Mass Effect: Die Meisten spielten als Paragon auf der moralisch guten Seite

Kommentare (13)

Die meisten Gamer sind offenbar besser als ihr Ruf. Betrachtet man beispielsweise die "Mass Effect"-Spielerentscheidungen im Moralsystem des Sci-Fi-Rollenspiels, so haben 92 Prozent aller Spieler den guten Weg des Paragon gewählt.

Mass Effect: Die Meisten spielten als Paragon auf der moralisch guten Seite

Auch wenn die letzten Ableger der „Mass Effect“-Reihe nicht unbedingt zu den beliebtesten Spielen gehören, so hat die Reihe einst einiges richtig gemacht. Beispielsweise stellten die Entwickler von BioWare in den „Mass Effect“-Titeln die Spieler vor die Wahl, ob sie Gut oder Böse sein wollten.

Wie sich im nachhinein herausstellt, hätten sich die Entwickler aber viel Arbeit zum größten Teil sparen können. Das Moral-System zwischen dem guten Weg des Paragon und dem bösen Weg des Renegade wurde von den meisten Spielern offenbar sehr einseitig verwendet.

Spieler wollen fast immer die Guten sein

Der frühere BioWare-Entwickler John Ebenger, der als Cinematic Designer an Spielen der „Mass Effect“- und „Dragon Age“-Reihen arbeitete, gab einige Einblicke in die Wahrscheinlichkeiten bei den Spieler-Entscheidungen. Demnach hat sich die überwältigende Mehrheit von 92 Prozent der „Mass Effect“-Spieler für den Weg des Paragon entschieden. Sie haben Gegner verschont, vergeben, nicht gestohlen und immer die freundlichsten Gesprächsoptionen gewählt.

Viele interessante Inhalte, die mühevoll von den BioWare-Entwicklern erschaffen wurden, haben demnach nur einige wenige Spieler zu Gesicht bekommen. „Etwa 92% der Spieler des Mass Effect waren Paragon. Und wir haben auch eine Menge Arbeit in die Renegade-Inhalte gesteckt“, sagte Ebenger.

Auf den Tweet wurde auch der frühere Telltale-Entwickler Matt Boland aufmerksam, der bei den Episoden-Spielen des Studios auf ähnliche Probleme gestoßen ist. Auch laut Boland wollten die Spieler meist die Guten sein.

Zum Thema: Mass Effect: BioWare setzt Tweet ab – Hinweis auf eine nahende Ankündigung?

„Das Gleiche bei Telltale“, sagte er. „Die Leute wollen immer der Gute sein. Der Trick war immer, dass sie das, was sie tun wollten, gegen das, was sie tun sollten, ausspielen mussten. [Mass Effect] hatte auch eine Menge davon.“ Ebenger stimmte zu: „Direkte Konflikte zwischen lieb gewonnenen Charakteren sind großartig!“

Bis BioWare die Spieler vor neue moralische Herausforderungen in neuen „Mass Effect“- und „Dragon Age“-Spielen stellt, wird es noch einige Zeit dauern. Laut letzten Informationen befinden sich für beide Reihen bereits neue Titel in Planung. Genauere Details lassen aber noch auf sich warten.

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Kommentare

  1. StevenB82 sagt:

    Waaas? Ich hab nie Paragon gespielt! Was sind das denn alles für Loser

  2. Brok sagt:

    Das die meisten die gute Seite bevorzugen ist klar. Trotzdem ist die Arbeit ja nun alles andere als verschwendet

  3. Silenqua sagt:

    Ich hab eigentlich immer getan was ich wollte. Am Ende war ich dann ziemlich mittig.

  4. James T. Kirk sagt:

    Wiederlich.

  5. GeaR sagt:

    Ich mag diese Entscheidungen nicht. Mit ist es oft passiert, dass irgendwas negatives passiert ist, obwohl ich so nicht spielen wollte, deswegen immer im Internet nachlesen ob was verpassbar oder negative Auswirkungen hat. Hab keine Nerven und Zeit ein witcher 3 z. B. Mehrmals durchzuspielen 😀 und genau da hab ich das Problem mit triss und yennifer gehabt und war am Ende der einsame Wolf... Woher soll man auch wissen, dass es entgültig ist und man kennt anfangs nur die erste Person

  6. Saleen sagt:

    Naja.... So entscheidend waren die Einflüsse auch nicht.
    Letztendlich war es so ziemlich egal welche Entscheidung man getroffen hat.
    Damals in Mass Effect 2 per Suizid, dass waren Einflüsse...

    Alles andere habe ich mittlerweile vergessen.
    Tja... Wie sehr ich ein Mass Effect vermissen was die alten Stärke hat und kein Einfluss seitens EA erlebt.

    Naja... Die Hoffnung besteht auf das neue Studio ehemaliger BioWare Mitarbeiter

  7. Noir64Bit sagt:

    Habe ME 1-3 mehrmals gespielt und jedesmal von 1 bis 3 den gleichen Character durch entwickelt. Immer als Knallharter Soldat. Bissel fies aber auch gerecht! 🙂

  8. Konsolenheini sagt:

    Ich habe auch Paragon gespielt von me1-4... Kenne aber auch Leute die Renegades gespielt haben... Ich spiele gerne so Spiele wie ne, wo ich mich entscheiden kann.. hab auch Mal böse gespielt, hat nicht zu mir gepasst

  9. Konsolenheini sagt:

    Dennoch war es ein tolles anderes Erlebnis als Renegade, aber Paragon passt viel mehr zu meinen Charakter

  10. Konsolenheini sagt:

    Als Paragon verpasst man auch verdammt viele npcs und Momente

  11. RoyceRoyal sagt:

    Ich fand das Spiel so klasse - und dann kam ein Bug der das Spiel leider unspielbar gemacht hat. Auf dem dunklen Pflanzenplaneten (sry weiß den Namen nicht mehr) konnte ich nach Abschluss der dortigen Missionen den Planeten nicht mehr verlassen. Ich kann das Schiff nicht mehr betreten, der Button funktioniert zwar, aber er ist Tod. Da man seinen Wagen nicht holen kann - ach es ist immer noch ein Jammer wenn ich darüber nachdenke.
    Konnte bis heute die Trauer nicht überwinden den Planeten noch mal zu spielen, war nämlich ziemlich nervig mit den Ebenen und der Wegfindung.

    PS:
    Wer spielt den schon "gut". Ist ja so als würde man in Star Wars den Jedi die Daumen drücken. Cpt.Kirk hat es aber in aller Ausführlichkeit ja schon perfekt zusammengefasst: Widerlich!

  12. Maiki183 sagt:

    man konnte auch nicht komplett böse sein.
    wie schon erwähnt spielte sich das system da etwas aus, bzw. es ging in der hinsicht nicht tief genug.
    trotzdem hab ich beide sachen gespielt.
    natürlich erst gut und dann böse, aber ein 100 prozent gabs nie.
    einige entscheidungen habe ich dann bewusst anders getroffen.

    da gabs auch viel zu lachen. wenn man als good guy nen gegner aus dem hochhaus tritt und jack einen passenden kommentar abgibt, bin ich doch zufrieden. 😉
    und mache es dann auch gerne beim nächsten mal.

  13. Maiki183 sagt:

    @gear
    wtf?
    glaub dann solltest du um solche spiele einfach einen bogen machen und ganz besonders um detroit become human. 😉

    entscheidungen gehören mittlerweile dazu.
    spiel einfach mal life is strange ohne nachzusehen. da kann man größtenteils die zeit zurückspulen...

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