeugt von allem, aber keinem ernstzunehmenden Spiele-Journalismus.

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  2. Yozzi sagt:

    Hier wird das Schadensmodell kritisiert, bei Gran Turismo allerdings nicht.
    Gran Turismo ist voller Fehler, trotzdem wird es gut bewertet.

    Auch Shift hat eine miese Steuerung, wird auch gut bewertet. Hmm, warum wohl?

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  3. JohnnyGundam sagt:

    haha hier wird geschrieben die steuerung sei gut , woanders heists die steuerung sei mist ...

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  4. Zockerfreak sagt:

    Hab mir schon gedacht das es nicht gut wird,alls ich gelesen hab das es von den Shift Machern kommt 🙂

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  5. blindcap sagt:

    "Auto-Porno" ?? Die Redaktion scheint hier wirklich nur aus 13-14 Jährigen zu bestehen...

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  6. THill sagt:

    Nach dem ich den Text gelesen hab, würde ich eher gegen 6,0 tendieren, da meiner Meinung nach genau die angesprochenen Dinge fehlen, die das Spiel von den anderen Rennspielen hervorgehoben hätte.
    Und von der Wortwahl her, einer der schlechtesten Testberichte die ich hier gelesen habe.

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  7. Ridgewalker sagt:

    @blindcap

    Die Pay3 ist auch bekannt, dass sie Jugendliche (die meisten sind hier unter 18) mit Po*** Inhalten vesorgen... Somit könne Eltern noch weniger auf ihre Kinder achten.....
    Schön Play3, dass Ihr den Jugendschutz so fördert.

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  8. JonnyBravo001 sagt:

    @zUkUu Nö warum? Deinen Kommentar kann man auch nicht ernst nehmen! Zeugt von schlechter Denkweise! Was ist denn an der Wortwahl schlecht? Ich finde das der Test wieder Top ist, denn immerhin bleiben sie ihrer Linie treu und schreiben nicht den Käse, wie manch andere! Permanente Nörgelei unter den Test's.. ist das jetzt Mode?

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  9. JonnyBravo001 sagt:

    @Ridgewalker Wer was finden will, findet was! Also echt was ist denn hier Los??? Wie schreiben das Jahr 2012!!!

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  10. hgwonline sagt:

    der soundtrack im video ist doch aus metal gear solid 3, oder?

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  11. BNR34 Skyline sagt:

    Zum Thema Schadensmodell hab ich aber auch schonmal irgendwo gelesen das die jungs von ferrari es nicht wollen das ihre autos so zerstört präsentiert werden.
    Ich weiß nicht mehr wo das war aber diese diskusion gab es schonmal.

    Ich mein mir haben die shift Teile was die Fahrphysik angeht auch schon nicht gefallen.
    Das war nicht mehr als arcarde racing.
    Dennoch können die jungs Slighly Mad ein gutes Schadensmodell bieten (siehe NFS Shift)

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  12. APOLLOsan sagt:

    Yo genau bei GT war's genau so,mit dem Schadensmodel

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  13. Zockerfreak sagt:

    @JonnyBravo001

    Ja was manche hier schreiben zeugt nicht von geistiger Reife,weiß nicht was an dem Test schlecht sein soll,man sollte froh sein das sich hier die Mühe gemacht wird sowas zu schreiben und wenn dann mal paar kleine Fehler im Text sind ist das nur menschlich.

    Finde solche Leute die hier nur dumm rumspammen sollte man sperrren,braucht hier echt kein Mensch.

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  14. Buzz1991 sagt:

    Die Tests sind freiwillig und nehmen auch keinen Einfluss auf Gesamtranglisten wie metacritic.com. Lest es oder lest es nicht.

    Dass die Tests nicht professionell sind, ist verständlich.

    "Schließlich ist „Test Drive“ der geistige eines „Need for Speed"

    Der geistige...was?

    "Chassi-Teile."

    Chassis mit "s".

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  15. fall0ut sagt:

    @buzz
    natürlich sind das keine professionelle tests, ich glaube das erwartet hier auch keiner beim lesen da geb ich dir recht ... aber trozdem es gibt immer mal wieder so sachen die einfach nicht sein müssen

    siehe das bild von dem artikel.... oder der angespoche auto porno (kann mir nicht mal was drunter vorstellen)

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  16. MS sagt:

    @Ridgewalker

    WTF? Was machen wir? Hab ich was verpasst? 😀

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  17. Rushfanatic sagt:

    Das Spiel hat locker ne 8 verdient. Ihr habt ne ganz komische Art zu bewerten.

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  18. ImPulsGianT sagt:

    nee das game ist total scheisse xD , hätte es ne 5 oder max. ne 6 verpasst
    einfach nur schlecht gemacht ... sehr schade eigentlich das der Sound sehr gut geworden ist aber gameplay totaler rotz

    Im Hauptmenü kann man kaum was einstellen und ist alles total unübersichtlich , wenn man von auto. zu manuel. wechseln will muss man komplett ins hauptmenü rauß etc. etc.

    dachte es wird mal wieder ein gutes TDU aber wurde mal wieder enttäuscht
    ( man kann nicht mal lenkrad richtig einstellen ... )

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  19. Rushfanatic sagt:

    Klar wie immer die eigene Unfähigkeit auts Spiel schieben 😆

    Das Spiel läuft stabil und macht Fun. Das ist das Wichtigste.

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  20. Red Hawk sagt:

    Das Spiel ist scheiße.

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  21. Ridgewalker sagt:

    @MS

    Ich sags mal...
    Ihr müsst ja nicht jeden Film, der raus kommt in eure Newsliste berichten.... Da hier keine Altersabfrage statt finde, wie sonst wo..... Und für eine Videospielseite gehört sowas einfach nicht.
    Zum Spiel... ich hätte es mir gerne geholt, aber so nicht.. schade.

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  22. Twisted M_fan sagt:

    War mir schon klar das es bei dem Entwickler nichts taugen wird.Bei solchen Entwicklern lasse ich grundsätzlich die Finger von.Die Lizenz wird doch nur Missbraucht um schlecht entwickelte Spiele an den mann zu bekommen.

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  23. PSLOVE sagt:

    no go für test drive

    seit TDU2 lass ich die finger von der marke!

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  24. goodoldbismarck sagt:

    Ich freu mich schon darauf, wenn es morgen bei mir ankommt. Endlich mal wieder ein richtiges Rennspiel! Shift und Shift 2 waren ja schon der Hammer, da kann dieses Spiel ja nur gut werden.

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  25. CrazyFreak_KI sagt:

    LOL play3 ihr seid der oberburner
    TOTAL FALSCHES ARTIKELBILD
    Bild von Ferrari Racing Challenge drin
    das ist zu hart^^

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  26. Alpenmilchesser sagt:

    Passt lieber in der Schule auf ,Play3 wollte dem Game mit dem Shot eigentlich schmeicheln da muss Herr Freak hier alles Versauen..)

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  27. Rushfanatic sagt:

    Wer Slightly Mad als schlechte Entwickler hinstellt, hat sowieso von Rennspielen keine Ahnung 😀

    Diese Herren haben rFactor entwickelt und werkeln derzeit an Project Cars

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  28. big ron sagt:

    @Rushfanatic
    rFactor kommt von ISI. Aber SMS haben BMW Challenge, GTR und GTR 2 gemacht.

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  29. Red&Black sagt:

    Ich versteh garnicht warum fast alle so rumheulen wie kleine maedchen,lest euch das durch,spielt dann das spiel und DANN wisst ihr bescheid,aber bitte heult nicht so schnell hier rum.....xD

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  30. Rorider sagt:

    Ich finde den Kritikpunkt mit dem "fehlenden Tuningmöglichkeiten" total überzogen. Passt hier irgendwie gar nicht hin. Man fährt Ferrari gegen Ferrari - wenn nötig nimmt man halt den nächstschnelleren.. wenigstens stört es euch nicht, dass man keine Tribals aufspühen kann...

    Ne, aber sonst ist der Testbereicht gut. Mich stört die Wortwahl auch nicht, solange nicht jeder zweite Satz "geil" ist oder "lol" beinhaltet.

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  31. angriff sagt:

    Ich find es gerade gut, dass die Play3-Mitarbeiter eben nicht so streng sind, wie es in den Fachzeitschriften immer nötig ist. Einfach gehaltene Tests kurz und knapp die eigene Meinung dargestellt und das wars. Und ganz ehrlich, ich präferiere Immernoch selbst dann zu entscheiden ob ich mir das Spiel holen werde oder nicht. Abhängig von Tests mache ich das nicht.

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  32. TROMBOSE sagt:

    nö nö nö, habs mir gedacht, dann warte ich doch lieber auf formel1 20012.
    ist zwar aufgewärmter kalter kaffee, aber intrissanter als solch laaaaaangweiliger ferrari ableger.

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  33. era1Ne sagt:

    @ Twisted M_fan

    SMS sind eines der fähigsten Rennspielstudios der Welt.

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  34. goodoldbismarck sagt:

    @goodoldbismarck

    Ich antworte mir an dieser Stelle ausnahmsweise mal selber 😀

    Also: Das Spiel ist wie erwartet einfach nur geil! Die Steuerung und der Sound sind 1A, die Grafik ok (ich bin damit völlig zufrieden, obwohl ich weiß, dass es besser aussehen könnte) und ich habe einfach nur Spaß mit dem Spiel.

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  35. VRCGAlanMcRyder sagt:

    hmmm wieder ferarris? ne danke

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