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Weißer Engel

Play3.de Spiele Tests

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Ich habe für euch mal alle Play3.de Spiele Tests zusammen gefasst

 

Inhalt:

Nachricht 1: Liste der Games mit der Wertung

Nachricht 2 - 10: Alle Games mit einer Kurzbeschreibung und der Wertung

 

 

 

---- Hier Entsteht eine Liste in der alle Spiele nach Wertung Sortiert aufgelistet werden ---

 

 

 

 

PS: Es ist noch alles in Arbeit. Ich Versuche bis Ende der Woche das Projekt hier Fertig zu Stellen.Ich werde noch eine Liste Erarbeiten in der die Spiele nach Wertung Sortiert sind. Außerdem werde ich noch etwas an der Übersicht verbessern und ein paar andere Bezeichnungen Verwenden.

 

 

Liebe Grüße, Weißer Engel

 

 

WIE GESAGT; ALLES NOCH IN ARBEIT

 

Wenn einer hier noch eine Gute Idee habe, nehm ich die gern entgegen als PN

Edited by Weißer Engel

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

- Abraham Lincoln -

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23.Februar.2012 bis 21.Mai.2012

 

 

 

„Dragon's Dogma“ 8/10 Link

 

Capcom präsentiert mit „Dragon's Dogma“ seinen ersten vorsichtigen Versuch eines Open-World-Rollenspiels. Und die Japaner gehen keine Experimente ein. Die Spielmechanik ist in ihrem Kern absolut solide und leistet sich nur wenige echte Fehler. Stattdessen greift man auf viele aus dem Genre bekannte Elemente zurück und verquirlt sie mit gelungenen Bosskämpfen und einem über weite Strecken spannenden Vasallen-System. Die KI-Mitstreiter haben uns prinzipiell richtig gut gefallen, auch wenn echte Kommandomöglichkeit den Kämpfen deutlich besser getan und vermutlich manche Chaosschlacht entzerrt hätten. Die Spielwelt und die Quests sind leider nur solider Durchschnitt. Die Geschichte ist ebenfalls nur mäßig aufregend und erscheint in sich zu generisch. Trotzdem: „Dragon's Dogma“ ist für Capcom ein gelungener Start ins Genre und für Fantasy-Fans, die bereits Titel wie „Kingdoms of Amalur: Reckoning“ mochten, durchaus empfehlenswert.

 

 

 

„Max Payne 3“ 8,5/10 Link

 

„Max Payne 3“ ist Action, die begeistert! Rockstar holt den guten Max nach beinahe zehn Jahren aus der örtlichen Kneipe hervor und kreiert einen knallharten Shooter-Hit. Neuerungen wie die Bullet-Cam oder auch das Deckungssystem wurden behutsam in das legendäre Gameplay-Konstrukt der Vorgänger eingeflochten. Heraus kommt ein wirklich bärenstarkes Action-Abenteuer, das erwachsene Spieler mit seinem hohen Anspruch und der starken Inszenierung begeistern wird. „Max Payne 3“ ist keine leichte Kost: Die gezeigten Szenen – speziell die Bullet-Cam – sind teilweise schmerzhaft brutal. Die Geschichte trieft förmlich vor Welthass und dem Selbstmitleid des Hauptcharakters. Doch genau das passt zu „Max Payne 3“. Wir haben von diesem Spiel nichts anderes erwartet. „Max Payne 3“ ist trotz des neuen Szenarios ganz der Alte: Rabiat, blutig und herrlich stylisch.

 

 

„Prototype 2“ 7,5/10 Link

 

Crash. Boom. Bang. Man könnte fast glauben, Michael Bay hätte bei „Prototype 2“ Regie geführt. Denn die Action-Passagen sind wirklich klasse gelungen und werden so manchen über die etwa müßigen Nebenmissionen und die insgesamt zu platte Geschichte hinweg trösten. Wenn James Heller Helikopter vom Himmel holt und Monster mit deren eigenen Armen verprügelt, dann frohlockt das Herz der Action-Fans. Trotzdem gelingt es Radical Entertainment leider nicht, in die Liga der ganz Großen vorzustoßen. „InFamous 2“, „GTA IV“ oder „Saint's Row: The Third“ besitzen allesamt ganz ähnliche Ansätze, sind dabei aber umfangreicher und besser inszeniert. Ist „Prototype 2“ aber deshalb eine Enttäuschung? Garantiert nicht. Denn James Hellers wüstes Treiben in New York Zero ist ein gut spielbarer Krachbumm-Titel für Freunde der etwas leichteren Kost geworden.

 

 

„UEFA Euro 2012“ 6/10 Link

 

Ach Fußballherz, was schmerzt du mir. „UEFA Euro 2012“ ist ein solides, aber nicht überragendes Schmankerl für Besitzer von „FIFA 12“. Die angebotenen zusätzlichen Spielmodi sind nett, allerdings fehlt uns die Option, in die wir uns wirklich reinbeißen können. Die Expedition ist dafür zu oberflächlich. Außerdem ärgert es uns dass keine technischen oder spielerischen Veränderungen vorgenommen worden sind und dass die Qualifikation zur EM und ein Teil der Lizenzen schlichtweg fehlt. So ist „UEFA Euro 2012“ wohl eher etwas für beinharte Fans, die im Hype des Turniers gerne selbst den Event nachspielen wollen. Alle anderen sollten sich bei einem eher schwachen Preis-Leistungsverhältnis überlegen, ob ihnen der DLC das Geld wert ist.

 

 

„I Am Alive“ 7/10 Link

 

„I Am Alive“ ist ein spannender, wenn auch nicht fehlerfreier Survival-Trip der finsteren Sorte. Gerade die etwas unhandliche Steuerung, das sich wiederholende Kampfsystem und die immer wieder auftretenden Bugs kosten das Spiel viele Punkte. Trotzdem gefiel uns die Reise durch Haventon insgesamt recht gut.

 

Die Stimmung ist angenehm intensiv und insbesondere Elemente wie das Ressourcenmanagement und die Einbindung der körperlichen Verfassung des Hauptcharakters in das Gameplay sind eine sinnvolle Ergänzung zu dem packenden Endzeitszenario. Trotz diverser Schwächen ist „I Am Alive“ eine andere Spielerfahrung und damit gerade für Freunde etwas verschrobener Titel einen Blick wert.

 

 

„Silent Hill: Downpour“ 6,5/10 Link

 

„Silent Hill: Downpour“ hat seine Ecken und Kanten: Das Kampfsystem wirkt in sich altbacken und antiquiert. Die unsaubere Technik bei der PlayStation-3-Fassung ist wirklich eklatant und kann auch nicht schön geredet werden. Selbst der träge Start ins Spiel und die vielen „leeren“ Momente im Spiel zehren gelegentlich an unseren Nerven. Aber trotzdem konnten wir „Silent Hill: Downpour“ einiges abgewinnen. Die bewährte Mischung aus der gruseligen Kleinstadt und der Otherworld funktionierte bei uns noch immer: Denn auch dieses Survival-Horror-Game besitzt eine wirklich gelungene Atmosphäre, die durch die soliden Rätselpassagen und interessante Charaktere gestützt werden. „Silent Hill: Downpour“ kann daher sicherlich nicht an die großen Zeiten seiner Vorgänger anschließen. Freude des wohligen Grusels können aber dennoch einen vorsichtigen Blick in die Dunkelheit riskieren.

 

 

„Ninja Gaiden 3“ 5,5/10 Link

 

Wir müssen es leider so ganz klar sagen: „Ninja Gaiden 3“ ist ein Grafik-Blender ohne Substanz oder Anspruch. Dafür aber mit Muskelkater-Garantie im rechten Unterarm. Der Singleplayer enttäuscht daher in beinahe allen Belangen. Die Geschichte lässt zu viele interessante Ansätze ungenutzt. Das Gameplay spottet mit ständigem Button-Mashing und allzu simplen Sprungeinlagen jeglicher Beschreibung. Einzig die Bossfights haben uns an dieser Stelle überzeugt, denn hier dürfen wir das Gehirn auch wieder mal einschalten. Allerdings müssen wir „Ninja Gaiden 3“ anrechnen, dass die Kämpfe ästhetisch wirklich gut gelungen sind und das Spiel in Aktion klasse aussieht. Freunde des gepflegten Ninja-Gemetzels könnten daher trotz spielerischer Schwächen ihren Spaß an „Ninja Gaiden 3“ haben. Erwartet ihr von einem Game aber auch ein wenig Inhalt und Substanz, dann greift lieber zu den Vorgängern oder belasst das Katana zur Abwechslung mal im Schrank.

 

 

 

„Resident Evil: Operation Raccoon City“ 6/10 Link

 

Es ist fast wie befürchtet: Einzig die Koop- und Online-Funktionen von „Resident Evil: Operation Raccoon City“ machen dauerhaft wirklich Spaß. Allein ist der Third-Person-Shooter wahre Durchschnittskost mit einer platten Story, unsympathischen Charakteren und einem 08/15-Gameplay gewürzt mit einer soliden Ladungen KI-Fehlern. Besonders ärgerlich sind dabei die Verfehlungen beim Deckungssystem. Denn dieses fühlt sich absolut nicht handlich an und ist stattdessen geprägt von Ecken und Kanten. „Resident Evil: Operation Raccoon City“ wäre gerne so etwas wie die Third-Person-Variante von „Left 4 Dead 2“. Allerdings fehlt es dafür an einem Hauch Genialität und vor allem an Liebe zum Detail. Abgesehen von den netten „Resident Evil“-Momenten ist „Raccoon City“ einfach nur ein weiteres Actionspiel. Das ist vielleicht für ein paar Online-Runden okay und unterhaltsam. Im Jahr 2012 erwarten wir aber weitaus mehr von einem Third-Person-Shooter.

 

 

„FIFA Street“ 7/10 Link

 

Die gute Nachricht: „FIFA Street“ macht Spaß! Das Tricksystem ist ausgesprochen gefällig und dennoch herausfordernd. Erst mit dem richtigen Timing und ausreichend Übung bringt ihr lange Dribblings und coole Kombinationen erfolgreich zum Abschluss. EA Sports fährt dabei eine breite Fülle an verschiedensten Match-Arten und natürlich lizenzierten Teams auf. Die Welt-Tournee profitiert von seinem einfachen Erfahrungssystem und der Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben – trotz bieder Präsentation. Allerdings leidet „FIFA Street“ auch unter etlichen Kinderkrankheiten. Die Gegner-KI ist ausgesprochen zahm und die eigenen Mitspieler leisten sich immer wieder diverse Aussetzer – allen voran der Torhüter. Weiterhin hätten wir uns trotz des Funsport-Tenors taktische Möglichkeiten wie Auswechslungen gewünscht. So spielt sich „FIFA Street“ zwar angenehm frisch und unterhaltsam, ist dabei aber nicht frei von Fehlern.

 

 

„Twisted Metal“ 8/10 Link

 

„Twisted Metal“ ist eines dieser besonderen Spiele. Entweder man liebt es oder man hasst es. Etwas dazwischen gibt es eigentlich nicht. Das bringt bereits das Szenario mit sich. Der Grindhouse-Style passt mit seiner schrägen Darstellung der Charaktere und den morbiden Zwischensequenzen allerdings ganz hervorragend. Das Spielprinzip hat sich seit dem letzten „Twisted Metal“ eigentlich kaum verändert, funktioniert aber auch im Jahr 2012 noch ausgezeichnet. Das Actiongame schafft die Gratwanderung zwischen opulenten Schlachten mitsamt einer gehörigen Portion Gepolter und der notwendigen Portion Taktik und Skill, damit das Gameplay sich nicht inmitten von Explosionen verliert. Gerade im Online-Modus wird deutlich, wie viel Strategie selbst für scheinbar simple Aufgaben notwendig ist. Im Test waren die PSN-Optionen allerdings noch sehr wackelig, was uns einige Male den Spielspaß gehörig verdarb. Wir hoffen, dass Sony und Eat Sleep Play - wie angekündigt - diese Probleme noch in den Griff bekommen, denn „Twisted Metal“ ist ein wirklich ungewöhnliches Spiel, welches der PlayStation 3 bis zum jetzigen Zeitpunkt noch gefehlt hat.

 

 

„Jak & Daxter Trilogy“ 8,5/10 Link

 

Die „Jak & Daxter Trilogy“ ist eine wirklich gelungene Reise in die PlayStation 2-Vergangenheit. Denn hier zeigen sich alle Stärken, die Naughty Dog zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Technisch waren alle Spiele ihrer Zeit voraus und sehen nach der HD-Frischzellenkur auch heute noch sehr hübsch aus. Das Leveldesign ist in allen drei Spielen erstklassig und die Action-Plattformer trumpfen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben, sowie langer Spielzeit groß auf. Und last but not least stimmt einfach die Chemie zwischen den Charakteren und damit der Humor. Selten darf in Zwischensequenzen so herzhaft gelacht und geschmunzelt werden, wie in der „Jak & Daxter Trilogy“. Habt ihr diese Titel seiner Zeit verpasst, dann solltet ihr diese Wissenslücke unbedingt auffüllen. Die 40 Euro sind in jedem Fall gut angelegt!

 

 

„Mass Effect 3“ 9/10 Link

 

Begeisterung macht sich in der Redaktion breit. „Mass Effect 3“ ist wirklich der krönende Abschluss einer tollen Spieleserie. Dabei ist es nicht unbedingt die Spielmechanik, die uns bei „Mass Effect“ seit jeher beeindruckt. Sondern das Story-Telling und die Atmosphäre. Trotz der stellenweise leicht angestaubten Technik – Stichwort matschige Texturen und Ruckler – nimmt uns dieses Spiel gefangen und lässt uns dann auch nicht so schnell gehen. Der finale Kampf gegen die Reaper ist einfach ungeheuer packend inszeniert und gleichermaßen meisterhaft erzählt. Gerade die aufschwehlenden Konflikte zwischen den am Krieg beteiligten Spezies und unsere Entscheidungsgewalt über deren Schicksal erzeugen eine intensive Stimmung, wie in nur wenigen anderen Spielen. Da nehmen wir auch gerne die kleineren Mankos in Third-Person-Gameplay in Kauf. „Mass Effect 3“ ist als Shooter gelungen, aber als Geschichte einfach episch! Wer im März also noch nach guter Unterhaltung auf seiner PlayStation 3 sucht, der wird bei John Shepards letzter Reise garantiert glücklich.

 

 

„Street Fighter x Tekken“ 8,5/10 Link

 

Machen wir uns nichts vor: In „Street Fighter x Tekken“ steckt deutlich mehr „Street Fighter“ als „Tekken“. Der Look. Das Gameplay. Die Steuerung. Die Spielbalance. All das erinnert stark als Capcoms Oldschool-Prügler. Von „Tekken“ sind bis auf die kniffeligen „Juggles“ letztlich nur noch die Charaktere übrig geblieben. Das ist aber gar nicht weiter schlimm. Denn „Street Fighter x Tekken“ ist ein wirklich ausgezeichnetes Beat'em Up voller Dynamik, Ästhetik und cooler Kombos. Die Bedienung ist flott und angenehm direkt. Die Tastenbefehle für Specials nicht zu kompliziert, aber dennoch in Sachen Timing anspruchsvoll genug, um zumindest Fortgeschrittene bei der Stange zu halten. Profis dagegen erfreuen sich an erweiterten Funktionen wie den „Juggles“ oder Elemente wie das Pandora-System. Die Gems gefallen uns als taktische Komponente im Hintergrund sehr gut, allerdings dürften Prügelpuristen wohl ihre Probleme damit haben.

 

 

„SSX“ 8,5/10 Link

 

„SSX“ ist eine frische Brise im Sportspielgenre. Lange hatten wir nicht mehr so schnell so viel Freude an einem Titel. Das Gameplay ist herrlich unkompliziert, ohne dabei in der Banalität zur versinken. Stattdessen gilt hier die Devise: „Easy to learn, hard to master“. Lange und effektive Trickkombinationen sind eine durchaus kniffelige Angelegenheit und erfordern ein gutes Maß an Übersicht und Fingerfertigkeit. Die tolle Inszenierung belohnt euch wiederum für gelungene Aktionen und so ist es nicht zuletzt der Spielfluss, der immer wieder für wahre Motivationsschübe sorgt. Die Welttournee ist mit allerlei freischaltbaren Charakteren, Gadgets, Strecken und Extras eine unterhaltsame Singleplayer-Angelegenheit, die von dem gelungenen Streckendesign und den halsbrecherischen „Deadly Descents“ stark profitiert. Das RiderNet gefällt uns insgesamt ebenfalls gut, da es motiviert, selbst wenn man nicht pausenlos online spielen möchte. Allerdings fehlen uns einige traditionelle Mehrspieler-Optionen zur vollkommenen Begeisterung. Dennoch ist „SSX“ für alle Fun- und Extremsportfreunde aktuell das beste Spiel auf dem Markt und somit ein absoluter Pflichtkauf.

 

 

„Syndicate“ 6,5/10 Link

 

„Syndicate“ ist all das, was das ursprüngliche Spiel von 1993 nicht war. Es ist nicht mehr als ein normales Stück Software. Über weite Strecken souverän, aber leider auch glanzlos programmiert. Abseits des interessanten Szenarios gibt es an „Syndicate“ nichts Außergewöhnliches. Selbst die Implantate, das Vorzeige-Feature des Ego-Shooters, sind allzu lieb- und inspirationslos umgesetzt. Nur drei aktive Fähigkeiten und ein Haufen passiver Perks ist wirklich sehr wenig. Doch diese fehlende Liebe zum Produkt und der Vorlage zeigt sich leider auch im Gameplay von „Syndicate“. Der Geschichte mangelt es an Überraschungen, ebenso dem Leveldesign. Nervige Bossfights und eine unpräzise Steuerung schließen ein insgesamt nur leicht überdurchschnittlichen Shooter ab. „Syndicate“ ist die wohl bislang größte Enttäuschung des noch jungen Spielejahres 2012. Da hätten wir von Starbreeze wirklich viel mehr erwartet!

 

 

„Binary Domain“ 8/10 Link

 

Mit „Binary Domain“ ist Sega sicherlich nicht der ganz große Wurf, aber insgesamt dennoch ein gutes Actionspiel gelungen. Die erhofften Innovationen wie etwa das Spracherkennungs- und das Moralsystem funktionieren dabei leider nur bedingt. Der Sprechfunk leidet unter der verzögerten und sehr eingeschränkten Erfassung. Die Truppenmoral an dem nur begrenzten Einfluss auf das Gameplay und der insgesamt etwas müden KI. Doch lassen wir einmal diese Minuspunkte beiseite, bekommen wir einen starken Third-Person-Shooter mit gelungener Technik und solidem Gameplay geboten. Sega reißt garantiert keine Bäume in Sachen Innovationen aus, aber liefert mit einem handlichen Deckungssystem, dramatischen Schlachten und hübscher Technik in vielen Bereichen gut bis sehr gut ab. Für Actionfreunde ist „Binary Domain“ daher durchaus einen längeren Blick wert.

 

 

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

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13.November.2011 bis 22.Februar.2012

 

 

„Asura's Wrath“ 7,5/10 Link

 

Was für ein Spektakel! „Asura's Wrath“ ist wohl eines der wildesten und zugleich kurzweiligsten Actionspiele, das wir jemals auf der PlayStation 3 in die Finger bekommen haben. Dabei der Rachefeldzug unseres Halbgottes ein spielerisches Leichtgewicht: Die Actionsequenzen sind spielerisch solide, aber sicherlich nichts Besonderes. Die Quick-Time-Events sind anspruchslos wie eh und je. Aber es ist die unglaubliche Bildschirmpräsentation, die „Asura's Wrath“ trotz Gameplay-Schwächen aus dem Genre-Mittelfeld in die oberen Wertungsregionen katapultiert. Das Game wirkt einfach wie ein gewaltiges Anime-Abenteuer zum Mitspielen und begeistert dabei durch seine absolut verrückten Ideen gepaart mit neuer tollen Ästhetik. Nach jeder Episode wollten wir wissen, wie es weiter geht. Und das ist bei einem Actionspiel sicherlich ein gutes Zeichen. Zu schade, dass „Asura's Wrath“ so verdammt schnell vorbei ist und insgesamt zu wenig Inhalt bietet.

 

 

„Metal Gear Solid HD Collection“ 8,5/10 Link

 

Eigentlich ist es ein einfacher Deal: Ihr bekommt mit der „Metal Gear Solid HD Collection“ drei grandiose Stealth-Adventures plus zwei 8-Bit-Klassiker für gerade mal 40 Euro. Bei über 60 Stunden Spielspaß ist das ein geradezu unglaubliches Preis-Leistungsverhältnis. Während andere HD-Neuauflagen häufig nur die leichten Weiterentwicklungen innerhalb der Spiele zeigen, macht die „Metal Gear Solid“-Saga deutlich, wie Kojima immer wieder versucht hat, sich neu zu erfinden. Die „HD Collection“ bietet zwar drei geniale Spiele, die allerdings in ihrer Art vollkommen unterschiedlich und nicht minder reizvoll sind. Wer die Teile noch nicht kennt, sollte dies daher unbedingt ändern. „Metal Gear Solid“ ist Spielegeschichte und damit eine Pflichtlektüre.

 

 

„UFC Undisputed 3“ 9/10 Link

 

Genau so muss eine Kampfsportsimulation aussehen! „UFC Undisputed 3“ wetzt die Kerbe aus, die der etwas schwächelnde Vorgänger hinterlassen hat und meldet sich mit neu gefundener Stärke wieder zurück. Das Gameplay wurde fein geschliffen und begeistert nun mit immensem Realismus. Gerade scheinbare Kleinigkeiten wie etwa TKOs nach Legkicks oder das Hochlaufen des Käfigs sind für Puristen des MMA-Sports sinnvolle und begeisternde Neuerungen. „UFC Undisputed 3“ fängt das Geschehen innerhalb des Octagons wirklich grandios ein und leistet sich kaum nennenswerte Schwächen. Uns gefällt es zudem ausgesprochen gut, dass Yuke's nicht nur an stresserprobte Hardcore-Gamer denkt, sondern mit zusätzlichen Steuerungsoptionen auch versucht, Neueinsteiger mit ins Boot zu holen. „UFC Undisputed 3“ ist eine wirklich brillante Kampfsportsimulation. Jeder, der sich nur im Geringsten für MMA interessiert, muss hier einfach zuschlagen!

 

 

„Grand Slam Tennis 2“ 7/10 Link

 

EA Sports schwächelt bei „Grand Slam Tennis 2“ an ungewöhnlichen Stellen und liefern daher „nur“ eine gute, aber keine alles überragende Tennissimulation ab. Gerade auf der technischen Seite fehlen uns einige Punkte zur Zufriedenheit. Die Kommentatoren fallen – ähnlich wie in in früheren „FIFA“-Teilen – durch ihren geringeren Wortschatz auf. Und überhaupt bietet „Grand Slam Tennis 2“ abseits des gelungenes Gameplays nicht genug, um den geneigten Spieler dauerhaft zu motivieren. Der Karrieremodus etwa wirkt ein wenig lieblos und ist zuweilen recht monoton. Die klassischen Szenarien dagegen gefallen uns gut, sind aber nur eine spielerische Füllung für den hohlen Zahn. Was aber insgesamt bestehen bleibt, ist ein sehr gutes Gameplay-Grundgerüst. Die Matches machen viel Spaß und steuern sich – egal, ob mit Move oder normalem Controller – klasse. Die Gegner-KI ist in den höheren Schwierigkeitsgraden eine Herausforderung und die Spielphysik kann bis auf wenige Schwachstellen ebenfalls überzeugen. „Grand Slam Tennis 2“ ist daher für Tennisfreunde sicherlich einen ausführlichen Blick wert und wir sind sehr gespannt, in welche Richtung sich die Serie entwickelt. Der Grundstein für eine goldene Zukunft ist jedenfalls gelungen.

 

 

„Shank 2“ 8/10 Link

 

„Shank 2“ ist ein gelungener Nachfolger und sicherlich seine 10 Euro wert. Klei Entertainment behält das Erfolgsrezept des Vorgängers bei, arbeitet aber auch an den wichtigsten Schwachstellen. Gerade die Steuerung wirkt nun viel zugänglicher. Ganz egal, ob es nun um die Kämpfe selbst oder um das Ausweichen geht, das Handling zeigt sich runderneuert und sorgt dafür, dass im Spiel weniger Frust aufkommt. Leider gelingt es Klei Entertainment noch immer nicht mehr Abwechslung in das 2D-Actionspiel einzubauen. Nach spätestens einer Stunde zieht sich das Gameplay – trotz seiner tollen Präsentation – doch merklich. Umso ärgerlicher ist es, dass Klei Entertainment die Koop-Story für den Survival-Modus eingetauscht hat. Denn gemeinsam machte die Geschichte von „Shank“ nochmal so viel Spaß. Trotzdem: „Shank 2“ gehört zu den aktuell interessantesten Titel im PSN!

 

 

„Kingdom of Amalur: Reckoning“ 8/10 Link

 

„Kingdom of Amalur: Reckoning“ ist ein Rollenspiel mit Ecken und Kanten. Vieles gefällt, aber einiges leider auch nicht. Gerade die fehlende Konstanz, mit der teilweise die Spielwelt umgesetzt wurde, stört. Viele unserer Taten haben einfach zu wenig Einfluss und insgesamt wirkt Amalur ein wenig leer. Das raubt viel Atmosphäre. Weiterhin gibt es durch die langen Wege zu viel Leerlauf, welcher durch die teils müden Sidequests noch verstärkt wird. Doch sieht man einmal von den Schwachstellen ab, ist Big Huge Game mit „Kingdom of Amalur: Reckoning“ wirklich Beachtliches gelungen. Gerade das Kampf- und das Talentsystem sind bis auf Kleinigkeiten absolut tadellos und toll spielbar. In keinem Rollenspiel kommen die Schlachten so gut spielbar daher. Und selten waren RPG-Elemente derart frei und doch nachvollziehbar wie in „Reckoning“. Auch wenn es nicht für die absolute Top-Wertung gereicht hat, so verdient sich das Rollenspiel von unserer Seite eine Kaufempfehlung. Gerade wer auf eine tolle Mischung aus Kämpfen und freischaltbaren Fähigkeiten steht, der wird hier lange seine Freude dran haben.

 

 

„Catherine“ 9/10 Link

 

Mit „Catherine“ gelingt es den Jungs von Team Persona erneut, einen Titel abzuliefern, der sich so gar nicht in die gängigen Genre-Schubladen stecken lassen will. Spielerisch als eine Mischung aus einem Action-Puzzler, einem interaktiven Anime und einer Social-Simulation konzipiert, greift „Catherine“ die Bindungs- und Zukunftsangst vieler Menschen auf und verfrachtet diese in ein packendes und zu keinem Zeitpunkt vorhersehbares Horror-Adventure, das einige der sozialen Probleme, mit denen wir uns tagtäglich konfrontiert sehen, auf erwachsene Art und Weise thematisiert. Untermalt wird das Ganze von einem schaurig schönen Design, das selbst klassischen Horror-Titeln vom Schlage eines „Silent Hill“ gut zu Gesicht stehen würde und so für die unverkennbare Atmosphäre von „Catherine“ sorgt. Wer nicht an einer Allergie gegen Puzzle-Titel oder einer Anime-Phobie leidet, sollte definitiv zugreifen. Alleine um den Herstellern zu verdeutlichen, dass auch in Europa eine Nachfrage nach japanischen Nischentiteln besteht, die sich angenehm von der mitterweile omnipräsenten westlichen „Krachbumm“-Action abheben.

 

 

„Neverdead“ 4,5/10 Link

 

Wir wissen nicht so recht, ob wir bei „Neverdead“ heulen oder doch einfach nur gähnen sollen. Die Grundidee klang so viel versprechend und hätte mit mehr Kreativität und Einsatz zu einem wirklich guten Spiel heranreifen können. Doch das Ergebnis ist enttäuschend. Die Kämpfe sind aufgrund der hektischen Kameraführung und der furchtbaren Steuerung immer wieder ein Garant für Frust und Ärger. Boltzmanns spezielle Fähigkeiten werden nur für jede Menge mittelmäßig lustiger Oneliner, aber kaum zum Kreieren einzigartiger Spielmomente genutzt. Noch schlimmer: Die Unsterblichkeit unseres Helden wächst mit der Zeit zum Hauptärgernis heran. Dazu kommt noch ein höchst unkreatives Leveldesign sowie ebenso langweilige wie einfältige Bosskämpfe. Rebellion, das war (mal wieder) nichts!

 

 

„Soul Calibur V“ 8/10 Link

 

Schön und gut! Mit diesen zwei Worten lässt sich „Soul Calibur V“ am besten charakterisieren. Der aktuelle Auftritt der mittelalterlichen Schwertschwinger überzeugt mit seinen inneren Werten und gleichzeitig mit seinem hübschen Äußeren. Die feinen Änderungen im Gameplay, sowie neue Elemente wie die „Critical Edge“ bringen frischen Wind und sorgen gerade bei alt eingesessenen Fans für ein notwendiges Umdenken. Die Singleplayer-Optionen wirken im Gegensatz dazu ein wenig zu souverän gemeistert. Der Editor ist dabei sicherlich das beste Feature, schließlich ist der Baukasten noch umfangreicher als beim Vorgänger. Die Story allerdings hat uns leider nicht überzeugt. Einzelmatches und Arcade-Modus gehören dagegen in einem Beat'em Up zum guten Ton und wurden trotz hässlicher Menüs solide umgesetzt. Leider war der Online-Modus noch nicht testfähig. Wir werden euch daher zum Release ein Update nachreichen und unsere Wertung entsprechend anpassen. Denn aufgrund der von Project Soul versprochenen Features besitzt „Soul Calibur V“ sicherlich noch Spielraum nach oben.

 

 

„AMY“ 5/10 Link

 

Es ist doch wirklich zum Heulen! „AMY“ hatte unglaubliches Potenzial. Das Horror-Adventure hätte so eine geniale Spielerfahrung werden können. Denn die Zutaten sind alles andere als schlecht: Die Story ist mysteriös und gerade das Erforschen von Amys Vergangenheit und den außergewöhnlichen Fähigkeiten bietet viel Spielraum für kreative Ideen. Auch die Koop-Funktionen wie etwa das Heilen beim an die Hand nehmen gefallen uns richtig gut, da so eine emotionale Bindung zu der kleinen Heldin entsteht. Doch blöderweise verlieren sich all diese genialen Momente in einem Sumpf aus Designfehlern und Frust. Die Steuerung ist ein einziger Krampf und sorgte bei uns immer wieder für Wutausbrüche vor der Konsole. Hinzu kommt ein Leveldesign, dass nicht nur von seinem insgesamt zu uninspirierten Rätseln, sondern auch von einem miserablen Speichersystem geprägt wird. Einen echten Spielfluss gibt es hier nicht, stattdessen arbeiten wir uns eigentlich nur von einem kleinen Ärgernis zum nächst größeren vor. Daher können wir „AMY“ leider keine bessere Wertung oder gar eine Kaufempfehlung aussprechen. Horrorfans mit einer hohen Schmerz- und Frustgrenze können einen vorsichtigen Blick riskieren. Denn mit 9,99 Euro bei rund zehn bis zwölf Stunden Spielzeit gehört „AMY“ zumindest in Sachen Spielumfang zu den größeren Fischen im PSN-Teich.

 

 

„Tekken Hybrid“ 6,5/10 Link

 

Hauptargument für „Tekken Hybrid“ sind sicherlich die darin enthaltenen Spiele. „Tekken Tag Tournament“ macht auch nach über elf Jahren noch gewaltig Spaß, krankt allerdings an der etwas lieblosen Technik. Im Vergleich zu aktuellen Beat'em Ups zieht der Titel trotz starkem Gameplay zumeist den Kürzeren. Die Demo-Fassung von „Tag Tournament 2“ ist nicht mehr als ein kleines Goodie, mit dem sich Fans einen ersten Eindruck des im kommenden Jahr erscheinenden Nachfolgers verschaffen können. Der Animationsfilm „Tekken Blood Vengeance“ ist wirklich nur für leidensfähige Anhänger der Serie geeignet. Wir waren mehr als einmal kurz davor, den Film abzubrechen – trotz netter Technik und 3D-Effekte. „Tekken Hybrid“ eignet sich daher in erster Linie für echte Anhänger der „Tekken“-Saga und bedient deren Ansprüche auch sehr passend. Wer hingegen nur nach einem guten Prügelspiel sucht, ist wahrscheinlich bei „Ultra Marvel vs. Capcom 3“ besser aufgehoben.

 

 

„Rayman Origins“ 9/10 Link

 

„Rayman Origins“ ist das aktuell beste 2D-Jump'n'Run für die PlayStation 3. Das ist eine kleine Überraschung, hatte doch eigentlich niemand einen qualitativ derart hochkarätigen Titel erwartet. Aber wir haben uns sofort in „Rayman Origins“ verliebt. Das Spiel ist einfach ungeheuer sympathisch. Der Grafikstil und die Akustik passen wie die sprichwörtliche Faust aufs virtuelle Auge und das Gameplay ist trotz seiner Leichtigkeit ausgesprochen fordernd, zieht der Schwierigkeitsgrad über die zehn Stunden Spielzeit doch recht gut an. Der unkomplizierte Vier-Spieler-Modus rundet das Gesamtpaket ab. Wer um die Weihnachtszeit Lust auf ein witziges und liebevoll designtes Geschicklichkeitsspiel hat, der kommt an „Rayman Origins“ garantiert nicht vorbei!

 

 

„Saints Row: The Third“ 8,5/10 Link

 

Würde „Saints Row: The Third“ nicht dem Actiongenre angehören, dann würde auf der Packung sicherlich „Männerspiel“ stehen. Denn genau das ist es! „Saints Row“ ist gespickt von sexuellen Anspielungen, schrägen Ideen, Perversitäten und plumpem Humor, wie ihn viele wahrscheinlich von manch munterer Runde mit Freunden kennen. Aber genau deshalb gefällt uns dieses Spiel auch so gut! „Saints Row“ traut sich – trotz gängiger Spielmechanik – ein wenig anders zu sein, als die Konkurrenz. Es provoziert und übertreibt und trifft damit genau unseren Geschmack.

 

Doch sieht man einmal von der knallig lauten Verpackung ab, entdeckt man darunter ein insgesamt sehr solides und gut entwickeltes Actionspiel. Mit 20 bis 25 Stunden Spielzeit für Haupt- und Nebenmissionen ist es angenehm umfangreich. Die Abschnitte sind dank der übertriebenen Action und der vielen „Das machen die nicht wirklich“-Momente durch die Bank abwechslungsreich. Größter Wermutstropfen stellt zweifellos die etwas altbackene Kampfmechanik und die stupide Gegner-KI dar. Hoffentlich bessert Volition hier beim nächsten Mal ein wenig nach. Insgesamt aber ist „Saints Row: The Third“ ein empfehlenswertes Open-World-Game für alle, die auch zur dunklen Jahreszeit zum Lachen nicht in den Keller gehen wollen.

 

 

„Need for Speed: The Run“ 6,5/10 Link

 

„Need for Speed: The Run“ ist nach den sehr guten „Hot Pursuit“ und „Shift 2“ ein Rückschritt für die Serie. Dem Spiel fehlt es an tollen, einzigartigen Momenten. Nur selten reißt uns „The Run“ wirklich mit – wie etwa bei dem Entkommen vor den drohenden Lawinen. Viele der unzähligen Rennen sind eben einfach nur da. Gut spielbar, aber in sich zu arm an Höhepunkten. Selbst die Verfolgungsjagden mit der Polizei – sonst ein Garant für Adrenalin und wilde Stunts – verkommen hier zur Routine. Auf dem Roadtrip von San Francisco nach New York störte uns besonders der Zwang zu siegen und die Gummiband-KI. Diese Elemente nerven einfach auf Dauer und motivieren nicht gerade zum Weiterspielen. Aufgrund der Kürze der Rennen und der stark gescripteten KI-Gegner fühlen sich die Siege außerdem nicht wertig genug an. Daran ändert leider auch das Erfahrungssystem nichts, was zumindest ein wenig Abwechslung in den ansonsten sehr geradlinigen Rennalltag bringt. Das Autolog-Funktion rettet dagegen das Spiel vor einer noch größeren Schmach, da das gemeinsame Kämpfen um Positionen tatsächlich gewaltig für Freude sorgt. Insgesamt aber ist „Need for Speed: The Run“ ein Titel der Serie, den ihr getrost überspringen könnt. Hier wird spielerisch nichts Neues geboten. Sorry EA Black Box, better luck next time!

 

 

„Assassin's Creed Revelations“ 8,5/10 Link

 

„Assassin's Creed Revelations“ reiht sich in den diesjährigen Nachfolgertrend ein – souverän, aber nicht bahnbrechend. Ein bisschen verärgert sind wir aber dennoch: Baustellen wie etwa das allzu simple Kampfsystem oder das schwankende KI-Verhalten wurden einfach aus dem Vorgänger übernommen und nicht ausgebessert. So bleiben viele Stärken und Schwächen von „Brotherhood“ auch in „Revelations“ weiterhin bestehen. Aber trotz kleinen und mittleren Fehlern überzeugt das Gesamtergebnis erneut: Der Spielfluss und das Gameplay sind gelungen. Gerade die vielen Möglichkeiten – von der Assassinenbruderschaft bis zum Wiederaufbau der Stadt – überzeugen in Kombination mit der spannenden Dramaturgie und der gelungenen Inszenierung. „Assassin's Creed Revelations“ ist daher genau das, was viele von ihm erwartet bzw. befürchtet haben: Eine gelungene Fortsetzung, die zwar nicht vor Ideen oder Inspiration strotzt, aber dennoch für 15 bis 20 Stunden Spielspaß garantiert. Die wirklichen Gameplay-Neuerungen für die Serie kommen dann wohl erst in „Assassin's Creed 3“! „Revelations“ spielt sich gut und vertraut, lässt aber wie so viele Spiele zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft den Mut zu echten Innovationen vermissen.

 

 

„Der Herr der Ringe: Krieg im Norden“ 6,5/10 Link

 

„Der Herr der Ringe: Krieg im Norden“ ist kein schlechtes Spiel. Aber es fehlen einfach die Gameplay-Elemente, die über das Prädikat „ordentlich“ hinweg kommen. Das Kampfsystem hat mit seiner simplen Steuerung und den einfachen Kombinationen sicherlich seine guten Seiten. Allerdings stört uns der sehr repetetive Spielablauf begründend in dem allzu schlauchigen und gleichförmigen Leveldesign. Dass die Rollenspiel-Anteile verhältnismäßig klein und oberflächlich ausfallen, stört uns dagegen kaum. Schließlich ist „Krieg im Norden“ in erster Linie ein Actionspiel mit einer kleinen RPG-Zugabe. Allerdings fehlt uns gerade bei einem „Herr der Ringe“-Spiel die Faszination, die die Buch- und Filmvorlage ausmacht. Wo sind die tollen Charaktere? Wo die wirklich epischen Momente? All dies fehlt bei „Krieg im Norden“ leider. Übrig bleibt ein solides Action-Rollenspiel – frei von Experimenten oder innovativen Ideen.

 

 

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

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„Modern Warfare 3 Multiplayer Part“ 9/10 Link

 

„Modern Warfare 3“ spielt sich gerade online massiv anders als „Battlefield 3“. Während es in dem DICE-Shooter langsamer und strategischer zugeht, ist „Modern Warfare 3“ schnelles Run-and-Gun. Eine Sekunde nicht aufgepasst, schon hat man eine Kugel im Rücken. Der Spielablauf beschränkt sich dabei – mal abgesehen von den zuschaltbaren Extras – die meiste Zeit auf Infanteriegefechte. Die Spielmechanik dahinter erinnerte uns stark an „Modern Warfare 2“. Die Steuerung ist nahezu identisch und auch die Struktur der Karten hätte aus einem Map-Pack für den Vorgänger stammen können. Bei den 16 Karten hätten wir uns übrigens ein paar Interaktionsmöglichkeiten mehr gewünscht. Ansonsten gibt es aber bei „Modern Warfare 3“ die erwartete Mischung aus Häuserschlachten mit dezent veränderten Knotenpunkten. Einige in „Black Ops“ neu eingeführte Elemente – etwa der Zombie-Modus oder diverse Gimmicks – wurden direkt wieder entfernt. Das ist zwar bedauerlich, aber insgesamt machen Sledgehammer und Infinity Ward im Multiplayer trotzdem einen sehr guten Job. Die wenigen Neuerungen wie die verbesserten Abschussserien und die Klassenpakete, Modi wie „Abschuss bestätigt“ oder die erneut erstklassige Spezialeinheiten-Variante entschädigen für die Angst vor echten Innovationen. Nun stellt sich erneut die schwierige Frage: „Battlefield 3“ oder „Modern Warfare 3“? Aufgrund der immensen Spieltiefe, des grandiosen Spec-Ops-Modus und der unterhaltsamen Strike Packages sehen wir „Modern Warfare“ sehr weit oben im Shooter-Genre. Dank seiner deutlich anderen Spielausrichtung und des größeren Umfangs sehen wir „Modern Warfare 3“ auch im Multiplayer-Sektor minimal vor „Battlefield 3“. Was meint ihr dazu? Welches Spiel gefällt euch besser? Nutzt die Comment-Funktion und diskutiert über die Stärken und Schwächen dieser beiden Ego-Shooter.

 

 

„Call of Duty: Modern Warfare 3 Singelplayer“ 8,5/10 Link

 

Wie lange haben wir alle auf diese Entscheidung hingefiebert? Über Monate habt ihr diskutiert: Was ist besser - „Battlefield 3“ oder „Call of Duty: Modern Warfare 3“? Für uns hat „Modern Warfare“ die Nase in Puncto Singleplayer-Kampagne leicht vorne. Zwar ist der Shooter inzwischen technisch nicht mehr an der Spitze des Genres anzusiedeln, aber die Inszenierung der Missionen und die pure Action-Gewalt, mit der das Spiel über die PlayStation 3 hinweg fegt, ist und bleibt einfach beeindruckend. „Modern Warfare 3“ ist dabei sicherlich keine Innovationsgranate. Es hält sich geradezu stoisch an die Ideen seiner Vorgänger. Das muss aber nicht unbedingt falsch sein. Die Dramatik der Missionen ist absolut ungebrochen. Jeder Auftrag fühlt sich nach etwas Besonderem an. Jedes Feuergefecht wirkt in sich packend und spannend. Die Kampagne von „Modern Warfare 3“ erscheint in sich straffer als etwa bei „Battlefield 3“. Auch der Spielablauf ist aufgrund des höheren Actionanteils und der teilweise gesetzten Zeitlimits einfach schneller. Außerdem hatten wir in „Modern Warfare 3“ nicht mit KI-Bugs und anderen Fehlern zu kämpfen. Innerhalb der Level-Grenzen durften wir uns austoben, egal, ob wir lieber flankieren oder mit dem Kopf durch die Wand möchten. Trotzdem reicht es im Singleplayer-Sektor für „Call of Duty: Modern Warfare 3“ nicht mehr für die absolute Genre-Spitze. Andere Spiele wie etwa „Killzone 3“ oder „Resistance 3“ sind in ihrer Inszenierung ähnlich dramatisch, dabei aber technisch ausgereifter. Für Solo-Spieler ist „Modern Warfare 3“ daher zwar absolut empfehlenswert. Wir müssen aber auch darauf hinweisen, dass es Titel gibt, die für ähnliches Geld mehr Spielspaß bei besserer Technik bieten.

 

 

“Sonic Generations” 8/10 Link

 

Der "alte", stumme Sonic stiehlt hier zugegebenermaßen gleich in doppelter Hinsicht dem neuen die Show. Zum einen hat er das stärkere Gameplay auf seiner Seite, zum anderen ist er mit seiner pantomimischen Ausdrucksweise einfach viel sympathischer als das pseudo-hippe Plappermaul, das aus ihm geworden ist. Doch das bleibt eine Fußnote, ein Hinweis für die Entwickler, was man in den nächsten 20 Jahren besser machen kann. Dem Spaß mit diesem Spiel tut das keinen Abbruch. Die Fans halten dem Igel schließlich nicht wegen der Handlung und den Dialogen die Treue, sondern wegen des schnellen, unschuldigen Jump-and-Run-Kicks über bunten, Fantasiewelten, die sich schier endlos unter einem strahlend blauem Himmel erstrecken zu scheinen. Und davon erlebt ihr in "Sonic Generations" unterm Strich mit beiden Ausgaben des SEGA-Maskottchens noch mehr als genug. Als Querschnitt durch die Seriengeschichte ist dieses Spiel das beste Kontrastprogramm für die trüben Herbsttage. Da macht es auch nichts, wenn die späteren Level niemals mehr an die bauchstreichelnde Wohligkeit der Green Hill Zone herankommen. Happy Birthday, Blauer!

 

 

"House of the Dead: Overkill – Extended Cut" 7,5/10 Link

 

Unterm Strich ist die Note vielleicht etwas höher, als sie wäre, wenn Move-Besitzer aktuell nur so mit hochkarätigen Titeln für Sonys Eistüte überhäuft würden. "House of the Dead: Overkill – Extended Cut" ist eine solide, aber sicher nicht weltbewegende Modernisierung einer ebenso soliden Vorlage. Nichts Essenzielles, aber für eine schnelle Runde markigen Splatters und meist sehr lustiger Sprüche zwischendurch ein mehr als nur akzeptabler Kandidat, sollte einem das Original durch die Lappen gegangen sein. Und zudem wird das Spiel im europäischen Umland zu einem recht schmalen Preis gehandelt.

 

 

„Battlefield 3 Multiplayer“ 9/10 Link

 

Nach dem etwas enttäuschenden Singleplayer holt DICE die Kohlen noch einmal aus dem Feuer. Die Online-Optionen sind wieder „Battlefield“ pur und glänzen mit knackigen Duellen, gut ausbalancierten Klassen und Fahrzeugen. DICE propagiert immer wieder die berüchtigten „Battlefield“-Momente, aber tatsächlich sind sie es, die diesen Multiplayer von vielen anderen Ego-Shootern abheben. Die Kombination aus Vehikeln, offenen Maps und Infanteriekämpfen bleibt einfach ungeschlagen und sorgt immer wieder für tolle Events auf dem Schlachtfeld. Aus technischer Sicht müssen wir leider die rosarote Brille abnehmen und zugestehen, dass DICE offensichtlich in der PS3-Version einige Einsparungen vornehmen musste. Gerade die Ausleuchtung und teilweise auch die Animationen haben wir schon besser gesehen. Trotzdem ist „Battlefield 3“ garantiert kein Technik-Flop, schaut man sich allein die gelungenen Zerstörungseffekte an. Der Mehrspieler-Modus erhält insgesamt von uns eine klare Kaufempfehlung. Seine Vielseitigkeit und Abwechslung motiviert für Wochen und Monate. DICE hat mit „Battlefield 3“ sicherlich einen sehr starken Shooter mit Multiplayer-Fokus auf die Beine gestellt, aber das Rad gerade auf der PlayStation 3 nicht neu erfunden. Obwohl für Online-Vielspieler sicherlich ein Pflichtkauf, ist „Battlefield 3“ alles in allem dem Hype nicht gerecht geworden.

 

 

„Battlefield 3 Singelplayer“ 8/10 Link

 

Tja, die ganz große Shooter-Bombe hat DICE mit dem Singleplayer von „Battlefield 3“ nicht platzen lassen. Die Inszenierung ist zweifellos brillant. Bei der Jet-Mission ist uns fast schlecht und beim Fallschirm springen beinahe schwindelig geworden. Die Shooter-Mechanik und auch die Abwechslung stimmen bei „Battlefield“ einfach. Langeweile kommt hier nur selten auf. Aber trotzdem beschlich uns immer wieder das Gefühl, dass uns während der „normalen“ Zu-Fuß-Missionen das Besondere fehlte. Ja, das Ballern funktioniert, aber es sind letztlich die Kleinigkeiten, die uns beim Spielablauf immer wieder störten. Dazu gehört vor allem das sehr starre Script-Design. Wir hatten – trotz aller Bemühungen der Entwickler – ständig das Gefühl, dass wir einem Drehbuch folgen mussten, um die optimale Spielerfahrung zu genießen. Wichen wir davon nur marginal ab, gerieten die Scripts und die KI schon ins Schwimmen und offenbarten jede Menge Schwächen. Gegner rennen plötzlich direkt ins Feuer oder sehen uns nicht. Unsere Kameraden ballern in einen leeren Raum, obwohl wir diesen schon vor Minuten voreilig geklärt hatten. Oder wir stehen vor unsichtbaren Wänden, weil der jeweilige Bereich noch nicht freigegeben ist. Trotzdem ist „Battlefield 3“ ein starker Shooter. Gerade die Inszenierung täuscht über so manchen Logikfehler, die Scripts und den dünnen Plot hinweg. Den Singleplayer-Thron allerdings erobert DICE allerdings nicht, auch wenn „Battlefield 3“ zweifellos Spaß macht.

 

 

„Uncharted 3: Drake's Deception“ 9,5/10 Link

 

„Uncharted 3: Drake's Deception“ ist genau das, was alle davon erwartet haben: Ein grandioses Actionerlebnis! Die Spielmechanik blieb nahezu unangetastet, lediglich einige Bereiche wie etwa der Melee-Combat oder die Umgebungsphysik wurden gewinnbringend erweitert. Das Gesamtergebnis ist absolut beeindruckend: „Uncharted 3“ sieht fantastisch aus, ist eine emotionale Achterbahnfahrt und spielt sich – bis auf wenige Kamera- und Steuerungsschwierigkeiten – klasse. Gerade die Mschung aus knallharter Action, Rätsel- und Kletterpassagen macht erneut den ganz großen Reiz aus. Hinzu kommt eine wirklich spannende Hintergrundgeschichte, die gerade gegen Ende hin immer mehr Fahrt aufnimmt. Hier wird jeder passionierte PS3-Spieler acht bis zehn Stunden richtig gut unterhalten. Langeweile haben wir nicht einmal verspürt. Vielmehr ist es die Varianz in seinen Charakteren, Schauplätzen und Aufgaben, die uns bei „Uncharted 3: Drake's Deception“ immer wieder begeistert und noch ein weitere Kapitel spielen lässt. Allein das Singleplayer-Abenteuer rechtfertigt aufgrund seiner unbestreitbaren Qualitäten bereits den Kauf. Der Mehrspieler-Modus machte in der Beta mit all seinen Varianten bereits jetzt einen klasse Eindruck. Machen wir die Sache kurz: „Uncharted 3: Drake's Deception“ ist der erwartete Hit – ohne wenn und aber!

 

 

"Ace Combat: Assault Horizon" 8,5/10 Link

 

Am Ende ist man dann aber doch sehr froh, sich mit "Ace Combat: Assault Horizon" auseinander gesetzt zu haben. Wir planen fest damit, mit dem Spiel auch nach dem Verkaufsstart am Freitag noch so einige Runden online zu drehen, wo ihm hoffentlich ein langes Leben beschert ist. Auch wenn Project Aces es gegen Schluss des Spiels mit dem Dog-Fight-Modus übertreibt, ist man unterm Strich doch froh über diese Ergänzung zur Reihe: Wo man sonst aus der Ferne etwas teilnahmslos den Lenkraketen die Arbeit überließ, wird nun mehr Einsatz vom Spieler gefordert. Jeder Gegner wird so zu einer größeren Herausforderung, einem echten Kampf – und das in einer Intensität, wie man sie so nur von wenigen anderen Spielen kennt. "Assault Horizon" muss sich vor den Bodentruppen von "Modern Warfare 3" oder der Konkurrenz von DICE keineswegs verstecken.

 

 

„Batman: Arkham City“ 9,5/10 Link

 

Es klingt irgendwie paradox: Aber eigentlich wollen wir gar nicht mehr weg aus Arkham City. Rocksteady's neuester Streich setzt den Weg, den „Arkham Asylum“ vorgegeben hat, nicht nur souverän fort, sondern baut das Spielideen und das Gameplay noch weiter aus. Klingt der pure Spielumfang bereits auf dem Papier sehr beeindruckend, so ist es weniger die Anzahl der Haupt- und Nebenquests, die uns begeistert, sondern deren Verbindung zur Spielwelt und ihrer Aufbereitung. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, irgendwelche lahmen Fließbandmissionen zu erfüllen. An jedem Auftraggeber hängt ein Schicksal und dass zieht uns sofort emotional in jeden Level hinein. Dieses Bewusstsein für die Macht der Comic-Lizenz zeichnet Rocksteady und damit natürlich auch „Batman: Arkham City“ aus. Die Entwickler schaffen es, die Charaktere und das Gameplay zu einem großen Ganzen zu verknüpfen. Dadurch ist die Spielwelt authentisch und die Figuren in sich schlüssig. Das Gameplay mit all seinen Facetten ist dabei ebenso stimmig an das kleine „Arkham“-Universum angepasst worden. Ein Batman tötet nicht. Er tüftelt, schaltet aus, manipuliert oder schlägt KO. Rocksteady haben hier ein ganz großes Spiel entwickelt, welches sich zum nahenden Weihnachtsgeschäft vor keinem Spiel verstecken muss. Denn von der Spielintelligenz, die in einem „Batman: Arkham City“ steckt, kann sich manch anderes Game noch eine gehörige Portion abschneiden.

 

 

„Crysis“ 7,5/10 Link

 

Eigentlich hätte sich Crytek zum vierjährigen Geburtstag von „Crysis“ selbst ein Geschenk mit einer richtig guten PS3-Umsetzung machen können. Aber der Ego-Shooter bleibt technisch hinter den Erwartungen zurück: Gerade die unzähligen Bugs und das Tearing stören den Spielspaß gewaltig. Und das Wissen, dass da auch mal ein Multiplayer-Modus im Quellcode umher geisterte, sorgt bei uns ebenfalls nicht gerade für Jubelstürme. Davon mal ganz abgesehen, ist „Crysis“ auf der PlayStation 3 ein ordentlicher Vertreter seiner Zunft. Die Spielmechanik und das Leveldesign sind dank der Nanosuit-Funktionen und der verbesserten Steuerung sehr gelungen. 19,99 Euro sind im PSN-Store natürlich eine Hausmarke, aber wer noch Guthaben übrig hat und über so manchen Grafikfehler hinweg schaut, der wird in „Crysis“ recht gut unterhalten.

 

 

„RAGE“ 8,5/10 Link

 

Auch wenn die Geschichte und gerade deren Ende hinter den Möglichkeiten zurück bleibt, motiviert „RAGE“. Es ist das Szenario und die starke Shooter-Mechanik, die hier für ordentlich Spielspaß sorgen. Wer Shooter mag und Arcade-Racer ebenfalls, der wird an „RAGE“ seine Freude haben. Als Ego-Shooter mit Rennspieleinlagen ist „RAGE“ klasse. Die Steuerung ist ausgesprochen direkt und flüssig – eben typisch id Software. Das Waffenarsenal bleibt dank der vielen verschiedenen Modelle, Munitionsarten und Gadgets über die gesamte Spielzeit von 15 bis 20 Stunden frisch und abwechslungsreich. Die verrückten Gegner sind dabei ein Hingucker für sich. Ihre Bewegungen und Verrenkungen samt Interaktion mit der Umgebung sind immer wieder überraschend. Gut, die Missionen sind durch die Bank sehr schlauchig, aber id Software versteckt diesen Makel geschickt durch sehr variantenreiche Abschnitte und ständig wechselnde Szenarien. „RAGE“ ist leider nicht ganz die erhoffte Revolution des Shooter-Genres. Denn id Software konnte sich nicht vollends von seinen Oldschool-Fesseln und den eigenen Firmen-Ursprüngen lösen. Die Rollenspielelemente und das Open-World-Szenario wurden nicht auf höchstem Niveau, sondern lediglich gut umgesetzt. Die technischen Macken des Spiels verhindern eine Wertung in höchsten Regionen.

 

 

„Resident Evil 4 HD“ 8/10 Link

 

Uns hat wieder das „Resident Evil 4“-Fieber gepackt. Zwar ist der Aha-Effekt von 2005 verflogen, aber Spaß macht das Gruselgame dennoch. Schließlich hat das Spiel trotz der etwas dürftigen HD-Grafik kaum etwas an Atmosphäre eingebüßt. Kaum hatten uns die besessenen Dorfbewohner anfangs in der Hütte eingekreist, war die Panik wieder da – verschwitzte Hände inklusive. „Resident Evil 4 HD“ ist sein Geld wert, gerade für Fans der Serie und solche, die damals nicht in den Genuss des Spiels gekommen sind. Genre-Quereinsteiger sollten sich aber überlegen, ob sie sich wirklich mit der insgesamt antiquierten Technik und der hakeligen Steuerung anfreunden oder nicht doch lieber aktuelle Ableger wie „Dead Space 2“ spielen möchten.

 

 

„X-Men: Destiny“ 4,5/10 Link

 

Die ersten Minuten macht „X-Men: Destiny“ noch Spaß: Wir treffen jede Menge coole Superhelden und verprügeln die Schurken der „Purifier“. Und verprügeln die „Purifier“. Und verprügeln die „Purifier“. Spätestens nach einer halben Stunde fühlt sich das Actionspiel wie eine Versoftung von „Täglich grüßt das Murmeltier“ an. Das Missionsdesign ist derart unkreativ und armselig wie wir es schon lange nicht mehr gesehen haben. Selbst die insgesamt durchaus solide Kampfmechanik kann „X-Men: Destiny“ nicht mehr retten. Wer hier auf ein cooles Superhelden-Epos gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Spielt lieber „InFamous 2“ - denn das Spiel hält, was es auf dem Cover verspricht.

 

 

„Dark Souls“ 9/10 Link

 

„Dark Souls“ ist wie der alte, strenge Mathelehrer in der Schule. Irgendwie habe ich immer gehasst, schließlich brummte er einem die meisten Hausaufgaben auf und stellte die schwierigsten Klausuren. Trotzdem war die Begeisterung dann umso größer, als ich schließlich mit einer guten Note nach Hause kam. Denn diese hatte ich mir erarbeitet. Mit Fleiß, Einsatz und Köpfchen. Und genauso spielt sich auch „Dark Souls“. Es ist zuweilen frustrierend schwer und während unseres tagelangen Tests haben wir geflucht, geschrien, die Konsole genervt ausgeschaltet und das Gamepad durch die Gegend geworfen. Aber wir haben immer weiter gespielt. Denn unser Scheitern wird hier logisch erklärt: Wir waren einfach zu diesem Zeitpunkt zu schlecht für das Spiel. Doch nach unzähligen Versuchen hatten wir die Taktik raus und umso größer war der Triumph, als wir unseren einst übermächtigen Gegner endlich besiegt hatten. „Dark Souls“ ist ein beinharter Lehrmeister, belohnt aber mit einem wunderschönen, in sich stimmigen Universum und unzähligen genialen Momenten.

 

 

„Child of Eden“ 8,5/10 Link

 

„Child of Eden“ bläst einen förmlich von der Couch. Die Bilder- und Farbenflut ist einfach unglaublich. Und in Kombination mit der Elektromusik jagt uns das Spiel immer wieder Gänsehaut über den Rücken. Da macht es gar nichts, dass „Child of Eden“ eigentlich ein Leichtgewicht ist. Viel zu entdecken gibt es im klassischen Sinne nicht und mit vier Stunden ist das Abenteuer im PS3-Phantasialand auch ziemlich kurz. Empfehlen wir „Child of Eden“ trotzdem? Natürlich! Denn es ist anders. Es ist ein Computerkunstprodukt in Reinkultur. Kaum ein anderes Spiel verknüpft Bilder und Töne zu so einem tollen, sinnlichen Erlebnis.

 

 

"Renegade Ops" 8/10 Link

 

Letzten Endes ist "Renegade Ops" ein sehr gelungener Ausflug in eine Ära kompromissloser und aus heutiger Sicht etwas alberner Ballerspiele, die einen ganz eigenen Charme versprüht. Avalanche hat seine Hausaufgaben gemacht und stellt das Actionspiel auf kräftige Gameplay-Beine, die es gerade unter Fans klassischer Spielekost sehr weit tragen dürften. Und dabei müssen diese nicht einmal auf den Komfort, die tolle Technik und die fortschrittlichen Mehrspieler-Aspekte verzichten, die moderne Games heutzutage so von ihren Ahnen differenzieren. Für 12,99 eine klare Kaufempfehlung!

 

Edited by Weißer Engel

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

- Abraham Lincoln -

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„FIFA 12“ 9/10 Link

 

„FIFA 12“ gefällt mit seiner neuen Player Impact Engine, einem robusten Abwehrverhalten und üppigem Spielumfang. Noch nie war ein Fußballspiel aus dem Hause EA Sports derart komplex und fordernd. „FIFA 12“ hat sich weiterentwickelt und steht Kopf an Kopf mit „Pro Evolution Soccer“ an der Genrespitze. Denn es leistet sich keine gravierenden Schwächen und wirkt in sich sogar ausgereifter als seine japanische Konkurrenz. Es richtet sich aber eher an Freunde des taktische Fußballs, die kein Problem mit langen Zweikampf und viel Mittelfeldgetöse haben. Hier wird vielleicht weniger flotte Strafraumaction als in „Pro Evolution Soccer“ geboten, doch dafür sind es gerade die harten Tacklings und die packenden Matches mit dem etwas langsameren, aber nicht minder spannenden Spielablauf, die „FIFA 12“ auszeichnen.

 

 

"PES 2012" 9/10 Link

 

"PES" ist in diesem Jahr eine echte Macht, die man Fußballfans uneingeschränkt empfehlen kann – Wenn man von den Aussetzern der Torleute mal absieht. Der Schwung, mit dem die PES Productions aus der Kabine kommen und ihr Baby mit sinnigen Neuerungen aufwerten, ist eine der größten Überraschungen des Jahres. Nirgends fliegen die Bälle mit mehr Schmackes – das ist bekannt. Anno 2012 bringen aber die neue KI und die gestraffte Steuerung so viel Bewegung und Spannung ins Spiel, dass niemand mehr der lizenzverwöhnten, mittlerweile hochkompetenten und technisch ambitionierteren Konkurrenz hinterher weinen muss. "PES 2012" ist Fußball ohne Augenwischerei. Ein Spektakel zwischen stets ungemein individuellen Spielern und Mannschaften, das sich einfach zeitgemäß, leidenschaftlich und echt anfühlt. So kann das Fußballjahr weitergehen. Rein vom Gameplay ist PES das NBA 2K der Fußballspiele.

 

 

„Formel 1 2011“ 8,5/10 Link

 

Ihr habt es vielleicht schon gemerkt: Die wirklich großen Kritikpunkte des Vorgängers hat Codemasters allesamt ausgebügelt! „Formel 1 2011“ präsentiert sich als erstklassige Rennsimulation, die mit einigen Patches – etwa für die seltsame Auslegung der Strafen oder einem aktualisierten Starterfeld – sogar noch an die 9.0 heran reichen könnte. Fans des Rennzirkus können sich hier so richtig austoben. Gerade der pure Fahrspaß steht im Vordergrund. Die Fahrzeugphysik ist erstklassig und die verbesserten Reifen sorgen noch einmal für zusätzliche taktische Möglichkeiten. Elemente wie KERS und DRS wurden ebenfalls passend in den Zusammenhang eingebunden. Problemzonen wie die mogelnden KI-Fahrer gehören der Vergangenheit an. Das kommt gerade dem Karrieremodus zu gute, der auch von den Erfahrungspunkten und den Upgrades profitiert. Auch wenn fünf Jahre für manch einen Core-Zocker zu kurz sein werden, so motiviert die Karriere ganz hervorragend. Denn so richtig Freude dürfte schließlich beim gemeinsamen Kampf um Punkte im Online-Modus aufkommen. Kurzum: „Formel 1 2011“ lohnt sich – gerade für Simulationsfreunde mit Online-Zugang und Benzin im Blut.

 

 

„From Dust“ 8/10 Link

 

Wir lieben ungewöhnliche Spielideen. Und deshalb gefällt uns auch „From Dust“. Das Jonglieren mit den Elementen und die damit verbundenen taktischen Möglichkeiten zeugen von der kreativen Schöpfungskraft von Ubisoft Montpellier. Schön, dass es doch noch Entwickler gibt, die ihre Visionen und Ideen in die Tat umsetzen. Das Spielkonzept ist anders, aber dadurch eben auch frisch und das Szenario absolut unverbraucht. Leider fehlten uns einige zusätzliche Spielmodi und nicht zuletzt eine vernünftige Story. „From Dust“ setzt also bewusst auf sein einzigartiges Gameplay und sei daher allen Freunden von Göttersimulationen wie „Black & White“ oder „Populous“ ans Herz gelegt. Denn spielenswert ist dieser Download-Titel allemal!

 

 

„Space Marine Warhammer 40.000“ 6,5/10 Link

 

Es tut uns schon fast in der Seele weh: „Space Marine“ ist eigentlich perfekter Fanservice. Das Spiel ist einfach eine Hommage an das „Warhammer 40.000“-Universum. Die technische Umsetzung ist klasse und stimmungsvoll bis in den letzten Pixel. Wäre doch das Gameplay auf einem ähnlichen Niveau. Selten ist uns ein Spiel untergekommen, das sich derart schnell wiederholt. „Space Marine“ spielt sich über die zehn bis zwölf Stunden nahezu identisch. Das wäre noch nicht einmal tragisch, würden nicht Designmacken wie etwa das eintönige Kampfsystem, das mühsame Health-Sammeln und natürlich der schlecht ausbalancierte Schwierigkeitsgrad dazu kommen. „Space Marine“ büßt daher sehr schnell an Faszination ein. Es fehlt hier einfach überall an Abwechslung. Etwas, dass uns der umfangreiche Editor im Mehrspieler-Modus geradezu unter die Nase reibt. Relic Entertainment hatte offensichtlich mehr Ideen, als sie letztlich in „Space Marine“ zeigen konnten. So ist das Actionspiel leider Genre-Einheitsbrei, der wohl gerade im Singleplayer-Bereich ohne seine „Warhammer“-Lizenz noch viel tiefer im Wertungskeller gelandet wäre.

 

 

„Resistance 3“ 8,5/10 Link

 

„Resistance 3“ kratzt an der 9.0, kommt allerdings nicht ganz dran. Das liegt im Singleplayer an der kurzen Spielzeit und an den kleinen Schwächen. Wichtigster Grund aber sind die fehlenden Innovationen. So macht „Resistance 3“ natürlich über die gesamte Spielzeit Spaß. Aber irgendwann haben wir uns die Frage gestellt, ob da noch mehr kommt: Die Gegnerhorden wurden größer, die Spannung intensiver. Aber der endgültige Kick in die obersten Wertungsregionen fehlte einfach. Das soll aber natürlich nicht heißen, dass „Resistance 3“ ein Durchschnitts-Shooter ist. Ganz im Gegenteil: Insomniac Games hat der Serie wieder Leben eingehaucht. Der neue Held passt zur Atmosphäre des Spiels. Und das verbesserte Waffenarsenal macht die Bestienhatz gleich nochmal so spaßig. Trotzdem hätten wir uns gerade zum Ende des Singleplayers noch mal ein paar coole Überraschungen und vielleicht nochmal Nachdruck gewünscht. Was den Mehrspielermodus angeht, so müssen wir abwarten. Die hier präsentierten Spielmodi scheinen durch die Bank durchdacht und sind in der Praxis auch gut spielbar. Allerdings müssen wir abwarten, wie sich die Server schlagen, wenn das Spiel in den Läden steht. Trotzdem: „Resistance 3“ bekommt von uns eine klare Kaufempfehlung! Shooter-Fans sollten sich dieses Spiel nicht durch die Lappen gehen las

 

 

"Dead Island" 7/10 Link

 

Viel fällt einem dazu nicht ein. Nun gut, außer natürlich den 1566 Worten, die wir hier drüber geschrieben haben. "Dead Island" ist keine Katastrophe und in kleinen Schüben gespielt, macht das Freischalten von Waffen und Metzeln von fleischig zerfallenden Untoten auch Spaß. Wenn man aber auf die Summe der Versäumnisse schaut, muss man sich wirklich ärgern, dass hier Techland nicht einen überzeugenderen Titel abgeliefert hat. In keiner Kategorie fehlt besonders viel, im Grunde sieht man an allen Ecken und Enden, wie man mit kleineren strukturellen Umstellungen ein weitaus schlüssigeres Erlebnis daraus hätte machen können. Aber es hat halt nicht sollen sein. Hoffen wir, dass Techland irgendwann noch einmal die Chance bekommt, mit diesem Konzept ans Reißbrett zurückzukehren und ein paar Dinge besser zu machen. Bis dahin gilt: Kann man kaufen, muss man aber ganz sicher nicht.

 

 

"Driver: San Francisco" 8/10 Link

 

Nachdem im Grunde nur der erste Teil Weg weisende Züge trug, machen die Serienerfinder von Reflections in diesem Rettungsversuch wieder fast alles richtig: Das Szenario ist exzellent gewählt, das Shift-Feature vielleicht nicht wirklich für zukünftige Spiele reproduzierbar, dafür aber umso sinnvoller in den Fahr-Alltag eingebunden, während unterm Strich – und das muss man auch als Spieletester ab und an mal so lapidar sagen dürfen – einfach der Spaß stimmt. Das Spiel befriedigt die Grundbedürfnisse bleifüßiger Spieler überaus kompetent und wird einfach nie langweilig. Darüber hinaus ist der Umfang aller Ehren wert. Da macht es auch nur wenig, dass der sonst so schnelle Grafikmotor bei wilden Verfolgungsjagden schon mal ins Stottern kommt, die Balance samt teils nervigem Gummiband nicht immer stimmt und die Geschichte ein wenig fahrig wirkt. Der Driver ist wieder wer!

 

 

"Spelunker HD" 4/10 Link

 

Nicht falsch verstehen, liebe Fans des Originals. Niemand macht Spelunker sein verdientes Plätzchen in der Spielegeschichte streitig. Und definitiv gibt es auch heute noch eine Zielgruppe für Spiele, denen der Sinn einzig und allein danach steht, ihrem Gast den Hintern zu versohlen. Doch auch im Bereich anspruchsvoller Hartkost gibt einfach es deutlich eingängiger zu steuernde und unterm Strich fairere Titel im PSN. Zu träge sind Fortbewegung, Item-Nutzung und allgemeiner Ablauf, als das allein das Spielen echten Spaß bereiten würde. Trotzdem muss man Spelunker HD eines zu Gute halten: Man hat nie das Gefühl, es hier mir zynischer Geldmache zu tun zu haben. Es ist am Ende eben doch eine sehr aufschlussreiche und in ihrer Gnadenlosigkeit faszinierende Expetition in die längst verschüttete, versteinerte und (fast) vergessene Urzeit der Spiele. Und als solche ist es nur normal, dass sie ebenso antiquiert anmutet, wie die zahllosen Relikte, mit denen sich die leidensfähigen Besucher der Spelunker-Höhlen die Taschen voll machen, bevor ihnen eine Ladung Fledermausdung die Stirnlampe ausknipst.

 

 

„God of War Collection Volume II“ 8/10 Link

 

„God of War Collection Volume II“ ist perfekter Fanservice. Denn garantiert hatten viele von euch Kratos' PSP-Abenteuer noch nicht in den Fingern. Für die lohnt sich jetzt der Kauf des mit rund 40 Euro verdammt günstigen Doppelpacks. Mit einer Spielzeit von rund zwölf Stunden bieten „Chains of the Olympus“ und „Ghost of Sparta“ das für die Serie bekannte Gameplay. Hier wird nicht an brachialen Schlachten, Bosskämpfen, Sex und Blut gespart. Aber: Technisch und spielerisch fallen die PSP-Aushängeschilder klar vom großen PS3-Bruder „God of War III“ ab. Die Bildgewalt geht in einigen Gefecht doch deutlich aufgrund fehlender Effektdichte verloren, die Animationen wirken zuweilen ein wenig kantig. Hier zeigt besonders „Chains of the Olympus“ Abnutzungserscheinungen. Das Gameplay der PSP-Portierungen ist in Sachen Pacing – also der Balance zwischen Action- und Rätselpassagen – nicht ganz so stark, wie andere aktuelle Hack&Slay-Titel für die PS3. Trotzdem: „God of War Collection: Volume II“ bietet massig Spielspaß fürs Geld und ist damit für jeden Gamer absolut empfehlenswert.

 

 

„Deus Ex: Human Revolution“ 8,5/10 Link

 

„Deus Ex: Human Revolution“ ist auf jeden Fall ein Spiel, dem ihr ein wenig Zeit geben müsst. Der Anfang ist störrisch. Man spürt zwar bereits die gewaltige Atmosphäre und Spieltiefe, diese werden aber überlagert durch die etwas pfriemelige Steuerung und die vielen kleinen technischen Macken. Doch mit jeder Spielstunde wird „Deus Ex“ interessanter. Mit jeder neuen Missionen deckt ihr neue Details, Geheimnisse und Intrigen auf. Und natürlich entwickelt sich euer Adam Jensen auch nach euren Wünschen weiter, bis er schließlich eurer Spielweise entspricht. „Deus Ex“ ist beinahe ein Schritt zurück in längst vergangene Gaming-Tage. Es ist langsam, bedächtig und dabei doch ungemein tiefgründig und belohnend. Hier steht nicht die Bombast-Präsentation und das Spektakel im Vordergrund! In „Deus Ex“ geht es darum, eine Geschichte zu erzählen und dabei mit den Gameplay-Elementen zu spielen. Gut, einige Wege in den Levels wirken arg konstruiert und die Gegner-KI ist auch nicht auf der Höhe. Aber abgesehen von diesen Schwächen ist „Deus Ex: Human Revolution“ ein tolles Shooter-RPG, das wir denen unter euch wärmstens empfehlen, die mal wieder 30 oder mehr Stunden in einer virtuellen Spielwelt versinken wollen.

 

 

„Call of Juarez: The Cartel“ 4/10 Link

 

Wann immer ein Testmuster erst zum Release eines Spiels bei uns eintrudelt, sind wir skeptisch. „Call of Juarez: The Cartel“ hat bereits in unseren Preview-Sessions einen schwachen Eindruck hinterlassen. Traurigerweise hat sich dieser nun endgültig bestätigt! Der Ego-Shooter strotzt vor Fehlern und wirkt lieblos dahin gesaut. Techland hatte offensichtlich keine Lust auf das Projekt. Und bei Ubisoft schläft die Qualitätskontrolle wohl lieber, als dass sie ihre Arbeit erledigt. Anders können wir uns die Ideen- und Lieblosigkeit kaum erklären, mit der „Call of Juarez: The Cartel“ in Bits und Bytes zusammen geschustert wurde. Es ist zweifellos einer der schwächsten Ego-Shooter, der bislang für die PlayStation 3 erschienen ist. Wirklich schade ist es wirklich nur um den soliden Koop-Modus und die wenigen feinen Ideen. Denn mit ein wenig Hingabe hätte man auch mit dem modernen Western-Szenario ein richtig gutes Spiel zaubern können.

 

 

„ Captain America: Super Soldier “ 5/10 Link

 

„Captain America: Super Soldier“ ist kein abgrundtief schlechtes Spiel. Die Kämpfe sind durchaus unterhaltsam und insgesamt durchdacht. Trotzdem die Animation der Figuren steif und die Umgebung recht detailarm sind, so vergeht die erste Stunde recht schnell. Doch dann fehlt „Captain America“ einfach das notwendige Etwas, um uns bei der Stange zu halten. Die Story ist zu langweilig. Die Kämpfe nicht abwechslungsreich genug. Und dem Rest des Spiels fehlt es an Ideen und einzigartigen Momenten. „Captain America“ ist sicherlich eine der "besseren" Filmumsetzungen der letzten Zeit, aber deshalb noch lange kein gutes Spiel, es ist wie die Wertung es zum Ausdruck bringt: absolutes Mittelmaß.

 

 

„Super Street Fighter IV: Arcade Edition“ 8,5/10 Link

 

Naja, eigentlich konnte mit „Super Street Fighter IV: Arcade Edition“ wenig schief gehen. Die Vorgänger waren ja bereits erstklassige Prügler. Und letztlich handelt es sich bei der „Arcade Edition“ um nicht mehr, als um ein DLC-Add-On. Die vier neuen Kämpfer und die kleineren Tweaks sind sicherlich eine nette Ergänzung für „Street Fighter“-Profis. Alle anderen müssen sich die Frage stellen, ob sich der Kauf wirklich lohnt. Denn für 15 Euro als DLC oder für knapp 30 Euro als Vollversion bietet das Spiel eigentlich keine Innovationen. Wer allerdings neu ins „Street Fighter“-Geschäft einsteigen will, sollte direkt zur Arcade Edition“ greifen.

 

 

„ F.E.A.R. 3 “ 6/10 Link

 

Wir hatten von „F.E.A.R. 3“ mehr erwartet. Mehr Grusel. Mehr Spannung. Mehr Kreativität. Das Szenario bietet eigentlich eine ausreichend große Grundlage, um daraus ein wirklich packenden Ego-Shooter zu zaubern. „F.E.A.R. 3“ ist lediglich ein solides Actionspiel – gerade im Koop-Modus. Zwar geht dabei komplett der Grusel verloren, aber im Teamplay kommt zumindest Spielspaß auf.

 

Allein dagegen werden die Schwachstellen von „F.E.A.R. 3“ umso deutlicher: Die Story ist zu dünn. Die Levels sind schlauchig, wie in kaum einem anderen Spiel. Und gerade das Kapiteldesign ist unkreativ bis ins Mark. So ist „F.E.A.R. 3“ zwar keineswegs katastrophal schlecht oder macht keinen Spaß. Im Vergleich zu anderen Shootern allerdings fehlen hier jedoch Ideen und gerade auf technischer Seite handwerkliches Geschick. Daher ist das Spiel allenfalls wegen seines gelungenen Mehrspieler-Teils empfehlenswert.

 

 

„ Dungeon Siege 3 “ 6,5/10 Link

 

Mit Obsidian ist das immer so eine Sache. Die Jungs haben tolle Ideen auf Lager. Doch gelingt es ihnen nur selten, diese Gedanken auch in einem fertigen Spiel unter zu bringen. Bei „Dungeon Siege 3“ scheitert Obsidian Entertainment erneut an den eigenen Ambitionen. Es sollte eine Mischung aus „Diablo“ und dem PS2-Klassiker „Baldur's Gate: Dark Alliance“ werden. Heraus kam schließlich ein Action-Rollenspiel, das weder Fisch noch Fleisch ist. Viele kleine Schwächen und Unstimmigkeiten sorgen insgesamt nur für eine durchschnittliche Bewertung. Über die besagten Technik-Probleme schauen wir ja bei RPGs gerne hinweg. Aber das etwas stiefmütterlich behandelte Charaktersystem und auch die teilweise arg gestreckt wirkenden Quests haben uns immer wieder aus der Illusion des Fantasy-Reichs Ehb heraus gerissen. Trotzdem ist „Dungeon Siege 3“ eine Reise wert. Gerade wenn ihr gerne mit einem Freund vor der Glotze sitzt und gemeinsam Dungeons plündert. Es ist die Sammelwut und die Neugierde auf neue, noch bessere Objekte, die bei „Dungeon Siege 3“ am meisten motiviert. Daher empfehlen wir: Probiert „Dungeon Siege 3“ aus. Viele werden die muntere Items-Jagd garantiert unterhaltsam finden.

 

 

„ Shadows of the Damned “ 7/10 Link

 

„Shadows of the Damned“ lebt von seinen schrägen Charakteren und dem frischen Szenario. Die Dialoge zwischen Johnson und Garcia sprühen immer wieder vor schweinischen Witzen. Und auch die Hintergrundgeschichte ist trotz fehlender Wendungen motivierend genug. Leider hält das Actionspiel dieses Niveau nicht in allen Bereichen. So ist das Leveldesign trotz einiger netter Ideen zu eintönig. Das Konzept von Licht und Dunkelheit hätten die Entwickler konsequenter und kreativer umsetzen müssen. Die Suche nach Kronleuchtern oder Feuerwerksanlagen nutzt sich sehr schnell. Die Finsternis selbst sorgt in manchen Situationen eher für unnötigen Stress, als für wohlige Spannung. Daher ist „Shadows of the Damned“ ein Liebhabertitel und zugleich ein kleiner Insider-Tipp. Uns jedenfalls hat das Spiel trotz seiner Ecken und Kanten Freude bereitet. Schließlich gibt es kranken Humor und schräge Gameplay-Ideen in der heutigen Zeit viel zu selten.

 

Edited by Weißer Engel

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„Alice: Madness Returns“ 7,5/10 Link

 

„Alice: Madness Returns“ ist kein Spiel für zwischendurch. Ihr müsst euch darauf einlassen, auch mal eine oder zwei Stunden investieren. Gerade der Beginn ist ausgesprochen träge und die stellenweise immer wieder biedere Grafik spricht nicht gerade für „Alice: Madness Returns“. Doch spätestens wenn die Handlung ins Rollen kommt, spürt und seht ihr, wie sich das Wunderland verändert. In diesen Momenten erreicht die Atmosphäre von „Alice: Madness Returns“ ihren Höhepunkt.

 

Es ist genau dieser ganz typische Grafikstil, der erneut von American McGee und seinem Entwicklerteam geprägt werden. Spielerisch ist „Alice: Madness Returns“ sicherlich nicht perfekt. Zu den eigentlich recht gelungenen Kämpfen gesellt sich ein kleines Upgrade-System und Designpatzer wie Hüpfrätsel unter Zeitlimits oder derbe Kameraprobleme.

 

So wird „Alice: Madness Returns“ polarisieren. Wir sind uns sicher, dass andere Reviews deutlich schlechter ausfallen könnten. Uns allerdings hat der Ausflug ins Wunderland erneut vor den Screen gefesselt. Eben aufgrund seiner Bildgewalt und seiner grandiosen Atmosphäre – unterfüttert von einem soliden Gameplay-Konstrukt.

 

 

„ Duke Nukem Forever“ “ 5,5/10 Link

 

Wir hören jetzt schon so manchen von euch schreien und nörgeln. Aber „Duke Nukem Forever“ begibt sich in den Kampf mit der aktuellen Shooter-Generation. Daher müssen wir die Nostalgiebrille für diesen Test ablegen und (möglichst) objektiv Stärken und Schwächen des Spiels abwägen. Leider fällt das Urteil in diesem Fall nicht sonderlich rosig für den Duke aus. Denn der Old-School-Shooter ist den meisten anderen Ballereien auf dem Markt technisch und spielerisch unterlegen.

 

Uns störten besonders der fehlende Zusammenhang zwischen den Levels, die langen Ladezeiten und nicht zuletzt die vielen Grafik- und KI-Bugs. „Duke Nukem Forever“ hat zweifellos seine Momente – gerade in den Rätselpassagen. Und wir können auch vollkommen verstehen, dass Fans des Kings das Spiel nach jedem kleinen Gag durchforsten. Wer hier eine Reise zurück in seine Gaming-Vergangenheit antritt, der wird nicht enttäuscht und sollte unserer Wertung zwei Punkte oben drauf packen.

 

Kennt ihr allerdings Duke Nukem nur vom Hörensagen oder gar überhaupt nicht, dann legen wir euch eher „Bulletstorm“ in der ungeschnittenen Version ans Herz. Es bietet einen ganz ähnlichen Humor und dabei noch eine fehlerfreie Technik. „Duke Nukem Forever“ ist ein kleines Relikt aus vergangenen Videospielzeiten. Es verdient seinen Platz in der Historie, kann aber die Nachfolge seines legendären Vorgängers „Duke Nukem 3D“ nicht antreten. Aber das hatte hoffentlich auch niemand erwartet!

 

 

„ InFamous 2“ 9/10 Link

 

„InFamous 2“ ist anders als sein Vorgänger: Das Szenario ist ein wenig düsterer. Die Steuerung und das Kampfsystem wurden verändert. Und dennoch ist „InFamous 2“ das was der erste Teil immer sein wollte. Nämlich ein furioses Superhelden-Open-World-Spiel. Die Spielwelt fühlt sich in „InFamous 2“ einfach rund und passend an. Alles ist irgendwie mit einander verknüpft. Wir erleben mit, wie sich eine Stadt langsam verändert und steigen währenddessen zum mächtigen Helden auf. Egal, ob gut oder böse, ihr seid Rettung oder der Fall von New Marais.

 

Zugegeben, gerade der Aufstieg von Cole McGrath ist steinig. Einige Nebenmissionen sind nicht sonderlich spannend. Auch die Kameraprobleme und die etwas rabiate Benutzerführung stören ein wenig. Doch alles in allem ist „InFamous 2“ ein Spiel, das sofort Spaß macht und das man gerne weiterspielt. Gerade dank des Editors dürfte „InFamous 2“ auch nach Beenden der Kampagne nicht so schnell langweilig werden.

 

 

„ DiRT 3 “ 8,5/10 Link

 

Die gute Nachricht gleich vorweg: „DiRT 3“ ist ein gelungenes Racing-Game. Die Rennen selbst sind herausfordernd. Die Fahrphysik erweist sich als handlich und dennoch anspruchsvoll. Gerade die Technik hinter „DiRT 3“ hat uns über weite Strecken begeistert. Die Kurse sehen einfach toll aus und wenn ihr während der Rennen mal eine Sekunde Zeit habt, werft ruhig einen Blick auf das hübsche Panorama. Es lohnt sich!

 

Trotzdem sind wir nicht immer glücklich mit der Umsetzung von „DiRT 3“ zufrieden. Die Aufmachung der Singleplayer-Kampagne wirkt mit seinen öden Menüs und den aufgekratzten Kommentatoren dahin geschludert. Gleiches gilt für die Tuning-Optionen: Wäre es zu viel verlangt gewesen, hier eine schöne Werkstatt und einige Funktionen mehr ins Spiel einzubauen?

 

Aber was bei „DiRT 3“ letztlich im Gedächtnis bleibt, sind nicht die kleinen Macken, sondern der Fahrspaß. Das Spiel ist einfach ein erster Schritt in eine andere Richtung der Serie und dieser Schritt gelingt auch. Rallye-Freunde dürfen daher bedenkenlos zuschlagen, auch wenn „DiRT 3“ sich ein wenig wie ein sehr guter Übergangstitel anfühlt.

 

 

„ No More Heroes: Heroes' Paradise “ 6/10 Link

 

Eigentlich wollten wir „No More Heroes: Heroes' Paradise“ mögen. Denn es ist so herrlich anders. Richtig schön nerdig und abgedreht. Der Grafikstil ist unverwechselbar und die Zwischensequenzen geizen nicht mit witzigen Anspielungen auf Spiele und Filme. Doch leider stimmt das Gesamtpaket einfach nicht. Die Zeit zwischen den gelungenen Boss-Kämpfen verbringt ihr mit öden Sammelaufgaben, kämpft euch durch strunzdumme Gegnerhorden oder ärgert euch über das hässliche Santa Destroy. So mag „No More Heroes: Heroes' Paradise“ zwar durchaus eine künstlerische Ästhetik besitzen, der spielerische Anspruch bleibt allerdings weitestgehend auf der Strecke.

 

 

„ L.A. Noire “ 8,5/10 Link

 

Wir haben es uns mit der Wertung von „L.A. Noire“ garantiert nicht leicht gemacht. Denn es gibt wirklich einige handfeste Kritikpunkte, die auch eine negativere Wertung zulassen würden. Der Spielablauf ist zwar trotz einiger Freiheiten recht monoton. Die Untersuchungen der Tatorte laufen stets nach Schema F ab und erinnern uns gelegentlich eher an ein billiges Wimmebild-, denn an ein Krimispiel. Trotzdem hat uns das „L.A. Noire“-Fieber spätestens nach acht Missionen gepackt. Sobald Cole Phelbs im Morddezernat nach dem Black-Dhalia-Killer sucht, gewinnt das Spiel merklich an Fahrt und wird dadurch zu einer intensiven wie motivierenden Spielerfahrung. Einen Fall in der Mitte abbrechen und in Bett gehen? Keine Chance! Wir machen den bösen Buben noch dingfest. Schuld an dem Suchtfaktor ist die ungemein stimmige Spielwelt und deren geradezu menschlichen Bewohner. Hier bekommen wir echte Menschen auf dem virtuelle Präsentierteller serviert und erfahren etwas über ihre Hintergründe. Die Fälle testen gelegentlich die Grenzen des guten Geschmacks aus, sind aber zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar und absolut logisch. So ist „L.A. Noire“ eine andere Spielerfahrung. Ein ganz eigenes Genre. Weder Adventure, noch Actionspiel. Es ist „L.A. Noire“, ein virtueller Krimi vollgepackt mit Spannung, Atmosphäre und Charme.

 

 

„ Cabela's Dangerous Hunts 2011 “ 6,5/10 Link

 

„Cabela's Dangerous Hunts 2011“ ist wirklich ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite macht die virtuelle Jagd kurzzeitig eine Menge Spaß. Selbst die Probleme mit der Top Shot Elite verdrängen wir in den ersten Spielminuten. Doch dann werden die Schwächen überdeutlich: Die Steuerung erweist sich insgesamt als nicht sonderlich ausgereift. Und trotz einer ordentlichen Anzahl an Spielmodi und Power-Ups fehlt es hier einfach an Abwechslung. Aber: In geselliger Runde ist die schießwütige Ballerei eine kurzweilige Gaudi. Ob euch allerdings die Top Shot Elite trotz ihrer technischen Schwächen 120 Euro wert ist, das müsst ihr selbst entscheiden.

 

 

„ Sniper: Ghost Warrior “ 7/10 Link

 

„Sniper: Ghost Warrior“ hat seine Macken. Und es trieb uns im Test zuweilen auch immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Die Scripts, Neustarts und KI-Probleme verwehren dem Ego-Shooter eine bessere Wertung. Das ist eigentlich schade, denn die Grafik und auch das Gameplay sind über weite Strecken mehr als ansehnlich. So begeisterte uns „Sniper: Ghost Warrior“ gerade mit dem etwas ruhigeren Shooter-Ansatz. Die Rolle eines Scharfschützen spielen wir ansonsten nur zwischendurch oder in Online-Matches, während um uns herum die Welt untergeht. Hier aber steht Schleichen und ein ruhiger Finger am Analog-Stick im Vordergrund. Das gefällt uns und wir hoffen, dass für die Fehler alsbald ein Patch verfügbar sein wird.

 

 

„ Thor: God of Thunder “ 3/10 Link

 

Donnergott „Thor“ wäre gerne so cool wie Kratos. Doch leider verkommt die Filmversoftung zu einem hirnlosen Gekloppe ohne jegliche Eigenständigkeit und mit Design-Fehlern, wie sie eigentlich im Jahr 2011 nicht mehr vorkommen dürfen. Da ärgern wir uns mit einer miserablen Kameraführung herum. Fragen uns, wo so manche Animationsphase abgeblieben ist oder müssen gar längst überstandene Kämpfe aufgrund einer mangelhaften Speicherfunktion noch einmal spielen. Nein, „Thor: God of Thunder“ ist alles andere als göttlich. De facto ist es ziemlich unterirdisch und wieder einmal ein Beispiel dafür, wie man Filmlizenzen nicht in Spielen umsetzen sollte. Finger weg!

 

 

„ Virtua Tennis 4 “ 7,5/10 Link

 

Es ist sicherlich kein Klassenunterschied, der "Virtua Tennis 4" und "Top Spin 4" hier trennt. Dazu hat SEGAs Spaßtennis nach wie vor zu viele gute Seiten. Der lockerere Umgang mit dem Sport sowie die unterhaltsamen Mini-Games, die dem abwechslungsreichen Karrieremodus schöne Akzente verleihen, dürften dafür sorgen, dass viele Spieler nach wie vor das Spiel der Japaner bevorzugen. Ausgehend von der Xbox-360-Version scheint außerdem der Online-Modus sehr gelungen zu sein. Eine Tatsache, die wir für euch prüfen werden, sobald das PlayStation Network wieder steht. Letzten Endes müssen jedoch selbst Fans der Serie zugeben, dass ein wenig mehr Kontrolle über den eigentlichen Schlag genau das wäre, was "Virtua Tennis" zum zehnten Jubiläum auf die nächste Stufe erhoben hätte. So wie es ist, stagniert die Marke auf gutem Niveau.

 

 

„ Operation Flashpoint: Red River “ 6,5/10 Link

 

ACHTUNG! Das PSN ist aus bekannten Gründen down, daher bezieht sich die Wertung nur auf die Offline-Einspieler-Kampagne! „Operation Flashpoint: Red River“ ist weder Fisch noch Fleisch. Für einen Taktik-Shooter spielt es sich insgesamt zu störrisch und zu schnell. Für eine Hollywood-Ballerei fehlt es dem Titel einfach an der notwendigen Präsentation und Spannung. So versinkt „Operation Flashpoint“ im virtuellen Nirgendwo. Denn gerade die Singleplayer-Kampagne leidet unter den unzähligen KI-Aussetzern und den vielen kleinen Designfehlern. Wieso sehen mich die Gegner früher, als ich sie? Und warum kann mein Soldat nur an vorgegebener Stelle über Mäuerchen hüpfen? Trotz der insgesamt starken Atmosphäre und den taktischen Möglichkeiten reicht es daher nur für einen Platz im unteren Shooter-Mittelfeld.

 

 

„ SOCOM: Special Forces “ 6,5/10 Link

 

Der Singleplayer von „SOCOM: Special Forces“ bietet durchschnittliche Unterhaltung für acht bis zehn Stunden. Während dieser Zeit fühlten wir uns einigermaßen unterhalten, auch wenn uns das Leveldesign und die Geschichte nur allzu selten zu echten Jubelstürmen zwang. Statt einer emotionalen Achterbahnfahrt spielt sich „SOCOM: Special Forces“ eher wie eine hübsche Reise mit örtlichen Nahverkehr: Echte Überraschungen gibt’s kaum. Die Aufregung hält sich in Grenzen. Aber man kommt ans Ziel. Und das lautet im Fall von „SOCOM: Special Forces“ solider Spielspaß.

 

 

„ Portal 2 “ 9,5/10 Link

 

Wir sehen schon die Kommentare auf die Website fliegen: „Wie könnt ihr Portal 2 9.5 geben und Gran Turismo nur eine 8.0? Lächerlich! Hanebüchen.“ Wir freuen uns schon auf wüste Beschimpfungen und Anfeindungen. Diese kontern wir aber souverän mit: Spielt „Portal 2“ einfach. Wenn es euch nicht nach spätestens fünf Minuten in seinen Bann geschlagen hat, dann dürft ihr meckern. Wenn ihr euch beim Zocken nicht dabei entdeckt, wie ihr „nur noch ein Test“ vor euch hin murmelt. Dann dürft ihr euch gerne das Maul über uns zerreißen.

 

„Portal 2“ ist ein Ausnahmespiel, wie man es in der heutigen Zeit leider viel zu selten in die Finger bekommt. Der Charme, der Witz und die Ideen, die in diesen Spiel stecken, machen es zu einem der besten (Denk-)Spiele überhaupt. Hier stimmt nahezu alles: Neben dem gelungenen Singleplayer bekommt ihr einen ebenso tollen, ja sogar noch kniffeligeren Multiplayer geboten. Beide Spielarten geizen nicht mit einem unwiderstehlichen Humor, der uns immer wieder lachend vor dem Bildschirm pausieren ließ. Wir machen die Sache kurz: Wer „Portal 2“ nicht mag, der mag auch keine Videospiele!

 

 

„ Mortal Kombat “ 8,5/10 Link

 

„Mortal Kombat“ ist garantiert kein perfekter Prügler: Die Spielbalance lässt gelegentlich zu Wünschen übrig. Grafisch könnte das Spiel trotz toller Hintergründe schöner sein. Und anfangs ist das Gemetzel eine recht hakelige Angelegenheit. Doch nach einigen Spielstunden packt einen doch wieder das alte „Mortal Kombat“-Feeling. Da erfreuen wir uns an den blutrünstigen und so herrlich bösen Fatalities und amüsieren uns über die stumpf-unterhaltsamen Dialoge im Story-Modus. „Mortal Kombat“ ist ein Prügler für eine Langzeitbeziehung. Hier gibt es viel zu entdecken und Spieler mit langem Atem werden für ihre Mühen belohnt. Genau deshalb empfehlen wir „Mortal Kombat“ auch allen erwachsenen Gamern unter euch. Unter der Blut verkrusteten Schale des Prüglers versteckt sich nämlich ein wirklich anspruchsvolles und mit viel Liebe zum Detail entwickeltes Beat'em up.

 

 

„ Back to the Future – The Game “ 6,5/10 Link

 

„Back to the Future – The Game“ und „It's about time“ im Speziellen ist sicherlich kein bahnbrechendes Adventure-Meisterwerk. Dafür sind die Rätsel einfach zu simpel gehalten und der Wortwitz kommt bei weitem nicht an Klassiker wie „Monkey Island“ heran. Trotzdem ist es kein schlechtes Spiel und gerade auf der PlayStation 3 ein echter Exot. So viele Adventures haben wir auf Sonys kleiner Schwarzen ja nicht. So ist „It's about time“ genau das richtige Spiel, für alle, die zwischendurch gerne entspannt und ohne Hektik eine Runde rätseln möchten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

 

 

„ Yakuza 4 “ 7,5/10 Link

 

Getreu dem Motto „Never change a running system“ konzentrierte man sich bei „Yakuza 4“ auf das, was die Serie seit Jahren auszeichnet. Der packende Plot mitsamt seinen glaubwürdigen Charakteren lässt auch dieses Mal kein Klischee aus und vermittelt euch ein Bild der japanischen Unterwelt, das stets mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen werden sollte, ohne den nötigen Ernst vermissen zu lassen. Und spätestens wenn man sich erneut an den zahlreichen Nebenaufgaben festgebissen hat, birgt „Yakuza 4“ durchaus das Potential, euch 50 Stunden oder noch länger bei der Stange zu halten. Alles in allem müssen sich die Jungs von Sega jedoch den Vorwurf gefallen lassen, dass es so langsam an der Zeit ist, die Reißleine zu ziehen und in verschiedenen Bereichen nachzubessern. Andernfalls läuft man auf lange Sicht Gefahr, die Serie übertrieben zu melken und den Anschluss an aktuelle Open World-Titel zu verlieren.

 

 

„ Gods Eater Burst “ 7,5/10 Link

 

Alles in allem gelang es Bandai Namco, mit „Gods Eater Burst“ eine solide Alternative zu Capcoms erfolgreicher Reihe ins Rennen zu schicken, die sich zum Teil angenehm vom bekannten Vorbild abhebt. Die gelungen inszenierte Geschichte macht Lust auf mehr, das taktisch und rasante Kampfgeschehen hält bei Laune und auch die Tatsache, dass man zu keinem Zeitpunkt alleine auf den Schlachtfeldern unterwegs ist, weiß zu gefallen. Dummerweise stolpert man im Endeffekt über die nicht immer saubere Steuerung und die doch recht eintönigen Missionen, die die Langzeitmotivation unnötigerweise torpedieren. Macken, die weder vom Mehrspieler-Modus noch vom an sich motivierenden Crafting-Feature aufgefangen werden können.

 

 

„ WWE All-Stars “ 7/10 Link

 

Diese Wertung ist uns wirklich schwer gefallen. Denn „WWE All-Stars“ macht über weite Strecken Spaß. Trotzdem gibt es viele Schwachstellen, an denen die Entwickler in Zukunft arbeiten müssen. Die Ladezeiten und die ungenaue Kollisionsabfrage sind sicherlich die größten Baustellen. Auch die viel zu kurzen Einzüge und die zum Teil nur mangelhaft umgesetzten Trademark-Moves und Bewegungen der Legenden stören die Atmosphäre deutlich. Aber: Mögt ihr Arcade-Prügler und seid obendrein noch ein Wrestling-Fan? Dann gebt „WWE All-Stars“ eine Chance. Hinter der Actionfiguren-Optik versteckt sich nämlich ein durchaus gelungenes Beat'em up mit gutem Kontersystem und hohem Mehrspieler-Potenzial.

 

 

„ Moto GP 10/11 “ 7/10 Link

 

„Moto GP 10/11“ schöpft leider nicht sein volles Potenzial aus. Der neue Karrieremodus in Verbindung mit dem Team-Management und dem Koop ist absolut spielenswert. Hier zeigt das neue „Moto GP“, dass es wirklich eine seriöse Simulation ist. Doch leider scheitert das Spiel in vielen Punkten an seinem eigenen Anspruch: So herausfordernd der Simulationscharakter für Profis sein mag, so frustrierend ist die Rüpel-KI, die schwierige Steuerung und die oftmals unberechenbare Bewertung für alle anderen. Denn trotz der „zweiten Chance“ artet „Moto GP 10/11“ oftmals in Arbeit und zur Geduldsprobe aus. Die an vielen Punkten falsch platzierte Ideallinie begünstigt diesen Gesamteindruck leider nicht. „Moto GP 10/11“ können wir daher leider nur besonders kompromisslosen Benzin-Junkies empfehlen. Alle anderen sollten unbedingt die Demo anspielen und für sich herausfinden, ob sie mit der Steuerung klar kommen.

 

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

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„ Top Spin 4 “ 8,5/10 Link

 

2K hat mit "Top Spin 4" beinahe alles richtig gemacht. Durfte man nach dem Entwicklerwechsel von Pam zu 2K Czech noch skeptisch sein, findet man mit der vierten Iteration des hartnäckigsten "Virtua-Tennis"-Konkurrenten ein rundherum empfehlenswertes Spiel, das in allen wichtigen Disziplinen überzeugt. Wir sind gespannt, wie sich das Duell der beiden Platzhirsche weiter entwickelt. "Virtua Tennis 4" hat jedenfalls nicht nur einen zeitlichen Vorsprung aufzuholen. Die bärenstarke und doch unterhaltsame Simulation, die "Top Spin 4" bietet, ist nach dem mittelprächtigen dritten Teil eine ganze andere Hausnummer – und noch dazu eine, die durch den schlanken Preis von knapp 40 Euro eine Menge guter Freunde finden dürfte.

 

 

„ Crysis 2 “ 9/10 Link

 

Auch beim zweiten Durchspielen hat uns „Crysis 2“ fast von der Couch gepustet. Obwohl sich der Anfang sich ein wenig zieht und sich die KI immer wieder kleinere Aussetzer leistet, so ist der Shooter dennoch absolute Spitzenklasse. Wir waren besonders von der Tiefe des Gameplays und den vielen Freiheiten begeistert: Hier werden wir nicht durch die Levels geschleust, sondern entscheiden selbst, wie wir vorgehen. Ballern, snipen oder schleichen - „Crysis 2“ gönnt euch dank des weiträumigen Leveldesigns ungewohnte Möglichkeiten.

 

Neben dem Gameplay überzeugt letztlich auch die filmische Inszenierung des Spiels. Mit jeder Spielstunde spürt man förmlich, wie die Situation bedrohlicher wird. New York verwandelt sich zu einem düsteren Moloch, ein für Menschen gefährlicher Ort, der nur durch den Mann im Nanosuit vor dem Untergang gerettet werden kann. Die Schlachten werden größer und anspruchsvoller, die Zwischensequenzen immer opulenter. Die Spannungskurve steigt zwar langsam, aber dennoch stetig und dadurch fesselt „Crysis 2“ von Anfang bis zum Ende.

 

Machen wir die Sache kurz: Der Singleplayer-Modus von „Crysis 2“ ist die neue PlayStation 3-Referenz. Im Gegensatz zur Konkurrenz wirkt in sich ein wenig ausgereifter und das Gameplay runder. Die Spielzeit von acht bis zehn Stunden – je nach Spielweise – ist absolut angemessen und bis auf einige Längen zu Beginn des Spiels werdet ihr mit tollen Zwischensequenzen und einigen überraschenden Story-Wendungen gut unterhalten. „Crysis 2“ etabliert sich damit als aktueller Platzhirsch im Shooter-Genre und ist ein Titel, an dem Pro-Gamer wie Gelegenheitsspieler nicht vorbei kommen!

 

 

„ Homefront “ 8/10 Link

 

„Homefront“ ist ein Spiel mit zwei Gesichtern. Die Singleplayer-Kampagne konnte uns nicht überzeugen. Denn aus der Geschichte des besetzten Amerikas wurde einfach zu wenig gemacht. Die Charaktere wirken platt und klischeehaft. Die Spielmechanik erscheint altbacken. Hier gibt es keinerlei echte Überraschungen und damit zieht „Homefront“ leider gegen aktuelle Größen wie „Killzone 3“ oder „Crysis 2“ den Kürzeren. Hätten wir nur den Singleplayer bewertet, wäre „Homefront“ wohl mit einer unteren 7er-Wertung davon gekommen. Glücklicherweise gibt es ja noch den Multiplayer, der alleine eine 8.5 sich redlich verdient hat. Dieser motiviert mit seiner großen Anzahl freischaltbarer Zusatzinhalte und einem ausgesprochen facettenreichen Gameplay. In unserem Test liefen die Server zudem absolut stabil und die Jagd nach Battle Points und den damit erschwinglichen Extras machte eine Menge Spaß. Keine Frage, auch wenn „Homefront“ oftmals aufgrund seiner Kampagne in die Schlagzeile geriet, so ist es doch der Online-Modus der dominiert. „Homefront“ ist für Solospieler lediglich ein Appetithäppchen, während sich Onliner stundenlang an der Heimatfront austoben.

 

 

„ MotorStorm: Apocalypse “ 7,5/10 Link

 

Unter dem Strich fällt es nicht ganz leicht, ein Fazit zu „MotorStorm: Apocalypse“ zu ziehen, da ma hier ein wenig differenzieren muss. Wer hoffen sollte, eine ähnlich packende Einzelspieler-Erfahrung geboten zu bekommen, wie sie beispielsweise „Pacific Rift“ lieferte, kann im Prinzip einen großen Bogen um den Titel machen. Die Kampagne fiel einfach belanglos aus und dient im Prinzip lediglich dazu, euch mit der Nase auf den Online-Multiplayer zu stoßen, aus dem der Titel seinen vollen Reiz bezieht. Dank der zahlreichen freischaltbaren Inhalte wird hier ausreichend Motivation geboten, „Apocalypse“ über Wochen in der Konsole zu verstauen. Bedauerlich ist nur, dass man bekannte Macken wie die quälend langen Ladezeiten oder die zum Teil fragwürdige Kollisionsabfrage schlichtweg nicht in den Griff zu bekommen scheint. Anstatt sich auf neue Features wie den durchaus beeindruckenden 3D-Modus zu stürzen, hätte man sich unserer Meinung nach zunächst den störenden Altlasten annehmen sollen.

 

 

„ Dragon Age 2 “ 8,5/10 Link

 

„Dragon Age 2“ schafft die 8.5 doch noch. Anfangs hatten wir unsere ernsthaften Zweifel an dem Rollenspiel. Es wirkte einfach zu überhastet und mit zu wenig Liebe zum Detail entwickelt. Erst mit der Zeit entpuppte sich das Kampfsystem zu einer taktischen Schlachtplatte. Erst nach Stunden kam die Geschichte wirklich Fahrt auf. „Dragon Age 2“ gelingt es trotzdem nicht, das grandiose Vorgänger-Epos „Origins“ vom Thron zu schubsen. Dafür fehlt es einfach an Intensität und Konsequenz. So plätschert das Spiel lange vor sich hin und endet obendrein auch noch recht unbefriedigend. Lohnt sich der Kauf von „Dragon Age 2“ also? Auf jeden Fall! Denn das Kampfsystem stimmt und macht trotz technischer Defizite viel Spaß. Und gerade der für Bioware-Rollenspiele typische Tiefgang kommt auch in diesem Game nicht zu kurz. „Dragon Age 2“ ist ein erstklassiges Rollenspiel, wenn auch nicht auf dem Niveau von „Mass Effect 2“ oder „Dragon Age: Origins“.

 

 

„PixelJunk Shooter 2“ 8,5/10 Link

 

Farbenfroh wie eine Tüte Gummibärchen, abwechslungsreich wie Shoot'em Ups zu ihren besten Zeiten und mit zahlreichen Gimmicks gespickt, die euch langfristig bei Laune halten; das sind die Stärken, mit denen "PixelJunk Shooter 2" zu punkten weiß. Wer sich für den Erstling begeistern konnte, bekommt für knapp acht Euro auch dieses Mal ein Werk mit gehörigem Suchtpotential kredenzt. Jedoch muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, dass man bei der Multiplayer-Komponente falsche Schwerpunkte setzte und gelegentlich beim Level-Design patzte, was sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn man einmal mehr schuldlos das Zeitliche segnet.

 

 

„ Knight's Contract “ 4,5/10 Link

 

Eigentlich gibt es keinen triftigen Grund, um „Knight's Contract“ zu spielen. Das Kampfsystem haben wir in Titeln wie „God of War 3“, „Bayonetta“ oder „Darksiders“ bereits ähnlich gut oder besser gesehen. Dafür sind die Konkurrenten allesamt hübscher und zugänglicher. „Knight's Contract“ landet daher leider nur im unteren Genre-Mittelfeld. Denn der „Beschütze die Hexe“-Part zehrt gemeinsam mit unzähligen Schlampereien einfach zu sehr an den Gamer-Nerven. Einzig Freunde abgedrehter Story-Ideen finden hier vielleicht einige Momente zum Schmunzeln und Grübeln.

 

 

„ Bulletstorm “ 7,5/10 Link

 

Diese Wertung tut uns in der Seele weh. Denn „Bulletstorm“ ist ein wirklich erstklassiger Shooter. Die Ideen sind toll. Das Szenario frisch. Eine deutlich höhere Wertung wäre problemlos möglich gewesen. Aber die radikalen Schnitte kosten das Spiel wertvolle Punkte. Wenn bei einem Spiel, das auf übertriebener und damit persiflierter Gewaltdarstellung basiert, diese Effekte plötzlich wegfallen, dann geht einfach zu viel Atmosphäre verloren. So auch bei „Bulletstorm“! Was übrig bleibt, ist ein guter Shooter mit einem ziemlich faden Beigeschmack. Daher empfehlen wir erwachsenen Spielern den Import der englischen Originalversion. Dort bekommt ihr die volle Spielspaß-Dröhnung – selbstironisch, frisch und unverbraucht. Hier kann man gut und gerne eine Wertung von 8.0 bis 8.5 vergeben.

 

 

„ Killzone 3 “ 8,5/10 Link

 

Guerilla Games liefern einen wirklich guten PS3-Shooter ab. Das Spiel gehört technisch zweifellos zum Besten, was derzeit auf Sonys kleiner schwarzen Wunderkiste herum geistert. Defizite wie die gelegentlichen Ruckler können wir aufgrund des gelungenen Leveldesign und der herausfordernden Gegner-KI durchaus verschmerzen. Kritiker lamentieren darüber, dass „Killzone 3“ kaum etwas anders oder gar neu macht. Natürlich tut es das nicht! Aber es mixt vorhandene und bekannte Zutaten zu einem wirklich erstklassigen Spielerlebnis zusammen. Dass wir über die Spielzeit eigentlich kontinuierlich Helghast über den Haufen ballern, das hatten wir schließlich von einem Ego-Shooter erwartet. So gibt es sicherlich tiefgründigere Titel als „Killzone 3“. Aber Popcorn-Gaming will ja gar nicht intellektuell fordernd sein: Bei „Killzone 3“ lautet die Devise jedenfalls: Spiel einlegen, Gewehre durchladen und Gehirn abschalten. Jetzt wird unterhaltsam geballert, bis der Abspann läuft!

 

 

„Stacking“ 8/10 Link

 

Unter dem Strich liefert "Stacking" genau das, was man sich von einem Tim-Schäfer-Titel verspricht: Das frische Spielprinzip setzt mitunter voraus, dass man kräftig um die Ecke denkt, die ungewöhnliche optische Umsetzung sowie die eingestreuten Gags massieren regelmäßig euer Zwerchfell und dank der alternativen Lösungswege kommen auch Forscher voll auf ihre Kosten. Es motiviert einfach, abseits der vorgegebenen Pfade mit den Fertigkeiten der verschiedenen Figuren herumzuexperimentieren oder etwas Schabernack zu betreiben. Bedauerlich ist nur, dass der Spaß bereits nach wenigen Stunden vorbei ist und bisweilen vom etwas zu niedrigen Schwierigkeitsgrad beziehungsweise den internen Hilfen ausgebremst wird.

 

 

„ Marvel vs. Capcom 3 “ 8,5/10 Link

 

Einlegen und Spaß haben: Wir hatten ja nach dem Preview-Event ein paar Zweifel an „Marvel vs. Capcom 3“. Aber diese haben sich rasch in Luft aufgelöst. Capcoms aktueller Prügler überzeugt mit seinem simplen wie tiefgründigen Gameplay und dem Charme der beiden mächtigen Namensgeber. Kaum ein Beat'em up bietet aktuell derart schnellen Spielspaß, ohne dabei in die Banalität abzurutschen. „Marvel vs. Capcom 3“ ist trotz der Popcorn-Optik und der krachenden Effekte eine echte Herausforderung. Besonders wenn ihr euch gerne mit Details und dem Verbessern der eigenen Combo-Qualitäten beschäftigt. Allen „Das muss doch ein PSN-Titel sein“-Schreiern sei gesagt: Dieser Titel ist sein Geld wert!

 

 

„ Test Drive Unlimited 2 “ 8/10 Link

 

Für „Test Drive Unlimited 2“ müssten wir eigentlich zwei Wertungen vergeben: Denn wer ein reines Singleplayer-Rennerlebnis erwartet, muss von unseren 8.0 noch locker einen bis eineinhalb Punkt(e) abziehen. Andere Spiele – allen voran „Gran Turismo 5“ - bieten Solisten einfach deutlich mehr Herausforderungen bei besserer Technik. Treibt ihr euch gerne online herum und seid auch nicht zu scheu, Fremden eine Lichthupe zu verpassen? Dann stimmt die 8.0. „Test Drive Unlimited 2“ verknüpft nämlich gekonnt den etwas krampfigen Singleplayer-Part mit hervorragenden Mehrspieler-Optionen. Die Möglichkeiten sind nur in dieser Kombination ausgesprochen vielschichtig und nur dann entfaltet „Test Drive Unlimited 2“ sein volles Potenzial.

 

 

„ Bionic Commando Rearmed 2 “ 7/10 Link

 

An "Bionic Commando Rearmed 2" scheiden sich die Geister: Neueinsteigern gefallen die Veränderungen im Gameplay. Allerdings stören sie sich an der Retro-Verpackung. NES-Veteranen ärgern sich dagegen über die verschlimmbesserte Steuerung und die Abkehr von einigen typischen "Bionic Commando"-Tugenden. Daher schwingt sich "Bionic Commando Rearmed 2" leider nicht mehr in die höchsten Wertungssphären auf. Es ist einfach sehr speziell: Viele werden es mögen, aber einige sicherlich auch nach wenigen Minuten wieder deinstallieren.

 

 

„ Dead Space: Extraction “ 8/10 Link

 

Auch wenn "Extraction" nicht ganz so hübsch wie "Dead Space 2" ist : Es ist ein richtig guter Lightgun-Shooter. Besonders die packende Geschichte und die tolle Umsetzung der Move-Steuerung konnten uns restlos begeistern. Kleinere Schwächen wie etwa das mühsame Item-Sammeln vergessen wir an dieser Stelle mal. "Dead Space: Extraction" lohnt sich für Freunde blutiger Shooter-Kost allemal.

 

 

„ Dead Space 2 “ 9/10 Link

 

„Dead Space 2“ macht nicht vieles anders, als sein Vorgänger. Und daher stehen beide Games auch auf der selben Stufe. „Dead Space 2“ spielt sich angenehmer, weniger stressig. Die Panik seines Vorgängers ist einem stellenweise subtileren und psychologischen Horror gewichen. Die Stimmung ist trotzdem brillant. Das Gameplay wirkt ausgefeilter und konsequent verbessert. Kurzum: Für Spieler mit einem starken Nervenkostüm absolut empfehlenswert!

 

 

„ Mass Effect 2 “ 9/10 Link

 

Disc einlegen und in der Welt von „Mass Effect 2“ versinken. Das Action-Rollenspiel fesselt mit seiner unglaublich tollen Atmosphäre stundenlang vor den Bildschirm. Erwartet aber kein massives Hardcore-Rollenspiel. „Mass Effect 2“ betont den Action-Anteil trotz des tollen Dialogsystems und der vielen Spielmöglichkeiten. Könnt ihr damit leben, dann wird euch „Mass Effect 2“ unzählige tolle Spielstunden mit brachial inszenierten Schlachten und glaubwürdigen Charakteren bescheren.

 

 

„Little Big Planet 2“ 9/10 Link

 

Die Sackdinger bleiben eine Macht. Eine sympathischere Botschaft, dass es schöner sein kann, etwas zu erschaffen als es zu zerstören, hat es in diesem Medium noch nicht gegeben. Natürlich trifft einen der zweite Teil nicht mit derselben ungebremsten Überraschung, wie noch der Erstling und natürlich ist dies eher ein Spiel für die Community, als eines, das großartig neue Fans gewinnen dürfte. Das ändert aber nichts daran, dass das Erlebnis alles in allem, stilistisch wie konzeptionell – und vom reinen Unterhaltungswert her – in allen Belangen ein voller Erfolg ist.

 

 

„ NBA Jam “ 6,5/10 Link

 

Unsere Erwartungen hat "NBA Jam" nicht erfüllt, unseren Nerv hat es nicht getroffen. Leider! Wir haben dem Release entgegengefiebert. Jedes Mal, wenn im November 2010 der Kurier klingelte, haben wir gehofft, dass das "NBA Jam"-Muster geliefert wird. Nun sind wir doch enttäuscht. Das Spiel ist zu normal. Anno 1994 war es abgedreht, funny und kam zum rechten Zeitpunkt auf dem Markt - als fast die ganze Welt dank Michael Jordan & Co. im NBA-Fieber war. "NBA Jam" ist gut als zockerischer Pausensnack oder taugt für ein Koop-Match mit einem Kumpel - nicht mehr und nicht weniger. Früher haben wir die Campaign durchgezockt - diese hatte einen gewissen Suchtfaktor. Doch bei der neuen HD-Variante wollte der Funken nicht überspringen. Selbst die coolen freispielbaren Charaktere ließen uns kalt. Dafür sorgte die Remix-Tour, dass wir bei der Wertung anstatt der 6.0 eine 6.5 zücken. Diese erfrischende Spielvariante ist das Filetstück von "NBA Jam". Aber aufgepasst. Solo macht das Game nur halb so viel Spaß wie zu zweit - entweder gegeneinander oder miteinander. Den Todesstoß versetzt sich das Spiel selbst, da online nichts, aber rein gar nicht los ist. Einen Online-Gegner zu finden, kommt einem Sechser im Lotto gleich. Wie bereits erwähnt, war das auch der Grund, warum wir den Test erst jetzt veröffentlichen. Wir haben lange probiert und abgewartet, um zu sehen, wie sich das Basketballspiel online präsentiert. Doch leider fanden wir in den letzten vier Wochen kaum Kontrahenten. Es existiert wohl nur eine kleine Online-Community. Bitte wartet, bis das Spiel für einen Zwanni oder gar günstiger angeboten wird. Die 35 Euro, die EA aktuell als Verkaufspreis festgelegt hat, sind zu hoch. "NBA Jam" war ursprünglich als DLC ausgelegt - und genau so viel sollte es kosten, da es spielerisch – uns blutet das Herz, diese Aussage treffen zu müssen - im Jahr 2010 leider nicht mehr wert ist. Wer aktuell ein gutes Basketballspiel sucht, greift zum grandiosen, aber simulationslastigen "NBA 2K11!

 

 

„ Eat them!“ 7/10 Link

 

„Eat them!“ kam aus dem Nichts und hat richtig Spaß gemacht. Die unkomplizierte Zerstörungsorgie ist sicherlich nicht fehlerfrei, aber für eine Session zwischendurch absolut empfehlenswert. Wer auf kurzweilige Action mit einem gehörigen Schuss Humor steht, sollte dieser PSN-Perle eine Chance geben.

 

 

„ Marvel Pinball “ 8/10 Link

 

„Marvel Pinball“ stellte sich als ungeahnter Zeitfresser heraus. Nur noch eine Runde Iron Man oder noch eine Partie Wolverine. Comic-Fans entdecken immer wieder schöne Kleinigkeiten und erfreuen sich an der Detailtiefe jedes einzelnen Tisches. All diese Sachen gehen auf das Knowhow und Können der Zen Studios zurück. So macht ein Flipperspiel einfach Spaß. Deshalb ist „Marvel Pinball“ ein sehr unterhaltsamer Titel für lange Winterabende. Denn was gibt es schöneres, als das klassische Knacken eines Highscores?!

 

 

„ Battlefield: Bad Company 2 – Vietnam “ 9/10 Link

 

„Battlefield: Bad Company 2 – Vietnam“ ist ein wirklich geniales Mehrspieler-Zusatzpaket. Es liefert ein frisches Setting inklusive 15 neuer Waffen, etlicher Fahrzeuge und fünf Karten. Onliner mit „Battlefield“-Affinität müssen hier einfach zuschlagen! Solisten gehen diesmal leider leer aus.

 

 

„BlazBlue: Continuum Shift“ 9/10 Link

 

Wow, was für ein Feuerwerk! Wie schon seine Vorgänger etabliert sich auch „BlazBlue: Continuum Shift“ gleich ganz weit oben im Beat'em Up-Genre. Profis werden sich über die perfekte Spielbalance, das Kampfsystem und einen gut funktionierenden Online-Modus freuen. Die Langzeitmotivation ist hier einfach riesig. Prügel-Anfänger müssen sich aber vor dem Kauf fragen, ob sie bereit sind, viel Zeit in dieses Spiel zu investieren. Denn nur dann kommen sie in den Genuss von Kombos, Drives und Konsorten.

 

 

„ Top Darts “ 6/10 Link

 

Umsetzungen zu Kneipensportarten sind immer ein heißes Pflaster. Denn in der Realität lebt Dart z.B. einfach von der Atmosphäre eines Pubs. So macht „Top Darts“ auch allein nicht so richtig Freude. Die Steuerung ist ein wenig fummelig und bis auf das „Stapeln“ spielen sich die Modi sehr ähnlich. Trotzdem ist „Top Darts“ kein vollends schlechtes Spiel und besonders in lustiger Runde spielenswert.

 

Edited by Weißer Engel

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„ Mafia 2 Joe's Adventures“ 5,5/10 Link

 

„Joe's Adventures“ hat sicherlich seine Momente. Allerdings werden diese überschattet von unmotivierten Fließbandaufträgen und dahin geschluderten Zeitlimit-Missionen. Daher können wir „Joe's Adventures“ nur beinharten „Mafia 2“-Fans ans Herz legen. Alle anderen werden einmal mehr enttäuscht sein.

 

 

„ Venetica “ 7/10 Link

 

„Venetica“ kommt leider ein wenig zu spät. Denn gerade die angestaubte und nicht fehlerfreie Technik macht dem Action-RPG schwer zu schaffen. So spielt sich „Venetica“ flott und unterhaltsam, aber leider weniger dramatisch und bombastisch als Genre-Primus „Mass Effect 2“ oder andere Konkurrenten. Trotzdem: Allein aufgrund der sympathischen Figuren und der feinen Dialoge sollten RPG-Freunde hier einen Blick riskieren.

 

 

„ The Sly Trilogy“ 8/10 Link

 

Die Klassiker überzeugen uns deutlich mehr, als manch aktuelles Vollpreisspiel. „The Sly Trilogy“ punktet mit grandioser Spielbarkeit, cleverem Leveldesign und netten Figuren. Der Spielspaß ist bei allen drei Titeln ausgesprochen groß, auch wenn Teil 3 nicht an die Vorgänger anknüpfen kann. Trotzdem: Wer etwas für sprunggewaltige Action-Adventures übrig hat, der liegt mit „The Sly Trilogy“ auf jeden Fall richtig!

 

 

„ Splatterhouse “ 6/10 Link

 

Hektoliterweise Blut bedeutet nicht gleichzeitig unendlich viel Spielspaß. „Splatterhouse“ hätte ein gutes Actionspiel werden können, wenn die Gameplay-Zutaten ein bisschen ausgereifter gewesen wären. Man merkt dem Game an, dass während der Entwicklungszeit das Entwicklungsteam ausgetauscht wurde. Das Kampfsystem wirkt zu oberflächlich. Die Technik hätte mehr Polishing vertragen können. Und den Levels fehlt es einfach an Ideen. So passt „Splatterhouse“ doch irgendwie zu seinem eigenen Anspruch: Es ist ein Spiel zweiter Klasse, inspiriert durch B-Movies.

 

 

„ Winter Sports 2011 – Go for Gold“ 6,5/10 Link

 

Ordentlich gemacht und ganz leicht über dem Mittelmaß: „Winter Sports 2011 – Go for Gold“ liefert soliden Spielspaß zur weißen Jahreszeit ab. Die einfache Steuerung und die simplen Disziplinen machen das Game besonders für Mehrspielersessions – on- oder offline – interessant. Wer dieses Genre mag, auf "Winter Games" steht und/oder sich gerne Wintersport-Wettkämpfe mit Freunden liefern möchte, sollte sich den Titel anschauen.

 

 

„ Dead Nation “ 7/10 Link

 

„Dead Nation“ ist garantiert keine Innovationsgranate oder ein Titel für länger als einige Stunden. Aber für eine gepflegte Ballerei ist das Spiel allemal gut. Das Gameplay ist flüssig, die Grafik nett und das unkomplizierte Zombie-Metzeln macht einfach Laune. Auch in diesem Fall ist 7.0 keine schlechte Wertung. Vielmehr reicht „Dead Nation“ in Puncto Langzeitmotivation einfach nicht an manches Vollpreisspiel heran. Macht es deswegen weniger Spaß? Nein! „Dead Nation“ ist genau das, was es auch verspricht: Unterhaltsame Zombie-Action.

 

 

„ Gran Turismo 5 “ 8/10 Link

 

„Gran Turismo 5“ scheitert an seinen eigenen Ansprüchen. Die Serie war bislang bekannt für ihre Perfektion und dafür, die aktuelle Konsolengeneration bis zum letzten Bit auszureizen. Das gelingt „Gran Turismo 5“ nicht. Stattdessen fallen hier unzählige kleine und große Fehler auf, die offensichtlich in der von Beginn an chaotischen Entwicklung begründet liegen. So ist „Gran Turismo 5“ zwar noch immer ein gutes Rennspiel mit ungeheurem Umfang und steiler Motivationskurve. Für die Serie aber stellt das Spiel wohl den absoluten Tiefpunkt dar. Wir sind gespannt, wie sich die angekündigten Patches auf die Spielbarkeit auswirken. In der aktuellen Version aber können wir „GT5“ keine bessere Wertung geben. Dafür sind die unzähligen technischen und konzeptionellen Fehler einfach zu eklatant.

 

 

„ Majin and the Forsaken Kingdom“ 7/10 Link

 

„Majin and the Forsaken Kingdom“ fasziniert auf seine ganz eigene Weise. Das Szenario ist einfach zauberhaft und der trottelige Majin eine Figur, die einem wirklich ans Herz wächst. Die unzähligen Rätsel und das langsamere Gameplay verschaffen dem Spiel zudem einen eigenen Charme, der vielen Konkurrenten fehlt. Wer hier allerdings ein ausgefeiltes Kampfsystem erwartet, sollte besser nicht zugreifen. „Majin and the Forsaken Kingdom“ hat seine Ecken und Kanten. Sowohl spielerisch als auch technisch!

 

 

„ Apache: Air Assault“ 7/10 Link

 

„Apache: Air Assault“ ist ein echter Liebhabertitel. Obwohl das Missionsdesign und auch die Technik lediglich Mittelmaß sind, strahlt die Helikopter-Simulation doch etwas Besonderes aus. Denn hier steht nicht der schnelle Spaß für Zwischendurch im Vordergrund, sondern das Einfuchsen in die komplexe Steuerung. „Apache“ ist im Schwierigkeitsgrad „Realistisch“ eine echte Simulation und damit gerade für Core-Gamer interessant.

 

 

„ Assassin's Creed: Brotherhood “ 8/10 Link

 

„Assassin's Creed: Brotherhood“ steckt zwischen 8.0 und 8.5 fest. Für Solo-Spieler bietet das neue Abenteuer eine ganz ähnliche Spielerfahrung wie beim Vorgänger – mit ähnlichen Stärken und Schwächen. Wer jedoch den Mehrspieler exzessiv nutzen wird, für den tendiert die Wertung mehr Richtung 8.5. Denn der Mehrspieler-Modus funktioniert und motiviert dank Stufensystem über lange Zeit. So oder so ist „Assassin's Creed Brotherhood“ einer der heißesten Titel des Wintergeschäfts.

 

 

„ Need for Speed: Hot Pursuit“ 9/10 Link

 

„Need for Speed: Hot Pursuit“ ist der nahezu perfekte Arcade-Racer – vorausgesetzt ihr besitzt eine Internet-Anbindung. Er sieht toll aus. Spielt sich erste Sahne und bietet dank der Autolog-Funktion Spielspaß für mehrere Wochen. Jeder der in der Vergangenheit auch nur ein wenig Spaß an Rennspiel gehabt hat, wird auch hier viel Freude haben. Criterion erweckt „Need for Speed“ wieder zum Leben. Operation gelungen. Patient rast!

 

 

„ James Bond: Blood Stone“ 7/10 Link

 

So richtig begeistern konnte uns „James Bond: Blood Stone“ leider nicht. Das Actionspiel macht zwar kaum etwas wirklich falsch, ist aber auch in nur wenigen Bereichen überdurchschnittlich. So erlebt ihr in „Blood Stone“ einige vergnügliche Stunden mit ein paar netten Momenten und ordentlicher Atmosphäre. Es ist sicherlich kein schlechtes Spiel, hat es allerdings gegen die starke Konkurrenz äußerst schwer. Wartet mit dem Kauf bis das Spiel auf dem Wühltisch liegt oder leiht es aus.

 

 

„ SmackDown! vs. Raw 2011“ 8,5/10 Link

 

Yuke's wagt auch in diesem Jahr keinen großen Umbruch: Das Gameplay bleibt nahezu unangetastet, lediglich einige kosmetische Korrekturen, die WWE-Welt und das Physik-Modell wurden hinzugefügt. Trotzdem fährt „SmackDown! vs. Raw 2011“ mit dieser Taktik goldrichtig. Es spielt sich flott, macht Spaß und ist atmosphärisch sehr dicht dran am Show-Sport selbst. Freunde der gepflegten Kunst-Balgerei werden in der WWE Welt etliche Tage verbringen. Denn das Geschehen ist dynamischer als jemals zuvor!

 

 

„ The Shoot“ 5,5/10 Link

 

Für Kinder sicherlich okay, aber Erwachsene sollten sich andere Lightgun-Spiele suchen. „The Shoot“ ist technisch solide, aber spielerisch bleibt es hinter den Ansprüchen zurück. Familienväter können sich hier aber mit ihren Kiddies getrost austoben.

 

 

„ TV Superstars“ 6,5/10 Link

 

Mit Freunden sicherlich unterhaltsam: „TV Superstars“ ist ein Mehrspielertitel, der trotz seiner etwas nervigen Aufmachung immer wieder Spaß macht.

 

 

„ Time Crisis: Razing Storm“ 6,5/10 Link

 

Sicherlich keine Spielspaßgranate, aber insgesamt ordentlich: „Time Crisis: Razing Storm“ enttäuscht nicht und bietet unterhaltsames Lightgun-Gefuchtel fürs Geld.

 

 

„ Fallout: New Vegas “ 8/10 Link

 

„Fallout: New Vegas“ ist die erwartet souveräne Fortsetzung. Das Spiel ist ohne Zweifel erstklassig, aber ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Gerade die dicken Macken in der Technik und der fehlende Mut zu Neuerungen kosten Punkte. Die unter euch, die bereits „Fallout 3“ mochten, werden sich auch in „New Vegas“ pudelwohl fühlen. Diejenigen die allerdings mit dem letzten Teil nichts anfangen konnten, werden auch diesmal wieder die Nase rümpfen.

 

 

„MMA“ 7,5/10 Link

 

„MMA“ ist eine gute Kampfsportsimulation. Trotzdem erreichen die Kämpfe nicht die Dramatik von „UFC Undisputed 2010“. Allerdings ist „MMA“ auch deutlich einsteigerfreundlicher als der große Konkurrent. Wer also gerne mal eine Kampfsportsimulation ausprobieren möchte, der sollte „MMA“ trotz der kleinen Schwächen eine Chance geben.

 

 

„ NBA 2K11“ 9/10 Link

 

Was für ein Brett von Basketball-Simulation! „NBA 2K11“ gehört zu den besten Sportsimulationen aller Zeiten. So anspruchsvoll, so packend, so realistisch wie kaum ein anderes Sportspiel vor ihm. Wer auch nur im Entferntesten etwas mit Basketball anfangen kann, wird hier sein neues Lieblingsspiel finden.

 

 

„ Medal of Honor“ 8/10 Link

 

„Medal of Honor“ ist ein souverän programmierter Ego-Shooter. Die Technik ist top. Die Atmosphäre ordentlich und die Missionen abwechslungsreich. Trotzdem fehlt der Solo-Kampagne von „Medal of Honor“ einiges, um sich mit den ganz Großen messen zu können. Der Shooter bringt das Genre leider keinen Schritt weiter, sondern verwurstet nur Ideen aus unzähligen anderen Spielen. Daher überrascht „Medal of Honor“ auch zu keinem Zeitpunkt. Es plätschert so dahin: Adrenalinkicks wie bei „Call of Duty“ fehlen. Ebenso die grandiosen Aha-Momente eines „Bioshock 2“ oder wuchtige Zerstörungsorgien wie in „Bad Company 2“. Der Solo-Modus von „Medal of Honor“ ist sicherlich gelungen, aber garantiert kein Meisterwerk.

 

 

„ Enslaved“ 8/10 Link

 

„Enslaved“ stellt sich leider selbst ein Bein. Uns hat schon lange kein Spiel mehr so in seinen Bann gezogen. Die pure Bildgewalt und die unverwechselbaren Momente zeichnen das Action-Adventure aus. Leider ist die Technik recht brüchig und starr. Hinzu kommen Performance-Probleme. Trotzdem: Spielt „Enslaved“! Es hat mehr Herz und Charme, als das tausendste „Call of Duty“

 

 

„ Castlevania: Lords of Shadow“ 9/10 Link

 

Der Reboot ist geglückt und hat fast alle Erwartungen übertroffen. Nach den enttäuschenden PS2-Versuchen, herrschte bei uns Skepsis, ob die „Castlevania“-Serie abseits vom Nintendo DS noch ein Mal die Kurven kriegen würde. Doch wir wurden eines Besseren belehrt.

 

"Castlevania: Lords of Shadow" kam, sah uns siegte. Auch wenn das Spiel bereits anhand der stimmungsvollen Trailer sehr verheißungsvoll aussah, hätten wir Konami bzw. Mercury Steam nicht zugetraut, ein derart gutes Spiel auf die Beine zu stellen.

 

Euch erwartet eine Mischung aus "God of War", "Prince of Persia" und "Shadow of the Colossus" - ohne dabei aber seine eigene Identität zu verlieren. Im Gegenteil: Sämtliche Elemente haben ihre eigene, ausgesprochen „Castlevania“-typische Indentität. Uns hat das epische Abenteuer rund um Gabriel Belmont in seinen grandiosen Fantasy-Bann gezogen, daher eine ganz klare Kaufempfehlung.

 

 

„ PES 2011“ 8,5/10 Link

 

Nun gehts ans Eingemachte: Konami hat mit „PES 2011“ die Kurve wieder bekommen. Das Spiel ist kein Vergleich zu „PES 2010“, das nach immer mehr Matches, immer mehr Defizite aufzeigte und einem regelrecht die Freude am virtuellen Kicken verdarb. Man muss aber auch hier sagen, dass man normalerweise „PES 2011“ erst eine finale Wertung geben kann, wenn man es zwei Montate am Stück gespielt hat.

 

Was wir dennoch grundsätzlich kritisch sehen ist, dass sich „PES“ und „FIFA“ immer ähnlicher werden. Der eine lässt sich von den Features und der grundlegenden Spielphilosophie des anderen inspirieren.

 

Lässt man die alljährliche Lizenz-Debatte mal beiseite, sind es Nuancen, die entscheiden, ob nun „PES 2011“ oder „FIFA 11“ besser ist. Das eine hat ein besseres Pass-System und eine bessere Ballphysik, das andere hat bessere Kommentatoren und eine bessere Aufteilung der Spieler auf dem Platz. Hatte im vergangenen Jahr noch klar „FIFA 10“ die Nase vorn, ist in diesem Jahr der Abstand zwischen beiden Produkten nur noch minimalst.

 

 

„ FIFA 11“ 8,5/10 Link

 

„FIFA 11“ trifft genau ins Schwarze. Denn erstmals müsst ihr in „FIFA“ echten Fußball spielen – inklusive Frustmomenten und Glücksgefühlen. Die vielen kleinen Verbesserungen zum Vorgänger rechtfertigen tatsächlich den Kauf des Spiels auch wenn wenn ihr „FIFA 10“ bereits besitzt. Skeptisch? Dann probiert die Demo aus.

 

 

„ Dead Rising 2“ 8/10 Link

 

"Dead Rising 2" ist eine konsequente Fortsetzung des ersten Teils, die gar nicht versucht wahnsinnig viel anders zu machen. Uns macht der Ausflug nach Fortune City eine Menge Spaß, auch wenn er etwas kurzweilig ist. Für Genre-Liebhaber ist "Dead Rising 2" natürlich ein Pflichtkauf - allerdings dann nur im Ausland, denn dieses Spiel wird keinesfalls in Deutschland erscheinen.

 

 

„ H.A.W.X. 2“6,5 /10 Link

 

„H.A.W.X. 2“ ist kein Totalschaden. Die Dogfights sind spannend und über weite Strecken hübsch in Szene gesetzt. Allerdings versagt Ubisoft kläglich im Storytelling und bei den Bomber-Missionen. „H.A.W.X. 2“ ist damit leider nicht mehr als ein Übergangstitel bis „Ace Combat: Joint Assault“.

 

 

„ R.U.S.E.“ 7,5/10 Link

 

„R.U.S.E.“ macht eigentlich kaum etwas falsch. Trotzdem wollte bei uns der Funke nicht so richtig überspringen. Das mag an der etwas drögen Präsentation oder an dem ausgewalzten Szenario liegen. „R.U.S.E.“ ist ein Exot für die Playstation 3. Es ist ein Strategiespiel mit gelungenem Gameplay und daher für Fans durchaus lohnenswert. Hektiker und Action-Freunde werden hier aber keinen Spaß haben.

 

 

„Shank“ 7/10 Link

 

„Shank“ ist ohne Zweifel ein launiges Spiel für zwischendurch. Der bunte Comic-Look und das martialische Gemetzel gefällt besonders Freunden von Spielhallen-Klassikern wie „Double Dragon“ oder „Final Fight“. Aber unterm Strich mangelt es „Shank“ an Spieltiefe und Abwechslung, um sich mit den übrigen Mitkonkurrenten im Actiongenre messen zu können. Unsere Empfehlung: Spielt die Demo an. Wenn euch der kurze Abschnitt gefällt, wisst ihr, was euch in den folgenden vier bis sechs Stunden erwartet.

 

 

„Mafia ll“ 7,5/10 Link

 

„Mafia II“ erhält von uns gerade noch so eine gute 7.5-Wertung – dem genialen Leveldesign und der tollen Geschichte sei Dank. Wir haben in diesem Fall die inneren Werte des Spiels ein wenig stärker gewichtet und nicht ausschließlich auf die Technik geschaut. Unter der zweifellos enttäuschenden Fassade von „Mafia II“ versteckt sich nämlich ein packendes Actionspiel mit emotionalen wie spannenden Momenten. Es erreicht zwar lange nicht das Niveau seines Vorgängers, ist aber dennoch absolut spielenswert.

 

Edited by Weißer Engel

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„ Toy Story 3“ 8/10 Link

 

"Toy Story 3" ist eine der besten Filmumsetzung überhaupt. Es vereint Witz und Abwechslungsreichtum mit handwerklich ordentlichem Spieldesign. Viel wichtiger noch: Es weiß um die Chancen, die diese Marke und ihre Charaktere bieten. Ein großer Spaß für die ganze Familie - trotz USK-ab-12-Freigabe.

 

 

„ Deathspank“ 7,5/10 Link

 

„Deathspank“ ist spaßige Rollenspiel-Unterhaltung im Sommerloch. Besonders der typische Ron-Gilbert-Humor überzeugt bei dem insgesamt recht ordentlichen PSN-Spiel. Kleinere Design-Fehler wie etwa der kastrierte Mehrspieler-Modus verhindern leider eine bessere Wertung.

 

 

„ Metal Gear Solid Peace Walker“ 9/10 Link

 

"Metal Gear Solid Peace Walker" ist die neue Killer-App für eure PSP, und falls ihr noch keine euer Eigen nennt, wird es jetzt gehörig Zeit darüber nachzudenken. Auf jedes liebevolle Detail, jede Gameplay-Nuance oder Inhalt einzugehen würde diesen Test hier fünffach sprengen. Daher: Lasst euch beim Spielen überraschen, denn was ihr hier an Atmosphäre, Spielspaß, Grafik, Sound, Gameplay und Mehrspielerspaßgeboten bekommt, wird euch wochenlang an die PSP fesseln.

 

 

„Blur“ 8/10 Link

 

8.0 von 10 „Blur“ ist zweifellos ein erstklassiger Arcade-Racer. Das Spiel ist in sich fordernd, die Power-Ups gut zueinander ausbalanciert. Und trotzdem reicht es aufgrund vieler kleiner Macken nicht zu einer höheren Wertung. Besonders das besagte Gummiband nervt mit zunehmender Spielzeit enorm. Trotzdem: Rennspieler mit einem Hang zu Bonbon-Farben und Action-Einlagen sollten eine Probefahrt einlegen. Denn Spaß macht „Blur“ allemal!

 

 

„Split/Second: Velocity“ 7,5/10 Link

 

Geradlinig und ehrlich: „Split/Second: Velocity“ täuscht euch nicht gehobene Spieltiefe vor. Es ist ein simpler, aber ungemein unterhaltsamer Arcade-Racer in genialer Bombast-Optik. Wenn wir andere Fahrer mit herunter stürzenden Helikoptern oder riesigen Baggerschaufeln aus dem Weg räumen, ziert ein breites Grinsen unser Gesicht. Leider ist der Wiederspielwert von „Split/Second“ gering. Und so ist die Arcade-Raser der perfekte Zeitvertreib für ein verregnetes Wochenende. Und danach könnt ihr wieder zu komplexeren Spielen übergehen.

 

 

„ Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ 7/10 Link

 

Eine mittelschwere Enttäuschung: „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ ist einfachstes Popcorn-Gaming – ohne jeglichen Anspruch, ohne Herausforderung. Nach zwei Stunden hatten wir das Gefühl, bereits alles erlebt zu haben. Nach knapp acht Stunden war es traurige Gewissheit. Dabei ist „Prince of Persia“ kein schlechtes Spiel. Es ist ein technisch erstklassig entwickeltes Action-Adventure, dem es leider es an Anspruch mangelt. Gelegenheitsspieler dürfen dennoch einen Blick riskieren. Core-Spieler sollten sich dagegen anderen Titeln widmen.

 

 

„ Skate 3“ 8/10 Link

 

„Skate 3“ führt die Skateboard-Simulation souverän fort. Während die Spielmechanik lediglich leicht verfeinert wurde, sind die neuen Community-Funktionen die wichtigste Neuerung. Funsport-Fans machen mit „Skate 3“ garantiert nichts falsch. Und selbst Neueinsteiger werden diesmal leichter Zugang zur derzeit besten Skateboard-Simulation auf dem Markt finden.

 

 

„ Super Street Fighter IV“ 9/10 Link

 

Mit „Super Street Fighter IV“ erhalten Neu-Käufer wie Fans die ultimative Version eines der besten Beat ‘em Ups dieser Konsolen-Generation! Während Capcom für frühere Street Fighter Updates oft wegen den spärlichen Neuerungen Schelte bekommen haben, stimmt dieses Mal die Rechnung: Für faire 39,95 € bekommt ihr etliche Stunden Prügelspaß mit neuen Spielfiguren und den tollen neuen Online-Spielmodi.

 

 

„ Lost Planet 2“ 8/10 Link

 

„Lost Planet 2“ offenbart besonders im Solo-Modus schnell seine Schwachstellen: Mit der Zeit ermüden die ständigen Schlachten mit dumpfen KI-Recken. Eine zusammenhängende Story fehlt und Frustmomente fressen langsam den Spielspaß auf. Im Mehrspieler-Modus rockt „Lost Planet 2“ aber die Playstation3. Die tolle grafische Umsetzung und die mit mehreren Spielern fordernden Endgegner sorgen für krachende Kämpfe mit turmhohen Insekten-Bosse - klasse.

 

 

„ FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Südafrika“ 8,5/10 Link

 

„FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Südafrika“ ist eine erstklassige Sportsimulation, die in Sachen Spielbarkeit sogar „FIFA 10“ und „Pro Evolution Soccer 2010“ in die Tasche steckt. Der flüssigere Spielablauf, die geschmeidigen Animationen und besonders die deutlich verbesserte KI tun dem Game wirklich gut. Etwas enttäuschend fiel allerdings die Modi-Auswahl aus: Denn abgesehen von der Weltmeisterschaft, den Qualifikationsszenarien, dem bekannten Mannschaftskapitän-Modus und den Online-Funktionen wird zu wenig geboten. EA Sports hat sich noch einiges für „FIFA 11“ aufgehoben.

 

 

„ Final Fight: Double Impact“ 8/10 Link

 

„Final Fight: Double Impact“ bringt euch zurück in die Spielhallen der 90er – ein Gefühl dem wir uns nicht entziehen konnten. Für 9,99 € erhaltet ihr ein tolles Spiele-Doppelpack das liebevoll und exzellent präsentiert ist, und an dem sich zukünftige Klassiker-Umsetzungen aus der Vergangenheit messen müssen. Capcom hat hier den Dreh raus. Mit "Super Street Fighter Turbo HD Remix" und "Bionic Commando" hat man bereits in den letzten zwei Jahren zwei richtige PSN-Bretter abergeliefert.

 

 

„ Yakuza 3“ 7/10 Link

 

„Yakuza 3“ ist ein klasse Spiel, zehrt aber auch oft an euren Nerven. Es polarisiert stellenweise. Allein die fehlende deutsche Übersetzung und die pure Menge an Texten schrecken viele Spieler ab. Japan-Fans gefällt diese Tatsache wiederum sehr. Kämpft ihr euch aber über diese Hürden hinweg, werdet ihr mit einem genial-komplexen Spieluniversum belohnt. „Yakuza 3“ wäre ja an und für sich ein Insider-Tipp für PS3-Actionfreunde. Doch die herausgeschnittenen Elemente zwingen uns dazu, dass wir dieses Mal nicht all zu tief in die Wertungskiste greifen.

 

 

„Final Fantasy 13“ 9/10 Link

 

Square Enix wollten es so vielen Gamern wie möglich recht machen und so wurde „Final Fantasy“ aufs Wesentliche reduziert: Dungeons, Kämpfe, Zwischensequenzen. Punkt. Eigenständig war bisher jeder Teil, aber dieses mal ist der Wandel gravierender. Zum ersten könnten selbst RPG-Hasser Gefallen an einer „Final Fantasy-Episode“ finden. Die Kehrseite der Medaille: Erfahrene Puristen werden vom simplifizierten Gameplay und der ewig langen Einleitung abgeschreckt. Geduld ist gefragt, denn wer den langsamen Einstieg erträgt, wird durch eine packende Spielerfahrung belohnt, die auch alte Hasen fesseln wird. Nicht schlechter, nicht besser, aber eben anders als seine Vorgänger

 

 

„ God of War 3“ 9/10 Link

 

Der König ist tot, es lebe Kratos! „God of War 3“ ist der erhoffte große Wurf – trotz fehlender Innovationen und einiger kleinerer Schönheitsfehler. So überflügelt Sonys Kriegsgott beinahe die gesamte Konkurrenz geradezu mühelos. Derzeit gibt es neben „God of War 3“ nur wenige Titel, die eine ähnliche technische Perfektion und unbarmherzige Action bieten. Daher liegt Kratos auch Kopf an Kopf mit seinen Genre-Kollegen Krieg und Bayonetta. „God of War 3“ ist ein großartiges Spiel und erhält deshalb auch eine klare Kaufempfehlung – auch wenn es nicht ganz so wegweisend wie seine Vorgänger ist.

 

 

„Resident Evil 5 Gold Edition“ 8,5/10 Link

 

„Resident Evil 5“ ist zweifellos ein klasse Spiel – spannend und abwechslungsreich. Die „Gold Edition“ ist der ideale Wahl für Neueinsteiger in die Serie. Hier bekommt ihr nicht nur das aktuelle Abenteuer, sondern auch noch einige Zusatzinhalte oben drauf. Besitzer von „Resident Evil 5“ sollten sich auf die herunterladbaren Zusatzepisoden beschränken. Die übrigen Neuerungen der „Gold Edition“ sind einzig Gimmicks für beinharte Fans.

 

 

„ Battlefield: Bad Company 2“ 8,5/10 Link

 

Eigentlich müssten wir „Battlefield: Bad Company 2“ zwei Wertungen geben. Der Singleplayer hält leider den Vergleich Genre-Spitzenreiter „Modern Warfare 2“ nicht stand. Solo-Spieler ziehen unserer Endwertung daher am besten 0.5 Punkte ab. Dagegen wütet der Mehrspieler-Modus wie ein wilder Orkan im Playstation3-Land. Solche halsbrecherische und zerstörerische Action haben wir selten gesehen. Seid ihr also gerne online unterwegs, dann könnt ihr unserer Wertung getrost 0.5 Punkte dazu geben. Denn „Bad Company 2“ hat zwei Gesichter – den ordentlichen Solo-Modus und den grandiosen Mehrspieler-Part.

 

 

„Aliens vs. Predator“ 7,5/10 Link

 

Atmosphäre, Sound und Design sind super. Dafür ist die Steuerung durchwachsen und die spielerische Abwechslung innerhalb der einzelnen Kampagnen begrenzt. Wir vermissen echte Höhepunkte, außergewöhnliche Schlüsselsezenen und fette Boss-Battles. Ohne die berühmte Lizenz würde dieser Titel wahrscheinlich ruckzuck in Vergessenheit geraten, doch für AvP-Fanboys bleibt das Gesamtpaket trotz diverser Mängel eine Offenbarung. Unser Tipp zum Schluss: Je höher ihr die Helligkeit des Spiel einstellt, desto hässlicher wirken die Texturen

 

 

„ Heavy Rain“ 8,5/10 Link

 

„Heavy Rain“ ist ein Kunsttitel wie er im Buche steht. Würden wir nach üblichen Maßstäbe urteilen, dann würde hier eine 7.5 oder eine 8.0 stehen. Allerdings ist „Heavy Rain“ etwas ganz anderes: Hier spielt die Geschichte, die Wendungen und die Atmosphäre die Musik. Und Quantic Dream inszenieren die Jagd nach dem Origami-Killer wirklich meisterlich.

 

 

„ Bioshock 2“ 8,5/10 Link

 

„Bioshock 2“ fühlt sich irgendwie nicht wie ein echter Nachfolger an. Eher wie ein üppiger Nachschlag für Fans des Erstlings. Mit einem lustigen Mehrspieler-Modus als Treuebonus. Die Levels sind neu, die Story anders, aber das meiste altbekannt. Ihr seid eben wieder in Rapture – nur zehn Jahre später. Atmosphäre und Gameplay bleiben einzigartig, auch wenn die Story nicht ganz so zündet wie im Ersten. Fast hätten wir es vergessen: Die deutsche Sprachausgabe ist wirklich durch die Bank gelungen!

 

Edited by Weißer Engel

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

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„ Dante‘s Inferno“ 7,5/10 Link

 

Dass es sich hier um einen waschechten Klon handelt, ist unserer Meinung nach kein Manko. Wenn man es genau nimmt, ist heute doch alles schon mal da gewesen, nicht wahr? Trotzdem gibt‘s Grund zu meckern. Warum muss man wegen jedem Pups ewig auf die Kreistaste eindreschen? Muss man die Gesamtspieldauer wirklich durch derart stupides Gegnerwellen-Gemetzel und Wiederholungen strecken? Warum haben die Entwickler aus zehn Spielstunden inklusive Durchhängern nicht einfach sechs durchgehend spannende Stunden gemacht? Fazit: „Dante‘s Inferno“ ist ein gutes Spiel, aber am Thron des offensichtlichen Vorbilds kann es nicht rütteln.

 

 

„ Dark Void“ 7/10 Link

 

„Dark Void“ ist ein gutes Spiel, macht viele ordentliche Ansätze aber mit kleinen Macken wieder kaputt. Stimmt etwa die grafische Darstellung der Figuren, stören uns Ruckler und langweilige Innenlevels. Haben wir Spaß am Deckungssystem, nervt uns die oftmals kopflose Gegner-KI. So bleibt zu hoffen, dass Capcom vielleicht einen zweiten Anlauf mit „Dark Void“ wagt: Denn auch dieses Actionspiel hat das Potenzial zu mehr!

 

 

„MAG“ 8/10 Link

 

Reine Multiplayer-Spiele sind besonders schwer zu bewerten, weil der Spielspaß von einer Menge Variablen abhängt. Mit wem spielt man zusammen? Wie stabil ist die Verbindung? Sind die Server gut genug besucht? Eines ist sicher: Stumme Einzelkämpfer, die am liebsten mit Dauerfeuer durch die Gegend flitzen, werden an „MAG“ kein gutes Haar lassen. Wer aber gerne im kommunikativen Team mit klaren Hierarchien ballert und auf riesige Schlachten steht, der wird „MAG“ lieben und sehr lange Spaß damit haben. Ob „MAG“ zu wahrer Größe heranreifen kann, wird letztlich die Zukunft zeigen. Schließlich können bei solchen Titeln bereits kleinste Tweaks von Entwicklerseite riesige Auswirkungen haben

 

 

„ Vancouver 2010“ 6/10 Link

 

Vancouver 2010 ist ein leicht überdurchschnittliches Sportspiel, das zwar stolze 14 Disziplinen, aber trotzdem kaum Abwechslung bietet. Dafür ähneln sich die Disziplinen zu stark. Wo sind Biathlon oder Eisstockschießen? Die Grafik ist solide, die spielerische Herausforderung für Einzelspieler relativ niedrig und so bleibt uns der abgenudelte Spruch: nur für wintersportfreundliche Casual-Gamer interessant.

 

 

„ Army of Two: The 40th Day“ 8/10 Link

 

Als reines Singleplayer-Spiel hätte es „Army of Two: The 40th Day“ wirklich schwer. Es ist gut, aber auf Dauer zu monoton. Doch bereits im Zweispieler-Koop erreicht der Spielspaß ungeahnte Höhen. Selbst nach drei Koop-Nächten hintereinander, juckt es uns noch immer in den Fingern. Wir nutzen den Einspieler-Modus also eher als Ersatzdroge, bis zur nächsten Online-Session. Kurze Info zum Schluss: Wir haben die Uncut-Version mit englischer Sprachausgabe gespielt. Für Deutschland kündigte EA eine angepasste Version an, die in einigen Wochen erscheinen soll. Das es die platzende oder mit Bajonetten durchbohrte Köpfe dort rein schaffen ist sehr unwahrscheinlich. Somit stellt sich die Frage, ob die deutsche Version des Spiels in Sachen Online-Gaming mit ausländischen Fassungen kompatibel sein wird.

 

 

„ Darksiders“ 9/10 Link

 

„Darksiders“ ist ein klassisches Videospiel in Reinkultur und wird mit jeder Stunde besser. Gerade für ältere Gamer hat es jede Menge Dejá Vu-Erlebnisse parat. Es ruft vielerlei Erinnerungen wach und nicht nur einmal dachten wir uns: „Schade, dass es so etwas heute kaum noch gibt“. Vor allem das Design der Rätsel ist hervor zu heben. „Darksiders“ orientiert sich also spielerisch nicht so sehr an aktuellen Hits, sondern an Klassikern vergangener Konsolengenerationen. Und obwohl eigentlich alles irgendwie zusammengeklaut wurde, wirkt dieser Mix heute erfrischender denn je.

 

 

„ Demon's Souls“ 8,5/10 Link

 

"Demon's Souls" intensive Spielerfahrung zehrt vermutlich gerade von dem beschriebenen Schwierigkeitsgrad, denn ihr seid die ganze Zeit unter enormer Anspannung, schließlich kann das Spiel-Erlebnis jeden Moment, beim Kampf gegen jeden Gegner, jederzeit ein Ende nehmen. Haltet ihr das durch, bleibt am Ball, lernt Taktiken und schreckt nicht davor zurück einzelne Abschnitte wieder und wieder zu spielen, erwartet euch ein großartiges Action-RPG, das in Anbetracht der mageren Konkurrenz auf PS3 dringend gebraucht wird! Einziges Manko (neben demSchwierigkeitsgrad): Storytechnisch dürft ihr kein "Dragon Age: Origins" oder "Oblivion" erwarten, an der Stelle hat "Demon's Souls" leider nicht allzuviel zu bieten. Aber wer braucht schon Story, wenn ihr schwitzend auf eure Energieanzeige seht, und nicht wisst ob ihr gleich nochmal von vorne spielen müsst...?

 

 

„ Bayonetta“ 8,5/10 Link

 

„Bayonetta“ polarisiert. Einigen ist das Japano-Spektakel zu schrill, die Hauptdarstellerin zu bemüht sexy, das Gameplay zu schnell und die Geschichte zu wirr. Andere bezeichnen es als bestes Spiel der Welt und werfen mit Höchstwertungen um sich. Wir befinden uns irgendwo in der Mitte, allerdings mussten wir einige Zwischensequenzen wegen des hohen Fremdschämfaktors wegklicken und die musikalische Untermalung wurde umgehend im Audio-Menü deaktiviert. Auch wenn uns der Still nicht hundertprozentig anspricht, sind wir vom Gameplay überzeugt. So bombastisch und temporeich wurde noch kein Hack’n’Slay auf der PS3 inszeniert. Sollte SEGA die technischen Problemchen tatsächlich mit einem Patch beheben, kann man drüber reden, die Wertung um einen halben Punkt auf 9.0 zu erhöhen.

 

 

„ Saboteur“ 7,5/10 Link

 

„Saboteur“ hätte mit etwas mehr Schliff locker einen Punkt mehr verdienen können. Das Kletter-Feature ist nicht gerade elegant gelöst, die KI stellenweise ein schlechter Witz. Trotzdem machts Spaß und das liegt an der Vielfalt, die man euch bietet. Wir verbrachten zum Beispiel alleine schon drei Stunden bei der Vogeljagd. Auf berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Eifelturm herumzuklettern hat auch was. Insgesamt bleibt das Gefühl, den Entwicklern wäre irgendwann die Zeit ausgegangen. Dennoch ein nettes Abschiedsgeschenk von Pandemic.

 

 

„Avatar“ 5,5/10 Link

 

„Avatar“ bietet eine Menge Features, die auf dem Papier richtig toll klingen, doch in der Praxis entpuppt sich alles als weitaus weniger aufregend. Einzig die tolle Dschungelatmosphäre und das 3D-Feature heben den Titel aus der Masse hervor. Das Spiel ist kein Totalausfall, aber für PS3-Besitzer gibt es eine Menge besserer Möglichkeiten, ihr Geld in Spielspaß anzulegen. Einfach gesagt: „Avatar“ ist ganz in Ordnung, aber wer braucht schon „Ok“, wenn es da draußen so viel „Super“ gibt?

 

 

„ God of War: Collection“ 9/10 Link

 

„God of War“ und „God of War 2“ waren vor zwei bzw. vier Jahren wegweisende Action-Spiele, die auf der PlayStation 2 neue Standards setzten. Dies schafft die „God of War: Collection“ zwar nicht mehr, ein herausragendes Spielspaß-Paket ist es aber dennoch. Kratos' Abenteuer sind auch heute noch ungeschlagen spannend und klasse spielbar.

 

 

„SAW“ 7,5/10 Link

 

Vieles von der US-Kritik halten wir für angebracht, doch insgesamt sind wir von „Saw“ positiv überrascht. Die große Schwäche des Titels ist der Spielablauf, mit seinen immer wiederkehrenden Elementen. Dafür kommt eine wirklich beklemmende „Gleich bist du dran-Atmosphäre“ zustande und das rätsellastige Gameplay ist auch mal was Neues. „Saw“ ist kein referenzverdächtiger Meilenstein, aber definitiv ein solides Gruselerlebnis, das auf eigenen Beinen steht. Wir würden uns auf jeden Fall über einen Nachfolger freuen. Dann aber mit mehr Abwechslung und Entscheidungsfreiheit!

 

 

„ Dragon Age: Origins“ 8/10 Link

 

„Dragon Age: Origins“ ist ein richtig gutes Rollenspiel für Erwachsene. Das liegt vor allem an der dichten Atmosphäre, dem fesselnden Gut/Böse-System und den wirklich unterhaltsamen Quests. Auch wenn die Hauptgeschichte keinen Innovationspreis gewinnt, gelang es Bioware ein in sich stimmiges Erlebnis auf die Beine zu stellen.

 

 

„ Assassin's Creed 2“ 8,5/10 Link

 

„Assassin's Creed 2“ ist sicherlich ein sehr gutes Spiel, aber für einen echten Megahit fehlt es dem Assassinen-Abenteuer noch immer an Feinschliff. Besonders das Kampfsystem wirkt schlecht ausbalanciert und die KI hoffnungslos überfordert mit den Möglichkeiten, die das Spiel selbst bietet. Dafür überzeugt „Assassin's Creed 2“ mit einer – trotz vieler Grafikfehler – tollen Atmosphäre, schönen Ausblicken und natürlich bezaubernden Städten. Für eine Traumwertung hat es daher nicht gereicht.

 

 

„ Fairytale Fights“ 5,5/10 Link

 

Dem Hack&Slay „Fairytale Fights“ geht leider ziemlich schnell die Puste aus. Die übertriebene Gewaltdarstellung inklusive umher fliegender Körperteile kann leider nicht über die vielen spielerischen Mängel hinweg täuschen. Ein allzu eintöniges Gameplay und eine nervige Kameraführung töten den Spielspaß leider nach wenigen Stunden. Schade, denn technisch wirkt die Comic-Klopperei erfrischend anders. Vielleicht konzentrieren sich die Entwickler bei einem möglichen Nachfolger ja mehr auf die Spielmechanik, und nicht ausschließlich auf eine exzessive Gewaltdarstellung.

 

 

„ Modern Warfare 2“ 9/10 Link

 

„MW2“ toppt sich quasi im Minutentakt selbst. Wir fragen uns echt, wie man das im nächsten Teil überbieten will, ohne in den Bereich der Realsatire abzudriften. Die Singleplayer-Kampagne ist abwechslungsreich, voller Superlative und bietet dadurch einen hohen Wiederspielwert. Der neue Spec Ops-Modus gefällt und der Mehrspieler-Teil dürfte auch wieder Jahre überdauern. Modern Warfare 2 rockt, auch wenn das Gameplay linear, die Story hohl und alles schrecklich patriotisch ist.

 

 

„ WWE SmackDown! vs. Raw 2010“ 8,5/10 Link

 

„WWE SmackDown! vs. Raw 2010“ ist der beste Wrestling-Ableger seit Jahren. Endlich wurde die Technik der PlayStation 3 richtig genutzt: Besonders die neuen Community-Funktionen und die deutlich verbesserten „Road to Wrestlemania“-Geschichten haben es uns angetan. Trotzdem würden wir uns im kommenden Jahr einige Verbesserungen der alten Gimmick-Matches wünschen.

 

 

„PES 2010“ 9/10 Link

 

Wer ein Lizenzfeuerwerk haben möchte, holt sich „FIFA 10“ - keine Frage. Nur dort gibt’s den FCB & Co und die Bundesliga. Wer aber das Fußballspiel mit mehr Spielbarkeit und mehr Spieltiefe haben möchte, greift zu „PES 2010“. Wie in jedem Jahr ist hier alleine schon der Offline-Mehrspieler-Modus ein 365-Tage-Spielspaßgarant. Kein Spiel und kein Tor gleichen dem anderen. Das gibt’s nur bei „PES“. Außerdem tragen die vielen Neuerungen dazu bei, dass das Spiel wieder mehr als in den Jahren zuvor eine Fußballsimulation ist. Die Arcade-Ausflüge der letzten zwei Teile sind somit passé – zum Glück. „FIFA 10“ bekam eine 9/10. Diese Wertung hat sich „PES 2010“ ebenfalls redlich verdient. Doch wie eingangs erwähnt können wir die Glaubensfrage nicht beantworten. Es liegt ganz an eurem Geschmack, an euren Ansprüchen und natürlich an euren Bedürfnissen, welches Fußballspiel besser zu euch passt. Amen!

 

 

„ Heroes over Europe“ 8/10 Link

 

„Heroes over Europe“ ist sicherlich kein Innovationswunder, aber dennoch ein spaßiger Dogfight-Flugi. Das WWII-Szenario wird bissig umgesetzt und die Missionen trotz Ideenmangel allesamt unterhaltsam. Für die allzu kurze Spielzeit von sechs bis acht Stunden wird man hier glänzend unterhalten.

 

 

„FIFA10“ 9/10 Link

 

Auch wenn es die EA Sports-Basher ärgern wird: „FIFA 10“ ist das derzeit beste Fußballspiel auf dem Markt. Der Spielablauf ist deutlich runder als bei der Konkurrenz. Die Atmosphäre ist klasse. Beinharte Simulationsfans sollten Probe spielen. Alle anderen Fußballfreunde können bedenkenlos zugreifen.

 

 

„ Marvel: Ultimate Alliance 2“ 7,5/10 Link

 

Seufz! "MUA 2" ist kein Action-Rollenspiel wie Teil 1 es noch war, sondern ein Brawler. Auch wenn wir unsere Enttäuschung nicht verbergen können, ist „Marvel: Ultimate Alliance 2“ kein schlechtes Spiel. Für eine Spitzenwertung fehlt halt das letzte Quentchen Originalität. Zu viert entpuppt sich das Superhelden-Abenteuer nach wie vor als Fun-Granate und selbst den eintönigen Singleplayer-Modus werden Marvel-Jünger nicht nur wegen der Fusion-Moves durchzocken. Ja, wir Fanboys verzeihen eben gerne..

 

 

„ Motorstorm: Arctic Edge“ 7,5/10 Link

 

Eine kurze Raserei zwischendurch ist „Motorstorm: Arctic Edge“ allemal wert. Das Spiel ist technisch durchaus gelungen, auch wenn aufgrund der Hardware-Beschränkung kein echter Geschwindigkeitsrausch aufkommen will. Außerdem fehlt es dem Karrieremodus an Abwechslung. Trotzdem: Wer unkomplizierten Fahrspaß für die Mittagspause sucht, wird hier fündig.

 

 

„WET“ 6,5/10 Link

 

Das Dauergemetzel offenbart zwei große Schwächen: das Gameplay ist zu eintönig und das Kampfsystem ist trotz zahlreicher Specialmoves zu flach. Die abgedrehten Akteure und die B-Movie-Atmosphäre können nur zum Teil über diese Mängel hinwegtrösten. Wir würden uns dennoch über ein Wiedersehen mit Rubi freuen, denn Potential ist definitiv vorhanden.

 

 

„ Need for Speed: Shift“ 8,5/10 Link

 

„Need for Speed: Shift“ weht wie ein frischer Wind ins Rennspielgenre. Technisch ist die Raserei auf dem allerneusten Stand und überzeugt mit tollen Fahrzeugmodellen und einer gelungenen Physik-Engine. Trotz des hohen Simulationscharakters bleibt „Shift“ auch für Einsteiger jederzeit gut spielbar, fordert aber auch Profis bis zuletzt. Kurzum: Einsteigen, Spaß haben – unbedingt spielen!

 

 

„ Guitar Hero 5“ 8,5/10 Link

 

„Guitar Hero 5“ ist eine gelungene Fortsetzung – spielbarer und durchdachter als seine Vorgänger. Hier werden Neueinsteiger und Experten gleichermaßen gefordert. Viele Sachen aus dem alten Jahr wurden verbessert, etliche Neuerungen gesellen sich dazu. "GH5" ist aber wie zum Eingang des Tests erwähnt nichts revolutionäres. Daher sehen wir die 8.5er-Wertung als Obergrenze an.

 

 

„ Soul Calibur: Broken Destiny“ 7,5/10 Link

 

„Soul Calibur: Broken Destiny“ hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Das Gameplay und die Präsentation stimmen. Allerdings mangelt es an Singleplayer-Optionen und der Spießroutenlauf ist absolut lächerlich und zuweilen langweilig. Wer aber gerne im Ad-Hoc-Modus spielt, sollte einen Blick wagen.

 

 

„Policenauts“ 9,5/10 Link

 

Endlich versteht man “Policenauts“. Und zwar ohne, dass man eine knochentrockene japanisch-englische Übersetzung aller Textpassagen ausgedruckt neben sich liegen haben muss. Die Übersetzung ist allererste Sahne und dem Spiel merkt man einfach die unverkennbare Handschrift von Hideo Kojima an, die er mit seinen vier "Metal Gear"-Blockbustern weitergeführt und perfektioniert hat. Great job, Policenauts.net! Great Job, Hideo Kojima!

 

 

„Wolfenstein“ 8/10 Link

 

Klassischer Shooter mit starkem Leveldesign, aber altbackener Optik und schwachbrüstigen Multiplayer-Angebot. Dafür ist der Einspieler-Modus gelungen, was uns nach längerer Überlegung dazu gebracht hat, trotzdem eine 8.0 statt 7.5 zu geben.

 

 

„Batman Arkham Asylum“ 9/10 Link

 

Hervorragendes Action-Spiel mit dem schwarzen Rächer. Das bis dato beste Batman-Spiel aller Zeiten und darüber hinaus ein feines Stück Software, das nicht nur Batman- und DC-Comics-Fans begeistern wird. Kaufen und genießen!

 

Edited by Weißer Engel

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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht

- Abraham Lincoln -

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