Xbox: Konsolen sorgten schon immer für Verlust

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Videospielkonsolen werden oft mit Verlust verkauft. Und im Fall der Hardware von Microsoft konnte die Gewinnschwelle offenbar nie erreicht werden. Software und Abos müssen es richten.

Xbox: Konsolen sorgten schon immer für Verlust
Wie die PS5 ist auch die Xbox Series X weitgehend ausverkauft, während die Xbox Series S bei ersten Händlern bereits mit einem Rabatt verkauft wird.

Der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games brachte in den vergangenen Wochen zahlreiche Details aus der Videospielbranche ans Tageslicht. Und auch Microsofts Geschäfte mit der Xbox wurden inzwischen näher beleuchtet.

So wurde während des Prozesses bekannt, dass Microsoft die Xbox-Konsolen stets mit Verlust verkauft. Darauf verwies Lori Wright, die Leiterin der Geschäftsentwicklung bei Xbox, nachdem sie in den Zeugenstand gerufen wurde.

Noch nie Gewinn erwirtschaftet

Wright, die im Prozess als eine der Zeuginnen auftrat, wurde von Epics Anwalt mit der Frage konfrontiert, ob die Xbox-Hardware für das Unternehmen profitabel sei. „Wie viel Marge verdient Microsoft mit dem Verkauf der Xbox-Konsolen?“, so die Frage des Epic-Anwalts Wes Earnhardt.

„Das tun wir nicht“, gab Wright in der Antwort zu Protokoll. „Wir verkaufen die Konsolen mit Verlust.“ Auf die Frage, ob das Unternehmen jemals einen Gewinn aus den Konsolenverkäufen erzielt habe, antwortete Wright mit „Nein“. Ihrer weiteren Aussage zufolge wird der mit dem Verkauf von Konsolen erwirtschaftete Verlust durch den Verkauf von Spielen und Abo-Diensten ausgeglichen.

Es ist in der Branche eher üblich, dass Konsolen mit Verlust verkauft werden. Darauf verwies auch der Branchenanalysten Daniel Ahmad in einer ersten Reaktion auf die neusten Informationen aus dem Prozess zwischen Apple und Epic Games. Konsolenhersteller holen ihre Hardware-Investitionen durch den Verkauf von First-Party-Spielen und Dienstleistungen wieder herein. Hinzukommt der Anteil an Spielen von Drittanbietern und DLC.

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Den Angaben von Ahmad zufolge war es in den späten 90er und frühen 2000er Jahren sogar die Regel, dass die Hardware keinen Gewinn abwirft. Und im Moment werden sowohl die PS5 als auch die Xbox Series X/S mit Verlust verkauft, aber höchstwahrscheinlich im Laufe der Zeit profitabel. Nintendo sei „ein bisschen ein Ausreißer“, weil das Unternehmen mit der Hardware Gewinn erwirtschaften kann, so der Analyst weiter.

Auch interessant: Ausgehend von den Gerichtsdokumenten des Verfahrens zwischen Epic und Apple gehört Microsoft zu den Unternehmen, die 2019 mit ihrem Software- und Service-Segment im Bereich Gaming mehr als 1 Milliarde US-Dollar Gewinn erwirtschaften konnten:

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Kommentare

  1. Dunderklumpen sagt:

    Achne eins fällt mir gerade noch ein 🙂
    Du hast doch sogar, ob man die 1,7 Mrd nicht auch der Pro zuschreiben kann.....
    Ohne drüber nachzudenken.
    Die VKZ der Pro sind in den PS4 VKZ enthalten und somit noch um einiges niedriger, was die Annahme noch sinnfreier macht 😉

  2. Dunderklumpen sagt:

    sogar geschrieben...

  3. consoleplayer sagt:

    Hauptsache wir sind uns einig, würde ich sagen. 😉

  4. MCRN sagt:

    Für Verlust und viel Frust Und das sage ich, obwohl mein Hauptsystem, bedingt durch unsere Spielerunde die Series X ist...

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